PA machen in der Wirklichkeit ist halt nicht zwingend immer so einfach wie PA machen im PA - Forum. ![]()
Mitfreundlichem Gruß
BillBo
PA machen in der Wirklichkeit ist halt nicht zwingend immer so einfach wie PA machen im PA - Forum. ![]()
Mitfreundlichem Gruß
BillBo
:oops:
Nee, mal im Ernst: der 'ganz normale Tonkutscher' ist doch kein Handelskonzern oder so was mit Hunderten oder gar Tausenden von geschäftlichen Vorgängen täglich. Die paar Belege, die da wöchentlich anfallen, sind in ein paar Minuten eingegeben bzw. per Copy & Paste vom Kontoauszug ins Steuer-/ Buchführungsprogramm übertragen; zumindest bei mir ist das so. Das geht notfalls auch zwischen Abendessen und Changeover (mach ich aber natürlich trotzdem lieber zuhause auf dem Sofa). Und der Rest läuft heutzutage sowieso automatisiert auf Knopfdruck.
Ganz ehrlich: das find’ ich am Computerarbeitsplatz realitätsnaher, angenehmer und unmittelbarer, als z.B. auf irgendwelchen unbekannten bunten virtuellen Pultoberflächen irgendwelche virtuellen Shows vorbereiten zu müssen (ohne dabei Raumakustiken abschätzen zu können, Effekte vorhören zu können, Zahlenwerte mit Höreindrücken abstimmen zu können, usw.) oder irgendwelche Häkchen in öden Dispositionsprogrammen zu setzen (die leider auch nichts daran ändern können, dass der Truck dann u. U. anschließend einen halben Tag zu spät zurück ist und alle schönen Planungen gepflegt über den Haufen wirft).
Besonders exotisch oder so find' ich das jedenfalls nicht. :roll:
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Zitat1.) der Staat will 19%
2.) ich muss mich mit der Buchhaltung beschäftigen
1.) hat er dir vorher für (bis zu) 1 Monat zinsfrei zur Verfügung gestellt. Find ich ganz anständig von ihm.
2.) sind (fortlaufende Einträge vorausgesetzt... :roll: ) mit einem simplen Buchführungsprogramm genau 3 Mausklicks: Ust. Voranmeldung - absenden - ausdrucken (für Sicherheitsfreaks).
Jepp, Tonler sind faul und bequem. Wem sagst du das.
Aber SO faul? :shock: :lol:
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Um mal die Anfangsfrage zu beantworten:
ZitatWie macht ihr das praktisch ?
Gar nicht. "Du kriegst von mir L/R analog."
Hin und wieder bin ich ja mal auf Festivals div. Größenordnungen zugegen. Im Ernst: bislang wehren sich da alle mit Händen und Füßen gegen das digitale Einbinden von Gastpulten. Die Betreuer, weil sie im Fall des Falles dann automatisch den Schwarzen Peter haben. Die Gasttonler, weil sie keine weitere Digitalbaustelle wollen und insgeheim schon 3 Kreuze machen, wenn sich mitgebrachtes Pult/ Stageboxen und Festivalcat wider Erwarten problemlos miteinander vertragen.
Festivalgroßbaustellen sind in der FOH - Praxis sehr oft Blindstarts unter extremem Zeitdruck. Und was beim Gros des Publikums vom Bühnengeschehen akustisch ankommt hat ohnehin bestenfalls Mittelwellenqualität der späten 40er Jahre; da ist ein zusätzlicher DA/ AD Wandlungszyklus komplett bedeutungslos. Maximale mögliche Betriebssicherheit hingegen nicht.
Trotzdem, da gebe ich Guma recht, wäre es tatsächlich an der Zeit für eine digitale Plug & Play Lösung, die an dieser Stelle narrensicher und ohne Nachdenken 100% zuverlässig funktioniert. Wenn das Yammi Dings das kann - warum nicht? 01V/96 ist ohnehin seit Jahren der Standard FOH Summierer für alle, die kein vertrauenswürdiges XL88 mehr am Start haben.
Wer traut sich als erster, dem nächstbesten vierschrötigen Amimischer nur ein XLR- Weibchen anzubieten? ![]()
Mit freundlichem Gruß
BillBo
ZitatStatt dessen ertappe ich mich manchmal dabei, darüber zu grübeln, welche Sorte Mensch mit welchen "Unarten" von welchem "Verein" mittels Exculpationsversprechungen besonders angesaugt wird.
Der kleinste gemeinsame Nenner ('Sex sells') geht jedenfalls immer. Für die Aussicht auf 72 vollbusige, glutäugige, noch unversehrte junge Damen (grenzenlose Selbstüberschätzung ist offensichtlich keine reine Unart der Neuzeit) tut mancher eingleisig orientierte Held noch ganz andere Dinge als einfach nur arbeiten für Umme.
Wenn’s da am Ende bloß mal nicht ebenfalls Ärger bei der Abrechnung gibt.
Aber falsches Forum, trotz 'IDN'.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Yamaha ist ein japanischer Mischkonzern, der neben 10.000 anderen Dingen auch Mischpulte baut.
Electra ist eine Private Equity Fondsgesellschaft. Die bauen gar nichts und werden in Presse und Volksmund auch schon mal 'Heuschrecke' genannt.
Das sind ziemlich unterschiedliche Welten.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Peter: alles geklärt. Wäre mein freier Freitag im Herbst gewesen. :roll:
Ist halt wie immer: entweder gar nichts – oder alles auf einmal.
Hab mich beim Überfliegen übrigens vertan – es sind sogar 50% Zinsen (100 Monate à 0,5%) auf die Einkommensteuer. Respekt!
Kirche und Ossis dagegen (erwartungsgemäß :D) geizig. Auf Kirchensteuer und Soli gibt’s 0%.
Trotzdem – angesichts der derzeitigen Kapitalmarktmisere sollte man sein Geld eigentlich direkt beim Finanzamt anlegen. Einerseits bombensicher, andererseits durchaus geradezu formidabel verzinst. Keine Beratungs-, Abschluss-, Depotführungsgebühren, keine Kontokosten, kein Verwaltungsaufwand, kein Agio, kein Spread, kein Risikozuschlag – nix.
Die zugrunde liegende Beteiligung von damals (so’n windiges Windparkprojekt) ist unterm Strich bisher jedenfalls deutlich schlechter gelaufen... :lol:
Ganz zu schweigen von sonstigen 'Investitionen'. Sämtliches zur damaligen Zeit angeschafftes Mischpult- und Elektronikgedöns – egal, ob es jemals seine Anschaffungskosten eingespielt hat oder nicht - steht längst mit 1 Euro in den Büchern. :?
Mit freundlichem Gruß
BillBo
ZitatDeshalb hast Du dieses Arbeitsfeld für Dich ganz alleine :wink: .
Nicht ganz :wink:
Abgesehen davon sehe ich, wenn überhaupt, djobis Aufstellung schon eher als eine Art Standard. Sidefills, 8-10 Wedges, 1-2 Drumfills - das ist nicht umsonst weltweit mehr oder weniger die Grundausstattung nahezu aller professionellen Tourvenues in der Größenordnung ab 500er Kapazität aufwärts. In welchem Zustand auch immer :roll:. Unabhängig von der Lautstärke des Gigs. Aus gutem Grund oft auch unabhängig von der Gnade oder Einsicht eines 'Dienstleisters'. Und selbstverständlich incl. Monitorplatz - sollte die Band keinen Monitorer dabei haben und der VA auch keinen bezahlen wollen, geht's alternativ gerne auch von vorne.
Man muss das nicht alles nutzen. Aber es steht ohne nervige Emailmarathons selbstverständlich zur Verfügung, genau so selbstverständlich wie Klo, Dusche, Bühne und die Möbel im Backstage. Wir leben in Zeiten des totalen Materialoverkills - da gibt es keinen vernünftigen Grund, sich um zwei alberne Wedges mehr oder weniger zu streiten. 'Materialkosten' liegen in der Gesamtkalkulation einer solchen VA knapp oberhalb des Promillebereiches...
Ich betrachte die internationale Clubtourszene als so eine Art kleinsten gemeinsamen Nenner für professionelles Arbeiten (im Livemusikbetrieb), wenngleich es auch dort natürlich nicht selten mal hakt. Und die Ausrufung eines 'Standards' erheblich darunter (der sich nach dem zufälligen Bestand des eigenen Lagers oder Fassunsvermögen des Firmensprinters richtet) daher als einigermaßen sinnfrei.
Andererseits: auch 'Partyteam MP3-Wonderland' hat sicherlich einen ganz eigenen Standard.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Weil's so schön ist, IWMO: unerwartete Nachricht von der Behörde. Jedenfalls manchmal.
Vorgestern in der Post: außerplanmäßiges Schreiben vom Finanzamt. Wenn man seine Steuern selbst macht ist das in etwa so ein Gefühl, wie wenn ein Polizeiwagen im Rückspiegel auftaucht und für längere Zeit dort in unverändertem Abstand verweilt. Weia, was hab' ich jetzt bloß wieder falsch gemacht? Und wie haben die das bemerkt?
Steuerprüfung? Nachforderung + Säumniszuschlag? Mahnung wg. nicht eingegangener was-weiß-ich Erklärung? Einladung zum Ortstermin zwecks Erläuterung ungebührlich hoch erscheinender Reisekosten? Aber nein.
Stattdessen gibt’s unaufgefordert eine richtig nette vierstellige Erstattung plus 25% Zinsen (ist glaub ich der max. mögliche Satz). Aus dem Jahr 2004! :shock:
Irgendein unerschrockener Mensch hat wohl erfolgreich die oberste Finanzbehörde verklagt, weswegen jetzt nachträglich ein geschlossenes Fondsinvestment als 'negative Einkünfte aus Beteiligungsgeschäften' gewertet werden muss. Und einige Finanzämter nun unvorhergesehene Mehrarbeit und -ausgaben haben. Mein aufrichtiger Dank dem unbekannten Helden!
Wirklich süß aber finde ich in dem Zusammenhang den Pflichtformsatz in der anhängenden Belehrung. "Es steht ihnen frei, die Neufestsetzung von ... ... mittels Einspruch anzufechten." Okay, okay, ich werd' mal in Ruhe drüber nachdenken. Und diesmal vielleicht a.u.s.n.a.h.m.s.w.e.i.s.e beide Augen zudrücken und die Sache vorerst auf sich beruhen lassen.
Und außerdem ist das Geld seit heute ja auch schon auf'm Konto... :lol:
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Gestern beim Blitzabbau mal wieder nicht richtig aufgepasst? :roll:
Und geht auch Schenkung? ![]()
(s.c.n.r., kann dir leider nicht helfen :oops: )
Mit freundlichem Gruß
BillBo
ZitatIch würde die Entschädigung auf das gleiche Konto buchen wie deine Funkstrecken.
?
ZitatEs verringert dann ja den Restwert am Ende des Jahres 2015.
??
ZitatSomit hast du dann ja auch weniger abzuschreiben.
??? (und btw.: das hätte dann genau welchen betriebswirtschaftlichen Sinn?)
"Sonstige Betriebseinnahmen." Und Abschreibungszeitraum auf Ende 2015 verkürzen - also mehr abschreiben.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
ZitatStandard sind einfach 6 Monitore, 5 Wege auf Aux, 32K. Digipult und ausreichend Mikrofone Di's und Ständer dabei.
Damit kann man einfach 95% aller Standard Bands zufrieden stellen ohne sich im Vorfeld groß Gedanken zu machen.
Darf man fragen, wer denn solche Standards festlegt?
Bei 95% meiner 'Standard Band Jobs' würde ich mit '6 Wedges/ Monitor von vorne' gewaltigen Ärger kriegen.
Oder machen ![]()
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Zitat
So zugestopft wie der Markt mit simplen 08/15 "Pro" Lautmachkisten ist würde es mich nicht mal wundern, wenn selbst 10 Jahre oder noch ältere Exemplare mit beliebigen Buchstaben drauf noch in größeren Mengen 'neu' in irgendwelchen Lagerhallenecken vor sich hin gammeln. Dafür ist Ebay als globale Resterampe doch wie gemacht.
ZitatWohin hat man denn integriert?
Also ich kann da kein professionelles Audiosystem mehr finden... :shock:Warum eigentlich übernommen? Konkurs?
Abstoßung/ Schließung aussichtsloser Geschäftszweige, Konzentration auf umsatz- und/ oder margenstarke Kerngeschäftsbereiche. Warum mit weltweit anerkannter/ führender Mikrofon-, Kopfhörer- und HF- Technologie sinnlos gewordenen Kaninchenstallbau quersubventionieren? Offenbar gibt's in Wedemark gute Techniker UND gute Kaufleute.
Und irgendwas muss das Marketing in solchen Fällen dann halt auf die Webseite schreiben... :roll:
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Okay, ich auch mal ![]()
IWM: Gigs vor einer Kulisse wie dieser
https://scontent-a-fra.xx.fbcdn.net/hphotos-xpf1/v/t1.0-9/10559738_667444383331742_7155224555668920_n.jpg?oh=171ae7d7c2a93f8f9902a284f63ff5d0&oe=543B3761
Spektakulär. Der kleine bunte Klecks unten links ist übrigens eine ca. 30x15 Bühne...
Und die sonstigen Umstände (Technik, Hotel, Catering :-D, als 'Vorprogramm' echte Helden meiner frühen Jugend) waren durchaus adäquat.
Nun denn, zurück ins wahre Leben :lol:
Mit freundlichem Gruß
BillBo
ZitatVollkommen wurscht.
So ganz 'vollkommen wurscht' ist es nicht immer.
Man halte sich eine größere Open Air Bühne mit 25-30m Portalweite und geflogenen Sidefills vor Augen. Für die Akteure in der Mitte bedeutet das 12m (oder mehr) analog zzgl. 'Digitalmic', zzgl. Digitalpult, zzgl Systemcontrolling. Da bewegt man sich insgesamt schon in einem Bereich, der bei manch frühen R'nR- Produktionen als Echoeffekt auf die Stimme gemixt wurde. Kann man mögen, muss man aber nicht. Und bei schnell gespielter Musik beginnt es spätestens dort auch kritisch für's Timing und Zusammenspiel zu werden. Ich kenne Drummer, die sind genau deshalb auf In Ear umgstiegen – die konnten ihr eigenes zeitversetztes Doublebassgeticker aus den Sidefills großer Bühnen einfach nicht mehr ertragen.
Genau deshalb gibt es auch Acts, die in der Festivalsaison ihre eigenen Sidefills mit dabei im Trailer haben. Das sieht dann manchmal etwas merkwürdig aus, wenn ab Außenkante erst mal 6m gar nichts kommt. Dann Sidefill. Dann 10m Band. Dann wieder Sidefill. Dann wieder 6m gar nichts. Die machen's aber so zugunsten des Spielgefühls.
Wenn da jetzt noch mal 10mS 'technisch bedingte Gesamtsystemlatenz' dazukommen, dann bleiben der Band für's gleiche Spielgefühl noch ziemlich genau 4m... ![]()
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Lass dich nicht durch dumme Sprüche verunsichern. Und überdenke das Budget noch einmal. Oder brauchst du zwei Boxenpärchen für das Geld?
Selfpowered ist vollkommen okay für diese Anwendung. Separate Endstufe? Unsinn. Jedes technische Gerät, welches in einer Schule überflüssig erreichbar zum dran rumfummeln einlädt, ist innerhalb kürzester Zeit kaputt.
Du möchtest keine Disco beschallen, sondern einen Unterrichtsraum. 400 Euro sind dafür ein geradezu fürstliches Budget; dafür gibt’s von den üblichen Verdächtigen jede Menge Auswahl an passenden Aktivboxenpärchen in der Größenordnung 8“/1“ bis 12“/1“. Sachgerecht L/R in der Ecke der Stirnwand unter die Decke montiert (Viertelraum!) machen die dort sogar einigermaßen Wumms; egal welche Wattzahl drauf steht. Auf jeden Fall 10x mehr, als du selbst für anspruchsvollste Unterrichtszwecke vor 30 Leuten brauchst.
Danach googeln musst du selbst. Ganz wichtig: such dir welche mit funktionierenden Limiterschaltungen raus!
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Kurze, rel. hochfrequente Feedbacks quasi aus dem Nichts – obwohl das Ding auf dem Stativ steht und man vorher an exakt gleicher Position minutenlang rumprobiert hat und sich vollkommen sicher ist, dass diesbezüglich alles in absolut trockenen Tüchern ist. Ich sehe das als eine Resonanz/ stehende Welle zwischen Kapsel und irgendwas in unmittelbarer Nähe (also Sänger incl. Zubehör), welche sich bei ganz bestimmten Winkel-/ Entfernungsverhältnissen aufschaukelt und bei der geringsten Positions- bzw. Entfernungsänderung sofort wieder in sich zusammenfällt. So, wie das jeder erfahrene Monitorer von praktisch allen Gesangsmikrofonen im GbF – Grenzbereich (und manchmal sogar weit darunter) in Verbindung mit z. B. parabolischen Schirmmützen, Brillen, bestimmten Nasen – und Wangenknochenformen, usw. kennt.
Nach meinen Erfahrungen werden diese Effekte drastischer und unvorhersehbarer, je mehr das Mikro auf max. GbF/ min. Spill/ größtmögliche Nähe Mund – Kapsel ausgelegt ist.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Zitatwenn ich das also richtig verstanden habe, dann haben kondensatormikrofone in aller regel einen grösseren abstand vom korb zur membran.
ich denke, dass dies gewichtige gründe haben muss. die hersteller kennen das abstandsgesetz ja auch und verschenken den headroom sicherlich nicht aus spass!
Stimmt, hat Guma weiter vorne schon angesprochen.
Je geringer der Abstand zwischen Quelle und Membran, um so unschöner treten ungewollte Artefakte der Übertragung in den Vordergrund. Popp- und Ploppgeräusche, drastische Pegelsprünge bei kleinsten Entfernungsänderungen, Unlinearitäten aufgrund mechanischer 'Überlastung' der Membran (genau wie beim Lautsprecher ist auch beim Mikro irgendwann mal der Punkt erreicht, wo diese nicht mehr 1:1 folgen kann). Gerne auch unvermittelt auftretende drastische 'Kurzzeitrückkopplungen' wg. Resonanzbrücken zwischen Zähnen/ Lippen und Kapsel; eins der in dieser Hinsicht ziemlich ausgereizten Audix Vocal Mics (Bezeichnung leider entfallen) ist mir diesbezüglich in besonders unangenehmer Erinnerung.
Nicht von ungefähr geht man im Studio den entgegengesetzten Weg: Mikro und Sänger in vergleichsweise beträchtlicher Entfernung zueinander im schalltoten Raum, u. U. noch mit zusätzlichem Schirm als Extra-Windschutz dazwischen. Da sind dann aber auch keine Crashbecken in der Nähe.
Wie so oft also eine Abwägung zugunsten dessen, was einem letztlich als das geringere Übel erscheint. In der Praxis: Beta57 für Lemmy (und alle, die sich auf lauten oder engen Bühnen gesanglich durchsetzen müssen). KMS105 für Barbara Streisand (und alle anderen, die komplett In Ear – versorgt auf leisen Riesenbühnen Sangeskunst plus Begleitung zum Besten geben). Penibelst ausgerichtetes MK4 oder MK41 (selektiertes Pärchen wg. Redundanz :wink:) in 1m Abstand für den Startenor beim Klassikopenair im Versailler Schlosspark (und ähnliche Anwendungen Marke 'große Kunst').
(Mein Alptraumtourerlebnis vor einigen Jahren: amerikanische Metalsängerin mit richtig lauter Band und eigenem KMS105 als Opener auf den üblicherweise verbliebenen max.10m² Vorgruppenbühnenfläche. German, teuer, legendäres 'Vintage' Brand – das MUSS doch einfach gut sein! Obwohl die eine recht annehmbare Röhre hatte und auch ganz passabel singen konnte: nach 3 Tagen hab' ich aufgegeben. Sowohl irgendwelche Überzeugungsversuche als auch irgendwelche verzweifelten Klimmzüge, noch etwas am Bandsound retten zu wollen. :?
Den Hunni für 'Vorgruppe mit verarzten' gab's ja trotzdem... :lol: )
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Das hab ich tatsächlich beim hier behandelten (und oft geschmähten) Beta87 gelernt. Das Teil hat m. E. seine Stärken in einem wunderbar sauberen, fast schon analytischen Mittenbereich, der vor allem bei Frauenstimmen prima funktionieren kann. Welche Eigenschaft man allerdings erst dann bemerkt, wenn man das nervige Gebritzel und Gezischel darüber einigermaßen konsequent entsorgt hat.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Zitat... der Rest ist selbst zu interpretieren/errechnen.
Das SM86 ist das 57er für Kondensatorfreunde
Und dass aus einem 421 in der immer wieder mal noch angetroffenen Anwendung als Bass Mic vor einem SVT Stack "nix g'scheits rauskommt" (selbst wenn sich die Lautsprecherbespannung schon nach innen beult) entspricht ebenfalls der Alltagserfahrung. Lösung: Loch rein schneiden (in die Bespannung... ) oder Mikro mit weiter vorn liegender Membran nehmen.
Mit freundlichem Gruß
BillBo