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  2. billbo

Beiträge von billbo

  • Was erwarte ich von einer professionellen PA-Company

    • billbo
    • 1. Juli 2014 um 21:12

    Das System 'Wirtschaftlichkeit durch Ausschreibungsverpflichtung' funktioniert genau so gut wie das System 'Sicherheit per Verordnungsoverkill' oder das System 'Volksgesundheit durch Prohibition'. Alle drei gut gemeint. Und alle drei ignorieren, was den Menschen zum Menschen macht: seine Kreativität.
    Kreativität ist das Überschreiten von Grenzen; im Zusammenleben nichts weiter als ein anderes Wort für Ungehorsam. Setzt man dem Menschen künstliche Grenzen – egal ob sinnvolle oder nicht – wird er von diesem Moment an seine Energie nicht darauf verwenden sie zu beachten, sondern sie per unauffälliger Übertretung oder Umgehung für sich zu nutzen; erst recht, wenn er ihren Sinn nicht einsieht oder versteht. Er kann nicht anders, denn er ist ja Mensch.
    Deshalb denkt der Kneipengänger oder Wirt nicht über Fruchtsaftcocktails nach sondern darüber, wie er eine Schwarzbrennerei findet oder gar eine eröffnet. Der Arbeiter oder Sicherheitsverantwortliche nicht über Sicherheit sondern darüber, wie er im Fall des Falles nachweisen kann alle einschlägigen Regelwerke beachtet zu haben. Und der Projektsachbearbeiter oder Firmenchef nicht über das Projekt sondern darüber, wie er alle Formalitäten beachten, den Zuschlag bekommen, und welche Tricks er dabei anwenden kann, um trotzdem noch was dran zu verdienen.

    Bei der Prohibition hat man’s ja immerhin irgendwann mal eingesehen :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo (Sehrsehrwenigtrinker)

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 30. Juni 2014 um 17:15

    Es gibt richtig große Tourproduktionen, die in solchen oder ähnlichen Behältnissen beispielsweise ihre umfangreiche Bühnendeko transportieren. Diese belächeln oder (in Anlehnung an einen anderen gerade aktuellen Thread) gar als 'unprofessionell' klassifizieren zu wollen - davon würde ich im Zweifelsfall wirklich dringend abraten... :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Was erwarte ich von einer professionellen PA-Company

    • billbo
    • 30. Juni 2014 um 14:26
    Zitat

    Man hat fast den Eindruck dass bei manchen Companies das Lager zu teuer ist, um was rumstehen zu haben.

    In diesem Satz steckt viel Wahrheit.

    Material, welches auf der Straße ist, verdient (vielleicht :wink: ) Geld.
    Material, welches im Lager steht, kostet (auf jeden Fall :!: ) Geld.

    Vor über 30 Jahren verfügte meine damalige Zweimannbude über einen LT28 (mit der 'kleinen Anlage' drin), einen 1113 (mit der 'großen Anlage' drin). Und eine Doppelgarage, wo hin und wieder mal Teile davon repariert/ umgebaut wurden.
    Kein Betriebshof, kein Lager, kein Büro, keine Kaffeeküche, kein Niederlassungspersonal, kein Anfahrtsweg zum Betrieb, kein Stapler, kein Strom/ Wasser/ Heizung, keine Werkstatt, kein Firmenporsche, kein gar nichts. Im Prinzip genau so, wie noch heute der Elektriker oder Klempner mit seinem als Werkstatt eingerichteten T5 oder Sprinter von Baustelle zu Baustelle fährt und am WE zuhause seine Buchführung macht. Und davon dauerhaft und sehr anständig leben kann.
    Das war die einzige Zeit, in der ich mit meinem Material richtig ernsthaft Geld verdient habe. Alles darüber hinaus gehende seither war/ ist im Grunde genommen nichts weiter als ergebnisneutrale (und damit kaufmännisch ziemlich sinnlose) Geldwechslerei. Vorübergehend gut für's Ego, über die Distanz fast immer schlecht für's Portemonaie.

    Und wenn ich die Statements in den verlinkten Branchenfachartikeln ('Umstrukturierung zwecks noch besserer Anpassung an die weltweit schwieriger werdenden Marktverhältnisse...', harhar, blablablubb, na klar) so lese - dann weiß ich, dass es allen anderen im Prinzip ganz genau so geht. R&R hin, 'Industrie' her.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Compressorwahn

    • billbo
    • 30. Juni 2014 um 13:36

    Da stand halt der Broadcaststream - Plattmacher auf 'auto', und der Toning ("sind doch bloß 3 Kanäle") war Kaffee trinken. Wo ist da jetzt das Problem? :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 29. Juni 2014 um 15:26

    Eben :!:

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 29. Juni 2014 um 14:34
    Zitat

    Finales Seniorencase.... :D :D :D

    Wird sich nicht durchsetzen. Mit dem Material droht sowohl auf der potentiellen Endlagerstätte als auch im alternativen Heizkraftwerk nix wie Ärger.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Was erwarte ich von einer professionellen PA-Company

    • billbo
    • 29. Juni 2014 um 14:24
    Zitat

    Auf solchen Jobs hat die Technik (zumindest der Ton) Zahnarztstatus...

    Deshalb behaupten böse Tonler ja mitunter auch gerne, eine Aktionärsversammlung zu beschallen und ein gutes Konzert zu mischen verhalten sich zueinander wie ein Zahnarztbesuch zu einem guten Abendessen. Beides muss hin und wieder mal sein - aber es gibt dabei schon auch gewisse Präferenzen... :D

    Mit Verleih konnte man übrigens noch nie Geld verdienen. Bei Gewinnerzielungsabsicht sollte man seine Besitztümer daher vermieten (können), oder die Sache besser gleich ganz bleiben lassen.
    Das Wort 'Verleih' steht sozusagen für den Grundirrtum, auf dem das Elend einer ganzen Branche beruht. :roll:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 29. Juni 2014 um 00:29
    Zitat

    Schon klar was hier ( ... zu Recht ) gemeint ist. Inzwischen gibt's bei SKB, der "Urmutter" dieser Gattung aber auch ganz ordentliche Produktlinien, aus denen man sehr charmante "Seniorenlösungen" fürs Handgepäck machen kann. :wink:

    Stimmt, auch da gibt es, für bestimmte Einsatzarten, mittlerweile durchaus taugliches. Mit richtigen, versenkten Catches, funktionell integrierten Griffen, und eben wunderbar leicht. Gibt ja nicht nur Jobs, wo jede einzelne Kiste hauptsächlich bedingungslos geländestaplertauglich sein muss.

    Die charmanteste Seniorenlösung bleibt allerdings nach wie vor und mit weitem Abstand das Halsband mit Tourpass, Sharpie und USB - Stick dran. :D
    (bloß die Sache mit dem Lesebrillenetui nervt halt langsam... )

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 27. Juni 2014 um 22:29
    Zitat

    Wieso gibts keine professionellen Racks oder Truhen mit leichtem Kunststoff zwischen den Aluprofilen? Schließlich nimmt man da ja auch kein Stahl...

    Gibt es durchaus, aus Kuststoffwabenplatten. Spart bis zu 30% Leergewicht, ist aber vor allem bei großen Flächen weniger robust als Multiplex.

    Was Rockline meint sind aber sicherlich diese billigen schwarzen Hartschalenracks mit aufgesetzten Mini - Butterflies. Von denen immer mindestens einer schon fehlt, und die anderen nur noch mit einem Streifen Gaffa drüber halbwegs an ihrem Platz bleiben.
    Den passenden Inhalt hat e-on weiter oben ja schon erwähnt, dabei allerdings das Alesis Midiverb III und den BBE Sonic Maximizer vergessen. Alles natürlich mit diversen abgebrochenen Knöpfen, weil die in diesen Racks ja vorne grundsätzlich ungeschützt überstehen. :D

    IDN: zum ersten Mal seit langer, langer Zeit mal wieder hinter einem XL4 zu stehen - und dabei festzustellen, dass man jetzt selbst dafür schon eine Brille braucht.
    Alles ist vergänglich... :?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 26. Juni 2014 um 11:36

    Das Problem ist, dass es im wirklichen Leben so nicht läuft. Rider? Kalkulation? Angebot? Auftrag? Annahme/ Bestätigung? Nette Ideen aus der Berufsschule.

    "Fürs Material gibt’s 200 Euro, wie immer. Sieh zu!"

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 25. Juni 2014 um 20:42
    Zitat

    Eine Frage der Größe.

    Vor allem eine Frage des Betrachtungsstandpunktes.
    "Wenn ich eine Company habe, die zu 100% Stadtfest (und ähnliche Jobs) bis sagen wir 1000 Gäste mit Monitor von vorne mache - warum sollte ich dann einen Split kaufen?" Gute Frage.
    "Wenn ein Standardjob mit Monitorplatz für den örtlichen Kollegen offenbar Fremdland ist – warum sollte ausgerechnet der dann mein Tourneekonzert betreuen?" Ebenfalls gute Frage. :wink:

    Bitte nicht falsch verstehen: auch ich laufe regelmäßig bei Jobs auf, bei denen es im Prinzip eine ordentliche Gesangsanlage tun muss, und wo von so was wie Monitormix nicht mal zu träumen ist. Das kann völlig okay sein, und ist vom Ablauf und Arbeitsklima nicht selten angenehmer und harmonischer als manch ein hoch bedeutsamer Wichtigjob. Trotzdem – wenn sich für (m)eine ernste und/ oder vielleicht stressige Tourneebaustelle eine Firma ankündigt, die schon mit dem Monitorabgang vom Multicore ein Problem hat – dann ist mir erstens das Problem egal. Und zweitens will ich die da nicht. Denn dann sagt mir die Erfahrung, dass das an dem Tag höchstwahrscheinlich nicht das einzige Problem bleiben wird.
    Und in diesem Fall ist mir mein Harmoniebedürfnis zu meinem Kunden (Band, Agentur, ...) plötzlich auch viel, viieel wichtiger als das zu den sonst noch an diesem Ereignis Beteiligten.

    Manchmal gelten alberne Plattitüden eben doch:

    Zitat

    Size matters!

    :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    (p.s.: Guma war schneller - ist eben gerade die knappe Zeit zwischen den beiden Vorrundenslots :D )

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 25. Juni 2014 um 16:21

    Doch - den Lerneffekt, dass so etwas einfach eine Selbstverständlichkeit ist, wenn man als Beschaller ernsthaft Liveton betreibt. Welche man auf gar keinen Fall extra 'dazumieten' müssen muss. :wink:

    Ganz ehrlich: wenn ich als Bandtonler/ Produktionsleiter auf Tour bin (mit zehn Ridertelefonaten und -mails am Tag) käme ich niemals auf die Idee, dass so was für irgendeine Firma ein Problem oder extra Kostenfaktor sein könnte. Und wenn, wär's mir herzlich egal; bzw. würde ich mir dann ernsthaft Gedanken bzgl. Erfahrung/ Tauglichkeit der Firma in punkto Livekonzerte machen...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 20. Juni 2014 um 16:36

    Es gibt einen alten Ami - Tourspruch:
    Some promoters will care. Some won't. Be prepared for both!

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Singende Drummer

    • billbo
    • 20. Juni 2014 um 11:54

    Hi Cut bei 7kHz - macht das letzte störende Gezischel weg.
    Notch irgendwo zwischen 3 und 4k - entschärft die Fräse und den letzten Rest vom Blech.
    Notch um die 800Hz - gestaltet den Quakquakbereich halbwegs erträglich.
    Low Cut bei 100Hz - eher pro Forma und weil er halt da ist, Bass kann das Teil sowieso nicht.

    Schnellen Hard Knee Kompressor 4:1 oder höher so setzen, dass er bei normalen Snareschlägen so gerade eben noch nichts macht. (Gegen harte Rimshots ist eh kein Kraut gewachsen)

    Vorausgesetzt der Trommler weiß, wie rum er das Teil aufsetzen muss - und singt dann auch wirklich - hast du ein verständliches, nebengeräuscharmes Gesangssignal, welches sich problemlos auch gegen Doublebass- und Doppelbratgitarrengewitter durchsetzt. Und sogar noch ein Band frei für etwaige individuelle Sonderwunschvorstellungen.

    Im Dienst für die Sache und Interesse der Gesamtdarbietung muss man sich von persönlichen Klangidealen bei Bedarf zwanglos lösen können - u.a. das ist der eigentliche Job des Livetonlers. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Singende Drummer

    • billbo
    • 20. Juni 2014 um 00:21

    Drummer dieses Genres nutzen gerne ein Shure WH10. Das kann GAR keine Becken. :D
    Und hinter ihnen sitzt ein Drumtech, der das Teil silbengenau ein - und ausschaltet. Auf diese Weise kann man sogar Drumgesang live einigermaßen straffrei ordentlich komprimieren/ begrenzen (was bei hart arbeitenden und gleichzeitig singenden Trommlern praktisch immer notwendig ist).

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 19. Juni 2014 um 16:46

    Genau deshalb läuft das ja heute immer öfter anders herum. Nix Bandrider, sondern Festivalrider. So sieht's bei uns aus, das und das ist vorhanden, dies oder jenes können wir bei Bedarf (kostenpflichtig) zusätzlich besorgen, Rest bringt ihr bitte selbst mit. Wollt ihr spielen oder nicht?

    Und das ist nicht nur bei großen Festivals längst gängige Praxis. Auch ehemals hypernervös - panische Kulturamtsstadtfestpraktikantinnen machen - Haushaltsstopps und Sponsorenzurückhaltung sei's gedankt - im Fach 'realitätskompatible Bandriderinterpretation' inzwischen sichtbare Fortschritte.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Udo Lindenberg - Esprit Arena Düsseldorf

    • billbo
    • 12. Juni 2014 um 22:24
    Zitat

    "The Wall" habe ich dort zweimal gesehen, zuletzt im September (just am 70. von Waters) und es war beide Male vollkommen in Ordnung. So komplett unbespielbar sollte die Location also nicht sein.

    Das ist recht einfach zu erklären: Pink Floyd sind die Erfinder des Arena-/ Stadionrocks. Tempo und Arrangement dieser Musik sind komplett darauf ausgelegt, auch unter miesen akustischen Bedingungen noch zufriedenstellend zu funktionieren; darin gibt es daher nicht einen einzigen Ton zuviel oder zufällig.

    Hier dagegen trifft locker – flockig überarrangierter Partyrock auf Bauwerke für Sportveranstaltungen. Die sind akustisch extra darauf ausgelegt, laut und lärmig zu erscheinen; das sorgt bei den Sportfans fürs Wirgefühl und letztlich dafür, dass sie wiederkommen. Wer dort statt Spektakel audiophile (Rock)Konzertgenüsse erwartet hat das nicht verstanden.

    Bleibt abzuwarten, was auf Dauer beim zahlenden Publikum besser funktioniert: die Lernfähigkeit oder die Leidensfähigkeit.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Rep. Lautsprecher, Reconen, Polplatten verschoben. Klebstoff

    • billbo
    • 12. Juni 2014 um 16:55
    Zitat

    Ich weiß zwar nicht wie das im speziellen beim Wiederzusammenbau eines Lautsprechers aussieht, jedoch leidet AlNiCo im Gegensatz zu Ferrit und Neodym unter Alterung.

    Hm, hab mich noch mal kundig gemacht, dem ist eigentlich nicht so.
    Von allen gängigen Magnetmaterialien ist Alnico bzgl. Alterung am temperaturunempfindlichsten (nicht ganz unwichtig bei LS) und auch nicht übermäßig schockempfindlich; lediglich Nähe zu starken Wechsel - oder Fremdmagnetfeldern lässt es überproportional schnell altern. Und das ist, festverbaut in einer großen leeren Holzkiste, ja eher unwahrscheinlich.
    Dagegen spricht auch, dass von den Millionen in den 50ern bis 80ern verbauten Alnico - Kleinleistungschassis praktisch alle heute noch in Betrieb befindlichen Exemplare problemlos funktionieren (wobei man dort ein paar Prozent Wirkungsgradverlust nicht realisieren würde).
    Es bleibt also erst mal ungeklärt. Ich plädiere ebenfalls auf Vergleichsmessungen (des Threadstarters :wink: ).

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Wirtschaftlichkeit von großen/teuren Digitalpulten

    • billbo
    • 12. Juni 2014 um 16:08
    Zitat

    Frag mal die Verleiher die versucht haben mit ner Digico D5 Geld zu verdienen.

    So was kauft man entweder in Verbindung mit einem festen Großauftrag (Tournee, Olympiade, Bundesgartenschau, ... ) und hat es damit bereits zum großen Teil finanziert. Oder aber wenn man 'Fan' ist und sich’s leisten kann. So was kauft man nicht einfach ins Blaue hinein in der vagen Hoffnung, die Welt ist gerecht und die Investition würde sich auf wundersame Weise irgendwann schon noch mal auszahlen. Das war aber zu XL4 – Zeiten auch schon nicht anders.
    Analog dazu kaufen sich der Kulturverein, der reisende Kinderzirkus, die professionelle Covertruppe eben heute ihr Q o.ä.; sofern sie sich ausrechnen können, dass es sich aufgrund häufiger Nutzung ausreichend schnell rentiert haben wird.

    Das Wort 'Vermieten' spukt immer noch in sehr vielen Köpfen herum. Dafür braucht’s aber vor Allem eins: potentielle Mieter.
    Rentabel vermieten kann ich in Materialüberschusszeiten all das, was gebraucht wird, aber womit sich niemand wirklich gerne abgeben will. Gerüsttower, Traversen, Podeste, Zeltböden, Kabelkanäle, Barriers, Zäune, Komplettsysteme in großen Einheiten, Container, Dixieklos, Gabelstapler – alles was langweilig, dreckig, groß, schwer, unhandlich, unbequem, unsexy ist. Gerne in Verbindung mit der dazugehörigen Dienstleistung, die meist noch viel weniger sexy ist.
    Nicht rentabel (oder gar nicht) vermieten kann ich all das, was jeder geil findet und sich bei nächstbester Gelegenheit sowieso selber kauft. Erst recht nicht wenn abzusehen ist, dass es aus Technik-/ Zeitgeist-/ Modegründen eine extrem kurze Halbwertzeit haben wird.
    Ich würde so weit gehen zu behaupten: wenn man ernsthaft und nüchtern über Begriffe wie 'investieren' und 'vermieten' nachdenkt muss man zwangsläufig zu dem Schluss gelangen, dass (neben 'wertigen' Kaninchenställen) Digitalpulte egal welcher Größe und Kategorie derzeit geradezu exemplarisch für solche Investitionsgüter stehen, mit denen man am elegantesten und effektivsten seine Kohle versenken kann.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Auffrischkurs für PA-Veteranen

    • billbo
    • 11. Juni 2014 um 20:47
    Zitat

    Das liegt an der Funktionsweise unseres Langzeitgedächtnisses, es vergisst negative Erinnerungen leichter als positive.

    :? ? Verdrängt. Es muss 'verdrängt' heißen ... :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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