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  2. simonstpauli

Beiträge von simonstpauli

  • VA mit vielen Katastrophen - Nachlese und einige Fragen

    • simonstpauli
    • 8. Juli 2010 um 13:43
    Zitat von "Chipka69"

    Tja, da hat der GUMA recht. Ich darf nochmal erwähnen, daß ich den Audio-Part ja gar nicht machen wollte. Ich wollte eigentlich nur die Lichttechnik machen (...die auch bestens und mit viel Lob lief). Ich hab mich dummerweise einfach breitschlagen lassen, da die Veranstalter partout möglichst kein Geld investieren wollten. Gleichwohl haben die bei mehreren Profi VA-lern angefragt und sind ob des Preises völlig ausgetickt.
    Wie auch schon erwähnt, interessiert heute keinen mehr ob ich nun nur 1,50 € wollte statt 1000 € (nur ein Beispiel).
    Rein wirtschaftlich sind die gerade noch so rausgekommen.

    Wie gesagt, eine VA der Größe lange ich nur noch mit gutem Equipment an, bzw. lasse mich nicht mehr bequatschen und höre auf mein Bauchgefühl.

    Grüße... Chippi


    Weisst Du was ich gut finde?

    Du reflektierst das was passiert ist und versuchst daraus einen maximalen Lernerfolg zu erzielen.
    Seien es technische Details (die sicher auch bei anderen Gelegenheiten nützlich sind, bei Band-Gigs usw.) oder der pure Fakt "Bevor ich mehr weiß und auf mehr technische Ausstattung zurückgreifen kann und gerade bei solchen Bedingungen und Budgets: Finger weg von solchen Baustellen".

    Da kenne ich Einige, die solche Gigs genau so über Jahre durchziehen und am Ende noch denken "Es lief ja alles irgendwie... und eigentlich weiß ich ja schon ganz viel".

  • Allen&Heath GL2200 - Auxsterben

    • simonstpauli
    • 7. Juli 2010 um 20:10
    Zitat von "tonzwerg"

    OT:
    Ich glaube auch, dass analoge Mischpulte langfristig auxsterben werden.

    :)


    *lach*

    weiter OT:

    Aber dabei einfach so zusehen ist doch auch kein Auxweg...

  • VA mit vielen Katastrophen - Nachlese und einige Fragen

    • simonstpauli
    • 7. Juli 2010 um 19:44
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Noch was, gerade für den Einstieg:

    Weniger ist oftmals mehr.
    Gerade bei kleinen Clubgigs oder die Garagenparty bleibt das Drumset unverstärkt. Dito Stromguitarren und -bässe.
    Die tun sich ohnehin immer schwer mit Bühnendisziplin, was vereinbarte Pegel angeht...
    Ein gut aufgestellter Keyboard-Kofferverstärker spart einen Monitor...

    Jedes Mikro, jeder Signalpfad ist eine Fehlerquelle.
    Dann erstmal versuchen, die Stimme nach vorne zu kriegen. Funktioniert das wiederholbar, kommt der Rest von alleiine nach.


    +1

    Meine erste feste Band hat Clubgigs gespielt, die wir mit einem Powermischer, 15/3 Ost-Nachbauten und 2 Vermona-Aktiv-Monitoren bestritten haben.
    Da kamen die Stimmen drauf, manchmal die Kickdrum, seltenst andere Signale.

    Gitarren- und Bassverstärker habe ich auf der Bühne geregelt (sah manchmal komisch aus, war aber effektiv), wenn die HighHat zu laut war gab es Blickkontakt mit dem Schlagzeuger. Das hat über Jahre gut funktioniert. Größere Gigs waren dann auch nicht das Riesen-Problem, weil man schon wusste wo es im Sound hingehen sollte und die Band Disziplin gelernt hatte.

  • I want more of...

    • simonstpauli
    • 7. Juli 2010 um 19:36
    Zitat von "rockline"

    Wenn Ihr schon alle eure Jobs lobt, dann geben wir auch einen zum besten:
    typische Impression von einem Stadtfest - die beiden Onkels von der Licht und Tontruppe schaukeln sich gemütlich die Eier.

    Ist doch eigentlich ganz normal.


    Schöner FOH-Platz auch... :)

  • VA mit vielen Katastrophen - Nachlese und einige Fragen

    • simonstpauli
    • 7. Juli 2010 um 14:32
    Zitat von "marce"

    wobei ich aus Erfahrung sagen kann: Trotz aller Vorplanung kommst Du um Erfahrung und intuitives Improvisieren meist nicht herum - es wird immer wieder die Situation geben, daß etwas komplett anders ist als die Vorplanung vermuten ließ. Und dann hängt es an der Crew vor Ort, das schnell und praktikabel umzusetzen. Und gerade da kommt dann die Erfahrung in's Spiel.

    Die Größe und die Qualität der Veranstaltung hat da leider nicht zwingend einen Einfluss darauf...

    ... und das geht umso einfach, je eingespielter die Crew und je "idiiotensicherer" die Technik ist.


    Und zum Improvisieren ist theoretisches Wissen nie verkehrt, damit man weiß, welche physikalischen Gesetze man gerade warum bricht. Sonst stochert man im Nebel.

  • VA mit vielen Katastrophen - Nachlese und einige Fragen

    • simonstpauli
    • 7. Juli 2010 um 13:23
    Zitat von "Chipka69"

    Frage: wo lernt man am besten ... von „Könnern“ oder „Wollern“ ???
    Wäre Schade, wenn ihr euer Wissen nicht teilen wollt, kann ich dann aber nicht ändern.


    Deine Problematik ist zu vielschichtig, als daß man sie in einem Forum mit einfachen Mitteln lösen könnte. Ich denke, daß Du deshalb nicht so viele verwertbare Antworten bekommst. Wir waren ja alle nicht dabei und können vieles aus der Ferne nicht analysieren, geschweige denn lösen.

    Grundsätzlich lernt man durch 3 Hauptkomponenten:

    1: Theorie anlesen.
    2: schauen, wie es Kollegen machen, also z.B. als Helfer bei einem Kollegen, der gerne Wissen vermittelt, mitgehen. (Ein "Könner", der von Lernenden genervt ist, bringt nichts, da kann man nur zuschauen und -hören und lernt nur die Hälfte.)
    Im Idealfall ist das ein Mentor, der längere Zeit diese Rolle übernimmt und für den Lernenden die Messlatte immer höher legt.
    Bei mir war es der Hauptmischer eines kleinen Jazz-Clubs, der mich für die Sessions am Montag "verhaftet" hat. Einfach machen und immer wieder Fragen stellen. Dann stolpert man über einige Besonderheiten (Dolby-Codierung für Flügel-Abnehmer?) und kann sich am Dienstag beim Käffchen erklären lassen, warum das dort gerade so gemacht wird (Multiband-Kompression für Arme). Und am nächsten Montag kann man damit spielen und herausfinden, was das praktisch bedeutet. Und so geht es Woche für Woche weiter... Für diesen Start bin ich dankbar.
    3: selber Erfahrungen sammeln. Das bedeutet Fehler machen und daraus lernen, immer und immer wieder.

    Punkt 3 ist die Methode, die jeder Profi auch nach Jahrzehnten anwendet, auch wenn es nicht jeder zugibt. Es gibt immer Situationen, für die man keinen Griff zum richtigen Regler parat hat. Und wo man sich wundert, warum das jetzt so ist wie es ist. Fehler machen bedeutet nicht, daß man seinen Job schlecht macht, es ist die natürliche Art des Menschen, zu lernen.

    Das menschliche Gehirn lernt am Besten aus eigenen Fehlern, am zweitbesten aus der Boebachtung von Fehlern Anderer, am drittbesten aus der Beschreibung von Fehlern Anderer.
    Mit anderen Worten, manche lernen durch lesen, manche durch Beobachtung und manche müssen einfach selbst an den Weidezaun pinkeln. Das ist ganz natürlich.

    Im Forum kann man gut Einzelfragen stellen, wenn sie klar formuliert sind und ein grundsätzliches Verständnis für die Materie erkennbar ist, wird es auch brauchbare Antworten geben.

    Wichtig ist also eine theoretische Grundlage, damit man überhaupt erkennen kann, was das Problem ist, bevor man es lösen kann.

  • Motiviert am Job oder frustriert??

    • simonstpauli
    • 5. Juli 2010 um 17:01
    Zitat von "madmax"

    Glaube nich, das am Geld liegt.
    Eher die Umstände. Wieweit die Kluft zwischen den erhofften bzw. vertraglich? vereinbarten, und den vor Ort angetroffenen auseinander klafft.
    Wetter beschissen, Platz abgesoffen
    Zufahrt von Rummeldrehern zugestellt oder Lichterketten in 2,5m Höhe
    Fehlende Bühneneingänge, nicht vorhandener Aufzug bei 1. Etage+
    Größe der Location "ein wenig" anders
    Strom........
    Klos zugeschlossen
    Kein Arbeitslicht
    Nix zu mampfen
    Keiner weiß von nix
    Kein Helfer da
    Irgendwas vergessen einzuladen
    geänderte Pläne aller Art
    nervige Verantwortliche aller Art
    technische Probleme
    Die "netten" Musiker, DJ's "Kollegen"
    ...
    ...
    ...
    ..
    .
    Irgendwas is immer...

    Alles anzeigen


    Ich liebe es, Probleme zu lösen, wenn Alles glatt läuft ist es ja langweilig. Deshalb machen wir doch den Job, sonst könnte es jeder Depp (vom Mischen mal abgesehen).

    Also:
    - kein Catering? Das kann man durch einfaches Muten der Pultsumme / DBO am Lichtpult lösen. Oder, um es nicht so eskalieren zu lassen, vorher klar kommunizieren und wenn das nichts bringt: buyout (vorher vertraglich festgelegt) und Essen gehen.
    - Platz abgesoffen? Gut daß Caterpillar so Schaufellader hat. War eines meiner schönsten Erlebnisse, in eine Schaufel abzustacken. Die Jungs konnten auf den Zentimeter genau fahren.
    - keine Helfer da? Toll, man freut sich über die Gagen-Erhöhung, weil jetzt vom Veranstalter zusätzlich Geld fließt. Natürlich muß auch das vorher vertraglich festgelegt werden.
    - "nette" Musiker? Schön wenn man durch Kommunikation eine leichte Änderung erreicht.
    - inkompetente Organisatoren? Zeig Deine eigene Kompetenz und hilf ihnen, ohne daß sie ihr Gesicht verlieren.
    - Arschkarten-Job? Sorg mit Deinen Kollegen zusammen dafür, daß trotzdem gute Laune herrscht. Z.B. eine halbe Stunde vorher treffen und erstmal frühstücken. Ein Ritual, welches ich in den 90ern oft erfolgreich zelebriert habe.

    Natürlich kann man auch tagelang mit einer Fresse über den Platz laufen, dann kommt das auch 101%ig zurück und der Job wird noch schlimmer. "self fulfilling prophecy" sozusagen. Also doch lieber gute Laune ausstrahlen, den bestmöglichen Job abliefern und am Ende an der Bar darüber lästern und lachen, was so alles schräg war.

    Alles eine Frage der Einstellung, meiner Meinung nach.

  • Motiviert am Job oder frustriert??

    • simonstpauli
    • 5. Juli 2010 um 13:29

    Motivation kann man doch nicht am Geld festmachen.

    Abgesehen davon, daß die geschäftliche Entscheidung "mache ich den Gig für das Geld" getroffen werden muß, ist man doch ab der getroffenen Entscheidung am Start und macht den Gig. Dann kann man ihn auch mit guter Laune machen.

    Schönes Zitat vom Wochenende, ein Kollege sagte zu dem Thema: "Selbst wenn ich schlechte Laune habe ist die immer noch gut genug für den Job"

    Was immer gut kommt ist ein "Hallo, schön daß ihr da seid, lasst uns einen guten, entspannten Job machen".

    Und Respekt vor den Kollegen ist auch immer eine gute Idee, egal mit wem und wo man unterwegs ist. Das gilt natürlich auch für Künstler. Wenn ein Zickenjazzer mit dem Spruch "Ich brauche einen Stuhl, zack zack, sonst spiele ich nicht" rüberkommt, zeige ich ihm mit einem Lächeln, wo die Tür ist, nenne ihm seinen Ansprechpartner und mache trotzdem gut gelaunt meinen Job, ich lasse mir doch nicht von der schlechten Kinderstube anderer Leute meine gute Laune kaputtmachen. :)

    Und immer dran denken: Andere Leute stehen für weniger Geld am Hochofen, füllen Holzkohle ab, nähen Klamotten für Kik oder kloppen im Arbeitslager iPhones zusammen. Wir haben einen Traumjob, meiner Meinung nach. Und wir können immer "nein" sagen, wenn uns ein Job nicht gefallen hat und wir wieder gefragt werden.

  • Dumping beim Personal

    • simonstpauli
    • 4. Juli 2010 um 23:26
    Zitat von "waldschrad99"

    Zurück zum Thema:
    Höchstwahrscheinlich werden diese Abzocker e.V. auch noch freiwillige/kostenlose Gogo-Tussen finden, die auf "Folge-Aufträge" hoffen.
    In Kundenverhandlungen seit letztes Jahr eines meiner "Lieblings-Wörter" :evil:


    Wahrscheinlich gibt es sogar "Folge-Aufträge". Zu den gleichen Konditionen ;)

  • I want more of...

    • simonstpauli
    • 4. Juli 2010 um 21:53

    Am Wannsee auf einer Ponton-Bühne Sound checken, noch im Hotel chillen, zum See fahren, Essen und Deutschland-Argentinien sehen, Kollegen treffen, mit der Wasserwacht zur Bühne fahren, eine schöne Show hinlegen, chillen und bei der Aftershow-Party versacken.

    Gut daß heute ein Day Off ist *g*

  • Digitalpult-Verwaltung im Festivalbetrieb

    • simonstpauli
    • 3. Juli 2010 um 20:39

    Heute hat man mal gesehen wie das gehen kann:

    Energy in the Park, Berlin Wannsee:

    Guter Monitorbetreuer, immer schön die Szenen gemutet gespeichert und zur Show wieder aufgerufen.
    Müller hat die Drahtlostechnik betreut, das war auch große Welt.

    Gerne wieder so ;)

  • Bundesnetzagentur verteilt Nachberechnungen 2006 + 2007

    • simonstpauli
    • 3. Juli 2010 um 03:19
    Zitat von "slaytalix"

    Die Frage ist, ob deren Forderungen nicht bereits verjährt sind.

    Zudem hat der http://www.APWPT.org einen Passus erstellt, der eine Art "Abwrackprämie", Entschädigung etc vorsieht, wenn die Geräte nicht mehr zu gebrauchen sind ab 2016

    In der neuen Prosound spricht man auch von einer Duplexlücke, die sich auftut, bei FX 821-832 MHZ, Uplink, Downlink, diese Lücke könnte man noch nutzen


    Was bitte für eine Duplexlücke? Wenn es eine solche gibt, hat das auch einen Grund, vergleichbar mit der Lücke zwischen Mikrofon- und In-Ear-Strecken. Da wird nicht viel gehen, fürchte ich, besonders wenn Consumer-Endgeräte mit 2 Watt Sendeleistung ins Spiel kommen.

  • abschied vom "herkömmlichen" linearray

    • simonstpauli
    • 2. Juli 2010 um 17:38
    Zitat von "Sound-Klinik"

    ...(Persönliches) Statement 1:
    Es werden heute sogenannte "Line-Arrays" (in allen Preisklassen :lol: ) für Aufgaben eingesetzt, wo mit guten konventionellen Systemen - durchdacht aufgestellt - erheblich bessere Ergebnisse erzielt werden würden.


    zwar OT aber kurz meine persönliche Meinung:
    Mit guten Line Arrays, durchdacht aufgestellt, kann man aber auch gute Ergebnisse erzielen.
    Und mit konventionellen "Systemen" aller Preisklassen Mist fabrizieren.

    Ich finde den Schritt weg vom monolithischen Line Array (alles gleich beschickt) zu einem System, bei dem man sehr gezielt Shading vornehmen kann (mit entsprechenden Korrekturen auch in den Trennfrequenzen etc.) ziemlich interessant. Wie von Jens bereits erwähnt, die Hardware kann es, die Software ist das Spannende.

  • abschied vom "herkömmlichen" linearray

    • simonstpauli
    • 1. Juli 2010 um 23:22

    Wenn ich das richtig verstehe ist das ein Design, in dem viele Zonen regelbar sind. Wenn man alle Zonen gleich laut und flat einstellen würde hätte man ein "herkömmliches" Line Array. (ohne uns jetzt an dem Begriff und den vielen Kompromissen, die dabei über einen weiten Spektralbereich eingegangen werden (müssen) einzugehen)

    Nun kommt die Flexibilität dazu, einzelne Komponenten gezielt "shaden" zu können. So wie man es mit Hochtönern anfangs an den Amps gemacht hat (bzw. immer noch macht)
    Wenn ich Gains und EQs verändere, verändere ich damit nicht auch zwangsläufig Phasenverläufe und zerstöre die vermeintlich kohärente Wellenfront?

    Anyway, interessantes Konzept, erinnert mich an "Steering"-Lautsprecherzeilen in groß.

  • Kompressor zum hervorheben des Gesangs, möglich?!

    • simonstpauli
    • 1. Juli 2010 um 21:29

    Wie sieht es denn mit dem Monitoring aus?

    Normalerweise kann ein Sänger recht gut auf die Band-Dynamik eingehen, wenn er sowohl sich als auch die Band gut hört. Wenn die Band Gas gibt geht man als Sänger näher ans Mikro, singt lauter oder in der optimalen Stimmlage (wobei das schon wieder Arrangement ist).

    Wenn die Band gerade laut spielt wenn der Sänger leise singt hat die Technik verloren...

  • Kompressor zum hervorheben des Gesangs, möglich?!

    • simonstpauli
    • 1. Juli 2010 um 17:09
    Zitat von "mringhoff"


    Glaube ich mal nicht.
    Für uns aus der Live-"Gilde" ist der Kompressor ein hilfreiches Werkzeug, aber eben meist um Lautstärkespitzen zu reduzieren.
    Natürlich hebt man (bewusst oder unbewusst) die Lautstärke etwas an und erhöht somit zwangsläufig die Lautheit. Sei es durch Outputgain am Kompressor oder einfach durch die nie statisch verbleibenden Fader am Pult.

    Ressentiments hat also vermutlich kaum jemand. Der ein oder andere nutzt den Kompressor vielleicht intensiver, der andere lieber schwächer, um beispielsweise den Livecharakter besser zu erhalten.

    Aber das Thema Lautheitanhebung (Komprimierung und Anhebung der Lautstärke) ist in der Live-Gilde kein großes Thema. Wir sind ja nicht im Studio oder in der Werbespotproduktion....

    Auf den Livebühnen hast Du ja eher das Problem, daß Du mit der Lautstärke des Gesangs aufgrund der Feedbackproblematik an Grenzen stößt. Da geht halt dann vielleicht kein Outputgain beim Kompressor mehr.

    Insofern ist der Kompressor zum Hervorheben des Gesangs auf Livebühnen nicht die übliche Stellschraube, an der man dreht...


    GBF ist allerdings ein Thema, je nach Kompressionsstärke geht dann nämlich nichts mehr, weil es einfach koppelt. Das hängt natürlich wieder stark von den Gegebenheiten ab. Wenn ich Gesänge komprimiere, dann eher nicht, um sie im Mix hervorzuheben. Wenn allerdings zu viel Dynamik an der Quelle geliefert wird hilft entsprechende Kompression in den leisen Passagen. Allerdings nur wenn die SNR noch stimmt und der Kompressor nicht nur noch Snare und Co. hochzieht.

    Kompression, Multiband-Kompression bei anderen Quellen hilft allerdings sehr. Wie z.B. die bereits genannte Füllschmutz-Problematik (Akustik-Gitarre oder Schrammel-Gitarre). Wenn ich diese mit einem dynamic EQ (für die, die es noch kennen: BSS DPR 901) so bearbeite, daß sie mir die Sprachverständlichkeit eben nicht kaputt macht, ist das durchaus hilfreich.

  • ilive-T Tipps and Tricks

    • simonstpauli
    • 1. Juli 2010 um 14:17

    Ich hatte gestern einen Tablet als Remote ausprobiert, das Setup war folgendermassen:

    Surface: T80
    Mixrack Master: iDR32 mit ACE-Karte
    Mixrack Slave: iDR16

    Am Master-Mixrack war ein WLAN-Router angeschlossen, hier nicht vergessen, die Netzwerk auf die ACE-Karte durchzuschleifen...

    Als Tablet habe ich einen ACER1420P benutzt, einen rotable touch, mit Finger und Stift zu bedienen.

    Am Vorabend zum Einrichten / Delays machen und Soundcheck war das extrem pratisch, bei der Veranstaltung zur Mittagszeit hat das Display zu stark gespiegelt. Auch ist der Touchscreen nicht sehr genau, schon schwierig, die Fader im Editor zu treffen, bei den Knöpfen ging es einfacher. Und für die Delays konnte ich mir locker die Tastatur rausdrehen und Werte eintippen.

    Unter dem Strich eine sinnvolle Ergänzung.

  • Multitools - Vorsicht Verbot !

    • simonstpauli
    • 30. Juni 2010 um 23:39
    Zitat von "PMN-Concepts"

    Gerade gefunden: Sieht dann so aus:


    Das ist wirklich nicht zu übersehen.

    Dazu kommt auf dem Kiez noch das Glasflaschenverbot:

    http://www.hamburg.de/innenbehoerde/…chenverbot.html

    Also nicht mal am Wochenende mit Glasflaschen über den Kiez laufen, das kommt gar nicht gut. Ich bin gleich am Tag des Inkrafttretens in eine Kontrolle geraten. Hatte mich noch gewundert, wieso so viele Leute in der Bahn ihre Weinflaschen auf Ex austrinken...
    War dann auch froh, daß ich kein Tool dabei hatte.

    Man kann Multitools allerdings auch als beruflich genutzt registrieren lassen, Kollegen die dort wohnen machen das teilweise.

    EDIT: hier gibt das neue Schild zu sehen, nebst Bilanz der Verbote ;)
    http://allesverboten.wordpress.com/2010/03/31/wie…erverletzungen/

  • I want more of...

    • simonstpauli
    • 29. Juni 2010 um 00:22
    Zitat von "Elevat0r"

    Oh ja, solche Jobs machen immer wieder Spaß!

    Ich hatte vorletzten Samstag auch so einen.
    3 Singer-Songwriter-Nummern in einem Beduinenzelt. Teppiche überall, viele Kissen, sehr leckeren Kaffee und frischen Minztee, super nette Leute durchweg, relaxte Musiker = absolut gelungener, entspannter Abend! :)


    Das klingt auch sehr fein.

  • I want more of...

    • simonstpauli
    • 29. Juni 2010 um 00:15
    Zitat von "simonstpauli"

    TV-Festival in Polen:

    - XL4
    - VDOSC
    - Spaß haben

    Gut, der Travel morgen nach Wien kommt vielleicht in den Gegen-Thread weil das echt früh wird aber was soll's... ;)


    Travel war cool, Wien war cool, Bar war uncool aber Drinks "stiff", Aufstehen heute - musste ja, Lobby Call ist Gesetz... ;)

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