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I want more of...

  • databass.ch
  • 5. September 2007 um 20:22
  • Elevat0r
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    • 29. Juni 2010 um 00:00
    • #261
    Zitat von "simonstpauli"

    iwmo:

    Jobs wie gestern.

    Nachmittags entspannt in einen Garten an der Alster (gute Wohngegend, wenn da mal was frei wird und bezahlbar ist *g* vergessen wir das, 1. wird nix frei und 2. kann ich mir dort nicht mal einen Carport leisten...), kurz mal DVB-T checken für später, 2 Mikrofone checken, Fußball schauen (Slowakei-Italien, super Spiel, spannend und mit Happy Ending), dann ein Jazzquartett checken (8 Kanäle, gleich mit Aufnahme per Toslink aus dem 01V96 in ein Fireface 400), Veranstaltung: Jazz, 3 Reden, Jazz. Und das Ganze mit einem herrlichen Wetter, Pultplatz direkt an einem Seitenarm der Butenalster. Nach Ende eben die Mikrofone, Stative und Pulte weg und "tschüß" (sacht man so in Hamburg).

    Schöne Aussicht ist ein überaus passender Name für die Straße...

    Oh ja, solche Jobs machen immer wieder Spaß!

    Ich hatte vorletzten Samstag auch so einen.
    3 Singer-Songwriter-Nummern in einem Beduinenzelt. Teppiche überall, viele Kissen, sehr leckeren Kaffee und frischen Minztee, super nette Leute durchweg, relaxte Musiker = absolut gelungener, entspannter Abend! :)

    -----------------------------------------------------------

    Um Fragen vorzubeugen: Nein, ich habe nichts mit dem DJ-Versandhandel zu tun! ;)

  • simonstpauli
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    • 29. Juni 2010 um 00:15
    • #262
    Zitat von "simonstpauli"

    TV-Festival in Polen:

    - XL4
    - VDOSC
    - Spaß haben

    Gut, der Travel morgen nach Wien kommt vielleicht in den Gegen-Thread weil das echt früh wird aber was soll's... ;)


    Travel war cool, Wien war cool, Bar war uncool aber Drinks "stiff", Aufstehen heute - musste ja, Lobby Call ist Gesetz... ;)

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • simonstpauli
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    • 29. Juni 2010 um 00:22
    • #263
    Zitat von "Elevat0r"

    Oh ja, solche Jobs machen immer wieder Spaß!

    Ich hatte vorletzten Samstag auch so einen.
    3 Singer-Songwriter-Nummern in einem Beduinenzelt. Teppiche überall, viele Kissen, sehr leckeren Kaffee und frischen Minztee, super nette Leute durchweg, relaxte Musiker = absolut gelungener, entspannter Abend! :)


    Das klingt auch sehr fein.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • jürgen bleekmann
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    • 29. Juni 2010 um 00:38
    • #264

    Lesung
    2 Mikrokanäle
    1x Autor 1x Moderator
    Laute artikulierte Stimme als Lesender
    Gute Mikrofontechnik beim Moderator (ersetzt fast den Kompressor)

    Spannende Krimilesung
    Alles schön, entspannt und gemütlich.

    Jürgen Bleekmann
    http://www.b-acoustic.com

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    niggles
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    • 29. Juni 2010 um 00:42
    • #265

    ...Generalversammlung mit Rahmenprogramm in der Tonhalle zu Zürich. 700 pax, Ladeweg à la catastrophe (Kongresshaus :shock: ), wenig Zeit und nur zu viert. Aber:
    - Bei *der* Akustik sind (zumindest für Sprache und ein klassisch-modernes Bläserquartett) sämtliche "modernen" Beschallungskonzepte schlicht überflüssig. 2x UPJ auf Stativ in der Front und Abfahrt. EQ? Delaylines? Wer braucht so was...? Das ging sogar mit Lavalier kristallklar bis hinten oben... 8)
    - Man könnte nun den Saal mit kistenweise Floorspots und irgendwelchen LED-Büchsen "modern" verschandeln. Und dazu kilometerweise Kabel verlegen...
    Oder man läßt es einfach sein, zimmert lediglich ein 11m-Stadtpanorama als Hintergrund für ein paar PiPs und Logos auf eine Leinwand vor die Orgel, läßt die Fenster abdunkeln und die Kronleuchter leicht dimmen und erntet beim ersten Anblick völlig begeisterte Kunden 8)

    Außerdem gabs jede Menge lecker Essen, Freibier zum Fussball, entgegen aller Befürchtungen jede Menge Strom in allen Ecken und schließlich im Anschluß ein freies Wochenende mit herrlichem Badewetter. So kommt das gut...!

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • simonstpauli
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    • 4. Juli 2010 um 21:53
    • #266

    Am Wannsee auf einer Ponton-Bühne Sound checken, noch im Hotel chillen, zum See fahren, Essen und Deutschland-Argentinien sehen, Kollegen treffen, mit der Wasserwacht zur Bühne fahren, eine schöne Show hinlegen, chillen und bei der Aftershow-Party versacken.

    Gut daß heute ein Day Off ist *g*

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • e-on
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    • 5. Juli 2010 um 01:57
    • #267

    Hotel oben auf nem Berg, unten im Tal der FOH. Am Hotel gabs ne Bob Bahn, die bis zum FOH runter ging. 3 Tage lang immer vom Hotel direkt zum FOH gebraust.

    :?:

  • tufkamar
    Gast
    • 5. Juli 2010 um 07:32
    • #268

    da kann man nur hoffen, daß es auch eine Seilbahn oder anderweitige "leichte" Möglichkeit gibt, wieder hoch zum Hotel zu kommen - und wenn nicht, nicht das Multi-Tool oder sonstwas im Hotelzimmer vergessen...

  • PMN-Concepts
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    • 7. Juli 2010 um 10:16
    • #269

    Mal wieder Job bei den Olivgrünen:

    Ein kompletter Zug der Grundausbildung wird zur Verfügung gestellt, um beim Be- und Entladen der Fahrzeuge zu helfen. Das komplette Material (Ne gute Hand voll große und schwere 18" Hornsubs, Cases mit Flugtops, Outfill und Nearfill, reichlich Trussing, 16 Movingheads, diverse Cases mit Amping, ne gute Portion konventionelles Licht, Lifte, Toolcases u.v.m.) war binnen 4 Minuten am Platz wo es hin sollte (Zeit nicht geschönt) nach weiteren 6 Minuten waren die Drehstromkabel und das MuCo vergraben.

    Beim Abbau das selbe. Kabelage rausgeholt und Trussing abgetakelt, den Rest haben die Soldaten in Windeseile erledigt.

    Die Jungs könnte man gut im Lager gebrauchen *g*

  • tufkaleho
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    • 7. Juli 2010 um 11:08
    • #270

    Nur dass du dann auch die Vorgesetzen brauchst um die Jungs anzutreiben. Ohne die sind sie ruckzuck arbeitsmüde, manche mögen sagen faul.

    Während/unmittelbar nach der Grundi sind die Jungs ja noch entsprechend "motiviert" alles verlangte zu erledigen.
    Mal den Jungs mal eine Rennbahn auf die Schulter und steck sie nur 4Wochen in ein kleines Büro oder Werkstatt, du wirst die Leute danach nicht mehr wiedererkennen.
    Da kannst du dann froh sein wenn der LKW am nächsten Tag leer ist.

  • rockline
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    • 7. Juli 2010 um 17:42
    • #271

    Wenn Ihr schon alle eure Jobs lobt, dann geben wir auch einen zum besten:
    typische Impression von einem Stadtfest - die beiden Onkels von der Licht und Tontruppe schaukeln sich gemütlich die Eier.

    Ist doch eigentlich ganz normal.

  • simonstpauli
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    • 7. Juli 2010 um 19:36
    • #272
    Zitat von "rockline"

    Wenn Ihr schon alle eure Jobs lobt, dann geben wir auch einen zum besten:
    typische Impression von einem Stadtfest - die beiden Onkels von der Licht und Tontruppe schaukeln sich gemütlich die Eier.

    Ist doch eigentlich ganz normal.


    Schöner FOH-Platz auch... :)

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • rockline
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    • 7. Juli 2010 um 21:43
    • #273

    Jau..da konnte man es aushalten. Der Ausblick auf die Terasse war auch in Ordnung:

  • tufkaleho
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    • 25. Juli 2010 um 12:30
    • #274

    ... KFZ Verkäufer/Werkstatt die einem schnell und freundlich bei Reifenpanne helfen.

    UND dann nichtmal ein horrendes Geld verlangen, sondern einen gebrauchten Reifen fast kostenlos (12€ für die Kaffeekasse) aufziehen.
    Manchmal hat man einfach Glück :)

  • billbo
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    • 3. November 2010 um 17:34
    • #275

    Need more of: Jobs, bei denen ich nicht ganz sicher bin, ob sie eher hierher oder ins IDN gehören. Wie z. B. dieser:

    Ein paar Wochen R&R Tournee. Durch ein Dutzend Staaten Lateinamerikas. Mit einer mal sehr lustigen, mal sehr schweigsamen, in jedem Fall unfassbar trinkfesten finnischen Powerrockband. Als einziges deutschsprachiges Crewmitglied; 1a Voraussetzungen also für geschmeidige Kommunikationsabläufe auf und neben der Baustelle. Ersatzmann für den ausgefallenen (oder in Ungnade gefallenen?) Stammmonitorer – ohnehin einer der gefährlichsten Jobs auf dem Planeten :-D.
    Was reitet mich eigentlich, auf solche Angebote stets ohne zu zögern mit „klar, mach ich!“ zu antworten?

    Aber natürlich gab es mal wieder viele interessante Sachen zu lernen.

    Strom etwa funktioniert auch fernab jedweder VDE/ BG A3/ VstättV/ usw. erstaunlich zuverlässig. Muss man halt immer hübsch aufpassen, was man anfasst, wo man drauf tritt oder wo man sich gegen lehnt. Wichtigste mexikanische Elektrikerregel: keep it simple! Alles weglassen, was im Fehlerfall Stress machen könnte. Wie etwa Vorsicherungen. Die beste Vorsicherung beim Abgang von der 70² Hauptspeisung auf zahllose 2,5² Stoff – und Plastikdrähtchen ist immer noch der Draht selbst. Kann man ihn noch anfassen, ist am anderen Ende alles in Ordnung. Ist dort wirklich was kaputt, brennt er halt durch – normalerweise direkt an der Verschraubung, weil der Querschnitt dort mit der Zeit noch ein wenig an Substanz verloren hat.
    Sehr schön auch die Stelle, an der dieser ‚Verteiler‘ (4 Kupferschienen mit zahllosen Gewindelöchern drin) in knapp 3m Höhe neben der Bühne kühn und nackt aus der Wand ragt. Muss man in dem Bereich eben etwas vorsichtig mit der Aluleiter sein. Im Übrigen spielen wir heute nicht in irgendeiner Underground – Kellerkaschemme, sondern in einem großen öffentlichen Theater mit mehreren Tausend Sitzplätzen und strengstem Rauchverbot vor/ auf/ neben/ hinter der Bühne.
    Immerhin – die Gefahr, mit einer Hand etwas Potentialführendes und mit der anderen Erde zu berühren ist gleich Null. Geerdet ist grundsätzlich nie irgend etwas. Selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass ein 3poliger Netzstecker Gefahr läuft auf eine dreipolige Dose zu treffen, findet sich immer mindestens ein 2poliger Zwischenstecker/ Adapter/ Verteiler, der irgendwie noch dazwischen passt und die potentiell gefährliche Schutzleitersituation erfolgreich entschärft.

    Über Safeties lohnt es sich nicht viele Worte zu verlieren. Gibt es nicht; ist sicherlich alles mindestens D8 Doppelplus, was die Jungs hier an Handkettenzügen, Seilwinden und Baumarktmotoren (die selben roten Dinger, die es auch in Deutschland bei Praktiker & Co zu kaufen gibt) an den Start bringen. Andere Länder, andere Gefährdungsanalysen, andere Schutzziele.

    Security agiert, abhängig von Situation und Landesgebräuchen, unterschiedlich, hier und da auch mal etwas rauer; das ist bekannt. Neu dagegen die Erfahrung dass es offenbar Rockkonzerte gibt, bei denen die obersten Chefsecurities Uniform tragen. Und Maschinenpistolen :shock: . Hat bestimmt alles seine Richtigkeit, mag aber in diesem Fall irgendwie nicht so recht zur Verbesserung des persönlichen Wohlgefühls auf Seiten des Künstlerpersonals beitragen.
    Auch die beiden stämmigen, dunkel gekleideten, mit verspiegelten Sonnenbrillen, Funkgeräten und Gürteln und Holstern mit allerlei Utensilien daran ausgestatteten Kanten, die uns auf dem Bustransfer von Guatemala nach El Salvador auf Geheiß des Veranstalters mit ihrem dicken Gelände – Pickup folgen, haben sicherlich ihre Aufgabe. Bei einem gemeinsamen Pinkelstopp irgendwo im Nirgendwo entpuppen sie sich dann aber als nette Kerle, die uns die Besonderheiten örtlicher Schmetterlinge und Bäume erklären und sich über die Abwechslung in ihrem Berufsleben sichtlich freuen; normalerweise bewachen sie 10 Stunden am Tag Luxusläden, Bankfilialen oder Nobelhotels.

    Neu ebenfalls die Erfahrung, wie sich ein ‚planned hard landing‘ anfühlt. Der Flughafen von Quito liegt in 2500m Höhe. Die Berge ringsum sind noch sehr viel höher. Die Landebahn ist abschüssig und kurz – sehr kurz für eine voll beladene 737. Der erste Versuch muss sitzen, punktgenau und endgültig. Einen zweiten gibt es nicht, stattdessen droht Ehrenrunde oder Schlimmeres. Der Pilot der hier landen möchte braucht eine Speziallizenz, und im Übrigen wird der Flughafen wegen Unsicherheit im nächsten Jahr sowieso geschlossen. Bisweilen schont es die Nerven, wenn man erst hinterher ein bisschen googelt.
    Wer bis zum Aufsetzen gedöst oder geschlafen hat braucht jedenfalls keinen zweiten Weckruf mehr :lol: .
    Auch der Gig hier ist von etwas besonderer Natur, in jeder Beziehung. Die merkwürdige Lampenreihe auf dem Dach der ehemaligen, völlig heruntergekommenen Nobeldisco entpuppt sich als das letzte Landefeuer vor der Landebahn eben dieses Flughafens. Wenn Dach, Boden, Wände und Bühne mitunter unvermittelt bedenklich wackeln liegt das jedenfalls nicht an übermäßig vielen funktionierenden PA - Subs oder dem begeistert tobenden Publikum – die landenden Jets zielen so genau, dass sie mit dem Fahrwerk sozusagen zwischen den Lämpchen hindurch fliegen.

    Auch einen neuen Produktionsbegriff gilt es zu erlernen: ‚Contra – Rider‘ ist der Emailanhang, in dem der örtliche Veranstalter erläutert, was er statt des im Rider angefragten Materials zur Verfügung stellen möchte und von dem er überzeugt ist, dass es damit auch irgendwie funktionieren muss. (Beides hat selbstverständlich wenig bis nichts mit dem zu tun, was dann am Gigtag tatsächlich zur Verfügung steht). Funktioniert erstaunlicher Weise recht gut; energisch ablehnen sollte man nur Vorschläge wie „wir haben leider nur ein Mischpult, da können sich FOH – Mann und Monitorer dann doch dran abwechseln...?“.
    Überhaupt muss man fein unterscheiden. Mancherorts ist klar – die sind hier mit Herzblut dabei, tun wirklich alles, was sie können, und haben alles hingestellt, was sie haben. Ist zwar trotzdem auch bei gutem Willen und rosaroter Brille nur Schrott und Chaos; dennoch gilt es zu lächeln, freundlich zu bleiben, und die Sache irgendwie durch zu ziehen. Schön und hilfreich wenn man mit einer geduldigen Band unterwegs ist, die die Sache im Prinzip genauso sieht.
    Anders verhält es sich wenn man merkt ‚Achtung, die wollen uns hier besch..ssen‘. Diesbezüglich geht der Preis für die idiotischste Ausrede dabei in diesem Jahr nach, Tusch - Trara: Buenos Aires! Immerhin 2 ausverkaufte Shows im selben 2000er Venue hintereinander. Wir haben reichlich Verspätung (Zollstress im Buquebus – Transferterminal aus Richtung Uruguay. Feiertag, die Profiabteilung ist geschlossen. Wir haben viele seltsame Gepäckstücke dabei. Ein Stellvertreter des Stellvertreters des stellvertretenden Dienststellenleiters sieht seinen großen Tag gekommen und macht Ärger; die Sache zieht sich über Stunden). Vorsichtige telefonische Sondierung, ob vor Ort denn auch alles so am Start sei wie abgemacht. Klar, kein Problem, alles wie besprochen. Okay, dann wird das nachher am Ende ja doch noch was.
    Beim Eintreffen fehlen u. A. diverse Wedges, Sidefills, Riser für Drums und Bühnenaufbauten, und noch einiges mehr. Umwerfend plausibles Statement des örtlichen Technikchefs: „wir haben heute leider anderswo noch eine zweite Show, aber morgen stellen wir Euch dafür wirklich alles hin, was Ihr haben wollt“. Wir halten nach kurzer Verblüffung ebenso elegant dagegen: „na gut, dann lassen wir Sänger und Schlagzeuger heute im Hotel, die anderen spielen ein bisschen Gitarre, Bass und Keyboards. Morgen kriegt Ihr dann die ganze Band“. Großes Erstaunen, kleine örtliche Krisensitzung; am Ende lässt sich trotz Feiertag bis zum Changeover doch noch etwas auftreiben, womit der Gig einigermaßen anständig durchgeführt werden kann. Da der gut läuft verzichten wir auf „alles, was Ihr haben wollt“ für den nächsten Tag und belassen es dabei. Nicht zuletzt, weil dieser Tag längst touristisch verplant, Buenos Aires wirklich eine tolle Stadt und es natürlich eine feine Sache ist, an einem voll bezahlten Produktionstag abends gegen 21:00 in die Halle zu fahren und um 24:00 bereits wieder fertig zu sein.

    Viel gesehen, viel geflucht, viel gelacht, viel gelernt. Hin und wieder muss so etwas einfach sein. Und trotzdem freue ich mich jetzt ein bisschen auf die kleine, heile Welt meines beschaulichen Heimatvenues. Mit dem unbewaffneten netten Einlassmann, der jeden Stammgast mit Handschlag begrüßt, funktionierenden NF – Kabeln, beleuchteten Notausgangsschildern in DIN - Luxstärke, RCDs in den Abgängen, tiptop gekennzeichneten Szenenflächen – Absturzkanten. Und Vollkornbrot im Catering.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • Teddytaste
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    • 3. November 2010 um 17:44
    • #276

    Herrlich, ich liebe deine Erzählweise !!!
    Du solltest das sammeln und deine Rente mit einem Buch krönen ;)

    Bei einer Stelle habe ich aber nur ganz leicht gestutzt

    Zitat von "billbo"

    ...funktionierenden NF – Kabel.....

    :D

    willkommen daheim.

    lg peter

    peter birkholz

    pb-showtechnik.de

  • billbo
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    • 3. November 2010 um 18:06
    • #277
    Zitat

    Bei einer Stelle habe ich aber nur ganz leicht gestutzt

    Ich ahnte es, während ich es schrieb... :lol:

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • Audiowerk
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    • 3. November 2010 um 22:40
    • #278

    Hast du wirklich schön geschrieben. Unser Business am anderen Ende der Welt... unter gänzlich anderen Vorzeichen. Machte mich lächeln! :)

  • mellotron
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    • 3. November 2010 um 23:19
    • #279

    "Contra-Rider", wo hatte sich dieser wunderbare Ausdruck bisher vor mir verborgen!
    Schön, daß Sie wieder im Lande und an der Tastatur sind, Herr billbo!

  • soundworx
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    • 4. November 2010 um 13:38
    • #280

    Danke für den grossartig geschriebenen Bericht!

    Zitat von "billbo"

    ... „wir haben heute leider anderswo noch eine zweite Show, aber morgen stellen wir Euch dafür wirklich alles hin, was Ihr haben wollt“. Wir halten nach kurzer Verblüffung ebenso elegant dagegen: „na gut, dann lassen wir Sänger und Schlagzeuger heute im Hotel, die anderen spielen ein bisschen Gitarre, Bass und Keyboards. Morgen kriegt Ihr dann die ganze Band“.

    Hätte ich beim Lesen dieses Teils einen Kaffee in der Hand gehabt hätte es mich meine schöne Tastatur gekostet :)

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist, daß es in der Theorie keinen Unterschied gibt...

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    phattomatic
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