Beiträge von MoDis

    Hallo,


    Rechtlich bist du der „in Verkehr bringer“ und haftest dafür, dass dein Gerät sicher ist und allen Normen entsprechen. Geprüft werden muss es auf jeden Fall, aber wer genau dafür zuständig ist, wissen andere bestimmt besser. Ich mache bei uns nur Prüfungen nach 0701/0702


    Würde ich die prüfen (wenn ich Erstprüfungen machen würde) hätte ich schon ein paar Sachen zu beanstanden die du besser machen solltest bevor es von mir ein OK gäbe:


    1. Der Winkel ist an beiden Seiten offen und somit nicht Fingersicher


    2. Gut, dass du alle Gehäuseteile geerdet hast, aber Google mal nach„Einzelheit Z“ da findest du den richtigen Aufbau für den Stehbolzen


    3. Die Löcher für die Kabeldurchfürungen ins große Gehäuse sind sehr klein und haben keinen Kantenschutz. Wenn du Pech hast scheuert es dir da mit der Zeit die Kabel durch und du hast Tonausfälle oder im Schlimmsten Fall einen Kurzschluss oder Spannung auf dem Gehäuse.


    4. Wenn ich das richtig sehe nutzt du nur graue Powercon. Graue Einbau-Powecon sind nur Spanungsgebend also für Spannung die aus dem Gehäuse raus geht. Dir fehlt komplett der Spannungseingang. Das wäre dann ein blauer Powercon pro Gehäuse.


    Auch deine Stromkabel müssen geprüft werden.


    Am besten suchst du dir im Freundes und/oder Bekanntenkreis eine Elektrofachkraft bzw. einen Elektriker der dich unterstützt und berät, da ich auf Grund deiner Fragen davon ausgehe, dass du diese Qualifikation nicht hast.


    Und dann interessieren mich noch zwei Dinge persönlich:

    1. Wofür braucht man dieses Konstrukt? Ich persönlich halte meinen Arbeitsplatz, sei es Regie oder DJ-Platz gerne möglichst frei von unnötigen Kabeln

    2. Warum sind die Buchsen alle schräg eingebaut? Mir persönlich geht das komplett gegen mein ästhetisches Empfinden. ;-)


    Ich hoffe dir helfen die Anregungen schon mal weiter.

    Laut Handbuch sind die SGM P5 dicht und ab Werk mit 2 Silicagel-Päckchen bestückt. Es gibt wohl extra ein Werkzeug von SGM um die Dichtheit nach einer Reparatur oder Wartung zu prüfen.

    die "Fachleute" geben Tips....... Sorry aber das ist totaler Quatsch.


    1. der Rest ist dest. Wasser und das leitet auch nicht


    2. die Heizung wird bei dem Ding über ein elektronisches Relais geschaltet und das funktioniert nur wenn es einen Dmx Signal bekommt und das funktioniert nur wenn die Kiste Spannung bekommt und dabei kann man nicht gleichzeitig am Stecker den Wiederstand messen. Die Heizung kann man nur messen indem man sie vorher intern von der Steuerungselektronik komplett trennt.

    Ja, der Fachmann ohne Anführungszeichen gibt Tipps die für einen Laien umsetzbar und verständlich sind.


    Du kennst mich nicht und kannst daher noch gar nicht beurteilen ob ich Fachmann bin oder nicht. Ich sehe es dir deshalb nach. Als gelernter Energieelektroniker, langjähriger selbstständiger Veranstaltungstechniker und inzwischen festangestellte verantwortliche Elektrofachkraft in einem Veranstaltungsbetrieb kann ich guten Gewissens die Anführungszeichen weg lassen. Ich bin bei uns für die Prüfung ortsveränderlicher Geräte nach DIN VDE 0701-0702, für die Wartung und Reparatur unserer Gerätschaften und elektrische Sonderbauten zuständig. Habe also etwas Übung, würde ich meinen.



    Zu deinem „1.“:

    Ich schrieb das die Maschine auf irgendeine Art feucht geworden sein könnte und verwendete den Konjunktiv, dass das Nebelfluid leitend sein KÖNNTE. Abgesehen davon und um es ganz genau zu nehmen, besteht Nebelfluid aus einer Mischung von destilliertem Wasser und mehrwertigen Alkoholen. Meist Propylenglykol. Inzwischen eher seltener Glycerin, da dieses bei zu hoher Heizblocktemperatur verbrennt und dabei krebserregende Stoffe entstehen.



    Zu deinem „2.“:

    „Schenk“ schrieb, dass die vorhandenen Mittel und die Erfahrungen sehr begrenzt sind. Deshalb schlug ich diese sehr einfache Art der Messung vor um überhaupt schon mal abschätzen zu können. ob ein derartiger Fehler vorliegen könnte. Es hieß ja bisher nirgends, dass zwingend der Heizblock der Fehlerverursacher ist. Die Kiste kann ja auch einfach so feucht geworden sein.


    Hätte ich die Kiste mit nur dieser vagen Fehlerbeschreibung bei mir auf der Werkbank würde ich zuerst einen kompletten Messablauf nach 0701-0702 durchführen. Also zuerst Schutzleitermessung, dann Messung des Isolationswiderstandes L+N gegen PE. Falls diese Messungen keine Fehler zeigen, folgt die Ableitstrommessung unter Spannung und zwar in allen möglichen Schaltzuständen der Maschine. (aufheizen, ready, nebeln, Lüfter in Betrieb) um nämlich wirklich an jeder Stelle einen Fehler ausschließen zu können. Das deckt sich mit deinem Versuch zu erklären, dass man im stromlosen Zustand nicht alles messen kann. Mal abgesehen davon, dass der Heizblock auch heizt, wenn kein DMX angeschlossen ist, sondern nur Strom. Ich gehe dann auch beim Messen noch einen Schritt weiter und führe die ganze Ableitstrommessung nochmal mit umgepoltem Stecker durch um auch da weitere Fehler auszuschließen. Falls es schon vorher heiß, „ist nass geworden, geht nicht mehr“ würde ich die Kiste zuerst öffnen, nach Feuchtigkeit suchen und gegebenenfalls trocken legen und dann erst messen. Falls sich mit der Ableitstrommessung das Fehlerhafte Bauteil nicht finden lässt werden nach und nach die einzelnen Komponenten einzeln gemessen und begutachtet. So kommt man dem Verursacher auf die Spur.


    Sorry, dass der Text jetzt so lange wurde, aber vllt. hilft es dem ein oder anderen ja bei zukünftigen Fehlersuchen.


    Und für alle die mehr über die Grundlagen von Nebel und Nebelmaschinen erfahren wollen, kann ich die Lektüre des „Dunstbuch“ wärmstens empfehlen. Hier lässt es sich als pdf herunterladen: http://www.tour-blog.de/2011/05/Dunstbuch.pdf

    Ich vermute es geht eher darum, das Innere der Maschine von Feuchtigkeit woher auch immer zu befreien. Abgesehen davon besteht Nebelfluid ja nicht zu 100% aus Glycerin sondern noch diversen anderen Flüssigkeiten die leitend sein können.


    Schenk :

    Auch wenn du nur begrenzte Messmöglichkeiten hast, kannst du mal versuchen mit einem Ohmmeter jeweils zwischen den beiden Pins des Steckers und der Schutzleiterzunge den Widerstand zu messen. Der sollte gegen Unendlich gehen. Falls nicht hast du einen Isolationsfehler. ABER: Dies kannst du nur zu einer ersten Abschätzung nutzen und ersetzt keine fachgerechte Isolationsmessung.

    Messen wir nun alle Geräte im Verbund angeschlossen an den Furman, so ergibt sich ein zu hoher Schutzleiterstrom. Wir sind bei ca. 5 mA, erlaubt wären max. 3,5 mA. … Es zeigte sich, … dass der Schutzleiterstrom nur beim Einschalten der Geräte kurz über dem Gerenzwert liegt und dann innerhalb weniger Sekunden auf unter 3 mA absinkt. Wie ist dies zu interpretieren? Der durchführende Elektriker tut sich schwer mit einer Ergebnisbewertung.

    Das dürfte daran liegen, dass die Kondensatoren in den Schaltnetzteilen und Netzfiltern beim Einschalten niederohmig sind und erst geladen werden und dadurch die erhöhten Ableitströme fließen. Sind sie geladen wirken sie wie hochohmige Widerstände und der Ableitstrom sinkt.


    Wissen für Fortgeschrittene: Bei Frequenzumrichtern für große Motoren in der Industrie können die normalen Betriebsableitströme jenseits von gut und böse sein. Dort nutzt man dann einstellbare RCDs die auf die maximalen Betriebsableitströme eingestellt werden und erst auslösen wenn diese im Fehlerfall überschritten werden. Ein Offset sozusagen.

    Vorweg: Ich hatte noch keinen Furmann offen, aber ich habe eine Vermutung warum der Fehler auftreten könnte.


    Ich gehe stark davon aus das der Furmann am Eingang wie fast alle elektronischen Geräte einen Netzfilter hat. Hier sieht man ganz gut wie der aufgebaut ist: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Netzfilter


    In einem Netzfilter sind die beiden Leiter L und N jeweils über einen Y-Kondensator (besonders Spannungsfest und selbstheilend) mit dem Schutzleiter verbunden um HF-Störungen abzuleiten.


    Meine Vermutung ist nun, dass einer der beiden Kondensatoren einen Hau weg hat. Je nach dem wie die Polung bei dir ist liegen die Y-Kondensatoren jeweils auf N oder L. In deinem Fall, liegt der defekte Y-Kondensator dann so, dass er durch die Einschaltspitzen ab und an durchschlägt und somit dann der RCD auslöst. Dann heilt er sich wieder und irgendwann geht das Spiel von vorne los.


    Natürlich könnte es auch sein, dass der Furmann wirklich eine definierte Phasenlage braucht, das müsste dann aber im Handbuch stehen. Wäre mir aber neu. Unser Serverschrank z.B.: braucht eine feste Phasenlage da sonst Spannung auf dem Gehäuse liegt. Ist vom Hersteller so gewollt. Warum auch immer. Für eine feste Phasenlage bietet sich „CEE Blau“ an, falls es steckbar sein soll.


    Wie gesagt, ich rätsele aus der Ferne und vermute nur…

    Ich sehe da eher die Messung aller Geräte im Verbund als kritisch an. Theoretisch kannst du jedes Gerät wild mit jedem Kabel im Rack umstecken. Von daher ist es kein echter Verbund. Daher würde ich (auch wenn es länger dauert) alle Geräte und Kabel einzeln messen.


    Beim Ableitstrom von 5mA für das gesamte Rack bist du voll im grünen Bereich sofern du einen normalen 30mA RCD verbaut hast und keinen 10mA. Ein RCD darf frühestens bei halbem Nennauslösestrom auslösen was den 30mA RCD also nicht tangiert. Die 5mA kommen durch die vielen Schaltnetzteile mit ihren Netzfiltern zusammen. Es sind ja bei Schutzklasse 1 pro Gerät maximal 3,5mA bzw. 1mA/kW Ableitstrom auf dem Schutzleiter erlaubt.


    Just my 2ct von einem der täglich damit zu tun hat.

    Hey dsi2bun,

    Ist der R2D2 noch zu verkaufen? Gibt es Bilder? Ich hätte Interesse an der alten Mühle. Ich habe darauf gelernt Licht zu machen und hätte den gerne hier zuhause zum spielen stehen.

    Beste Grüße