Beiträge von tonholg


    Hm...naja.


    Hier dann mal mein Senf dazu:


    1: Geh zum Job, mach ihn gut und geh wieder nach Hause.


    2: Steh der Band nicht im Weg.

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    Auf meiner persönlichen Alarmskala steht das wuchtig- bedeutungsschwanger in den Raum gestellte "Wie klingen denn die Pre's?" (Apostroph ausdrücklich included) mittlerweile auf ähnlichem Level wie die komplette Werkstatteinrichtung am Gürtel der Survival- Nahkampf- Multifunktionshose oder die 'Discoteam'- Corporate Identity- Jacke überm Messe- T-Shirt vom gerade top szeneangesagten Digitalpulte- oder Lautsprecherhersteller.


    Wobei diese - zumeist schwarze - Hose häufig etwa in Kniehöhe endet, damit auch alle die Tribaltatoos auf den Unterschenkeln sehen können.
    Und am Gürtel hängt, neben der Werkstatteinrichtung, gerne auch eine beachtliche Sammlung laminierter Backstagepässe...

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    Was macht eurer Meinung nach einen guten Mix aus?


    Die Abwesenheit von schlechten Dingen.


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    Soll es wie eine Studio Produktion klingt?


    Das kommt auf die Situation und Genre an.


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    Wo fängt die Kontrolle über den Sound/Mix an und wo hört sie auf?


    Hmmm... eine gute Band mischt sich quasi von selbst. Da kann man dann eventuell mixtechnisch ein kleines Sahnehäubchen draufsetzen. Bei einer schlechten Band macht man Schadensbegrenzung, wie schon hier erwähnt.


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    Und wie geht ihr damit um?


    Da dies quasi ein nicht änderbares Naturgesetz ist, tut man gut daran sich damit zu arrangieren.


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    Wie wichtig findet ihr es, dass man als Live-Tontechniker einen Musikalischen Background hat? Gehörbildung, Musik Theorie, Genre Kenntnis.


    Schaden tut es nicht. Gehörbildung ist Pflicht.


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    Kann mal als Tontechnik mit der Band/Musikern musikalisch mit Agieren/mitspielen?


    Bei einer Dub/Reggae Band mehr als bei einer 08/15 Punkrock Combo.

    "Karel Noon" schrieb:

    ... queerverbindungen zu anderen geräten ...


    Ich muss doch sehr bitten!


    Dies ist ein PA Forum.


    Es gibt im Netz genügend Foren, in denen die Genderproblematik diskutiert wird. :D

    "DirkB" schrieb:


    Ob nun am Equalizer gecuttet oder geboostet und der Treshold des Limiters decreased wird, um dem Höreindruck des Speakers zu mehr Linearity zu verhelfen ohne daß seine Voice coil verbrennt, wäre mir völlig wurscht, wenn ich in die Location komme und das Management hätte mein Catering gecancelt.



    MfG
    DirkB


    Erstklassiges Denglisch. Hut ab!

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    In großen Hallen beobachte ich selbst beim Abbau immer wieder Kollegen, die alle 2min. auf Ihr Telefon schauen.


    Sofern kein schlimmer Zeitdruck herrscht finde ich das in Ordnung. Wenn auch etwas seltsam.
    Allerdings musste ich schon mehrfach Kollegen am Monitorplatz kurz nach Showbeginn per Interkom anpiepsen um ihnen mitzuteilen, dass auf der Bühne verzweifelt gewunken wird. Und ich konnte sehen, dass die lieben Kollegen auf ihr i-dingens guckten und nicht auf die Bühne.


    Das geht gar nicht. Show ist Show und nicht Freizeit.


    Auch seltsam: Wie sich das allgemeine Verhalten auf Tour bzw. im Backstage verändert hat. Früher redete man miteinander, las ein Buch, spielte Karten etc.
    Geht man heute in einen Backstage herrscht dort Stille und alle starren auf ihr Laptop.

    Gute Frage.
    Ein Schlagzeuger neulich hatte eines dabei. Gekauft für sein Studio als Ersatz für sein altes d12, welches wohl hinüber ist.
    Spasseshalber stellten wir es nach dem Souncheck mal vor seine Kick.
    Ergebnis: interessantes Mikro, aber wohl eher für Studioarbeit.
    Man muss schon viel drehen (im Vergleich zum D6) und auf kleinen lauten Bühnen nimmt es viel Umgebung mit.
    Und es klingt definitiv nicht wie ein altes d12.

    - Während des Soundchecks ständig mails checken mit dem Smartphone.
    - Das Gesangsmikro durch ein Effektgerät mit 8 Sekunden Walhalla Reverb schicken und sich über den zu leisen Monitor beschweren.
    - Während des Changeovers wahllos und ungefragt Mikros entkabeln und irgendwohin stellen.
    - Extrem leise Sängerinnen vor extrem lauten Schlagzeugern.
    - Gitarrenständer in Richtung Mischpult werfen.
    - Ehemals berühmte Sänger die grundlos während der Show die Techniker anpöbeln. Das macht, trotz Vorwarnung der Backingband, einfach keinen Spass.
    - In den Club kommen und statt Begrüssung als erstes sagen: "Do you have Cocaine?"
    - Eine halbe Stunde vor doors open ankommen und gaaanz langsam aufbauen.
    - Eine Stunde vor get in ankommen und die Bühne vollstellen.
    - Freundinnen mitbringen, die während des Soundchecks den Techniker bitten leiser zu machen, da sie jetzt telefonieren müssen.

    Interessant,


    ich wusste bis jetzt gar nicht, dass es dieses Modell gibt.


    Weisst du mehr über die Geschichte von dem Pult? Irgendwie sieht es nämlich auch nicht aus wie ein Midas.


    Und dann der Klark-Teknik Sticker auf der Rückseite...

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    In der Zwischenzeit haben Sie auch den Veranstalter angerufen und gefragt, ob ich das schon kann. Jetzt nerven sie definitiv.


    Oha, das verheisst nichts Gutes.


    Vielleicht kann ja der Veranstalter bei den betreffenden Bands zurückfragen, ob sie denn auch gut Metal spielen können? 8)

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    Dann war wohl eins davon geerdet? In solchen Installationen ein fataler Fehler. Egal, welche Spannung an meiner Werkzeugoberfläche anliegt - so lange keine Chance besteht, mit anderen Gliedmaßen irgendeinem gefährlichen Schutzleiterpotential zu nahe zu kommen bin ich relativ gesehen auf der sicheren Seite.
    Nach diesem Prinzip funktionier(t)en dort ganze Großinstallationen (und funktionierte in D bis vor ein paar Jahrzehnten jede zweite 'professionelle' RF - Reparaturbude; welches am Ende allerdings mit dem zunehmenden Aufkommen von Zentralheizungen bedenklich kollidierte).



    Ah, wieder etwas gelernt.
    Der Bassist der Band, gelernter Starkstromelektriker, bekam auch jedes mal einen gewischt, wenn er Basssaiten und Gesangsmikro gleichzeitig berührte.
    Wenn ich mich recht entsinne hat er zwischen Bass und Mikro 60 Volt gemessen.
    Daraufhin haben wir uns den Sicherungskasten zeigen lassen.
    Als wir den Schrank öffneten kam uns ein grosser Ballen Kabelspaghetti entgegen. Die Sicherungen waren nicht mehr sichtbar.
    Nach einer kleinen Diskussion entschied sich die Band dann doch zu spielen.
    Ja, es war spannend :)

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    Snare top - e604 ... In dieser Anwendung noch nie benutzt, war sehr gespannt, sehr lange am EQ geschraubt. ... Jungs das geht gar nicht !!! Aus einem gewohnten 'Krack' wurde ein jämmerliches 'gnök' was durch EQ definitiv nur marginal verbesserbar war. Interessant daran, fand ich, dass dynamische Wandler, deren Masseeigenschaften sich eigentlich durch die Bauart typischer Drummikrofone nicht so wahnsinnig unterscheiden können, trotzdem so in ihrer "gefühlten" Dynamik unterscheiden.


    Snare bottom - SM57 wurde durch 'unten alles weg + Höhen dazu' gangbar, nicht so krisp wie mit einem KM aber deutlich besser als ich erwartet hätte.



    Danke für den nett geschriebenen Bericht.


    Kurze Zwischenfrage: Warum hast du nicht einfach das 57 als Snare top und das 604 als bottom genommen?


    Davon abgesehen: Buenos Aires 2004, 600er Venue, 10 no name 58er Nachbauten die aussahen als seien sie älter als die rüstige Dame hinter dem Tresen. 8 funktionierten sogar.


    Ging auch. Unangenehm waren nur die Stromschläge, die man abbekam, wenn man Pult und den Tresen, auf welchem das Pult stand, gleichzeitig berührte.