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  4. Boxen Reparatur und Selbstbau

2 Weg Frequenzweiche

  • laudsprecher
  • 13. Dezember 2003 um 11:43
  • Clyde
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    • 14. Dezember 2003 um 17:54
    • #21

    Naja, Messausrüstung habe ich mittlerweil...(so ´ne ganz kleine) bin da aber noch in den Kinderschuhen und will mich da eigentlich erstmal nicht drauf verlassen was ich da mache...:-)

    Naja, mit der Phase und der Laufzeit wäre dann wohl das nächste Problem was zu bewältigen wäre...
    Wie geht man dabei am besten vor?

  • Sound-Klinik
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    • 14. Dezember 2003 um 18:04
    • #22

    ... die Lage der akustischen Zentren bestimmt man dadurch, daß man von einer realistischen Abhörposition von jedem Lautsprecherchassis die Phase mißt und dann jeweils die Differenz zur Minimalphase (wird aus dem Amplitudenverlauf errechnet) bildet. Das Ergebnis nennt man auch "Excess-Phase".
    Dann schaut man sich die Zeiten im Bereich der geplanten Trennfrequenz an und berücksichtigt die zeitlichen Unterschiede dann bei der Weiche (z.B. durch Allpass).

    Ohne sowas geht es einfach nicht.
    Ausnahme: bei einer aktiven Trennung zum Bass im Bereich um 150 Hz kann man bei direktabstrahlenden Chassis (aber NICHT bei Basshörnern !) schon mal drauf verzichten - bei Weichen von Tops dagegen (z.B. 12" mit 1"-Horn) und Trennfrequenzen von 1 ... 2 kHz sind solche Messungen unverzichtbar.

    Viele Grüsse sendet

  • Clyde
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    • 14. Dezember 2003 um 18:44
    • #23

    Danke für die erklärung.
    Ich laß das mal so stehen, soweit bin ich mit dem Thema noch nicht wirklich um das für mich umzusetzen...
    Ich befasse mich gerade erst mit TSP Messungen und dann mal sehen...

    Wie sieht das eigentlich mit solchen "Faustformeln" aus?
    z.B.
    "zur Kompensation der Schwingspuleninduktivität einen R in reihe zum Chassis schalten, der etwa der hälfte der Impedanz entspricht"
    oder
    "Bei Hornlautsprechern unabhängig von der Trennfrequenz einen 1,5 - 2,2uF in serie zu schalten"

  • Sound-Klinik
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    • 14. Dezember 2003 um 19:52
    • #24

    .. diese "Faustformeln" haben in der professionellen Entwicklung keine Bedeutung.

    Der Lautsprecher wird als ein komplexes System mit einem bestimmten Übertragungs- und Impedanzverhalten gesehen.
    Wenn mehrere LS kombiniert werden, wird ein Filternetzwerk (Weiche) entworfen, in dem nicht nur eine Trennfrequenz mit einem gewünschtes (akustisch relevantem !) Filterverhalten realisiert wird, sondern darüberhinaus auch Pegelanpassung, Entzerrung, Ausgleich von Phasenfehlern und ggf. auch noch "Load-matching" durchgeführt werden (damit "einige" Endstufen keine Probleme bekommen ...).

    Wenn ich eine PA-Box entwerfe, arbeite ich z.B. auch noch mit mehreren Designachsen (wg. Abstrahlquarakteristik ...) und messe bei Prototypen mit erster Testweiche die anteilige Leistungsaufnahme der einzelnen Chassis (zur Abschätzung der Belastbarkeit).

    Wenn Du Baupläne einiger Weichen von mir siehst, dann hat das mit den üblichen (mit Faustformeln berechneten ...) Weichen 2. oder 3. Ordnung oft nicht mehr viel zu tun.

    Wenn Du Dich für professionelles Weichendesign interessierst, kann ich Dir als Einstieg das Buch "Loudspeaker System Design Handbook" von Robert L. Caudle empfehlen - da bekommt man einen kleinen Vorgeschmack, wie sowas ablaufen kann ...

    Viele Grüsse sendet

  • Clyde
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    • 14. Dezember 2003 um 21:55
    • #25

    Danke für die erläuterung und Buchempfehlung.
    Nur habe ich nicht vor solch einen Aufwand zu betreiben.
    Im Prinzip will ich "nur" m die Ht´s in meinen Top´s tauschen und die Weiche für die Ht´s umbauen.
    Mir reichen da schon weniger als 100% da ich kein High End beabsichtige sonder halt nur besser wie der jetztige Zustand.

    Ich habe nicht vor in die Boxenentwicklung zu gehen geschweige denn mich so da rein zu arbeiten...
    Ich habe weder Zeit noch Geld für solch einen Aufwand und suche deswegen nach einer einfachen Praktikablen Lösung für mich...

    Wenn man Professionell Lautsprechersysteme entwickelt ist das ja in Ordnung und wohl auch unabdingbar, aber für jemanden der gerade mal sein Paar Top´s modifizieren will ist das alles andere als Praktisch...

    Nichts desto trotz besten Dank!

  • Clyde
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    • 20. Dezember 2003 um 16:48
    • #26

    Wie und womit kann man denn den Phasengang beinflussen?
    gibt es da auch grundschaltungen zu, wo man halt die Werte der Bauteile anpassen kann?

    Was bedeutet "Load matching" genau und worauf kommt es da an?

  • Sound-Klinik
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    • 20. Dezember 2003 um 18:09
    • #27
    Zitat von "Clyde"

    Wie und womit kann man denn den Phasengang beinflussen?
    gibt es da auch grundschaltungen zu, wo man halt die Werte der Bauteile anpassen kann?

    Was bedeutet "Load matching" genau und worauf kommt es da an?

    ... auch passive Filter beeinflussen sowohl die Amplitude als auch Phasengang - mit bestimmten Netzwerken kann man auch nur an der Phase herumschieben, um Laufzeitunterschiede zwischen den Chassis zu kompensieren. Der "Regelbereich" ist dabei naturgemäß kleiner als bei aktiven Lösungen - aber wenn man sich bei der Chassisauswahl und -plazierung Mühe gibt, geht es schon auch passiv.

    "Load-matching" bedeutet, daß man den Impedanzverlauf etwas "gradliniger" macht, damit auch "preiswerte" Verstärker keine Probleme machen. Dies betrifft sowohl Unterimpedanzen (z.B. durch Weichenresonanzen, wenn LC-Kreise zu wenig bedämpft werden ...) als auch Impedanzspitzen.

    Viele Grüsse sendet

  • audio-zenit
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    • 20. Dezember 2003 um 18:58
    • #28

    Wenn Du Deine Chassis montiert hast ( wie auch immer als Direktstrahler oder Horn ), hast Du die Ebene der akustischen Zentren und somit die Phasenlage quasi festgelegt.
    Ob das Filter passt, musst Du einfach ausrobieren. Im Idealfall sollten sich die Pegel an der Schnittstelle addieren und bei Verpolen an dem Schnittpunkt ein Minimum aufweisen.
    Ansonsten die Flankensteilheit der Filter solange variieren, bis die o.a. Kriterien erfüllt sind. Beim Messen darauf achten, dass die Mikrofonhöhe genau zwischen den Chassiszentren liegt ( vertikale Anordnung der LS vorausgesetzt ).

    Gruss Jürgen

    Ab dem 10.4.2014 : Demoraum in 65549 Limburg, Di-Fr 14:00-18:00 06431-90 90 80 8

  • Clyde
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    • 20. Dezember 2003 um 19:13
    • #29

    Danke für Erläuterungen.

    Das mit dem Mikro zwischen den Zentren auf Höhe hatte ich von Dir abgeguckt, Jürgen.
    Das mit dem messen ist so ne Sache, da ich damit noch nicht richtig zurecht komme.
    Welcher Abstand ist denn zwischen Mic und Box zu empfehlen?
    Auch wegen Raumreflektionen...

    Bei Dir mit dem Wobbel fand ich das recht übersichtlich, aber da Hobbybox das mit dem MLS macht zweifel ich immer an dem Ergebnis zumal es ziemlich viele einstellmöglichkeiten gibt.

    Das Filter wird erstmal Standard mit 18dB sein und 1,9kHz...und dann mal sehen, was und wie es wird...muß bis dahin nur noch dem Messen auf die Spur kommen...

  • audio-zenit
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    • 20. Dezember 2003 um 20:32
    • #30

    Ich messe zunächst mal alle Komponenten im Nahfeld durch.
    Da muss ich mir wenig Gedanken über die Raumakustik machen und kann den sinnvollen Einsatzbereich und somit die Trennfrequenz festlegen.
    Welche Horn-/ Treiberkombi wird's denn nun ? Mit einem CD-Horn ( und nur dann ) liegst Du mit Deiner Standardformel 1,5-2,2µF für das 1. C nicht schlecht. Da die CD-Hörner nach oben hin breiter abstrahlen als lineare Expohörner, hat das natürlich einen nach oben fallenden Pegel zur Folge ( gleiche Schallenergie über grösseren Winkel = weniger Pegel ).
    Dem kann man mit einem rel. kleinen C entgegenwirken, um den fallenden Verlauf zu kompensieren und das CD-Horn geradezuziehen.

    Gruss Jürgen

    Ab dem 10.4.2014 : Demoraum in 65549 Limburg, Di-Fr 14:00-18:00 06431-90 90 80 8

  • Clyde
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    • 20. Dezember 2003 um 22:07
    • #31

    Hi,

    also es wird 2544 mit H942(ME45) allein sschon der Maße wegen.

    Habe mich denn so eben mal an die TSP und Impedanzmessung gewagt um dem 12" seine Werte zu entlocken...Naja, der nächste Elektronikshop ist mir...Hatte keine wirkliche Zusatzmasse und auch einen zu geringen Widerstand(4,6 statt den empfohlenen 10 Ohm) hatte gerade so einen rumfliegen. 2 messungen und 2 verschieden TSP´s wobei der Imp.-Verlauf mehr oder minder identisch war...

    Die HT Kombe setze ich einfach mal mit 1,9kHz nach Standardweiche 18dB fest und werde sehen müssen was sich tut. Leider Blicke ich bei der Phasendarstellung der Hobbybox noch nix, egal ob +/- 180° oder 360°

    Bei den Fgang messungen war ich Anfangs bei 30cm und dann 1m und variiere immer mal um zu sehen was passiert...
    Ähnlich den Messungen von dir kommts schon aber nicht so ruhig, selbst bei 1/3Okt. glättung ist´s noch etwas holperiger als bei Dir, Jürgen.

    Die TSP werden doch freiluft gemessen, oder?
    Habe bis jetzt noch keinen hinweis in meinem Buch gefunden(bin aber eigentlich auch noch nicht soweit mit dem Lesen)

  • audio-zenit
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    • 20. Dezember 2003 um 22:42
    • #32
    Zitat von "Clyde"


    Die TSP werden doch freiluft gemessen, oder?
    Habe bis jetzt noch keinen hinweis in meinem Buch gefunden(bin aber eigentlich auch noch nicht soweit mit dem Lesen)

    Mit der Zusatzmasse ja, es gibt aber noch eine Bestimmungsmethode mit einem geschlossenen Gehäuse.
    Ich weiss nicht, ob Dein Programm das vorsieht.

    Ab dem 10.4.2014 : Demoraum in 65549 Limburg, Di-Fr 14:00-18:00 06431-90 90 80 8

  • Clyde
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    • 21. Dezember 2003 um 00:44
    • #33

    Tja, also soweit ich jetzt gelesen habe in der Hilfedatei, wird nicht näher darauf eingegangen.
    Es gibt die erste Messung für TSP/Impedanz ohne Zusatzmasse woraus auch die Phase abgeleitet wird und bei der zweiten Messung werden weitere TSP paramter ermittelt.
    Den Re soll man mit nem Multimeter messen, da es genauer ist...

    Aber ich habe vom empfohlenen Vorwiderstand (10-20Ohm) nur einen 4,6 gehabt und als Zusatzmasse habe ich einen großen Bit(14g) genommen und mit Klebeband(1g) festgeklebt...nicht wirklich zu empfehlen, hatte nur keine Knete zur hand...

    Was gibt´s denn noch für eine bestimmte Messung? Im geschlossenen Gehäuse? wenn ja, wie groß?


    p.s. Jürgen: meine Vertriebsabsicht besteht wirklich nicht nur Eigenbedarf!

  • tthorsten
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    • 21. Dezember 2003 um 12:28
    • #34

    widerstand min 20 ohm nehmen eher höher


    zusatz masse kinder knete min 80gr.
    musss fetst sitzen

    du machst ja ne vergelcihs messung also muss der unterschied grsoss sein damit die mittelung stimmt.


    dann der lautsprecher muss frei sein also polkern bohrung offen

    ergo schallwand machen und auf böcke auflegen.


    abstand mit 80-1,2m und so im raum dass reflektionen asymetrisch
    sind.


    ansonsten das lautsprcher messtechnik buch von dappolito kaufen.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • Clyde
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    • 21. Dezember 2003 um 14:17
    • #35

    Hi,
    das sind ja schonmal richtwerte...
    wie groß muß die Schallwand denn sein?

    Das Buch vom Dápplito habe ich, es ist nur recht trocken und sehr Wissenschaftlich finde ich...deswegen bin ich auch noch nicht weit damit...

    Hobbybox empfiehlt 10-20 Ohm und ca. 15g. Masse, ist das zu wenig?

    Das mit der Pohlkernbohrung ist gut,...ich hatte den auf dem Tisch liegen...hehe...kein Wunder...
    Und das unter ner Deckenschräge...

    Wie laut muß man denn machen für eine Normgerechte messung?

  • Clyde
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    • 21. Dezember 2003 um 20:15
    • #36

    Hallo,

    meine ersten TSP Messungen habe ich gemacht von 2 verschiedenen 12".
    Was ist von denen zu erwarten?

    ftp://paforum@ftp.noetec.at/images/clyde/Mess12nr1.jpeg

    und

    ftp://paforum@ftp.noetec.at/images/clyde/Mess12nr2.jpeg

    Wie ist das mit der Phase zu deuten und das der eine 12" kaum Zmax hat?


    p.s. leider etwas groß, aber ich musste es drucken und dann scannen...

  • Thomas
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    • 21. Dezember 2003 um 20:31
    • #37

    auf jedenfall der untere

  • tthorsten
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    • 21. Dezember 2003 um 20:56
    • #38

    du solltest nen mittleren pegel wählen

    amp nich im grünen bereich und der LS sollte nicht um gnade winseln.


    werte evlt etwas über trieben aber so in die riechtung sollte das gehen.

    hobby box wendet sich an home hifi user als 15g sind da viel

    bei nemm 15er PA chassi eher nicht so viel hier eher 30 g messen

    nimmhalt nen paar verschiedene werte dann haste nen gefühl dafür.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
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  • Clyde
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    • 21. Dezember 2003 um 22:03
    • #39

    Das mit dem Pegel traue ich dem Soundkarteneingang nicht zu... will ja nix kaputt machen...

    Als masse habe ich 42g. genommen, leider kann ich nicht auf 0,xg. abwiegen, aber das wird doch nicht sooo schlimm sein, oder?

  • Clyde
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    • 22. Dezember 2003 um 20:40
    • #40

    EDIT: siehe Neues Topic

    http://www.paforum.de/paforum/viewtopic.php?t=16827

    2 Mal editiert, zuletzt von Clyde (22. Dezember 2003 um 22:09)

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    Soundchecker
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