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Compressor/Limiter für kleine PA?

  • FreakyFish2000
  • 16. Juni 2004 um 15:37
  • FreakyFish2000
    Beiträge
    2
    • 16. Juni 2004 um 15:37
    • #1

    Hallo zusammen!

    Habe mir die letzten Tage schon die Finger wund gesucht, aber keine befriedigende Antwort auf meine Frage gefunden:

    Suche einen günstigen Compressor/Limiter für eine kleine PA (bis 100 Leute, nur DJ/CD-Mucke). Macht das überhaupt Sinn? Dachte daran, die Lautheit zu erhöhen, Lautstärke-Schwankungen zwischen bspw. einem 80er und einem Techno-Titel zu vermeiden und die Boxen zu schonen?

    Weil mein Geldbeutel nicht soviel her gibt, dachte ich erstmal an die oft verschrieenen Behringer Geräte. Nur weiß ich nicht, ob ein Ultramizer oder ein Ultra-Dyne besser ist?

    Macht eigentlich ein Stereo-Prozessor (wie zum Beispiel der Edison) Sinn? (Laut Hersteller ja, aber was meinen die Profis?)

    Lacht bitte nicht, bin wirklich ein Anfänger und für jede Hilfe dankbar!

    Freaky Fish

  • 3510maniac
    Beiträge
    322
    • 16. Juni 2004 um 16:02
    • #2

    hallo
    erstmal gleicht ein limiter nicht den pegel der tracks an sondern senkt die spitzenpegel, z.b. bassschlag oder ins mikro schreien ab! dann würd ich mal nach behringer mdx gucken

  • Jörg
    Beiträge
    305
    • 16. Juni 2004 um 16:15
    • #3

    Lautstärkeanpassungen würde ich nicht mit einem Compressor vornehmen. Das klingt nicht so dolle. Ich hab mal einen Behringer Compressor ins TV-Tonsignal eingeschleift, weil es mich nervte, das die Werbung lauter als der Spielfilm ist. Das hat ganz gut Abhilfe geschafft, aber die Werbung klingt dann nicht mehr so toll (war mit natürlich in dem Fall egal).

    Behringer-Kompressoren sollte man, wenn überhaupt, nur für einzelne Instrumente und nicht für ein Summensignal verwenden.

    Die erzielbare Lautstärkeerhöhung ist bei modernem Liedgut von CD nur gering, da bei diesen Titeln schon maximal komprimiert wurde. Also Verstärkerleistung sparen kann man nur bedingt bis gar nicht.

    Ich hab mir genau zu dem Zweck auch mal einen MDX-4400 gekauft. Hab ihn dann aber schnell wieder verkauft. Entweder er komprimiert fast gar nicht oder aber die Komprimierung ist stark hörbar (Pumpeffekt, die Bässe drücken den Pegel der Stimme runter). Ich glaube, der Ultra-Dyne ist ein Multiband-Compressor. Ist für Summenkomprimierung schon besser geeignet. Ich würde allerdings nicht dauerhaft Konservenmusik komprimieren, Ausnahme: Bei lauten Umgebungsgeräuschen kann man so leise Passagen über den Lärmpegel heben.

    Die Lautstärkeanpassung immer durch Vorhören am Pult realisieren. PFL-Levelmeter oder Levelmeter für jeden einzelnen Kanal helfen zusätzlich, Pegelsprünge zu vermeiden.

    Jörg.

  • gacond
    Beiträge
    325
    • 16. Juni 2004 um 16:17
    • #4

    Hallo!

    Ich glaube nicht, dass du ein eierlegendes Wollmilchsaugerät finden wirst, dass alle deine Erwartungen in einem Kistchen erfüllt. Aber erstmal der Reihe nach:

    Angleichung der Lautstärke von verschiedenen Liedern: Das ist eigentlich Sache des Gain Reglers am Mischpult. Mit dem werden die verschiedenen Lieder so eingepegelt, dass du ein brauchbares Signal hast (und das bitte im grünen, und nicht im roten Bereich der Ledkette am Mischpult).

    Überlasten der PA: Hier macht ein Limiter sinn. Es gibt immerwieder DJ's die das mit den Grünen Lampen am Mischpult nicht ganz ernst meinen und denken es müsse immer noch lauter werden. Dies kannst du mit einem Limiter zwischen dem Mischpult und der Endstufe ziemlich gut in den Griff bekommen. Das kann auch locker der billige Behringer AutoCom sein.

    Über diese komischen Soundverbesserungsprozessoren (oder wie auch immer) kann ich nur wenig sagen. Das einzige solche Ding das ich je in Action erlebt habe war ein Exciter (kein Behringer Gerät) in der Summe. Ich sehe sowas aber eher als letzter Schliff oder minime aufbereitung des Klangs. Viel wichtiger ist eine sauber klingende und richtig eingemessene / eingehörte PA.

    Wenn du was am Klang der PA verbessern willstwirst mit einem gut eingestellten 2x31 Band Equalizer wahrscheinlich am ehesten ans Ziel kommen.

  • SLP-Soest
    Beiträge
    12
    • 16. Juni 2004 um 19:30
    • #5

    Hallo,
    wenn du die Bässe anheben willst und den Klang verbessern willst, kann ich dir zum Behringer Ultrafex Pro EX3200 raten, er ist wirklich nicht schlecht für das Geld.
    Er besitzt einen Bassprozessor, Soundprozessor für den Raumklang und eine Rauschunterdrückung.
    Habe Ihn mir auch vor ein paar Jahren zugelegt und funktioniert wirklich gut.

    MFG

    SLP-Soest

  • gimson
    Beiträge
    15
    • 23. Juni 2004 um 15:01
    • #6

    Hi,
    Hier mal eine kleine Gerätekunde ..... :wink:

    Compressor :
    Die Behringer Teile sind für kleine Ansprüche brauchbar aber halt nicht richtig toll. Da gibts deutlich besseres....
    Bei Konserve normalerweise nicht nötig, da die , wie schon gesagt, in der Regel eh schon bis zum Anschlag komprimiert ist (gängig ca. 3dB Pegelschwankungen in einem Titel.

    Limiter :
    Bei PA schon sinnvoll, allerdings eher als Lautsprechschutz, denn als Lautstärkeausgleich zwischen Konserven-Titeln. Gute Endstufen haben sowas oftmals schon eingebaut.
    Wenn gar nichts anderes da ist, verwende ich auch schon mal einen Behringer oder Alesis Compressor als Limiter bei Konservenbeschallung....

    Multibandkompressor:
    Wird eigentlich eher in der Produktion zum Mastern eingesetzt, um den Dynamikumfang des Materials in verschiedenen Frequenzbändern zu regeln und das Material auf maximale "Lautheit" zu bringen. Dabei wird ein maximaler Pegel festgelegt, und das Material "von unten" an diesen Pegel herankomprimiert. Je stärker der Dynamikumfang des Materials komprimiert wird, desto höher liegt dann logischerweise der durchschnittliche Pegel. Folge Es wird lauter und rummst mehr.
    Die angesprochenen Geräte wie Ultramizer und Ultradyne können in der mehr als nur die Multibandkompression, sondern haben, je nach Gerät u.U. auch Exiter-, Stereobreite- , Denoiser- (rauschunterdrückung) Funktionen.
    All diese Funktionalitäten brauchst Du für Konserven-Beschallung nicht wirklich unbedingt, zumal die Einstellung der Geräte je nach Eingangsmaterial mehr oder minder ustark unterschiedlich sein kann/muss um ein optimales Ergebnis zu erzielen (optimale Einstellungen pro Titel u.U. anders). Außerdem ist das Material ja, wie oben schon erwähnt schon gemastert, also mit genau dieser Art Gerät bearbeitet...
    Mein absoluter Favorit ist hier der TC Finaliser (der kanns im Gegensatz zum Behringer Ultramiser auch in Echtzeit)

    Psychoakkustikprozessor
    wie z.B Exiter, Enhancer, etc.
    fügen dem Signal Obertöne zu, das Material klingt seidiger, transparenter, silbriger. Manche haben auch eine Bassfunktion, die Subbässe erzeugt.
    Nach meiner Erfahrung ist Behringer hier eher nicht so toll. Die Dinger klingen in den Höhen sehr leicht irgendwie steril und zischelig, die Subbässe sind mir zu schwammig. Hier ist z.B. der SPL Vitaliser deutlich besser (und auch etwas teuerer)

    Das Problem mit den Pegelschwankungen zwischen einzelnen Titeln bekommt man wohl noch am ehesten mit dem Kanalfader am Pult in den Griff :lol:
    Kompressor war kein ganz schlechte Idee, allerdings wird die Einstellung etwas kniffelig um nicht den einen oder anderen Titel totkomprimieren will.

    So, jetzt hab ich erst mal keine Lust mehr...

    Viele Grüße

    gimson

  • Peerless
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    4.334
    • 24. Juni 2004 um 10:54
    • #7

    mit nem aphex dominator II sollte das alles problemlos gehen ohne klangverluste...

    http://www.ae-rental.de

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