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Speakon: 2/4/8-polig, seriell/parallel ?

  • Feldprediger
  • 27. Juni 2004 um 12:40
  • Feldprediger
    Beiträge
    280
    • 27. Juni 2004 um 12:40
    • #1

    Hallo,
    wofür werden die 2-, 4- und 8-poligen Speakonstecker eigentlich genutzt? Der Ausgang an einer Endstufe müsste doch 2-polig sein, richtig? werden die 4- und 8-poligen Kabel nur benutzt um mehrere Kanäle in einem Kabel unterzubringen, oder haben die noch einen anderen nutzen? Wieso findet man bei Thomann keine 2-poligen Speakonkabel?
    Gibt es Adapter mit 4 2-poligen Eingängen und einem 8-poligen Ausgang? Oder muss man sich das selber löten?

    Und dann hab ich noch ne kleine Frage: Sind die Ausgänge an Lautsprechern, die das Signal durchschleifen, seriell oder parallel geschaltet, oder macht das jeder Hersteller unterschiedlich?

    mfg,
    Stephan

    liebe Grüße,
    Stephan

  • wora
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    • 27. Juni 2004 um 13:09
    • #2

    erstmal zu deiner letzten frage:
    die speakons an lautsprechern sind in der regel parallel geschaltet. das hat den sinn, das man einfach mehrere boxen hintereinanderhängen kann bzw. über das zweite polpaar (standard-speakon ist ja 4-polig) z.b. einen aktiv getrennten und mit eigenem amp ausgerüsteten subwoofer abgreifen kann. somit legt man nur ein 4-poliges kabel vom amprack zum 2-weg speakersystem.

    die höhere polzahl des 8-pol speakons erklärt sich auch aus dieser überlegung.
    wenn du ein 4-weg aktivsystem hast, musst du vom amprack zu den speakern ebenfalls nur ein einziges kabel führen, erst dort wird dann aufgesplittet. dies ermöglicht eine kürzere aufbauzeit.
    das aufsplitten könnte auch in der box passieren, hier ein kleines beispiel ( 8-pol speakon):
    1 +/- = Sub
    2 +/- = LowMid
    3 +/- = HiMid
    4 +/- = Hi
    im idealfall hätte jede box einfach den gleichen stecker eingebaut, dann werden in der box die jeweils benötigten signale abgegriffen und der rest einfach durchgeschleift. somit hat man für alle anwendungen die gleichen kabel, nur die längen differieren.

    das system ist aber nicht vorgeschrieben, man kann das für die eigenen anwendungen nutzen wie man will. wichtig ist nur, das man sich eine logik einfallen lässt, die unzulässige betriebssituationen vermeiden kann.
    aber deshalb sind wir ja fachleute...

    ach ja:

    Zitat von "Feldprediger"

    ...
    Gibt es Adapter mit 4 2-poligen Eingängen und einem 8-poligen Ausgang? Oder muss man sich das selber löten?
    ...


    ich weiss jetzt nicht, ob es das irgendwo zu kaufen gibt. ich mach mir sowas immer selbst.
    aber löten sollte man auf keinen fall!
    die anschlüsse im speakon werden verschraubt...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Throsten
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    • 27. Juni 2004 um 13:22
    • #3

    2 polige Speakonstecker sind kastrierte 4 polige. Sie sind wohl billiger herzustellen, da 2 Pole fehlen. Ansonsten sind sie baugleich. 8 Polige sind größer.

    Die Anschlüsse im Speakonstecker sind immer Paarweise mit Nummer und +/- zusammengefasst. Also Paar 1+/- und 2+/-. Beim 8 poligem entsprechend bis 4.

    Stell dir ein Topteil vor. Da ist das Hochtonhorn und der Bass/Mitten Treiber drin. Bei Lautsprechern mit integrierter Weiche übernimmt diese die Trennung in die verschiedenen Frequenzbereiche. Es gibt aber auch Lautsprecher, die diese (passive) Weiche nicht haben. Hier wird dann aktiv und vor der Endstufe getrennt. Man hat dann eine Endstufe für den Hochtöner und einen für Bass/Mitten. Und damit man dann nicht 2 Kabel zu einer Box legen muss, nimmt man einfach ein 4 poliges.

    Anderes Beispiel. Ein passiv getrenntes Topteil soll mit einem Subwoofer unterstützt werden. Professionelle Subwoofer mit Speakoneingang sind auf dem Aderpaar 2+/- angeschlossen. Tops eigentlich immer auf 1+/-. Man kann nun von der Endstufe mit einem 4 poligem Kabel zum Bass gehen und vom Bass aus die kurze Strecke in das Top. -> Kabelweg gespart.

    Meist gehört zu solchen Systemen ein fertig verkabeltes Amprack mit nem Controller und 2 Endstufen. Hinten ist an einem Patchfeld ein entsprechender Speakonanschluss, der 4 polig angeschlossen ist. So ist halt viel schneller verkabelt.

    Bei größeren Systemen mit mehr als 2 Wegen nimmt man dann halt die 8 Pol Speakon.

    Fragen beantwortet.

  • Feldprediger
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    280
    • 27. Juni 2004 um 13:49
    • #4

    ah so ist das - danke :wink:
    und wie ist der Speakonausgang an z.B. einem T.amp belegt? kommt das Signal dann nur auf 1+/- ? Dann wäre doch ein Schalter praktisch, der Kanal A auf 1+/- und Kanal B auf 2+/- zusammen an Ausgang A anlegt.
    Aber sowas gibt es nicht, oder?
    Wenn ich mehrere Signale auf ein Speakonkabel bekommen will, muss ich immer selber ein Patchfeld bauen, oder eben ein Y-Kabel basteln, dass Eingang A 1+/- auf Ausgang 1+/- und Eingang B 1+/- auf Ausgang 2+/- legt?
    mfg,
    Stephan

    liebe Grüße,
    Stephan

  • Throsten
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    832
    • 27. Juni 2004 um 14:31
    • #5

    An meinen Qsc EX habe ich so einen Ausgang. Je nach Schalterzustand wird da bridged oder 4polig ausgegeben. Andere Amps haben das sicher auch. Beim T-Amp wurde vermutlich gespart. Aber mit nem Adapter kommste ja auch zum Ziel.

  • wora
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    • 27. Juni 2004 um 15:23
    • #6

    ich arbeite grundsätzlich mit adaptern oder vorgefertigten steckfeldern.
    da an fast allen amps 1+/- mit dem jeweiligen signal belegt ist, brauche ich mir dann um die interne verdrahtung im amp keine gedanken machen und bin sehr flexibel.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • HippeliPA
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    615
    • 27. Juni 2004 um 17:09
    • #7

    Im Pro-Bereich benutzt man sog. Patchbays. Das sind Rackplatten mit allen nötigen Anschlüssen für Ein und Ausgänge. Die Baut sich aber jeder etwas anders. Je nach System werden da dann 4/8 Pol Speakon oder andere Verbaut. Die 2-Pol Dinger sind (sorry) ein Fluch. Geld sparen egal was es kostet.

    Von der Anschlussplatte mit Strom/Ansteuersignal/Ausgangslast geht es dann an die Geräte im Rack.
    Weichen und Amps..

    Das ist viel schneller anzuschließen, ausserdem betriebssicherer.
    Wenn die eine Buchse in der Patchbay verreckt, kannst du immer noch direkt auf die Geräte gehen. Ist allerdings ein Anschluss direkt am Gerät durch Verschleiß am Arsch ist Polen offen...

    no virtual - no line - no EQs

  • Feldprediger
    Beiträge
    280
    • 29. Juni 2004 um 01:45
    • #8

    ja, das macht Sinn. Werde mir auch ein Patchfeld basteln. Ist ja doch relativ günstig möglich.
    mfg,
    Stephan

    liebe Grüße,
    Stephan

  • Feldprediger
    Beiträge
    280
    • 1. Juli 2004 um 22:21
    • #9

    Hi,
    sind Lautsprecherkabel mit 2,5mm² Querschnitt zum Betrieb an einem T.Amp 2400 ausreichend, oder sollte ich 4mm² kaufen?
    Hat jemand einen Tip für mich, wo man relativ günstig Lautsprecherkabel kaufen kann?
    mfg,
    Stephan

    liebe Grüße,
    Stephan

  • Feldprediger
    Beiträge
    280
    • 1. Juli 2004 um 22:58
    • #10

    2,5mm² sollte wohl aussreichen, oder? 4mm² findet man ja auch viel seltener. Dafür lieber 4-polig.
    mfg,
    Stephan

    liebe Grüße,
    Stephan

  • mckrise
    Beiträge
    945
    • 1. Juli 2004 um 23:53
    • #11

    Wow, ein Dreifachpost hintereinander, Respekt...

    4-polige Lautsprecherkabel gibt´s bei http://www.lsv-achenbach.de oder bestimmt auch bei THomann.

    Für die Dimensionierung Deiner Kabel ist nicht nur wichtig wieviel Strom drüber "fließen" soll, sondern auch wie lang die Kabel werden sollen.

    Über 20 m würde ich schon zu 4mm² greifen, damit der Leitungsverlust möglichst klein bleibt und der Dämpfungsfaktor nicht zu schnell sinkt.

    Abraten möchte ich von Billigkabeln, mit Pseudo-Speakon-Steckern (also keine Originalen)... die sind nahezu butterweich und lassen sich gerne mal verkehrt herum reinstecken, etc... also nicht so der Knaller, gerade wenn man die 4-polig belegt hat,und das Basssignal an einem kleinen Top landet... :)

    Viele Grüße
    MCKRISE

  • Feldprediger
    Beiträge
    280
    • 2. Juli 2004 um 00:09
    • #12

    ne, ich hatte da an 2x 5m zu den Subs, und nochma jeweils 2,5m vom Sub zum Top gedacht.
    mfg,
    Stephan

    liebe Grüße,
    Stephan

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