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Der schlechte Ruf des Forums und wo der herkommt.

  • KlangTerrorist
  • 25. Juli 2004 um 23:13
  • tbf.
    Gast
    • 29. Juli 2004 um 19:17
    • #81

    DAs forum hat nicht so den unbedingt schlechten Ruf - manche Benutzer haben einen schlechten Ruf - ich evtl. auch es gbit gewisse Nutzer wos halt "krieselt"

    zum Thema Klangterror
    ich muss ja zugeben dass ich auch via pn email etc äusserst hilfsbereit bin so ist z.b. die Klangterror PA I nach wachenlangem vorkauen noch so kleiner Sachverhalte entstanden da ich mittlerweile "Lustlos" bin wenn das know how unter einer best. Schmerzgrenze leigtda noch helfend zur seite zu stehen - v.a. wenn andere Forennutzer nichts davon haben sollen wie z.b. beim Terror Line array evtl. auch "arrgoante" antwortweise.

    Nur weil Klangterror druch Sepndensammelaktionen "hilfe für Tamaris PA" (nachzulesen hier: http://usb.unitedsb.de/viewtopic.php?t=36835 ) jetzt wieder etwas flüssig ist muss natürlich inklusive noch zusatz Spenden vom PA Forum ein Linearray her ...

    nichts dagegen evtl. mache ich sowas auch mal ala LB Projekt aber wenn jemand dazu aufruft der nicht im entferntesten Know how mitbringt (= nicht wiess was ein linearray ist), die "alte" PA Farblich gehäusebautechnisch total verschandelt usw. uisf ... nööööööööö - v.a. in hinblick derzu erwartenden "Sicherheit" wenn das ganze dann geflogen wird ich möchte dann nämlich nciht auf dieser VA sein

    weisst man dezent darauf hin ist man gleihc störenfried und ganz ehrlich mir isttthrosten 1000x leiber hier als bestimmte neue "Teilnehmer" (oder eher Sapmer?)

  • DJRider
    Gast
    • 29. Juli 2004 um 20:42
    • #82

    nehmt euch ein Beispiel an mir:
    Ich bin auch rausgeflogen (was auch richtig so war)!
    Ich räume meine Fehler ein!!!!!!
    Seitdem lerne ich ich auch OHNE hier was zu posten! Ich lese mir so ziemlich jeden Threat durch, und mach mir dann meine eigene Meinung.
    Auch wenn ich nichts dagegen hätte, wenn ich hier mal wieder reinkommen würde :mrgreen:

  • DJ-JAJA
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    • 30. Juli 2004 um 00:20
    • #83
    Zitat

    In vergangener Zeit konnte sich die Schule auf ihre Kernkompetenzen (nämlich das Vermitteln von Lerninhalten) konzentrieren, heute müssen die Bildungsinstitute auch noch einen Großteil der Erziehung der Heranwachsenden bewerkstelligen. Aus der einen Überforderung (seitens der Eltern) ergibt sich die andere (auf Schulseite). Ein Teufelskreis....

    Und dann war da noch die Halbwertzeit des Wissens!!

    Mal ehrlich, die meisten Lehr (jetzt Leer)-Körper sind geistig völlig obsolet! (lat.:"obsoletus"="abgenutzt") Mein Neffe, kann nicht mal das kleine EinMalEins..."Wieso, da ham wa nen Taschenrechner für!"

    Ich schreibe gerade an einer Abhandlung, die sich in erster Linie mit Bürokratie, durch Sprachlügen gestütztes Spießertum und der Rolle der 68er dabei beschäftigt. (Ist ne Hobbyarbeit mit einem befreundeten Trainer.) Würd mich ja wirklich mal interessieren, wer von den Mitglidern hier im Forum, die Fahnen schon mit den Sprüchen hochgehalten hat, wie: "Wer zweimal mit derselben pennt, gehoert schon zum Establishment". Ich wette meinen Knackarsch drauf, dass genau die hier am lautesten schreien, weil sich welche nicht an die Regeln halten. Na? Knisterts im Hinterkopf?
    Was soll denn das ständige Aufgeilen wegen der Orthographie? Wir sind hier doch nicht im Forum "Deutsche Sprache". Lasst das doch bei Seite. Ist ja fast als ob man jemandem seinen Dialekt aberziehen wollte! Ich sehe das nicht ganz so tragisch, solange der Text noch erträglich verständlich ist. Tthorsten ist da wohl immer ein Extrem gewesen. Aber macht ihn das zu einem schlechten Boxenbauer?
    Im Übrigen halte ich gerade die schlechte Schulbildung für ein Produkt derjenigen, die sich in den 68er stark gemacht haben. Wer ist denn von denen alles Lehrer und/oder Sozialpädagoge geworden? Wie heißt doch so schön "Lehrers Kinder, Pfarrers Vieh/ gedeihen selten oder nie"
    Aber ich gleite weg....

    Was ich hier im Forum erlebe und lese, deckt sich zu 100% mit dem was in Deutschland wirklich bremsend los ist. Es regiert die Mittelmäßigkeit. (Ich verweise auf: Straßenbahnen von Siemens, Mautsysteme renomierter deutscher Unternehmen, Cargolifter, Transrapid...)
    Und weil die "neue Mitte" schön aus allen Angriffsgebieten draußen bleibt, wird keine Extremposition bezogen. Und so tritt man stolz auf der Stelle und wundert sich, dass nichts Neues kommt...nein FALSCH...man freut sich, denn was Neues würde ja Veränderung und damit verbunden Anpassungsarbeit bedeuten....nein das wollen wir nicht!. Und wenn dann mal einer etwas Provokant nen Ballon steigen lässt,...ja dann...dann werden die ganzen Penner auf einmal wach! Dan wird mit allen Mitteln verteidigt was man glaubt besser zu wissen als all die "kleinen Kinder" da.
    Immer wieder wird das Alter als Argument angeführt. Seltsam, meine Knochen sagen mir ich sei schon älter:roll: . Oder man wid als Depp beschimpft, weil ja alle DJs deppen sind. Ich hätte mich vielleicht besser Dr. JAJA nennen sollen oder Don-JaJa ...klingt älter und wichtiger:D

    Ich hab´s hier selbst am eigenen Leib erlebt und mich anfänglich ordentlich geärgert. Inzwischen ist´s mir einfach zu dumm. (Man kanns nachlesen, als ich die These aufstellte, dass sich selbstbau nicht lohne, war der Teufel los. Statt sachlichen Argumenten, kamen im Grunde zu 90% Angriffe gegen meine Person.)

    Also bleibt doch einfach mal bei den Argumenten und werdet nicht in jedem Thread, der nicht Eurer Meinung entspricht, persönlich!

    Frauen denken analog; Männer digital!
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    6 Mal editiert, zuletzt von DJ-JAJA (30. Juli 2004 um 00:43)

  • DJ-JAJA
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    • 30. Juli 2004 um 00:25
    • #84
    Zitat

    der schlechte Ruf wird auch von "kleinere Techniker" wie "ich"verbreitet!!!


    @Rider
    Unnötig! Einen Ruf kann man nicht verbeiten!
    Aber Egal, ich glaube nicht, dass Du da wirklich Ernst genommen wirst. Schließlich gibt es bei der Menge an Mitgliedern hier mehr Kompetenz, als Du erahnen und beurteilen kannst. Die Lästei fällt da eher auf Dich selbst zurück.

    "Der Spielplatz ist ja voll scheiße, die wollen mich da alle nicht mitspielen lassen!...MENO!" ...hey aus dem Alter biste doch raus oder? :wink:

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  • Tobias Zw.
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    • 30. Juli 2004 um 08:14
    • #85

    Lieber DJ Jaja,

    gottseidank kann ich nicht mal im Ansatz gemeint sein, da mich von den 68ern mehrere Lebensjahrzehnte trennen... Außerdem war ich schon immer so ein konservativer, humorloser Knochen und nie Revoluzzer. Meinst Du, ich habe etwas verpasst? :wink:

    Mir ging es in meiner Ausführung um zwei Dinge:

    1.) Das Forum bzw. die Forumsgemeinschaft ist ein sozialer Verband, der - um das Miteinander zu ermöglichen bzw. zu erleichtern - sich selbst gewissen Spielregeln unterwirft. Wer diese nicht nur ignoriert, sondern auch noch als unnütz, doof oder was auch immer hinstellt, zeigt damit, daß er nicht willens ist, sich in dieser Gemeinschaft bewegen zu wollen. Derjenige sieht sich außerhalb oder über der Gruppe, will aber die Vorteile dieses "Wissens- und Meinungspools" für sich in Anspruch nehmen.
    Dabei geile ich mich keineswegs an kleinen orthographischen Mängeln anderer auf - ich insistiere nur auf Einhaltung gewisser grundlegender Regeln, seien sie nun sprachlicher Art oder auch was Form und Höflichkeit betrifft. "Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - es ist nicht viel darin, aber es mindert die Stöße des Lebens."

    2.) Natürlich verallgemeinerte ich. Es gibt auch nette, sachliche Beiträge von jungen Schreibern aus der DJ-Ecke. Der Anteil ist halt da kleiner als bei anderen - es überwiegt das "Alter, sag mir sofort, wie ich die ultrakrasse Anlage mit fettem Bass für 400 Euro bekomme!"-Klientel. Keine Sorge, ich schere nicht alle DJs über einen Kamm. Ich kannte mal einen, der einen Bruder hatte, der mit einem DJ befreundet war, der nett und sinnig gewesen sein soll :wink: .

    In diesem Sinne...

    Mit freundlichen Grüßen Tobias Zw.
    - far from being perfect -

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • DJ-JAJA
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    • 30. Juli 2004 um 11:28
    • #86
    Zitat

    Außerdem war ich schon immer so ein konservativer, humorloser Knochen und nie Revoluzzer. Meinst Du, ich habe etwas verpasst?


    Die meisten 68er die ich beleuchtet habe, zeichnen sich seltsamerweise gerade durch diese Eigenschaften aus. Ich denke nicht, dass Du was verpasst hast. Das Hochhalten der alten Ideale wurde von ihnen damals selbst angeprangert. Und heute tun sie es selbst genauso, weil auch sie, wie auch die Generationen davor, nicht von den Fleischtöpfen wegwollen.

    zu1
    Sehe ich im Grunde ähnlich. Das ist in meinen Augen ein typisches Konsumverhalten.
    Ich sehe das auch bei meinem Neffen oder im sonstigen Umfeld. Die Gründe kann man tatsächlich in verfehlter Erziehungspolitik sehen.

    Ich überspitze das jetzt absichtlich mal ein wenig:
    Wenn sich heute ein Politiker hinstellt und sagt, "Wir haben zu wenig Krippenplätze!!! Und wir haben auch zu wenig Hortplätze!!! Da machen wir was..." Dann jubeln ihm alle zu.
    Aber ist es denn so, dass man darüber jubeln kann? Wie schauts denn aus? Macht es denn wirklich Sinn, dass man (Frau) arbeiten geht und die Erziehung gegen Geld Anderen überläßt?
    Schau Dich um. Klappt das? Ich habe da immer das Bild der Kindergärtnerin im Kopf, die 10 Kinder zu betreuen hat, welche sich schlecht beaufsichtigt irgendwie beschäftigen. Und sie hockt mit den anderen Kindergärtnerinnen (Heißt ja jetzt als neue Sprachlüge: Erzieherin) zusammen bei Kaffe und Kuchen. Die Erziehung besteht in gelegentlichem rüberblöcken:“Jonas! Zieh der Leoni nicht an den Zöpfen!“ oder „Ronja! Zieh dem Felix nicht am....!“

    Ganz viele Horttanten fallen mir da ein. Und was mich bedenklich stimmt, ist das die Kinder vor allem von fremden Frauen erzogen werden und nicht mir im Familienverbund. Warum ich das bedenklich finde? Weil Frauen nicht verstehen, dass Buben nicht so gestrickt sind, dass sie eine Entwicklung vollziehen, welche nach dem Willen der Frauen geht. Mann soll am Besten: Versorger, Superpapa, Frauenversteher und wasweißich sein. Aber um Gottes willen nicht die Rechte einer Frau beschneiden...so wird erzogen, wie man sich als Bub verhält, dass z.B. Mädchen nicht weinen. Statt zu lehren, dass das Leben "Kampf" bedeutet und Mädchen vielleicht gerade das Weinen als Druckinstrument beigebracht bekommen haben. Und wie wird erzogen...ratet mal...nach Lehrbüchern, deren Autoren sich die Birne in den 68er blödgevögelt haben. Die in diesen Lehrbuüchern steckenden Ideale halte ich für bedenklich!

    Originalzitat Kindergärtnerin
    "Jonas, es ist völlig egal, wer beim Rennen Erster wird!!!"
    Ist es das? NEIN!!! Es ist sehr wohl wichtig wer erster wird! Der Erste ist der Gewinner. Gewinner erhalten ruhm und ehre und Kohle. Kohle erhöht die atraktivität. Was soll dann also der Scheiß zu behaupten es sei nicht wichtig? Frag mal den Jungen der immer zuletzt in die Manschaft gewählt wurde, ob es ihm nicht wichtig gewesen wäre auch mal der gewinner zu sein und vielleicht sogar die Manschaft wählen zu dürfen, weil alle zu ihm wollten, damit man mit ihm gewinnt!?

    Genau diese Erziehung führt zu dem was hier im Forum von der so erzogenen Altersklasse gemacht wird. Antriebslosigkeit!, kein Kämpfergeist. Am besten warten, dass einem die gebratenen Tauben in den Mund fliegen.
    Ich geb Dir da völlig Recht! Jedoch sehe ich die Ursache bei meiner und der Generation davor und nicht darin, dass die Jüngeren von Grunde auf doof sind, wie hier gerne behauptet wird.

    Zu 2
    Danke...

    :wink:

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  • Mister.Lange
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    • 30. Juli 2004 um 12:48
    • #87

    Also wirklich! Lange nicht so einen gequirlten Mist gelesen!!! :!::!::!:

  • Sven M
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    • 30. Juli 2004 um 12:57
    • #88

    Hey Jaja, hast du selbst Kinder?
    Ist dir schonmal in den Sinn gekommen das ein Kindergarten, wie auch die Schule dazu dient soziale Kontakte zu knüpfen?
    Natürlich mit der entsprechenden Erziehung durch die Eltern nach dem Kindergarten.
    Hast du vielleicht schonmal daran gedacht das auch eine Frau die sozialen Kontakte mit Arbeitskollegen/Koleginnen braucht?

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • DJ-JAJA
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    • 30. Juli 2004 um 14:02
    • #89

    Ja, ich bin Papa und ja soziales Erlernen das ist wichtig. Aber das geht auch im Sportferein oder sonstwo. Schulen haben in erster Linie einen Bildungsauftrag. Den sie nicht mehr leisten, weil sich aus psydosozialen Überlegungen alle an den Schlechtesten orientieren. Frag mal nen Grundschullehrer wie´s ist. Der iist schon froh, wenn er alle bis zur vierten dazu bringen kann einigermaßen deutsch zu sprechen.
    Die Vorarbeit wird aber bereits in den Kindergärten NICHT geleistet.
    Kindergärtenstrukturen in Deutschland sind, anderst als in anderen Teilen Europas, nicht wirklich zielgerichtet. Die rein "Einlagerung" der kleinen führt doch nicht dazu, dass es besser wird.

    Zitat


    Hast du vielleicht schonmal daran gedacht das auch eine Frau die sozialen Kontakte mit Arbeitskollegen/Koleginnen braucht?

    Das ist in meinen Augen aber kein Argument, Fremde seine Kinder erziehen zu lassen.

    Zitat

    Also wirklich! Lange nicht so einen gequirlten Mist gelesen!!!


    :mrgreen: Ach was? Tellerandprobleme?
    Literaturempfehlungen:
    Winkelmann, W., Holländer, A., Schmerkotte, H., & Schmalohr, E. (1977). Kognitive Entwicklung und Förderung von Kindergarten- und Vorklassenkindern.
    Dollase, R. (2000). Kinder zwischen Familie und Peers. Ergebnisse soziometrischer
    Zeitwandelstudien in Kindergärten, Grund- und Hauptschulen zwischen 1972 und 1976.
    England, P. (ed.), Theory on Gender / Feminism on Theory, New York: de Gruyter 1993

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    Einmal editiert, zuletzt von DJ-JAJA (30. Juli 2004 um 14:22)

  • Sven M
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    • 30. Juli 2004 um 14:18
    • #90

    Ich habe eine kleine Tochter, die kurz vor dem Kindergartenalter ist, und werde sie auch dahinschicken. Ich selbst war auch im Kindergarten und finde nicht das es mir geschadet hat, ganz im Gegenteil (soweit das möglich ist) habe ich nur gute Erinnerungen daran.
    Ich komme auch einer Familie wo beide Eltern (Gymnasial-)Lehrer sind. Ok, das Problem von den Grundschulen kenne ich auch, ich habe einige Bekannte die Lehrer/innen sind. Die erzählen auch schonmal was. Ich denke aber nicht das die Kinder heutzutage zuwenig durch die Eltern erzogen werden, sondern einfach falsch. Es wird alles erlaubt, das eigene Kind ständig in Schutz genommen. Und das ist vielmehr das Problem.
    Im Kindergartenalter schon mit Lernen anzufangen halte ich für falsch. Da sind es wirklich noch Kinder die auf ihre Art die Welt entdecken wollen.
    Und nur im Sportverein soziale Kontakte zu knüpfen halte ich auch etwas zu wenig für mein Kind. Was ist wenn es keinen Spaß am Sport hat? Keine anderen Kinder mehr treffen?
    Wo ich absolut einer Meinung bin, ist das die soziale Kompetenz vieler Kinder sehr schlecht ist. Ob die besser wird wenn das Kind den ganzen Tag mit der Mutter spielt und zusammen ist und ob das auch gut für die Mutter ist wage ich hingegen zu bezweifeln.


    Zitat

    Das ist in meinen Augen aber kein Argument, Fremde seine Kinder erziehen zu lassen.


    Ganz schön egoistisch.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • DJ-JAJA
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    • 30. Juli 2004 um 14:35
    • #91

    Ich glaub soweit sind wir gar nicht voneinander weg.

    Es gibt bei uns in Freiburg vielleicht 2 gute Kindergärten, wo die Kinder spielerisch lernen. Und auch gefördert werden. Dieser Ansatz ist aber noch relativ jung. Und der Rest? Auch wir schauen uns grade nach Kindergärten um. Die kann man ja zum Glück noch frei wählen. Aber bei der Schule?
    Für mich und meine Frau ist klar, dass wir umziehen werden, weil ich mien Kind nicht auf die zugewiesen Grundschule haben will. Das mag ja wasweißich Ausländerfeindlich oder wie auch immer klingen. Aber bei dem Ausländeranteil und dem Niveau der Grundschule sehe ich bereits dass die weichen in Richtung Transferempfänger nachhaltig gestellt werden.

    Ich sehe es als meine Elternaufgabe an, die beste Umgebung für mein Kind zu wollen. Auch in bildungstechnischer Hinsicht

    Diejenigen, die aber so wie ich es sehe, hier im Forum für Aufregung durch die mangelnde soziale Kompetenz sorgen, hatten diese Möglichkeit noch nicht. Weil man sich drauf verlassen hat, dass der Staat schon die richtigen Mechanismen parat hat.
    Darum geht es mir.

    Wie Du sagst: Defizite daheim. GENAU! Aber das wird ja auch nicht besser, wenn es dazu noch Defizite in der Vorschule und Schule gibt.

    Ich bin genau so schlecht in deutscher Rechtschreibung, weil es meine Eltern nicht gejuckt hat und die Pädagogen im Grunde auch nicht.
    Und die kommen alle aus der 68 Bewegung raus. Seltsam oder?


    Zitat

    Ganz schön egoistisch.


    Anderstrum wird ein Schuh draus!
    Ich halte es für Egoistisch, seine Kinder nicht selbst zu erziehen, um sich dann evtl. mehr Konsum leisten zu können.
    Übrigens Frag mal Deine Frau, ob sie glaubt, dass sie nicht lieber beim Kind wär :wink:

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  • Mister.Lange
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    • 30. Juli 2004 um 14:41
    • #92

    DJ-JAJA

    Es klingt als wärst Du unzufrieden mit der Betreungssituation deines/-er Kindes/-er. Nur halte ich den laaaaaaaaangen Bogen von dieser Situation hin zum Forum für ziemlich überspannt.

    In erster Linie sind die Eltern für die Erziehung ja wohl selbst verantwortlich. Und wenn Du bemerkst in, dass in Einrichtungen die von Deinem Kind besucht werden was falsch läuft, dann liegt es auch an Dir da etwas zu ändern. Mit Sicherheit gibt es z.B. Schulen, die ihren Bildungsauftrag auf einen Art und Weise verwirklichen, welche auch Deinen Vorstellungen entspricht. Da ist dann natürlich schnell die Frage erreicht ob das für Dich einen erhöhten org. Aufwand rechfertigt, da diese Schule vielleicht nicht um die Ecke liegt.
    Dazu fällt mir noch ein, dass es Untersuchungen gab, bei denen klar wurde, dass es begabten Kindern, denen das Lernen leicht fällt, auch gut tut mit schwächeren zusammen zu lernen. Sie erwerben eine sehr gute soziale Kompetenz und indem sie anderen helfen lernen sie besonders gut der Lehrstoff. Sicher erwerben sie im Umgang mit "Schwächeren" Verhaltensformen, die hier so manchem gut zu Gesicht stehen würden.
    Und zum Thema Betreuung, frag doch Dein Kind ob es den ganzen Tag lieber mit DIR zu hause sein möchte, statt mit den Freunden zu spielen. Und der "DJ-JAJA" käme vielleicht auch nciht mehr zu Zuge, denn die Frau muss ja arbeiten gehen und die Familie ernähren. :wink: Und einer muss ja zu Hause fürs Kind da sein. :wink:
    Also um mal zurück zu finden. Verantwortlich für die Erziehung sind die Eltern - da akzeptiere ich keine Ausreden! Auf das Forum übertragen: Es gab früher schlecht erzogene Jugendliche und wird sie in Zukunft geben. Man kann sicher nicht einer ganzen Generation Antriebslosigkeit und mangelnde Zielstrebigkeit vorwerfen. Auch Menschen bei denen das so scheint werden irgendein Interessengebiet haben.

    In dem Fall des Selbstbau - LA scheinen die Beteiligten ja eher ganz guten Elan zu haben. Bei der Welle an Empörung die hier losgetreten wurde. Da fehlt mir bei einigen Usern wirklich etwas Entspannung. Schließlich ist es doch schön, dass sich jemand mit der Materie auseinander setzt. Sicher, ich bin da auch ziemlich pessimistisch, aber lasst sie doch machen. Sie werden ihre Erfahrungen machen und das ist gut so und wichtig. Egal wie es ausgeht, sie werden was dabei lernen. Und wer weis, vielleicht kommt ja etwas dabei heraus - lerning by doing.

    Und da sehe ich dann eine Schwachstelle in Deinen Erziehungsvorstellungen und der "Außenwirkung" des Forum.

    Man muss nicht immer gewinnen!

    Es gewinnt hier niemand einen Preis, wenn er jemand zuerst runtergemacht hat oder ihn als erster von einem Projekt abgebracht hat.

  • Sven M
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    • 30. Juli 2004 um 14:41
    • #93

    ..das wird zwar so langsam 100% OT, aber meine Frau will wieder mit Kollegen arbeiten weil ihr die Decke auf den Kopf fällt. Aber nicht jede Frau ist ja gleich. Ich schiebe es bei der Schule immernoch auf die Förderung daheim. Naja, zumindest stark. Sich dafür zu interessieren was das Kind gemacht hat, bei Hausaufgaben helfen ohne alles vorzusagen..

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  • Mister.Lange
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    • 30. Juli 2004 um 14:45
    • #94

    Da hab ich aber lange gebraucht. :cry:

    Aber es gibt auch Schulalternativen.

  • DJ-JAJA
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    • 30. Juli 2004 um 15:01
    • #95

    Du hast recht Stark OT.

    Nur eines noch:

    Zitat

    Da ist dann natürlich schnell die Frage erreicht ob das für Dich einen erhöhten org. Aufwand rechfertigt, da diese Schule vielleicht nicht um die Ecke liegt.

    Das kann sich der "Normalbürger" aber nicht leisten. Drum soll der "Normalbürger" dazu verdammt sein unter Durchschnitt zu bleiben? Damit habe ich ein ideologisches Problem.

    Zitat

    Man kann sicher nicht einer ganzen Generation Antriebslosigkeit und mangelnde Zielstrebigkeit vorwerfen. Auch Menschen bei denen das so scheint werden irgendein Interessengebiet haben.

    Ja das schließt sich nicht aus...ich habe auch Hoffnung! Aber wenn ich so sehe, was da wieder an der Schulbusshaltestelle stand, mach ich mir schon meine Sorgen...vielleicht ja zu unrecht.

    Übrigens arbeite ich nicht an allen Tagen in der Woche, weil mir mein Kind wichtig ist.

    Zitat

    Es gewinnt hier niemand einen Preis, wenn er jemand zuerst runtergemacht hat oder ihn als erster von einem Projekt abgebracht hat.


    Dem stimme ich uneingeschrenkt zu! Und trotzdem wird´s gemacht...schade eigentlich!

    Ich finde das Forum ist mehr als die Summe der einzelnen Teile!

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  • Campfire
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    • 30. Juli 2004 um 17:17
    • #96

    @ 00Schneider (2 Seiten vorher): Ich kann hier nicht unbedingt meine Meinung wirklich fundiert darlegen, aber ein paar Stichpunkte die mich zu dieser Ansicht gebracht haben:
    Schreiben/Rechnen wird für die Mehrheit der Modernen Menscheit immer weniger wichtig (Sprachgesteuerter PC)
    Halbwertzszeit von erworbenem Wissen ist sehr gering, Möglichkeiten zum Wissenserwerb muss gelehrt werden, nicht Wissen.
    80/20 Gesellschaft (immer mehr Arbeit wird von Maschinen übernommen, 20% Arbeiten, Rest muss mit " Brot und Spielen" bei Laune gehalten werden, denke nicht dass es ganz so extrem kommt, viele Arbeiten beispielsweise im Sozialen Sektor lassen sich nicht an Maschinen delegieren)
    Es mag sein dass man die Entwicklung von Sozialverhalten eigentlich als Aufgabe der Eltern ansieht, aber Fakt ist einfach, dass die Eltern das nicht leisten. Daraus resultierende Probleme (Kriminalität etc) sind Teurer als gleich am Anfang gegenzusteuern.
    Ich sage nicht dass die Schule keine Grundfertigkeiten mehr vermitteln soll, aber damit kann erst begonnen werden wenn bestimmte soziale Fähigkeiten vorhanden sind.
    Die "Intelligenten" Kinder lernen trotzdem genug, und die "dummen" kommen besser in der Gesellschaft zurecht wenn sie ein intaktes Sozialverhalten aber dafür weniger Schulwissen haben als andersherum.
    So, jetzt mach ich erstmal Schluss, ist ja eigentlich ein PA-Forum auch wenn ich die ganze Diskussion mit meiner Nebenbemerkung dass ich Lehrer werde ins Rollen gebracht habe.......

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • Anonymous
    Gast
    • 30. Juli 2004 um 22:44
    • #97
    Zitat

    Schreiben/Rechnen wird für die Mehrheit der Modernen Menscheit immer weniger wichtig (Sprachgesteuerter PC)

    ....stimmt, für die unteren 9/10 wird das immer unwichtiger. Diese auf den Level des oberen Zehntels zu heben ist aber (IMHO) erstrebenswert.


    Zitat

    Halbwertzszeit von erworbenem Wissen ist sehr gering, Möglichkeiten zum Wissenserwerb muss gelehrt werden, nicht Wissen.

    ..... die mit Abstand häufigste Ausrede für fehlende Bildung. Professionelle Wissenserwerber gibt es leider schon zu viele, ich brauche Mitarbeiter, denen ich eine Aufgabe nebst der Verantwortung übertrage, "GO" sage und dann läuft der Laden, alles andere ist kalter Kaffee. Wenn´s um troubleshooting geht, dann braucht es geistig rege, mit breitem Wissen ausgestattete, in allen Kulturkreisen einsetzbare, selbstbewußte, kantige und selbstmotivierende Mitarbeiter, nicht die heute oft anzutreffenden ölig-glatten Nullblicker. Die sollen zum örTV oder ins Europa-Parlament gehen, da stören sie weniger.

    Zitat

    80/20 Gesellschaft (immer mehr Arbeit wird von Maschinen übernommen, 20% Arbeiten, Rest muss mit " Brot und Spielen" bei Laune gehalten werden

    .....mach Dir mal lieber darüber Gedanken wielange sich die 20% noch bei Laune und davon abhalten lassen den 80% den Hahn zuzudrehen und dem Gedanken "keine Macht den Faulen" Geltung zu verschaffen.

    --> übertrieben ? Sicher, aber jeder sollte wissen: überfordere ich ein System, riskiere ich einen Überschwinger.


    Gruß SRAM

  • Crossfader
    Beiträge
    680
    • 31. Juli 2004 um 13:01
    • #98

    tthorsten passt vielleicht jetzt grad nicht mehr so exakt in den Zusammenhang aber:
    Der Verleiher von der MB VA wohnt ca. 2 km weiter im Nebenort und ich hab ihn abends extra noch drauf angesprochen was da stand und das der Mischer seinen Sound toll findet is doch eh klar. Aber lassen wir das oder komm beim nächsten mal einfach zu einem KOnzert dieser Band, Calw is ja nur 20 min wech wobei ich eigentlich gesagt hab dass ich zu so einer schlechten Band nicht mehr aufs Konzert gehe.

  • Campfire
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    • 31. Juli 2004 um 13:38
    • #99

    SRAM: Der arbeitende Teil der Bevölkerung wird der Nichtarbeitenden nicht so einfach den Hahn zudrehen können wenn es erstmal genug Nichtarbeitende sind, ohne selbst in Gefahr zu geraten (Unruhen, Kriminalität, Anarchie).

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • starstage
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    • 3. August 2004 um 17:50
    • #100

    @ Campfire

    Das Argument mit Schule, die nicht länger die Kulturtechniken, sondern verstärkt soziale Fähigkeiten vermittelt, ist hinfällig. Es passt auch überhaupt nicht in die Diskussion und wurde nur vorgebracht, um vom eigentlichen Dilemma ablenken zu können. Schreiben, Rechnen und Lesen sind Fähigkeiten, die der mündige Bürger (auch der angehende) beherrschen sollte, um mündig zu sein. Davon abgesehen sind diese Fähigkeiten mithin die höchsten kulturellen Errungenschaften, die die Menschheit im Laufe der Evolution hervorgebracht hat. Ein Lehrer, der nicht richtig schreiben, rechnen und lesen kann, wird von niemandem als intellektuelle Autorität ernstgenommen werden - weder von seinen Kollegen und Vorgesetzten, noch von Eltern, und schon gar nicht von Schülern. Du wirst Dich nicht darauf verlassen können, als Lehrer mit der Dir gegebenen Amtsautorität überleben zu können. Deine Klientel, unabhängig ob Primar- oder Sekundarschüler, lernt Dich recht bald kennen. Und die Schüler merken schnell, ob sie jemanden vor sich haben, den sie ernst nehmen können, an dem sie sich orientieren können, der Vorbild, Ideal, Idol ist. Dafür wird es nicht ausreichen, wenn Du antrittst mit dem Motto "Aber ich liebe doch Kinder".

    Du schreibst etwas von den Grundfertigkeiten und den sozialen Fähigkeiten als Voraussetzung dafür. Da stimme ich Dir zu, ein Lernen etwa in einem ersten Schuljahr wird erst dann Erfolg haben, wenn ein entsprechendes Sozialverhalten gelernt wurde - dass man sich nicht unterbricht, dass man nicht in die Klasse hineinruft, dass man anderen Kindern zuhört etc. Das macht einen wesentlichen Teil der Arbeit im Anfangsunterricht aus und zieht sich, wie Du selbst bemerkt hast, auch durch die anderen Jahrgangsstufen. Jede Klasse muss sich, wenn sie sich neu konstituiert, neu aufeinander einspielen; jede Klasse, die Du zum ersten Mal betrittst, muss Dich als Leitwolf anerkennen, und das dauert manchmal auch. Solche Probleme treten immer wieder in allen Klassen auf und gehören zum Alltagsgeschäft. Natürlich sollst Du als Lehrer erziehen, speziell im Primarbereich. Du bist aber darüberhinaus Wissensvermittler, oder heute neudeutsch "Wissensprovider" bzw. "Moderator in Lernprozessen". Leider wirst Du kein Wissen vermitteln können, was Du selbst nicht hast. Es reicht nicht aus, das zu wissen, was Du in der Schule vermitteln willst. Es reicht auch nicht aus, das Doppelte zu wissen - Du musst das Zehnfache von dem draufhaben, was Du verkaufen willst. Wenn Du das noch nicht gemerkt hast, wird die Einsicht noch kommen, das schwöre ich Dir. Und je später sie kommt, desto bitterer wird sie für Dich sein.

    Das mit den intelligenten Kindern vs. dumme Kinder in der Gesellschaft ist eine derart lächerlich plakative These, dass es erschreckt. Die Intelligenten dürfen also Inhalte und Fähigkeiten lernen, während die Dummen damit abgespeist werden, zu lernen, dass man nett zueinander sein soll? Nichts anderes schreibst Du, wenn Du "intaktes Sozialverhalten, aber dafür weniger Schulwissen" erwähnst. Das ist echt ein Hammer. Das führt dazu, dass die Heterogenität in der intellektuellen Ausbildung / Entwicklung zukünftig noch weiter zunehmen wird. Bedingt durch soziale Faktoren (Arbeitslosigkeit, Bildungsnotstand, zunehmender Migrantenanteil, Verslummung etc.) gibt es heute schon ein gigantisches Gefälle zwischen oben und unten, wenn die Kinder in die Schule kommen. Läuft es so, wie Du Dir das vorstellst, wird die Schere immer weiter auseinandergehen. Der Abstand zwischen den sog "Intelligenten" und den sog. "Dummen" vergrößert sich immer mehr. Das begünstigt den sozialen Abstieg der einen und den sozialen Aufstieg der anderen Gruppe. Das führt uns in die arbeitsteilige Gesellschaft mit Untermenschen, die aufgrund ihrer leider nicht vorhandenen Bildung die Drecksarbeit machen und sich versklaven lassen, und den Obermenschen, die sie dafür bezahlen, sie haben schließlich das Geld - denn Bildung ist Kapital.

    Man kann das auf unser Gewerbe beziehen, wenn man mal an die denkt, die bei uns die Drecksarbeit machen: die Hands und Roadies. Das sind oft Leute, die zwar dumm, aber lieb sind und ihren Job tun. Oft sind es prima Kumpels, die auch richtig gut arbeiten können, aber in der Birne haben sie nichts. Und wenn die aus Deiner Schule kommen, dann weiß man auch, woher das kommt: weil Du sie mit 'ner mangelhaften Rechtschreibung und ansatzweisen Beherrschung der Grundrechenarten entlassen hast, aber zumindest bewirken konntest, dass sie sich nicht die Fresse einschlagen. Solche Leute wird man aber nie eigenverantwortlich arbeiten lassen können. Man kann ihnen keine Verantwortung übertragen, weil sie 1. zu dumm sind, man ihnen 2. deshalb nicht traut und sie 3. auch völlig überfordert wären. Dann sitzen oben die Chefs mit Bildung und Kapital, die delegieren und kommandieren, und unten wuseln die Underdogs, das Pack, der Mob, das Gesocks. Glaub mir eines: das geht nicht lange gut. Das führt früher oder später zum Big Bang. Alle Menschen haben in unserer Gesellschaft das Recht auf Bildung.

    Zur allgemeinen Diskussion Rechtschreibung würde ich mich gern auch noch austoben, das mag ich aber mir und euch ersparen. Wer nicht fähig ist, sich klar zu machen, dass eine abnehmende Beherrschung von allgemeinverbindlichen Regeln in der (Schrift-) Sprache zum vollständigen Erlahmen von Kommunikation führt, der ist ein Idiot. So wie gesellschaftliches Zusammenleben von Menschen nur unter Beachtung von Regeln notwendig ist, so ist auch Kommunikation nur möglich, wenn Regeln beachtet werden. Je weiter diese aufgeweicht werden, desto schwieriger wird Kommunikation. Das erfahren Sechsjährige, die eine Nachricht an Mama schreiben und an den Kühlschrank pinnen, aber hinterher merken müssen, dass ihre Botschaft nicht angekommen ist, weil Mama sie nicht lesen / nicht deuten konnte. Dann wird Erstklässlern (!) klar, dass sie sich an die Regeln halten müssen, die mal vereinbart wurden; Regeln, die andere Menschen (wie Mama) bereits kennen und die sie selbst noch lernen müssen - sonst gibt es nämlich keine funktionierende Kommunikation. Rechtschreibung hat natürlich auch noch andere Funktionen außer derjenigen, die Kommunikation zu garantieren. Die sind für die Diskussion hier aber ohne Belang. Als Lehrer wirst Du früher oder später baden gehen, wenn Du Deine Ansichten nicht noch einmal überdenkst, das verspreche ich Dir. Du wirst es aber einsehen - oder eben mittelfristig entsprechende Erfahrungen machen.

    Philipp

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