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Welcher digitale Limiter vor den Endstufen sollte es sein ?

  • DJ-Grauhaar
  • 15. September 2004 um 00:03
  • DJ-Grauhaar
    Beiträge
    22
    • 15. September 2004 um 00:03
    • #1

    Habe das Forum nach ähnlichen Beiträgen durchgeschnüffelt aber leider nicht fündig geworden.

    Was ist also kaufenswert, um optimal die PA vor Überlastungen durch unkontrollierte Sabbel-Heinis und Möchtegern-DJ`s zu schützen?

    Also digital sollte es schon sein, um möglichst sicher zu gehen, das den Pappen und der Elektronik auf der Bühne nichts passiert. Gerade beim Verleih und unter seltener Beobachtung exzellente und todsichere (eventuell unmanipulierbare) Ergebnisse zu erzielen.

  • Fossi
    Beiträge
    2.034
    • 15. September 2004 um 15:29
    • #2

    Also von einem reinen Limiter als digitales Gerät hab ich noch nix gehört.

    Es gibt analoge Limiter, sowohl in der Form eines Compressor/Limiters, als auch als reine Limiter, meist verplombbar für Installation etc.

    Und dann gibts noch diverse digitale Geräte die auch die Funktion eines Limiters aufweisen.
    z.B. Equalizer etc. (bsp. Behringer Ultracurve)
    oder Digitalcontroller, die mehrere Funktionen übernehmen (Freq. Weiche, Delay, Eq, und eben auch Limiter)

    Nun stellt sich die Frage was Du brauchst,
    nur einen Limiter in der Summe (dann nimm ein analoges Gerät)
    oder
    einen Controller, der die Funktion der Freq.Weiche übernimmt, und auch den Vorteil bietet unabhängige Limiter für die einzelnen Wege zu haben.

    Die digitalen Geräte sind nicht zwingend besser oder sicherer als analoge, sie bieten lediglich mehr Funktionen in einer kompaten Einheit.
    Wenn es Dir nur um einen reinen Limiter geht würde ich ein analoges Gerät verwenden.

    Und noch eines, es gibt keinen 100%igen Schutz für Deine Anlage, durch Fehlbedienung sei es auf Seiten des DJs oder Mixers kann trotz Limiter etwas kaputt gehen.

    blubb.

  • DJ-Grauhaar
    Beiträge
    22
    • 16. September 2004 um 10:17
    • #3

    Nun ja, derzeit werkelt ein Behringer MDX2600 COMPOSER PRO-XL in der Leitung. Funktionobelt ja auch soweit recht brauchbar. Allerdings habe ich das Gefühl, im Bereich des Limitierens dann doch noch die gewisse 3dB "Headroom-Reserve" im Arbeitspunkt (Softknie oder wie das heisst) zu bemerken. Genau diese 3dB jedoch machen unter Vollaussteuerung der Anlage eben das aus, was zuviel ist. Auch ist es nur ein Peaklimiter, der eben praktisch leider nur anspricht, wenn über längere Zeit "Latte" gefahren wird. Kurze Spitzen, die zwar wegen des Headrooms stellenweise erwünscht sind, werden deshalb kaum limitiert. Doch gerade diese Spitzen sind gefährlich.
    Mir schwebt ein Limiter vor, der ähnlich der kleinen Fohhn XPERIENCE II POWER SYSTEM Anlage einen exzellent unübersteuerbaren Eingang mit einem selektivem 3-Band-Limiting aufweist.
    Mir wurde von etlichen Anlagenverleihern erzählt, es gäbe dort einen treffenden limiter aus der digitalen Familie, der gegenüber seinen analogen Kollegen mit wesentlichen Vorteilen aufwarten könne. Angeblich läge der hauptsächliche Vorteil darin, das seine Limitertätigkeit unbemerkt ohne pumpen, auslöschen, ohne den besagten Knick in der Arbeitspunktübernahme und selbst ohne Verzerrungen im absolut voll ausgesteuertem Bereich funktionobelt.

  • Fossi
    Beiträge
    2.034
    • 18. September 2004 um 01:05
    • #4

    Ein TC triple-C könnte sowas, aber den gibts glaub ich nicht mehr. ISt ein digitaler 3-Band Kompressor, aber als Limiter eigentlich zu schade.

    Du verwechselst da etwas, ein Peak-Limiter lässt Peaks nicht durch im Gegenteil zum RMS-Limiter, dieser lässt Peaks in Maßen zu und begrenzt nur auf einen "vorgeschrieben" Durchschnittswert.

    Ein paar Bekannte von mir verwenden die Peak-Limiter des Composers vor t.amp Endstufen auf techno/house VA und haben damit bisher gute Erfahrungen. Soweit ich weiß ist noch nix kaputt gegangen.

    Wo liegt das Problem der 3dB die Du ansprichst, wenn Du es nahezu 100%ig sicher haben willst musst Du eben auf diese 3dB eben verzichten und den Threshold des Limiters verringern.

    blubb.

  • DJ-Grauhaar
    Beiträge
    22
    • 18. September 2004 um 09:26
    • #5

    Jaja, . . . Fehler vom Amt! Natürlich ist es ein RMS Limiter! Hab`mich vertan, Tschuldigung! Trotzdem machen mich im Übernahmepunkt diese Shit 3 dB schwach. Wie gesagt, der Limiter der kleinen Fohhn XPERIENCE II + III POWER SYSTEM Anlage ist derzeit genau das, was ich haben möchte. Nix mit Übernajmeverzerrungen und all den bekannten Schwächen, wie sie nunmal der Behringer hat. Es ist mit seinem unübersteuerbaren Eingang und mit einem selektivem 3-Band-Limiting Beispielgebend. Selbst bei richtig eingestelltem Behringer ist das "Dach" der Limiterbegrenzung nicht linear. wer eine XPERIENCE mal versucht hat zu quälen, wird mich verstehen können. Vielleicht bin ich auch nur zu dusslig, das genauer zu beschreiben.
    :|

  • MIG
    Verifiziert
    Beiträge
    151
    • 18. September 2004 um 10:23
    • #6

    Wenn das System der Fohhn Xperience genau das ist, was du suchst, dann verwende doch einen der von Fohhn angebotenen externen Controller. (FC3-Pro und FC7-Pro)
    Diese sind natürlich speziell auf die Fohhn-Systeme abgestimmt, lassen sich aber auch problemlos für andere Lautsprecher verwenden. Die limitierten Controllerausgangswerte lassen sich in Stufen einstellen.
    Die Bedienungsanleitung mit den möglichen Einstellungen bekommst du auf
    http://www.fohhn.com/download/pdf/m…PRO_FC-7PRO.pdf

    Gruß,
    Michael

  • DJ-Grauhaar
    Beiträge
    22
    • 18. September 2004 um 10:58
    • #7

    Klasse Tipp! Wusste gar nicht, das Fohhn auch separate Controller baut, die nicht expliziet auf deren Produkte begrenzt einsetzbar sind. War immer der Meinung, die wären ausschließlich per Dippschalter auf der Rückseite auf die Boxen von Fohhn einstellbar. Mal sehen, werde mir mal die Daten durchlesen und Montag einen der vielen überaus zuvorkommenden Hotline Mitarbeitern greifen. Mal sehen, was geht.

    Danke!!!

  • MIG
    Verifiziert
    Beiträge
    151
    • 18. September 2004 um 13:00
    • #8

    Natürlich sind die Controller auf die Fohhn-Systeme abgestimmt.

    Aber die Begrenzung geschieht doch nur über die Spannung, sodass in einer bestimmten Schalter-Stellung bei dem Spannungswert limitiert wird, bei dem die angeschlossene (und eingemessene) Endstufe z.B. 300W an 8 Ohm leistet.
    Ob da jetzt ein Fohhn-Lautsprecher dran hängt oder ein anderer ist aber dem Controller egal.

    Es kann natürlich sein, dass die einstellbaren Stufen nicht optimal auf deine Lautsprecher passen, aber ein paar Watt hin oder her sollte da nicht das Problem sein.

    Gruß,
    Michael

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