zegi:
...und wenn die einzige Lösung nicht einzig genug ist???
Aber des ist scho im Norden vonne Republik des gleiche wie bei euch da unten...
Wenn geht höchstens: "allereinzigste". Und selbst das ist nicht mit dem Duden zu vereinbaren.
zegi:
...und wenn die einzige Lösung nicht einzig genug ist???
Aber des ist scho im Norden vonne Republik des gleiche wie bei euch da unten...
Wenn geht höchstens: "allereinzigste". Und selbst das ist nicht mit dem Duden zu vereinbaren.
Zum Thema Schreibkultur:
Ich bekomme schon langsam Ausschlag, wenn ich Beiträge lese, bei denen die Satzzeichen sehr exzessiv verwendet werden.
Etwa so: "Wie geht das den???????????!!!!!!!!!!!!!!!!!!!" oder "...das kann doch nicht sein!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!"
Da bekomme ich einfach tierisch Lust, den Schreiberling zu erwürgen!
Übrigens: Ich habe mich selber an der Nase genommen, und bemühe mich jetzt, auch die Gross/Kleinschreibung zu beachten... :wink:
Irgendwie erinnert mich diese Diskussion doch stark an
<Obacht> Alte Säcke im Usenet</Obacht>.
Klar, habe ich auch keine Lust, mir jeden Satz 10x durchlesen zu muessen um ihn zu verstehen, aber ich denke es ist diskriminierend, wenn man zB nur Postings von Usern liest, die sich gewaehlt ausdruecken koennen.
Was kann der Legastheniker dafuer, das er Probleme mit der Rechtschreibung/Zeichensetztung hat?
Was kann der "Auslaender" dazu, das er erst seit 3 Jahren in Deutschland ist, und leider noch nicht perfekt die deutsche Grammatik beherrscht?
Das die "heutige Jugend" anders schreibt als es vielleicht einige aeltere Semester es machen wuerden kann sein. Das es teilweise auch erschreckend ist, mag auch sein.
Aber bitte wer konnte frueher in der Art und Weise mit der es heute moeglich ist Menschen auf die Rechtschreib/Grammatikfinger schauen?
Dies ist doch erst durch Internet/Foren/Newsgroups/Chatrooms moeglich.
Meine Meinung: Seid nicht elitaer und oberlehrerhaft, sondern gebt allen eine Chance.
Desweiteren finde ich Seiten wie zB http://www.deppenapostroph.de/ voellig albern.
Just my 2 cent.
So, und jetzt zerreisst mich.
Hendrik
Es geht gar nicht mal um Unwissenheit. Ich mache auch Fehler. Meiner Meinung nacht geht's hier um "grobfahrlässige Missachtung" der normalen und korrekten Schreibweise.
Ich würde nicht so weit gehen, meinen Text in ein Word-Dokument zu kopieren, um Fehler zu finden. Aber wenn jemand das Gefühl hat, mit zehn Ausrufezeichen sei sein Thema wichtiger oder seine Frage gewinne an Bedeutung, wenn sieben Fragezeichen da stehen - dann finde ich das naiv, nervig und einfach völlig überflüssig.
Ausserdem finde ich, dass man sowas durchaus lernen kann. Es ist jedem geholfen, der auf seiner Homepage nachher die "!!!!!!!!!!!!!!!!!" und "????????????????????" löschen wird. Als Kunde wäre eine solche Schreibweise für mich Grund genug, einen anderen Anbieter zu suchen.
Ich sehe es ähnlich wie Zegi: Der Schreibstil und die Sorgfalt beim Schreiben ist genauso Visitenkarte und Bild der Persönlichkeit wie Kleidung, Sprache oder Frisur. Ich bilde mir aufgrund seines Schreibens ein Bild vom Gegenüber, und das ist manchmal nicht sehr schmeichelhaft. Übrigens: Ich bin durchaus manchmal in der Position, jemanden für einen Job zu buchen und mache das sehr vom ersten Eindruck, vom ersten Kontakt mit demjenigen abhängig. Wer sich am Telefon oder in einer e-mail nicht benehmen kann, kann's im Regelfall auch auf der Baustelle nicht.
MfG Tobias Zw.
Ich finde mit dem Begriff Legasthenie wird sehr inflationär umgegangen....
Grüße Leitwolfi
Zitat von "Tobias Zw."Ich sehe es ähnlich wie Zegi: Der Schreibstil und die Sorgfalt beim Schreiben ist genauso Visitenkarte und Bild der Persönlichkeit wie Kleidung, Sprache oder Frisur. Ich bilde mir aufgrund seines Schreibens ein Bild vom Gegenüber, und das ist manchmal nicht sehr schmeichelhaft. Übrigens: Ich bin durchaus manchmal in der Position, jemanden für einen Job zu buchen und mache das sehr vom ersten Eindruck, vom ersten Kontakt mit demjenigen abhängig. Wer sich am Telefon oder in einer e-mail nicht benehmen kann, kann's im Regelfall auch auf der Baustelle nicht.
MfG Tobias Zw.
Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen.
Leider ist Benehmen (ob in Wort, Schrift oder Auftreten) bei der jüngeren Generation häufig "etwas" aus der Mode gekommen. Mit ein Grund, weswegen ich - sollte ich Buchungsbedarf haben - ausschließlich auf "ältere" Semester zurückgreife.
Es gab schon früher ( und gibt immer noch) eine "Schule des guten Benimm"...und da sollte man schon mal etwas vom Grundkontext gehört haben.
Jeder, der sowas nicht kennt, wird bei vielen Erstkontakten anecken....spätesten aber dann, wenn er es mit anderen als den eigenen Zugehörigkeitsgruppen zu tun hat.
Im Grunde müssen solche Leute bei jedem Kundenkontakt einen Aufpasser dabei haben....Das Problem beginnt nämlich schon bei der Komunikation und setzt sich fort über Verhalten und Kleidung.
Sollte nur ne kurze Anmerkung sein.
örg
wesentlich schlimmer als leute die nicht schreiben wie sich's gehört, finde ich neuankömmlinge die sich hier benehmen wie die elefanten im porzellan und erfahrene leute wie zb Sound Klinik übelst anpöbeln... das scheint 'ne neue mode zu sein.
habe übrigends in meiner laufbahn einige hervorragene hands kennengelernt, die überhaupt nicht schreiben konnten
Zitat von "doublefishdesigns"habe übrigends in meiner laufbahn einige hervorragene hands kennengelernt, die überhaupt nicht schreiben konnten
Voll ACK! Die haben Dich aber wahrscheinlich auch nicht deswegen angemacht, und sie wußten sich auf der Baustelle zu benehmen, oder?
Uns geht's ja hier um den feinen Unterschied zwischen wirklich nicht richtig schreiben können und einfach nicht lesbar schreiben wollen - sei's aus Blödheit, Faulheit oder falsch verstandenem "Wir-gegen-das-System" pubertärem Pseudorebellentum.
MfG Tobias Zw.
Das sind wir ja wieder! Die unorthodoxe Schreibweise einiger Forumsmitglieder etabliert sich scheinbar zum Dauerthema. Meine Meinung dazu dürfte den meisten bekannt sein. Daher nur ein kleiner Denkanstoß von einem ehemaligen Student der Kommunikationswissenschaft:
Sprache ist ein flexibles Wesen. Veränderungen in einer Gesellschaft spiegeln sich zwangsläufig auch in deren Sprache wieder. Die jüngeren Forumsmitglieder schreiben in der Regel nicht schlechter, sondern einfach „anders“. Gerade was das Verfassen von Texten angeht, ist der Einfluss des Internets offensichtlich. Die Kommunikations-Geschwindigkeit wird zusehends größer, da erweisen sich die Gebrüder „Semantik & Syntax“ eher als rudimentäre Anachronismen. Groß- und Kleinschreibung, der gute alte Artikel, der gemeine Dativ… alles Auslaufmodelle einer obsoleten Sprachkultur. Wer meint, eine Sprachkultur darf sich nicht verändern, der sollte meiner bescheidenen Meinung nach konsequenter Weise auch keine zeitgenössische Musik konsumieren. „Geht mit dem „Flow“ – sonst fahrt Ihr keinen „Fame“ in Eurer „Homebase“ ein. Aber ein wenig „Oldschool“ ist ja auch ok ![]()
Viele Grüsse
WW
PS: Komprimieren statt Konjugieren!
leider geht beim komprimieren oft inhalt verloren.
die jugend wird ja sowieso nach plan verblödet.von den zahlreichen anglismen die verwendet werden,wo sie nun gar nicht hinpassen,bis zur werbung,wo eine mutter eine tüte aufreisst und die familie jubelt:"mutti hat gekocht"! ">machst du das nächste woche noch mal,so welche suppe?<
also,woher solls kommen?
Wenn ich sehe, daß manche ausländischen Freunde sich der deutschen Sprache wesentlich besser als Deutsche bedienen.....sind das dann Anachronisten oder Bewahrer einer untergehenden Kultur :roll:
Jörg
doublefishdesigns (ref "Hands, die nicht lesen und schreiben können"): Da stimme ich Dir zu, allerdings mit der Einschränkung, dass deren Hautaufgabe ja auch nicht in der Kommunikation per geschriebenem Wort besteht.
Wurst Werner (ref "geh mit den Veränderungen oder bleibe zurück"): Du hast im Prinzip ja Recht. Nur sehen halt manche Posts so aus, als wären Sie in ein schlechtes Spracherkennungsprogramm diktiert, und das macht sie für mich halt schwer zu lesen bis an die Grenze der Ungenießbarkeit (und oft darüber hinaus).
Ich denke in solche Fällen oft an ein Zitat aus dem bayerischen Volksstück vom "Brandner Kaspar": "Der Preuße spricht den gesamten Denkvorgang mit, der Bayer gibt 's Ergebnis nur bekannt!"[1] Manche Posts scheinen den gesamten Denkvorgang des Autoren mitzuprotokollieren, ohne Absatz, Punkt und Komma. Dabei wäre es doch das Einfachste der Welt, vor Drücken der Sendetaste nochmal zu überlegen, ob ein anderer, der der Kunst des "Zwischen-den-Zeilen-Gedankenlesens (Interlineare Telepathie)" nicht mächtig ist, überhaupt eine Chance hat, das zu verstehen, was man gerade geschrieben hat.
Dass man sich an einigermaßen vernünftige Regeln hält macht ja auch den Unterschied zwischen einer richtigen "zivilisierten" Talkshow und einer der unerträglichen Nachmittags-Talk-Soaps ala "Dein Hund hat mir den Freund ausgespannt, Du Schlampe!" aus.
--
Jeremy
[1] Auch wenn ich diese Aussage schon oft bestätigt gesehen habe, möchte ich damit keine Zwietracht zwischen Preußen und Bayern säen. Die Leute sind halt so, oder, wie es in einem anderen Stück heißt: "Der Mensch ist gut, nur die Leut' sind a G'sindel!"
Unabhängig vom Legastheniefaktor und einem klar gegliederten gedanklichen Aufbau sollte man sich auch über die Textstruktur Gedanken machen. Auch damit kann kann man sich Freunde machen.
Ein einfacher Text
- verwendet nur Wörter, die auch alle verstehen. Also keine Fremdwörter, Abkürzungen oder Fachbegriffe, mit denen nur ein Teil der LeserInnen etwas anfangen kann.
- ist übersichtlich gegliedert.
Das wird erreicht durch:
-kurze Sätze
-Absätze
-Aufzählungen
-sinnvolle Überschriften
- Schließlich sind auch Humor und andere anregende Inhalte gefragt, weil dadurch die Lesemotivation positiv beeinflusst wird.
Ein komplizierter Text
verkörpert natürlich akkurat das diametrale Image von einem frugalen Text, weil es da nur so wimmelt von Features wie Synonymen, Akronymen und erweiterten Nennformgruppen. Die Sätze sind nicht unbedingt die kürzesten und außerdem in sich unzureichend gegliedert und darüber hinaus werden sie nur schlecht oder sogar irreführend durch externe Gliederungshilfen in ihrer Übersichtlichkeit unterstützt.
Mit dem Humor ist das so eine Sache: Man will sich meist nur darum kümmern, wenn das Gehirn über ausreichend freie Kapazitäten verfügt. Ein komplizierter Gesetzestext ist daher nur selten lustig.
Zitat von "vsvo82"Ein komplizierter Text verkörpert natürlich akkurat das diametrale Image von einem frugalen Text, weil es da nur so wimmelt von Features wie Synonymen, Akronymen und erweiterten Nennformgruppen. Die Sätze sind nicht unbedingt die kürzesten und außerdem in sich unzureichend gegliedert und darüber hinaus werden sie nur schlecht oder sogar irreführend durch externe Gliederungshilfen in ihrer Übersichtlichkeit unterstützt.
Mit dem Humor ist das so eine Sache: Man will sich meist nur darum kümmern, wenn das Gehirn über ausreichend freie Kapazitäten verfügt. Ein komplizierter Gesetzestext ist daher nur selten lustig.
Asche auf mein Haupt! :cry:
MfG Tobias Zw.
Zitat von "vsvo82"... diametrale Image von einem frugalen Text, weil es da nur so wimmelt von Features wie Synonymen, Akronymen und erweiterten Nennformgruppen. Die Sätze sind nicht unbedingt die kürzesten und außerdem in sich unzureichend gegliedert und darüber hinaus werden sie nur schlecht oder sogar irreführend durch externe Gliederungshilfen in ihrer Übersichtlichkeit ....
... hattest Du "Deutsch-Leistungskurs" ? :wink:
Wenn ich das mit den Worthülsen von TBF (... fairerweise: auch einiger "anderer" Poster ...) vergleiche, ist das ja "State-of-Art" !
[Eindruck]
Total beeindruckter Gesichtsausdruck
[/Eindruck]
Zitat von "Sound-Klinik"... hattest Du "Deutsch-Leistungskurs" ? :wink:
Wenn ich das mit den Worthülsen von TBF (... fairerweise: auch einiger "anderer" Poster ...) vergleiche, ist das ja "State-of-Art" !
[Eindruck]
Total beeindruckter Gesichtsausdruck
[/Eindruck]
..Ich hatte Deutsch Leistungskurs :wink: ...was allerdings weder meine Intentionen noch meinen fachlichen Qualifikationen bezüglich dieses Forums tangiert.
Außerdem kennen wir uns ja von einigen Telefonaten...Du solltest mich ( hoffentlich ) eigentlich als eher unklomplizierten Kollegen kennengelernt haben.
Auch der obige "komplizierte" Text ist nach Identifikation der Fachtermini ( und Übersetzung in "normales" Deutsch) sowie der Umwandlung in einen normalen Satzbau ganz leicht verständlich :lol:
Eigentlich sehe ich meine Berufung hier im Forum eher in der Aufklärung, deswegen .....es sind meist nicht die zu Unrecht verdächtigten Forumsmitglieder, die hier spamähnlichen Kontent absondern, sondern .....heimliche PC- Mitbenutzer:
Und noch ein absolutes Insider Geheimnis habe ich für Euch in Erfahrung gebracht....Den Grund für TBFs Schreibstil. Der Mann selber ist sympatisch und fit...es liegt an der ausgereizten Technik. Seht selbst:
So, das war mein heutiger lustiger Beitrag fürs Forum....gute Nacht
Jörg
Zitat von "vsvo82"Außerdem kennen wir uns ja von einigen Telefonaten...Du solltest mich ( hoffentlich ) eigentlich als eher unklomplizierten Kollegen kennengelernt haben.
100 % richtig ! ![]()
... aber trotzdem hab ich Dich diesmal bei der "Rächtschreibunk" auch "erwischt" (fett hervorgehoben
) ... ![]()