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"Basshörner drücken erst hinten richtig"

  • berot
  • 17. Januar 2005 um 15:18
  • berot
    Beiträge
    422
    • 17. Januar 2005 um 15:18
    • #1

    Weit verbreitet ist ja die Meinung, daß Basshörner ihren "Druck" erst nach einigen Metern Entfernung aufbauen.

    Nun die Frage an die Kenner - warum ist das eigentlich so, nach welchem physikalischen Prinzip geschieht das?

    In der Tat ist es so, daß nach 5 oder 10 Metern mehr Baß zu hören (bzw. spüren) ist, als direkt vor der PA.
    Den gleichen Effekt habe ich aber auch bei BR - Subs.

    Also - ist das nun Dichtung oder Wahrheit, daß Hörner nur für draußen taugen sollen (Baßhörner, versteht sich).

    Alle sagten: Das geht nicht.
    Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's einfach gemacht.

    Einmal editiert, zuletzt von berot (20. Januar 2005 um 07:59)

  • tufkains
    Beiträge
    1.342
    • 19. Januar 2005 um 20:14
    • #2

    ---

    Einmal editiert, zuletzt von tufkains (2. Oktober 2008 um 00:26)

  • TobiV
    Beiträge
    1.426
    • 19. Januar 2005 um 22:07
    • #3

    bei einem "reinrassigen" stereo-setup kann das durchaus so sein, bei einem Monoblock währs allerdings verwunderlich.

    ...ein Beck's bitte...

  • chb
    Beiträge
    895
    • 20. Januar 2005 um 07:35
    • #4

    zum einen kommt es bei mehreren schallquellen (und auch reflexionen an raumbegrenzungsflächen sind ja nichts anderes als schallquellen) zu interferenzen mit den resultierenden anhebungen und absenkungen des pegels (wenn abstand und wellenlänge ein dazu geeignetes verhältnis aufweisen), und zum anderen wirst du in einem bereich, in dem der schalldruck eine extremstelle aufweist (z.b. an den raumbegrenzungsflächen) klarerweise einen anderen pegel empfinden als in den bereichen der schallschnellemaxima.

    grüße
    christoph

  • berot
    Beiträge
    422
    • 20. Januar 2005 um 07:56
    • #5
    Zitat von "TobiV"

    bei einem "reinrassigen" stereo-setup kann das durchaus so sein, bei einem Monoblock währs allerdings verwunderlich.

    Ja klar im Stereosetup.

    Die frage war vielleicht auch blöd formuliert :evil:

    Hier nomma neu:

    Ich denke, daß durch das bessere Richtverhalten von Hörnern gegenüber BR die Hörner weiter tragen. Im Freien ist das sehr gut festzustellen.
    In Räumen, auch kleinen Räumen fällt der Unterschied nicht so gravierend aus (logo - Raumlänge begrenzt).
    Trotzdem hält sich die landläufige Meinung wacker, Hörner könne man für drinnen nicht verwenden. Und das sehe ich eben nicht so.

    Alle sagten: Das geht nicht.
    Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's einfach gemacht.

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 20. Januar 2005 um 12:51
    • #6

    ... ich benutze Hörner (oder auch Basshybridhörner) gundsätzlich draussen UND drinnen ... von BR hab ich mich - wenn ich selbst mucke - gänzlich verabschiedet (... und mit BP will ich sowieso nichts zu tun haben ...).

    Das Richtverhalten hängt von der schallabstrahlenden Fläche ab ... eine BR hat im Bereich der Abstimmfrequenz eine sehr kleine Abstrahlfläche (Vent !), und sofern ein Bass-Horn "zu klein" ist, wird sich auch nicht das große Richtverhalten einstellen ... :?

  • TBF
    Beiträge
    1.785
    • 20. Januar 2005 um 17:24
    • #7

    wenn nciht gerade großstacks mit ausgesprochenem long throw verhalten aufgebaut werden (selbsat da ists nicht krass) dann liegt die ursache in 80% der fälle darin das man "vorne" die konzentrierten rel. energielosen massiven klirrpotionen der kolabierenden Membran ausm hornhört (für viele der sog. kick) also sprich vorne "hochbass überbetont" hinten haben sich die recht energielosen klirrpotionen abgebaut undman hört tief

    deshlab predige ich ja schon immerein guter lautsprecher fürbass hört sich erstmal "tief" an - im geschl. gehäuse bie 50 Hz darf dasding fast keine klirranteile absondern ansonsntenist der Speaker unbrauchbar (wobei er selbstverständlich auch 50 Hz absondern muss :))

    erst wenn der letzte Kunde den "ich war mal eine Dose" SMD Haufen im Biegeblechgehäuse zum Utopiepreis nicht mehr möchte, die Bank unter Zahlpause andere Vorstellungen hat, ja dann werdet ihr merken daß Amtlich eher Marktgerecht bedeutet :)

  • Holger
    Profi
    Beiträge
    589
    • 20. Januar 2005 um 22:14
    • #8

    Frage an die Spezialisten
    Wo ist bei einer Bassrelex Box der Punkt der Schallerzeugung und
    wo bei einem Horn?
    Holger

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 21. Januar 2005 um 08:09
    • #9
    Zitat von "Holger"

    Frage an die Spezialisten
    Wo ist bei einer Bassrelex Box der Punkt der Schallerzeugung und
    wo bei einem Horn?
    Holger

    ... kommt bei BR auf die Frequenz an ... :) ... ebenso bei Hybrid-Bässen mit direkt nach außen abstrahlenden Vents ...

  • berot
    Beiträge
    422
    • 21. Januar 2005 um 09:10
    • #10
    Zitat von "Sound-Klinik"

    Der Karneval-Tip: http://www.mobile-tonstudio.de/demos/gruen.mp3

    Off Topic: Davon abgesehen, daß der Titel flacher als ein Salzsee ist, würde ich dieses höhenlastige Machwerk nicht unbedingt als Studioreferenz anbieten.

    :roll:

    Alle sagten: Das geht nicht.
    Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's einfach gemacht.

  • Holger
    Profi
    Beiträge
    589
    • 21. Januar 2005 um 11:20
    • #11

    SK
    geht mir gar nicht auf den cm.
    Sagen wir mal BR, irgendwo knapp vor der Membran.
    Wo beim Horn, Schwingspule ? Membran? Hornhals?Hornverlauf?Hornmund?
    Gruß Holger

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 21. Januar 2005 um 11:34
    • #12
    Zitat von "berot"

    Off Topic: Davon abgesehen, daß der Titel flacher als ein Salzsee ist, würde ich dieses höhenlastige Machwerk nicht unbedingt als Studioreferenz anbieten.

    :roll:

    Off Topic:
    ... Pop-Titel sind m.E. sowieso überwiegend "flach" - der Titel ist ein Jux, der meine persönliche Einstellung zu "Wir singen-alle-mit"-Refrains karrikiert. Der Titel ist nur am Computer "zusammengehauen" ...

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 22. Januar 2005 um 21:53
    • #13

    Moin,

    Der Unterschied ist doch wohl die Druck/Schnelle Transformation die in einem Hornstack im Lautsprechergehäuse stattfindet. Bei einem Bassreflex LS geschieht das erst im Raum. Außerdem ist ein Mensch im Bassbereich ein komplexer Schallempfänger. Befindet man sich an einem Druckknoten schwingt die Luft in der Luftröhre und der Brustkorb wird zusammengedrückt. Befindet man sich an einem Schnelleknoten wackeln die Haare und Klamotten. Das kann niemand mit einem Meßmikrofon erfassen.

    Darum gibt es so viele "Bassreligionen".

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • berot
    Beiträge
    422
    • 23. Januar 2005 um 16:05
    • #14
    Zitat von "Sound-Klinik"


    ... Pop-Titel sind m.E. sowieso überwiegend "flach" - der Titel ist ein Jux, der meine persönliche Einstellung zu "Wir singen-alle-mit"-Refrains karrikiert. Der Titel ist nur am Computer "zusammengehauen" ...

    Assou - Absolute Rehabilitate :D:D:D


    Hörnli - genau so wirds wohl sein. Und so hatte ich es auch vermutet.
    Religion, gespickt mit dem, was die anderen auch immer sagen...

    Alle sagten: Das geht nicht.
    Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's einfach gemacht.

  • Holger
    Profi
    Beiträge
    589
    • 28. Januar 2005 um 13:07
    • #15

    Ja, was ist nun der Grund, das Hörner weiter gehen?

    Unsere Meßspezialisten haben doch sicher schon mal für ein Weichen
    Setup die Impulsantworten von verschiedenen Speakern gemessen.
    Gibt es da unterschiede zwischen einer BR und einer Horn Box?

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 28. Januar 2005 um 14:52
    • #16

    Holger

    ... hängt schlicht und einfach von der Größe und Form der Schallquelle ab.

    Wenn Du eine sehr kleine Schallquelle (das betrifft auch kleine Hörner) hast, bekommst Du auch "im näherer Umgebung" schon annähernd eine Punkschallquelle.

    Wenn Du ein größeres Array hinstellst, dann wirst Du im Nahfeld noch kein "-6 dB pro Abstandsverdopplung" haben, weil die Wellenfront - und sei es nur in einer Dimension - halbwegs eben ist.

    In einiger Entfernung geht aber (auch bei Line-Arrays) die Ausbreitung irgendwann immer in eine kugelförmige über ...

    Fazit:
    Es kommt auf die Größe/Form und auf die betrachteten Abstände an !

  • Holger
    Profi
    Beiträge
    589
    • 28. Januar 2005 um 15:31
    • #17

    Gut, du versuchst es über die Wellenfront, wäre eine Erklärung.

    Ich wollte eigentlich auf etwas anderes hinaus.
    Nimm folgenden Fall
    Du hast eine BR Box mit 100W/2m 120dB und ein Horn mit 1,6m Länge mit auch 100W/2m 120dB.
    Jetzt mißt du den Schalldruck in 16m Entfernung.
    Die Bassreflex hat 102dB das Horn hat 106dB.
    Die Messwerte sind jetzt aus der Luft gegriffen, dei Tatsache nicht.
    Wir hatten damals 1St Limmer Horn gegen doppel18er gemessen.

    Hier war aber die Fläche sehr ähnlich, so das deine Theorie hier nicht greift.
    Meine Erklärung für mich war damals, das durch die Länge des Horns
    der Schall ja schon mehr als einen Meter für die 1W/1m Messung zurückgelegt hat ( im Horn).
    Also eine Verdoppelung der entfernung bei der Bassreflex bei 2m (-6dB)liegt und bei dem Horn dann vielleicht ( je nach Horn und Hornlänge)erst nach 4m(-6dB) die Verdoppelung stattfindet.

    ?????
    Holger

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 29. Januar 2005 um 05:09
    • #18

    Moin,

    Der Unterschied liegt in der Bassempfindung des Menschen begründet. Beispiel: man befindet sich an der Rückwand eines Clubs in fast allen Fällen ist dort viel Bass zu spüren. Das erklärt sich wie der Gewinn beim Grenzflächenmicro. Micro wie Mensch sind Druckwandler, Beim Grenzflächenmic hat man einen Gewinn durch die Grenzfläche, die gleichzeitig den Druckknoten einer Luftschallwelle darstellt.

    Das kann man nun auf die Schallquelle übertragen. BR, CB, ARPS und BP, strahlen den Schall wie ein Druckknoten ab. Darum die starke Bassempfindung in der Nähe z.B. einer Bassreflexbox.
    Im Unterschied dazu wandelt ein Basshorn (tief nur im Stack) den Druck vor der Membrane durch die Druck/Schnelle Transformation in einen Schnelleknoten um. Die Empfindung eines Menschen im Schnelleknoten ist vitalisierendes Härchen- und Hosenflattern, der andere Teil der menschlichen Bassempfindung.

    Schallausbreitung:

    Wellenförmig
    Schnelleknoten => Druckminimum
    Druckknoten => Schnelleminimum

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 29. Januar 2005 um 08:54
    • #19
    Zitat von "Holger"

    Du hast eine BR Box mit 100W/2m 120dB und ein Horn mit 1,6m Länge mit auch 100W/2m 120dB.
    Jetzt mißt du den Schalldruck in 16m Entfernung.
    Die Bassreflex hat 102dB das Horn hat 106dB.
    Die Messwerte sind jetzt aus der Luft gegriffen, dei Tatsache nicht.
    Wir hatten damals 1St Limmer Horn gegen doppel18er gemessen.

    Hier war aber die Fläche sehr ähnlich, so das deine Theorie hier nicht greift.

    Die Krümmung der Wellenfrongt ist unterschiedlich (sonst wären die Verhältnisse gleich).

    Bei den BR hast Du eine Überlagerung mehrerer - kleiner - Punkstrahlquellen (um Bereich der Abstimmfrequenz - die Vents).
    Bei Hörnern ist die Abstrahlfläche pro Box eine andere (i.d.R. größer).

    Die Wellenfront aus der Überlagerung der verwendeten Schallquellen ist einfach anders.

    Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, daß ein einzelner SK-Hybrid (Single-Betrieb) keine Nachteile in kleinen Locations gegenüber BR hat (Vorteile: trockener, mehr Effizienz, höherer Maximalpegel ... Nachteil: Subjektiv weniger "rund" - was aber nur im direktem A/B-Vergleich - und nur bei kleineren Pegeln ! - auffällt).

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 29. Januar 2005 um 09:02
    • #20
    Zitat von "Hörnli"

    Der Unterschied liegt in der Bassempfindung des Menschen begründet. Beispiel: man befindet sich an der Rückwand eines Clubs in fast allen Fällen ist dort viel Bass zu spüren. Das erklärt sich wie der Gewinn beim Grenzflächenmicro. Micro wie Mensch sind Druckwandler, Beim Grenzflächenmic hat man einen Gewinn durch die Grenzfläche, die gleichzeitig den Druckknoten einer Luftschallwelle darstellt.

    ... Deine Erläuterungen beziehen sich auf den Betrieb in Räumen (Begrenzungsflächen).
    Wie erklärst Du das bei einer "offenen" Location (hier gibts dann keine stehenden Wellen) ?

    Und in geschlossenen Räumen tritt sowas auch nur bei durch die Raumgeometrie (Wandabstände !) bestimmten Frequenzen auf.
    Bei anderen Frequenzen "wandern" die Druck- und Schnelleknoten ... sind also nicht stationär (ggf. tritt auch Schwebung auf).

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