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Richtiges Ansteuern der Endstufen

  • tomfly
  • 24. April 2005 um 23:54
  • tomfly
    Beiträge
    1.209
    • 24. April 2005 um 23:54
    • #1

    Hi
    Nun hätte mich auch mal etwas davon interessiert wie man die Endstufen (bezüglich Clipping / 0db am Mixer) richtig ansteuert:

    Ist es nun besser die AMPs weitmöglicht bzw. Voll aufzudrehen oder geht es genau so gut > lange gut, wenn ich die AMPs nur halb aufdrehe und mit dem Mixer mehr in die AMPs fahre? (Davon abgesehen ob der Mixer dann noch sauber spielt...was nicht immer geht!) > Der Umgekehrte Fall ist natürlich auch dumm, dann würde man nie bis zum Clip am AMP kommen und somit nie Maximale Leistung und Lautstärke erreichen.

    >>>
    Ich habe hier ein CDplayer an einem Stereo-Input meines UB1204-Pro Mixer. Von dort aus gehe ich mittels XLR direkt in meine Aktivweiche CX2310 und von dort einmal in mein TOP-AMP und einmal in meinen SUB-AMP.

    Nun habe ich mal eine CD laufen lassen und mal am Mixer von der Anzeige her (Kanal hoch dann Master hoch) eingestellt das wenn das Pult bei 0db blinkt auch die AMPs (in dem Fall meist der SUB-AMP der zuerst Clipt) eingestelllt das diese dann auch minimal mal "CLIP" anzeigen.
    (Dabei muste ich an der Weiche bei den Input-Reglern der beiden Kanäle aber -2db einstellen) Der Rest (LOW, HIGH, Mono Sub Out) steht dabei mittig auf 0.

    Mein Mixer hat erst bei +10db das 1. gelbe LED und danach kommt CLIP(rot). Vorher ist eben (-30, -20, -10, -7, -4, -2 , 0 , +2, +4, +7) alles an LEDs also Grün.
    Also dürfte ja noch weit über 0db ein sauberes Signal anliegen...sicher kann man dabei aber nicht sein.
    (Ich habe das ganze auch ohne angeschlossene Speaker getestet, da hier im Raum sonst zu laut *g*)
    So kann ich aber die AMP auf der Hälfte lassen und weis das wenn ich am Mixer bis 0db fahre das bestimmt erst die halbe Leistung ist, oder nicht?

    Die AMPs nur zur Hälfte aufzudrehen und dann mittels Mixer oder Gain an der Weiche höher in die AMPs fahren ist wohl eher unsinn denke ich.

    > Wie ist das eigentlich wenn das Mischpult verzerrt oder Clippt und das Signal dann in den AMP kommt? Bekommen nun die Speaker auch schon ein Clip-Signal ab oder ist es dann einfach eben verzerrt und der AMP spiel trotzdem noch sauber ohne "Rechteck-Spannung" welche dann die Speaker, besonders die Hochtöner schnell zerstört?

    P.S.
    Was die Fader an den meisten Mixern angeht: Da kommt oben 0db (an der Skala/Makierungen) und dann gehts noch ein Stück weiter...dürfte wohl nur Sichtlich so gebaut sein damit man noch Reserve hat oder? Normal geh ich dort auch nur bis 0db ...wenns an einem Kanal aber nicht reicht gehts auch mal drüber oder eben Gain nachstellen. Was an den 2 Stereo-Inputs des UB1204-Pro nicht gut geht, dort ist nur ein Schalter an dem steht "+4/-10"...ist mal so das wenn er gedrückt ist der Pegel lauter ist > also mehr Gain. Bei den meisten CDs ist es z.b. dann dumm da in der einen Stellung die 0db an dem Kanal erst bei mehr als 0db von der eingestellten Skala erreicht werden und wenn man dann den Knopf drückt dann ist man vorher schon bei 0db....neija ich denke Ausschlaggebend ist wohl der Master-Output mit den LEDs.

    > Ich habe noch ein UB802 Mixer und bei dem hört man kurz nach 0db schon ein leichtes verzerren...manchmal. Ok, dort ist nach 0db auch das nächste LED schon gelb und bei +6db , danach kommt dort auch Clip in rot.

    Ja, das is eben oft so eine Sache mit der richtigen Anpassung *ggg*


    bye

    Man muss ebe wisse woran ma dreht - wenn ma an de Anlag steht.

    bye TomFly

  • Thomas Koch
    Gast
    • 25. April 2005 um 00:01
    • #2

    Im Praktikum haben die die Amps vollaufgedreht und dann übers Pult gemacht, weil der Amp genau das macht, was das Mischpult durchlässt. Ich halte es so, das ich den Amp auf 12Uhr stehen hab und dann mit dem Mischpult regele. In der Schule haben wir die Amps auf 10Uhr und 12-2Uhr stehen.

    Am besten lotest du mal die max. Lautstärke aus und regelst einen Spielraum mit dem Pult.

  • mediennutte
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    90
    • 25. April 2005 um 01:01
    • #3

    abgesehen von clipping problemen solltest du einfach mal testen wie es weniger rauscht, manche amps rauschen stark wenn man sie weit aufdreht, manche pulte aber auch!

  • Eliminator
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    3.105
    • 25. April 2005 um 01:30
    • #4

    Ich mache es folgendermaßen:

    1. Die Eingangskanäle so einpegeln, daß sie bei 0 dB liegen

    2. Dann den Mix erstellen und die Masters so einpegeln, daß der Ausgang auch bei 0dB liegt.

    3. Jetzt gehe ich hin und drehe die Endstufen so weit auf, daß der gewünschte Lautstärkepegel erreicht wird. Anschließend dann noch einen Tick (Erfahrungswert) mehr und die Masters wieder ein Stück zurück, um nachher etwas Headroom zu haben.

    Gruß,

    Klaus

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • wora
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    • 25. April 2005 um 01:45
    • #5

    elektronisch gesehen ist es sinnvoll, die kette VOR dem amp möglichst sinnvoll auszusteuern.
    nicht zu viel pegel - aber auch nicht zu wenig, um clipping und unnötiges rauschen zu minimieren.

    ein bisschen headroom sollte man dabei immer lassen, also das pult in deinem falle nicht in die gelbe oder gar rote zone fahren.
    die nachfolgenden geräte steuert man dann so aus, das sie den selben headroom vor dem clippen haben.
    zum schluss erst erhöht man dann die eingangsempfindlichkeit der endstufen solange, bis diese ebenfalls kurz vor dem clip sind.

    natürlich sollte man die klangbalance nicht aus den augen verlieren, du solltest dich also hierbei an deinem bassamp orientieren, der darf bei dynamischem signal schon mal ab und zu ein bisschen rot blinken.

    so bekommst du deine strecke gut ausgesteuert.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • cyberlight
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    • 25. April 2005 um 10:07
    • #6

    Zumindest im Verleihgeschäft musst du die amps immer voll aufdrehen, sonst gibt es bestimmt jemanden, der meint, die Anlage kann noch lauter. :roll:
    Das ist auch ein Erfahrungswert.

    Runtergeregelt wird dann mit dem Controller (mit limiter), den man sinnvollerweise mit einem Passwort schützen kann.
    Der Controller sitzt natürlich mit im amprack, dadurch rauscht es dann auch nicht, wenn danach weniger Pegel kommt. (sehr kurze Kabel)

    Dann wird dem "DJ" so lange auf die Finger geklopft und Preise um die Ohren gehauen, bis er einsieht, dass das Pult ebenfalls max. bis zur 1. gelben LED gefahren werden darf.

    Bisher gab es keine Ausfälle.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • wora
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    • 25. April 2005 um 12:52
    • #7

    cyberlight, wenn es um das reine verleihgeschäft geht, gebe ich dir absolut recht.
    da geht der schutz des equipments vor und man verzichtet dann lieber auf etwas bessere S/N-werte.

    aber die frage schien sich mehr um persönliche gerätschaften zu handeln, da passen die leute ja schon ein bisschen mehr auf.
    und aus elektronischer sicht habe ich dann recht :P
    :D

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • cyberlight
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    • 25. April 2005 um 13:40
    • #8

    Ich habe nicht gesagt, dass du Unrecht hast, ich habe nur ein paar praktische Überlegungen beigesteuert.
    Wichtig ist ja eigentlich nur der Pegel auf der langen Signalleitung, weil da viele Störungen entstehen können.
    Ob man dann den Pegel direkt am amp oder am Controller runterregelt, sollte egal sein.
    Viel Pegel aus dem Pult kommt von ganz alleine :)

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

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