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Silverstar Nebelmaschine - Warnung!

  • Sokke
  • 2. Juli 2005 um 13:25
  • Sokke
    Beiträge
    939
    • 2. Juli 2005 um 13:25
    • #1

    Hallo,

    es geht um folgendes Maschinchen, das ich vor einigen Jahren mal bei einem kleinen Händler im Internet gekauft habe:

    http://www.trustedshops.de/de/home/produk…66deAB1500.html

    Die Maschine wird (wer hätt's gedacht?) in China produziert und wartet mit einer zu dem sehr günstigen Preis überraschenden Ausstattung (z.B. Funkfernbedienung!) auf.

    Als erstes ein Eindruck von der Verarbeitung: Das Design erinnert stark an die Antari-Maschinen, wobei es sich nicht um einen direkten Nachbau handelt. Die Maschine ist recht solide aufgebaut, der (leider recht kleine) Tank fasst 1 Liter. Im Lieferumfang befindet sich eine Kabelfernbedienung, die sehr billig wirkt (kleines Plastikteil mit sehr dünnem Kabel und XLR-Stecker), sowie ein Funkempfänger plus ein dazu passender kleiner Sender, der irgendwie niedlich :wink: wirkt.

    Man kann die Nebelmaschine an einem mitgelieferten Bügel aufhängen, allerdings ist am Gehäuse keine Öse für ein Safety vorgesehen. Insofern kann man sie nicht über Personen aufhängen.

    Die Maschine macht beim Nebeln etwas Radau, die Pumpe läuft ziemlich laut. Die Aufheizzeit ist erträglich, es muss öfter nachgeheizt werden. Dauernebeln ist natürlich nicht drin. Der Nebelausstoß ist enorm, man bekommt die meisten Räume (wohlmöglich gar auch die "große Halle") damit im nu dichtgenebelt. Die Maschine hat wirklich ordentlich Power und man muss aufpassen, dass man den Nebel sinnvoll dosiert.

    Soweit so gut, das klingt ja nach einer für Partys ganz brauchbaren Maschine, mag man denken. Nun kommt aber der Hammer:

    :!: Am XLR-Anschluss für die Fernbedienung bzw. den Funkempfänger liegen 230V Netzspannung an :!:

    Somit werden über das eingangs beschriebene sehr dünne Kabel der Fernbedienung (Billigst-NF-Kabel) 230V geführt, zu allem Überfluss nur durch die 10A Feinsicherung des Gerätes gesichert - Wird das Kabel gequetscht, dann gibt es fröhlichen Kabelbrand. Das billigst gemachte Plastikgehäuse der Fernbedienung fällt natürlich auch gerne auseinander und legt sein spärliches, unter Netzspannung stehendes Innenleben zur Brührung frei.

    Ganz zu schweigen davon, dass XLR-Steckverbinder nicht für Netzspannung zugelassen oder auch nur ansatzweise geeignet wären. Man stelle sich vor, jemand adaptiert z.B. auf einen Klinkenstecker...

    Ich muss daher dringend davon abraten, diese Maschine zu kaufen oder sie einzusetzen. Es geht eine erhebliche Gefahr von den Silverstar-Nebelmaschinen aus.

    Auf der diesjährigen Prolight&Sound habe ich mich mal nachdrücklich mit den Importeuren und einigen Händlern über diese Maschinen "unterhalten". Die zeigten sich natürlich mir gegenüber besorgt, aber geändert hat sich seither nichts - noch immer werden diese unsäglichen Geräte in diesem Land angeboten, obwohl sie vom Aufbau her schlichtweg verboten gehören (sind?).

    Ein CE-Zeichen haben sie natürlich auch, die gibt es ja zum Aufrubbeln...

    Die Maschine habe ich natürlich mittlerweile ausrangiert. Ehrlich, manchmal frage ich mich ob gewisse Leute überhaupt kein Verantwortungsgefühl mehr besitzen? :?:

    [Hier die Signatur einfügen]

  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 2. Juli 2005 um 15:13
    • #2

    :shock: :shock: :shock: :shock: :shock:
    *nochgrößererschock!!!*

    230V auf nem XLR Stecker, ich fass es nicht! Wird Zeit, dass dem ein Ende gesetzt wird!

    Gruß
    Thomas

  • DJ Sawtooth
    Beiträge
    1.119
    • 2. Juli 2005 um 16:07
    • #3

    Wär mal interessant, ob dieser Beitrag nicht vielleicht ins "Warnungen" Brett gehört, und zwar auch im "PA-Forum"...

    Dieses Ding ist ja gemein gefährlich, wenn man bedenkt, dass bereits ein versehentliches Draufstellen eines kantigen Metallgegenstandes auf das dünne Kabel lebensgefährlich sein kann...

    Hab schon von ner alten Antari Fernbedienung die Leitung auf unterschiedlichste Art "getötet" :D ... Einmal abgerissen, zweimal durchgetrennt... Wenn da 230V drangewesen wären... und das Teil nicht grad an nem 30mA FI gehängt wäre.... *schauder*

    DANKE FÜR DIE WARNUNG!!!!

    mfg

    tob
    :wink:

    Ich hasse Leute, die einen Satz beginnen und ihn nicht....

  • kev
    Beiträge
    79
    • 2. Juli 2005 um 17:09
    • #4

    Hallo


    Ich vertrete die Marke Silverstar in der Schweiz.
    Es stimmt das die Maschienen früher 230 Volt auf den XLR hatten.
    Mittlerweile wurde dies allerdings geändert.

    Angaben vom Herrsteller die ich mal noch nachmessen werde :!:

  • DJ Sawtooth
    Beiträge
    1.119
    • 2. Juli 2005 um 17:20
    • #5

    kev

    Gibt es irgendein Merkmal, an dem man eine "entschärfte" Maschine erkennen kann?

    mfg

    tob

    Ich hasse Leute, die einen Satz beginnen und ihn nicht....

  • kev
    Beiträge
    79
    • 2. Juli 2005 um 17:33
    • #6

    Die Maschienen haben so viel ich weis keine äusserliche Merkmale.
    Geb dir per pn noch den Importeur bekannt der verkauft nur noch neue Versionen!

  • Mechwerkandi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.712
    • 3. Juli 2005 um 17:02
    • #7
    Zitat von "Schrecki7289"


    230V auf nem XLR Stecker, ich fass es nicht!

    So ich das richtig erinnere, gab es mal extra XLR Verbindungen für Netz, 2-polig & Gehäusemasse, mit blauem (?) Isolator.
    War so was ähnliches wie Powercon, ich hab' die Dinger oft in Theater-Patches gesehen.

  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 3. Juli 2005 um 18:13
    • #8

    Ja, die gabs mal, ham sich aber auch nicht wirklich durchgesetzt (genau wie man an vielen Racks und Geräten immer noch Kaltgerätebuchsen anstatt Powercon sieht)
    Allerdings meinte ich mit XLR die ganz normalen für Ausiosteckverbindungen, und solche werden wahrscheinlich auch am Nebler sein und das ist lebensgefährlich

    Gruß
    Thomas

  • Sokke
    Beiträge
    939
    • 3. Juli 2005 um 19:09
    • #9

    Ja, genau die sind es. Normale XLR-Steckverbinder. Immerhin Buchsen... :roll:

    [Hier die Signatur einfügen]

  • Thomas Koch
    Gast
    • 3. Juli 2005 um 19:50
    • #10

    Zu XLR und Netzspannung fällt mir folgendes ein:
    http://www.paforum.de/Infos/kuri/hotpatch.jpg

  • hink
    Beiträge
    383
    • 4. Juli 2005 um 15:52
    • #11

    Ich kenne jetzt die Entstehungsgeschichte des XLR Steckers nicht. Aber die sind für 1,5kv, 16A, 2,5mm² ausgelegt. Also eigentlich alles kein Problem mit dem Hardpatch und auch an der Nebelmaschine kann man höchstens ein billiges Kabel bemängeln.
    Das in unserer Branche rechte viele wirre Adapter und XLR Kabel mit 0.15mm² existieren ist natürlich ein gewisses Risiko.
    Gruß hink

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 4. Juli 2005 um 20:42
    • #12

    Die heutigen XLR-Stecker sind nicht, unter keinen Umständen und schon gar nicht geeignet für 230V!
    Die Verwechselungsgefahr mit Mikrofonkabeln wäre verheerend und absolut lebensgefährlich.

    hink würde ich dringenst empfehlen, seine Aussage zurückzunehmen.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • hink
    Beiträge
    383
    • 4. Juli 2005 um 22:49
    • #13
    Zitat von "cyberlight"

    Die heutigen XLR-Stecker sind nicht, unter keinen Umständen und schon gar nicht geeignet für 230V!

    So ein Quatsch. Technisch sind das zumindest die Neutrik, andere Datenblätter kenne ich gerade nicht.

    Das DAU Problem und das der Stecker oft anderweitig benutzt wird habe ich aber angesprochen. Werde meine Aussage also schön da stehen lassen.

    Und wenn ich mir den Stecker aus technischer Sicht mal anschaue ist er historisch sicher aus einem anderen Bereich in die Audiotechnik importiert worden. Die falsche Anwendung wäre damit wohl eher das Mikrokabel.

    Gruß hinkel

  • ADMIN
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    • 5. Juli 2005 um 01:47
    • #14

    1.) XLR steht für shield-live-return, also für Abschirmung-Phase-Gegenphase, der Stecker ist also für abgeschirmte, symmetrische Leitungen entwickelt worden.

    Wäre er für Netzverbindungen entwickelt worden, hätte er wohl einen vorauseilenden Schutzleiteranschluss.

    2.) In der Veranstaltungstechnik sollten 3-polige XLR den Audio-Signalleitungen, 4-polige XLR den Intercoms und den Pultleuchten und 5-polige XLR den DMX-Signalen vorbehalten bleiben. Alles andere ist eine böse Gefahrenquelle.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • DJheini
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    • 5. Juli 2005 um 09:43
    • #15
    Zitat von "ADMIN"

    Wäre er für Netzverbindungen entwickelt worden, hätte er wohl einen vorauseilenden Schutzleiteranschluss.

    Obwohl es diesen vorauseilenden Anschluss bei XLR aber gibt!
    Habe hier noch ein paar 6-polige von Reichelt liegen, die billigen,
    die haben diesen/einen vorauseilenden Pin bei den Buchsen/Kupplungen.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • schrecki7289
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    • 5. Juli 2005 um 11:13
    • #16

    andere Frage: An den Neutrik XLRs die ich kenne sind Lötkelche. Darf Netzspannung denn so einfach gelötet werden :?:
    Ich glaube nicht, selbst das Verzinnen von Drahtenden in Steckern ist ja schon verboten :idea:

    Und das mit den 1500V und 16A ist kein Argument: Speakon ist laut Neutrik auch für 250V 30A ausgelegt. Also darf ich da auch Netzspannung drauflegen, aaaaha.... :evil:

    Gruß
    Thomas

  • DJheini
    Moderator
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    • 5. Juli 2005 um 11:29
    • #17
    Zitat von "Schrecki7289"

    andere Frage: An den Neutrik XLRs die ich kenne sind Lötkelche. Darf Netzspannung denn so einfach gelötet werden :?:
    Ich glaube nicht, selbst das Verzinnen von Drahtenden in Steckern ist ja schon verboten :idea:

    Warum soll Netzspannung denn nicht gelötet werden dürfen?
    In vielen Geräten sind z.B. die Anschlüsse des Trafos
    auf der Platine angelötet. Das muß dann nur so gesichert
    sein, das der Draht, wenn sich die Lötstelle löst, nicht im
    Gerät an andere Anschlüsse kommen kann.
    Habe Gestern noch einen Videorecorder aufgemacht,
    Netzanschlussbuchse war direkt auf der Platine drauf.
    Das verzinnen von Drahtenden ist doch aus anderen
    Gründen verboten. Wurde im PA-Forum aber schonmal
    durchgekaut (Kaltfließeigenschaften von Lötzinn, Verformung
    durch das Festschrauben usw.)

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • schrecki7289
    Beiträge
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    • 5. Juli 2005 um 11:33
    • #18
    Zitat

    Das muß dann nur so gesichert
    sein, das der Draht, wenn sich die Lötstelle löst, nicht im
    Gerät an andere Anschlüsse kommen kann.

    Das ist aber beim XLR nicht gegeben! Löst sich ein Draht von einem Pin, so kann er ohne weiteres den anderen berühren.
    Weshalb das verzinnen verboten ist ist mir auch klar, dazu brauch ich keinen anderen Thread mehr zu lesen.


    Weiterhin finde ich diese Aussage höchst bedenklich: :!:

    Zitat

    Ich kenne jetzt die Entstehungsgeschichte des XLR Steckers nicht. Aber die sind für 1,5kv, 16A, 2,5mm² ausgelegt. Also eigentlich alles kein Problem mit dem Hardpatch und auch an der Nebelmaschine kann man höchstens ein billiges Kabel bemängeln.

    Dann könnte man ja jeden beliebigen Stecker nehmen der das aushält.
    Die Frage ist nämlich nicht ob der Stecker solche Stromstärken und Spannungen verträgt, sondern ob er für Netzspannung zugelassen ist. Und diese Zulassung habe ich bis jetzt bei keinem XLR gesehen (oder wo ist z.B. das VDE Zeichen auf dem XLR Stecker?)
    Bestes Beispiel ist ja wohl auch der oben genannte Speakonstecker.(Ich meine wenn jemand seine Subs mit einem schön lauten 50Hz Sinuston testen will, der kann das ja ruhig mal ausprobieren, allerdings braucht er dazu einen 16Ohm Sub sonst fliegt die Sicherung... :evil: )

    Gruß
    Thomas

  • DJheini
    Moderator
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    • 5. Juli 2005 um 11:42
    • #19
    Zitat von "Schrecki7289"

    Das ist aber beim XLR nicht gegeben! Löst sich ein Draht von einem Pin, so kann er ohne weiteres den anderen berühren.

    OK, da gebe ich dir recht.

    Zitat von "Schrecki7289"

    Weshalb das verzinnen verboten ist ist mir auch klar, dazu brauch ich keinen anderen Thread mehr zu lesen.

    Dann vergleiche das auch nicht miteinander, hat doch direkt garnichts
    mit dem anderen Sachverhalt zu tun.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 5. Juli 2005 um 11:47
    • #20

    Gut, der Vergleich war scheiße.

    Trotzdem finde ich es nicht gut, wenn hier von irgendwelchen Leuten (ja, hink, du bist gemeint) Fehlaussagen gemacht werden und man dann steif und fest behauptet, dass das so richtig ist. Ich denke der Beitrag sollte in dem Fall von einem Mod editiert werden, bevor ihn noch ein Anfänger hier liest und meint er könnte seine Anlage auch mit XLR versorgen! Und dann begibt sich jemand in lebensgefahr, und dass nur, weil hier irgendjemand Blödsinn verzapft und sone Scheiße hier rein schreibt (Entschuldigung für meine Wortwahl, aber das regt mich einfach auf :twisted: ) Nur gut, dass der ADMIN hier kein Strombrett reingebaut hat sonst würde man wahrscheinlich nur noch von Schlagzeilen über Todesfällen hören, die durch unsachgemäßen Gebrauch von Netzspannung entstanden sind. :roll:

    Und ich denke es wurde hier klar und deutlich, ein für alle Mal gesagt dass XLR absolut nicht für Netzspannung geeignet ist.

    Gruß
    Thomas

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