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Help needed: Auflagen des Ordnungsamtes für Open-air-VA

  • f8274
  • 23. Juli 2003 um 18:00
  • Mnyut
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    • 29. Juli 2003 um 13:48
    • #21
    Zitat von "ADMIN"

    Wenn wir das mal betriebswirtschaftlich rechnen: PA braucht 15 dB weniger zu bringen (Dämpfung einfacher Ohrenstöpsel) und kann dementsprechend kleiner dimensioniert werden, und das Publikum spart die Stöpsel. Was man da sparen kann... :D

    Ja, aber dann drückts doch auch nicht mehr so schön :D

  • tthorsten
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    • 29. Juli 2003 um 16:43
    • #22

    Das wäre doch langwielig

    ich finde es geil wenn mann am FOH den luftzug der chassis spürt.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • Didy
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    • 30. Juli 2003 um 01:35
    • #23
    Zitat von "ADMIN"

    a) Dosis von 15,9 mWh/m² Leq(A), das wären also bei 2 Stunden 99 dB, bei 4 Stunden 96 dB.


    Was besagt dieses Leq eigentlich?

    Gruß
    Didi

  • ADMIN
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    • 30. Juli 2003 um 01:57
    • #24
    Zitat von "Didy"


    Was besagt dieses Leq eigentlich?

    Oops, das habe ich leicht falsch formuliert... :oops:

    Leq ist ein Äquvalenzpegel, über die Zeit integriert hat ein Musiksignal mit diesem Wert dieselbe Schalleistung wie ein Dauerton dieses Pegels. Wenn ich also 1 Stunde 0 dB habe und 1 Stunde 100 dB, dann beträgt Leq nicht 50 dB, sondern 97 dB.

    Die 15,9 mWh/m² sind natürlich kein Pegel, sondern Schallintensität mal Zeit.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Didy
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    • 30. Juli 2003 um 04:28
    • #25
    Zitat von "ADMIN"

    Wenn ich also 1 Stunde 0 dB habe und 1 Stunde 100 dB, dann beträgt Leq nicht 50 dB, sondern 97 dB.


    Hm also die Rechnung mit den 2 und 4 h blick ich ja - doppelte Zeit -> halber Pegel = 3dB weniger. (Wie rechnet man das dann eigentlich mit 1,5fache Zeit? Am besten Pi mal Daumen, besser kann ichs eh net messen :D - aber Theoretisch?)
    Läuft das mit den 100dB und 97dB genauso, oder?

    Mei die DIN wär sicher interessant, aber net ganz so billig....
    Aber ich denke das was du hier grob zusammenfast sollte mir reichen, mit meinem Conrad-Pegelmesser kann ich das eh nicht genauer "begrenzen". Aber gut zu wissen, kann man sich etwas dran halten.
    Gilt der Grenzwert nur für Konzertbesucher oder? Gabs da nicht für Arbeiter (wozu wir ja gehören) niedrigere Grenzwerte?

    Schönen Gruß
    Didi

  • ADMIN
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    • 30. Juli 2003 um 11:36
    • #26
    Zitat von "Didy"

    Bei 3 Stunden wären das 97,24 dB.

    Keine Sorge, ich bin gerade an einem Programm, und wenn das fertig ist, wird das auch zum Download hier reingestellt.

    Für die Arbeiter, zumindest dann, wenn sie sozialversicherungspflichtig angestellt sind, gelten die Vorschriften der Berufsgenossenschaft. Also 85 dB am Arbeitsplatz, sonst Gehörschutz

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  • tthorsten
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    • 30. Juli 2003 um 11:54
    • #27

    Also ich selbst mische in der regel mit 25db individuell angepassten ohr stöpseln.

    das passt dann . und immer mit SPL meter. 96DB am pult ist immer angestrebt. -25dB macht dann 71db und ich bleib gesund.


    was ich allerdings mal richtig witzig fand war Sängerin sagt ich bracuh richtig fett monitor und stopft sich Musicsafes rein.

    ich nur entgeistetrt geguckt und sie dann tot gegrillt.


    nachher gefragt wars o.k :roll: sie super kalsse sound.

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  • TomyN
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    • 30. Juli 2003 um 12:53
    • #28

    ADMIN falls du Programmierhilfe brauchst (Delphi), dann P.M

    Ansonsten finde ich, das ganze wird langsam seltsam. Der Musiker braucht In-Ear oder Ohrstöpsel, weil es ihm zu laut wird.
    Das Publikum nimmt Ohrstöpsel, weil es ihm zu laut wird,
    der Mischer mischt mit Ohrstöpsel, weil er seine Ohren noch braucht..

    Da frage ich mich einfach, wer verdammt nochmal will soviel Lärm????

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
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  • tthorsten
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    • 30. Juli 2003 um 13:20
    • #29

    wir wollen es in der magendgegend drücken spüren.


    das geht nur mit laut und mit ohr stöpseln liegt ind der physik der ohren begründet.

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  • eric.
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    • 30. Juli 2003 um 16:55
    • #30
    Zitat von "ADMIN"

    Wenn wir das mal betriebswirtschaftlich rechnen: PA braucht 15 dB weniger zu bringen (Dämpfung einfacher Ohrenstöpsel) und kann dementsprechend kleiner dimensioniert werden, und das Publikum spart die Stöpsel. Was man da sparen kann... :D


    die musicsafe II dämpfen etwas mehr als 15db (http://www.sonicshop.de/De/Plugs/MusicSafe_II.htm).
    bei den meisten VA ist das für mich optimal. Gut, ich finde schon viele telefone zu laut, das ist aber ne subjektive sache.
    mußt trotzdem mal hochrechnen:
    maximal die hälfte trägt ohrenstöpsel (das ist sehr optimistisch)
    (bei massenveranstaltungen wie mayday o.ä. vermutlich noch weniger, die ganzen bier-raver hocken sich da ja vor die bassboxen (was bei der PA nur von kompletter verblödung zeugt, ich war einmal dort, und hatte mit ohropax danach wahnsinnig schwierigkeiten, obwohl ich meistens mindestens 20 meter von den boxen wegstand.)
    jetzt sind viele der ohrenstöpsel entweder billige wegwerf-ohrenstöpsel, das macht den braten noch nicht fett, oder eben diese wiederverwendbaren, teuren. bei mir haben die sich schon lange bezahlt gemacht, so oft wie ich die trage...
    kann man da so viel einsparen??

  • ADMIN
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    • 30. Juli 2003 um 19:14
    • #31
    Zitat von "eric."

    kann man da so viel einsparen??

    Sorry, da habe ich schon mal wieder drei Ecken weitergedacht... (beschäftige mich halt gerade intensiv mit der Materie)

    Grundüberlegung: Zu den Verkehrssicherungspflichten des Veranstalters gehört, den Pegel laufend zu überwachen und die Dosis unter 15,9 mWh/m² zu halten. Macht er lauter, dann haftet er für die dabei entstehenden Schäden (Schmerzensgeld, Behandlungskosten...)

    Jetzt die Frage: Darf er lauter, wenn am Eingang Ohrstöpsel ausgeteilt und von der Security eingesetzt werden? Dazu kenne ich kein Urteil, hätte ich aber darüber ein Gutachten zu erstellen, dann würde ich sagen: Er darf lauter, aber nur um die Dämpfung der Ohrstöpsel. Aus Kostengründen wird dafür vermutlich eher kein HearSafe eingesetzt, sondern preiswerte Einwegteile, und da liegt die Dämpfung in der Größenordnung von 15 dB. Also dürfte man - so zumindest meine Sicht der Dinge - einen Leq(A) von 114 dB fahren (bei einer Veranstaltungsdauer von 2 Stunden), und zwar am lautesten Punkt wo noch Publikum hinkommt. Natürlich muss auch jetzt der Pegel überwacht werden.

    Jetzt die Überlegung: Was kann man alles sparen, wenn man auf die Ohrenstöpsel verzichtet und halt gleich leiser macht: Erstens Gehöhrschutz für das Publikum (ok, in Großpackungen ist das auch nicht mehr so teuer, aber es läppert sich dann halt doch zusammen), zweitens kann die PA etwa 15 dB kleiner dimensioniert werden, da steht dann nur noch ein viertel da.

    Diese Kostenersparnis kompensiert völlig das, was für die Messung ausgegeben werden muss (und gemessen werden muss ja in jedem Fall...)

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  • Jan_N
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    • 30. Juli 2003 um 20:58
    • #32

    Hallo Admin,

    ich komm ja nun mehr aus der RnR-Ecke, und da muss ich sagen, dass diese Grenzwerte indoor in kleineren Clubs praktisch nicht einzuhalten sind, oder ? 99 dB(a) sind vor einem kraftvoll spielenden Schlagzeuger schon weit übertroffen, und dann will man ja auch noch Vocals hören über Snare und Becken ?

    Selbst wenn man jetzt die Band mit Inears ausstatten würde (beim Bass sicherlich eher langweilig für den Musikanten), MUSS man doch zwangsweise zum Gesetzesbrecher werden - ausser man spielt nur noch mit mächtig uncoolen aber auch unsensiblem E-Schlagwerk.

    Wären die Becken/Snare nicht, würde ich als Mischer praktisch nie einen so lauten Mix fahren, wie ich es jetzt oft tun muss. Aber IMMER NUR leise spielen (Schlagzeug) ist m.E. soundmässig nicht bei allen Musikstilen vertretbar...

    Wer ist denn eigentlich bei Übertretungen dieser Grenzwerte schuldig? Der Veranstalter, weil er seine Limiter nicht entsprechend eingestellt hat? Oder ich, weil ich mich als Band-techniker nicht selbst drum gekümmert habe ?

    Gruss,
    Jan

    p.s. : wie wärs mit einem eigenen Thread fürs Thema ? ;)

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    • 31. Juli 2003 um 03:09
    • #33
    Zitat von "Jan_N"

    ? 99 dB(a) sind vor einem kraftvoll spielenden Schlagzeuger schon weit übertroffen, und dann will man ja auch noch Vocals hören über Snare und Becken ?

    99 dB Leq !!!

    Schlagzeug macht heftige Peaks, aber die sind jeweils nur kurz.

    Zitat

    Wer ist denn eigentlich bei Übertretungen dieser Grenzwerte schuldig? Der Veranstalter, weil er seine Limiter nicht entsprechend eingestellt hat? Oder ich, weil ich mich als Band-techniker nicht selbst drum gekümmert habe ?

    Bei allen mir bekannten Urteilen (und das sind nur zivilrechtliche Schmerzensgeldklagen, strafrechtlich kenne ich noch nichts...) wurden gesamtschuldnerisch Veranstalter und Hallenbetreiber verurteilt. Die Messung nach Din 15 905 Teil 5 gehört auch zu den Verkehrssicherungspflichten des Veranstalters.

    Aus einem Urteil des OLG Koblenz:

    Zitat

    Es entlastet die Beklagte zu 2 nicht, dass sie, wie sie behauptet, die Musikanlage nach den Vorgaben der "Boy-Group" nicht selbst, sindern durch die Firma H... aufbauen ließ, die als erfahren und sachkundig galt, und sich, was die Beschallungstechnik anbelangt, auf die technische Konzeption der H... & P... GbR stützen konnte.

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  • Ton_Opa
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    • 31. Juli 2003 um 09:56
    • #34

    tthorsten

    Zitat

    das passt dann . und immer mit SPL meter. 96DB am pult ist immer angestrebt. -25dB macht dann 71db und ich bleib gesund.


    Also mein HNO sagt, Lärmsenken (bleibende Hörschäden in Form von Absenkungen (gern um 20-25 dB) kann man sich auch bei kleinen, aber ständigen Lautstärken holen.

    Er beobachtet diese Fehlhörigkeit nicht nur bei Discoqueens, Gitarristen und Tonteks(grusel), sondern auch bei Leuten, die einfach nur lauter wohnen müssen.

    Also, auch wenn man gesund mischt, soll man sich ganz ruhige Pausen gönnen. Im Studio fordern das ja eh meist die Nerven.

    Gruß
    Opi

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

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    • 31. Juli 2003 um 11:47
    • #35
    Zitat von "Ton_Opa"

    Er beobachtet diese Fehlhörigkeit nicht nur bei Discoqueens, Gitarristen und Tonteks(grusel), sondern auch bei Leuten, die einfach nur lauter wohnen müssen.

    Aber bei denen ist das täglich außer Urlaub mal etwa 14 Stunden, und bei einem TonTek ist das vielleicht dreimal die Woche mal (inkl. Soundcheck) vier Stunden.

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  • tthorsten
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    • 31. Juli 2003 um 22:00
    • #36

    evtl ne lösung

    http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=3340165061&category=21997&rd=1


    http://www.hifish.de

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    • 1. August 2003 um 00:47
    • #37
    Zitat von "tthorsten"

    evtl ne lösung

    http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=3340165061&category=21997&rd=1


    http://www.hifish.de

    Das Teil misst ja noch nicht mal Leq, geschweige denn, dass man damit eine normgerechte Messung machen kann. :roll:

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  • f8274
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    • 15. September 2003 um 12:14
    • #38

    so, va ist gelaufen. zum thema auflagen des ordnungsamtes und ruhestörung ziehe ich folgendes fazit:

    open-air:
    -----------
    die von der stadt geforderten 65 dB (A) am ca. 50m entfernt gelegenen 1. bewohnten fenster sind nicht zu schaffen, da kann man die musik gleich aus lassen. gerade bei livemusik unmöglich, da flippen ja die musiker aus (sänger zog mit headset durchs publikum, forderte mehr pegel etc.). ein kompromiss führte zu rund 83 dB, das ging. OA kam zum glück nicht messen.

    foyer-disco:
    --------------
    da nach 22 uhr lag hier der geforderte grenzwert bei 45 dB (A), hihi!
    obwohl das foyer viele glaswände hatte, konnte diese den sound überraschend gut von drinnen nach draußen dämpfen, das hätte ich nicht gedacht. drinnen war richtig druck (4x esw 1018 plus 2x jbl sr4726 für knapp 300), lauter hätte ich es als dj nicht vertragen...ich stand auch nur 3-4m neben/hinter der pa. also in geschl. räumen ist der grenzwert kein problem, sofern alle fenster und türen geschl. sind.

    n.s.: auf einer anderen va am tag danach war ich irgendwie "lautstärkeempfindlich" und zog öfter mal den hd25 tot aufs ohr, um sie zu schonen. ma guckn, wie es heute abend auf dem schiff wird, da stehe ich 2m neben der pa :cry:

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