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Leistungsmessung vom Verstärker

  • Jürgen Rohde
  • 4. März 2007 um 15:15
  • Jürgen Rohde
    Beiträge
    20
    • 4. März 2007 um 15:15
    • #1

    Hi Leute,
    da ich mit der Suchfunktion zu keinem zufriedenstellendem Ergebnis gekommen bin mach ich hier nun mal ein neues Thema auf.
    Also es geht mir darum, wie kann ich an meinem pa-verstärker die wirklich ausgegebene Leistung messen? Also welche Möglichkeit habe ich wenn ich einen Verstäkre kaufe, die dort angegebenen Daten zu überprüfen?

    Gruß Jürgen

  • binson
    Verifiziert
    Beiträge
    2.665
    • 4. März 2007 um 16:41
    • #2

    Du brauchst:
    - Lastwiderstände
    - Signalgenerator
    - Oszi
    - Multimeter

    Mit dem Generator legst Du einen Sinus von 1kHz an die Eingänge an, die Lastwiderstände, Multi und Oszi kommen an einen Ausgang oder mehrere Ausgänge.
    Du solltest beide Kanäle belasten, da bei schwachen Netzteilen sonst das Ergebnis verfälscht wird.
    Ausgangsspannung des Generators auf Null, Endstufen auf volle Lautstärke, nun langsam die Ausgangsspannung des Generators erhöhen bis der Sinus verzerrt im Oszi zu sehen ist. Nun quadrierst du die am Multi angezeigte Spannung und teilst das Ergebnis durch den angeschlossenen Widerstand. Wenn Du Brücke misst, dann musst Du Masse von Oszi und Endstufe trennen, bspw. durch einen Trenntrafo.

    ACHTUNG:
    Wenn Du nicht genau weißt, was Du tust, solltest Du es lassen.

    --- I've been mad for fucking years, absolutely years, been over the edge for yonks, been working me buns off for bands. ---
    (Chris Adamson)

    Blog: Optinal Mittelgrund

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 4. März 2007 um 16:52
    • #3

    Sinus Dauerlast :grin:


    ...plöp

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Kracky
    Profi
    Reaktionen
    2
    Beiträge
    12.055
    • 4. März 2007 um 17:36
    • #4

    binson, du solltest aber noch erwähnen das es ein echtes True RMS Multimeter sein sollte, mit dem handelsüblichen wird das Ergebniss auch nicht stimmen.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • binson
    Verifiziert
    Beiträge
    2.665
    • 4. März 2007 um 17:50
    • #5

    Ggf. kann er das Ergebnis am Multi ja noch mit dem Oszi verifizieren.

    --- I've been mad for fucking years, absolutely years, been over the edge for yonks, been working me buns off for bands. ---
    (Chris Adamson)

    Blog: Optinal Mittelgrund

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 4. März 2007 um 18:14
    • #6
    Zitat von "Manuela"

    Sinus Dauerlast :grin:


    ...plöp

    ... knister...rauchel...

    MfG

    DirkB

  • databass.ch
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.197
    • 4. März 2007 um 19:52
    • #7

    Ich hänge mich hier mal mit dran: Wer stellt Lastwiderstände um die 1kW her? Hab mir schonmal überlegt sowas zu bauen, aber ist mit Kühlkörpern und Lüftern auch nicht gerade billig :?

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 4. März 2007 um 20:12
    • #8

    Precision Devices :grin:

    Spaß beiseite: Was gibts an Glühdraht zu kühlen?

    Der richtige Nikolindraht in der richtigen Länge, schön in Metallrähmchen, schon heizt er dir die Füße. Nicht wickeln, wird sonst induktiv.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Mechwerkandi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.712
    • 5. März 2007 um 09:00
    • #9
    Zitat von "databass.ch"

    Ich hänge mich hier mal mit dran: Wer stellt Lastwiderstände um die 1kW her? Hab mir schonmal überlegt sowas zu bauen, aber ist mit Kühlkörpern und Lüftern auch nicht gerade billig :?

    Ich benutze Heizwendeln aus kaputten Waschmaschinen.
    Die tun es bis gut 2,5 kW, Kosten = null. :wink:

    Es riecht zu anfang etwas irritierend, aber das gibt sich... :grin:

  • tsyganov artjom
    Beiträge
    5
    • 7. März 2007 um 21:43
    • #10

    @ Binston

    Wenn Du Brücke misst, dann musst Du Masse von Oszi und Endstufe trennen, bspw. durch einen Trenntrafo.


    aber nur wen man kein potenzialfreies Oszi hat ode:)

  • dj_chaos
    Beiträge
    439
    • 10. März 2007 um 18:43
    • #11
    Zitat von "Kracky"

    binson, du solltest aber noch erwähnen das es ein echtes True RMS Multimeter sein sollte, mit dem handelsüblichen wird das Ergebniss auch nicht stimmen.

    Laut Wikepedia ist bei reinen Sinussignalen kein TRU-RMS Multimeter notwendig.

    ZITAT:
    "Messgeräte für Wechselspannungen wurden ursprünglich für die Anzeige des Effektivwertes sinusförmiger Spannungen ausgelegt, indem sie den Gleichrichtwert (Mittelwert des Betrages) der Spannung messen und den Formfaktor für Sinus-Spannungen durch entsprechende Justierung der Spannungsteiler einbeziehen; daher ist die Anzeige des Effektivwertes durch solche Messgeräte nur für harmonische (sinusförmige) Spannungen richtig."

    http://de.wikipedia.org/wiki/Effektivwert

    Ich nehme einen Oszi, lese den Spannungswert einer Halbwelle ab und berechne den Effektifwert mit x 0,707. Ich hoffe das stimmt so. Bitte korrigieren wenn falsch.

    Joerg

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 10. März 2007 um 19:14
    • #12
    Zitat von "DJ_Chaos"

    Ich nehme einen* Oszi, lese den Spannungswert einer Halbwelle ab und berechne den Effektifwert mit x 0,707. Ich hoffe das stimmt so. Bitte korrigieren wenn falsch.

    Joerg

    * = kalibriert

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • dj_chaos
    Beiträge
    439
    • 10. März 2007 um 20:57
    • #13
    Zitat von "Manuela"

    * = kalibriert

    Is' er nat. nicht! :(
    Mueste ich mir mal ein kalibriertes Messgeraet oder Oszi ausleihen und Vergleichen. Zumindest zeigt er bei Gleichspannung den exakten Wert an. Hat sicher nichts zu sagen. Aber die Herangehensweise ist doch richtig und die Feststellung in Wikipedia ueber TRU-RMS?

    Joerg

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 10. März 2007 um 21:02
    • #14

    wenn wir als Prüfton mit 50Hz einverstanden sind genügt das Multimeter vom Aldi :wink:

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    7.900
    • 11. Juli 2007 um 21:03
    • #15
    Zitat von "DJ_Chaos"

    Laut Wikepedia ist bei reinen Sinussignalen kein TRU-RMS Multimeter notwendig.


    Nicht-Echteffektiv messende Multimeter zeigen auch bei Sinussignalen - je nach Modell - häufig nur bis etwa 300 ... 500 Hz (und manche nicht einmal das ...) die korrekte Spannung an.

    Es gibt auf dem Markt mittlerweile zahlreiche Echteffektivmultimeter mit verschieden Bandbreiten ... einige messen bis 5 kHz, die besseren bis 20 kHz (z.B. FLUKE-87) ... und einige (z.B. mein FLUKE-189 :)) sogar bis 100 kHz Bandbreite.

    Da nicht sinusförmige Signale zur Grundfrequenz zusätzlich sog. "Obertöne" beisteuern, erhält man auch mit Echteffektivmultimetern - je nach Bandbreite - leicht unterschiedliche Messresultate.

  • Online
    Jürgen Klingel
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    4.860
    • 12. Juli 2007 um 00:45
    • #16

    Hallo,

    als Lastwiderstand gerne genommen:
    zwei Heiz-Ölradiatoren (garantierte Wärmeabfuhr) mit Stufenschalter und je 2 kW, wenns nicht mit dem Widerstand hinhaut, darf auch noch ein Bügeleisen... :oops:

    Zum Messen 50 Hz aus nem 5 V Trenntrafo, ist halt Netzfrequenz, also nicht der perfekte Sinus, aber preiswert... und jedes Popel-Multimeter kommt damit klar :wink:

    Auf +-20Watt würde ich mich mit der einfachen Methode nicht festlegen, aber zum Testen, ob ein Amp dauervollgasfest ist langts :grin:

    Mögen Dir keine dunklen Rauchwolken die Sicht nehmen (frotzel!)

    Gruß, Jürgen

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 15. Juli 2007 um 09:17
    • #17
    Zitat von "Jürgen Klingel"

    Zum Messen 50 Hz aus nem 5 V Trenntrafo, ist halt Netzfrequenz, also nicht der perfekte Sinus, aber preiswert... und jedes Popel-Multimeter kommt damit klar :wink:

    Das sollte eine recht zuverlässige Auskunft liefern (bevor das schöne Thema hier in der Versenkung verschwindet ...)

    Bleibt zu bedenken:
    Manu schrieb: plöp
    DirkB schrieb: knister + rauchel

    Das bezog sich auf die aus diesem Verfahren resultierende Sinusdauerbelastung, für die moderne Musikverstärker (ausgenommen ELA Geräte) ausdrücklich nicht konzipiert sind, eine Überlastung wäre somit unmittelbare Folge.

    Um bei der Bastlerlösung zu bleiben:

    Gibts ja auch Sinus Burst Messung, wir setzen einfach ein Zeitglied unbd tasten unser Sinus in einem festgelegten zeitlichen Verhältnis an und aus. Sofern das innerhalb der zulässigen Crestfaktors geschieht kann unser Fluke (oder sonstiges Multimeter) nun messen, und während der Ton an ist drücken wir mal auf HOLD.
    So kommt das schon recht preiswert zum Sinn.

    Selbstbau Bastlervorschlag:

    Wien-Robinson Generator (liefert einen extrem sauberen klirrarmen Sinuston ab der sich auch schön einstellen läßt) mit einem astabilen Multivibrator zum Einstellen Tast + der Mutezeit (Crestfaktorpoti), kalibirieren auf 0dBu Ausgangsspannung.

    Shunt: Restposten Hochlastdrahtwiderstände parallelschalten und auf ein Kühlblech montieren,
    umschaltbar 2 - 4 - 8 - 16 Ohm RL

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • ometa
    Beiträge
    712
    • 7. November 2008 um 01:20
    • #18

    Wenn ich nicht wissen will, wieviel Maximalspannung mein Amp liefert, sondern ich meinen Amp auf 1 Watt einstellen möchte, wie gehe ich da simpel und kostenlimitiert vor?
    Es geht letzten Endes darum, dass ich meine Chassis mit 1 Watt auf 1 Meter messen möchte. Ich weiss, dass die diversen Messprogramme ihre eigenen Kalibrierungstools und evtl. ihre Messboxen mitbringen.
    Ich möchte das auch nur in etwa mitteln.

    Also worum es mir am Ende geht, ist der Punkt, dass ich zwei unterschiedliche Mess-Amps habe und an beiden soll hinten ca. 1 Watt rauskommen.
    Ich könnte jetzt das selbe Chassis an beiden Amps gleich messen und gucken, bis sich die gemessenen Kurven decken.
    Aber das wollte ich halt noch mal gegenmessen - mit einem Peaktech 3360 DMM

    http://www.peaktech.de/sessions/1Rjqk1WvMDILIdI89nIE/de/produkte/?TopCatalog=20&SubCatalog=21&ScanCatalog=21

    Ich hab weder Oszi, noch Fluke, oder F-Generator.
    Wie könnte so eine "Referenz-Messmethode" für mein (nicht) vorhandenes Equipment aussehen?
    Als Anregungssignal wollte ich das (modifizierte) "Pink-Noise"-Signal von der ATB-Signal-CD (Track1) verwenden (oder irgendein anderes zugängliches - das ihr mir empfehlt, welches ich über einen HiFi-CD-Player abspielen kann).

    Ich hab einen Keramikwiderstand mit 8,2 Ohm, 20 Watt und 5% Toleranz. Schliesse ich den wie ein Chassis an einen Ausgang an und messe die Spannung mit dem ATB-Pink-Noise, bis etwa 2,83 Volt angezeigt wird, und dann "steht" mein Amp auf etwa 1 Watt?

    http://www.nachdenkseiten.de

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 7. November 2008 um 07:15
    • #19
    Zitat von "ometa"

    Wenn ich nicht wissen will, wieviel Maximalspannung mein Amp liefert, sondern ich meinen Amp auf 1 Watt einstellen möchte, wie gehe ich da simpel und kostenlimitiert vor?

    Ich hab weder Oszi, noch Fluke, oder F-Generator.
    Wie könnte so eine "Referenz-Messmethode" für mein (nicht) vorhandenes Equipment aussehen?

    Für eine ganze Reihe Probleme gibt es keine No-Budget-Lösungen. Solange Du zu geizig bist, Dir wenigstens den elementarsten Meßgerätepark, bestehend aus AC-Voltmeter (mindestens den ganzen NF-BEreich umfassend), Funktionsgenerator, Oszilloskop (kostet nun wirklich nicht mehr die Welt) anzuschaffen, kannst Du solche Messungen eben nicht durchführen.

    MfG

    DirkB

  • ometa
    Beiträge
    712
    • 7. November 2008 um 11:59
    • #20

    Beim ARTA-Ringversuch wird zum Messaufbau eine einfache Messkette gezeigt (Seite 2):
    http://www.matthiasleger.homepage.t-online.de/ARTA-Ringversu…ngen_Runde2.pdf
    Stellt das eine allgemeingültige Kalibrierung dar (U=2,83 V -> 1Watt/8Ohm)? Oder ist das nur eine Kalibrierung für diesen einen Aufbau, da nur mit einer Frequenz (100 bzw. 500) und nicht mit rosa Rauschen gemessen wird?

    http://www.nachdenkseiten.de

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