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Very ULB "Stagebox"

  • mike j.
  • 23. April 2007 um 15:46
  • mike j.
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    2.924
    • 23. April 2007 um 15:46
    • #1

    Habe mir einmal gedacht so ganz billig eine galvanische Trennung zu erzeugen und zwar einfach eine XLR Buchse Male und das gleiche Female und diese beiden (alle 3 Pins) mit einem Kondensator verbinden. Größe dieses Kondensators sollte doch 470µF bei 16V ausreichen.

    Also so wie es in den meisten Amps als Subsonicfilter auch in der Signalleitung ist am Eingang.

    Nun die Frage:

    Verändere ich jetzt hier Hörbar irgendwelche Frequenzgänge, wenn man das in einen Signalweg einbaut?

    Gedacht ist es schnell, einfach, platzsparend und unkompliziert eine galvanische Signaltrennung zu erzielen und eine Brummschleife in den Griff zu bekommen.

    Bitte jetzt nicht "Kauf dir eine Passive" oder so, ich will nur wissen ob es grundsätzlich geht.

    Edit: Habe es gerade gebaut mit ´22µF Elkos und es scheint einmal rein Signaltechnisch recht gut zu klappen.

  • manuela
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    • 23. April 2007 um 17:22
    • #2
    Zitat von "Mike J."

    Habe es gerade gebaut mit ´22µF Elkos und es scheint einmal rein Signaltechnisch recht gut zu klappen.

    hoffentlich bipolare.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • tufkadib
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    • 23. April 2007 um 17:22
    • #3

    Glaubst Du nicht, wenn man derartig unkompliziert Brummschleifen eliminieren könnte; würden sich die Hersteller guter Mischpulte / Verstärker / DI-Boxen die teuren Übertrager sparen?

    MfG

    DirkB

  • kiki
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    • 23. April 2007 um 18:33
    • #4

    kondenssatoren haben die eigenschaft, dass der widerstand abhängig der frequenz ist ... soweit noch nicht übermäßig tragisch.

    allerdings belastest du deinen ausgangstreiber (mischpult/mikro) gerade bei den leistungsschwachen hohen frequenzen unnötig. heißt, bei nem mikro schließt du die höhen quasi kurz und sorgst damit für ne höhenarme widergabe. außerdem funktionieren keine kondensatormics mehr. wenn du damit leben kannst bzw bei linepegeln wo der ausgangstreiber vernünftig leistung hat, klappt die übertragung.

  • tufkadib
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    2.687
    • 23. April 2007 um 19:26
    • #5
    Zitat von "KiKi"

    kondenssatoren haben die eigenschaft, dass der widerstand abhängig der frequenz ist ... soweit noch nicht übermäßig tragisch.


    Soweit richtig.

    Zitat

    allerdings belastest du deinen ausgangstreiber (mischpult/mikro) gerade bei den leistungsschwachen hohen frequenzen unnötig. heißt, bei nem mikro schließt du die höhen quasi kurz und sorgst damit für ne höhenarme widergabe.

    Nein, denn der Eingangswiderstand der Senke liegt zu den kapazitiven Blindwiderständen noch in Reihe. Probleme gibt es eher bei den tiefen Tönen.

    MfG

    DirkB

  • mike j.
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    2.924
    • 23. April 2007 um 20:25
    • #6
    Zitat

    hoffentlich bipolare.

    Nein, sind normale. Denke dass bei Linepegeln das keine Rolle spielt (siehe nahezu 100% aller Audiogeräte die so herum sind. Eingang, dann ein Kondensator in der Leitung (Elko mit 10µ oder sowas) und dann ´meist 20k Ohm nach dem Kondensator gegen Masse.).


    Glaubst Du nicht, wenn man derartig unkompliziert Brummschleifen eliminieren könnte; würden sich die Hersteller guter Mischpulte / Verstärker / DI-Boxen die teuren Übertrager sparen?

    Es funktioniert so einmal mit den Kondensatoren. Wenn mans braucht ist man sicher um die Kondensatorversion froh, wenn grad keine DI zur Hand. Habs gebaut mit dem Hintergedanken "besser wie nichts".

    Zitat

    Nein, denn der Eingangswiderstand der Senke liegt zu den kapazitiven Blindwiderständen noch in Reihe. Probleme gibt es eher bei den tiefen Tönen.

    das ist korrekt so. Habs soeben mit einem Spektralanalyser und Rosarauschen gemessen, nahezu kein Unterschied ob das Ding in der Leitung ist oder nicht ;)

  • uncelsam
    Verifiziert
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    771
    • 26. April 2007 um 07:21
    • #7

    Hallo zusammen,

    also eine galvanische Trennung ist das sicherlich nicht!

    Zitat

    Wenn es für Ladungsträger keinen Weg gibt, aus einem Stromkreis in einen anderen zu fließen, spricht man von galvanischer Trennung der beiden Stromkreise. Zwischen den Stromkreisen besteht dann keine elektrisch leitfähige Verbindung.

    Sicherlich kann geht das über Kondensatoren, aber leider nicht über einen einfach Reihenschaltung mit normalen Kondensatoren, und vor allem nicht im NF bereich...

    Ausserdem frage ich mich gerade was Du mit dem Ding anfangen willst??

    Bei der Symetrischen Signalführung via XLR gibt es in der Regel eine GND-Lift Schalter mit dem man Brumschleifen verhindert.

  • DaftMedia
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    • 26. April 2007 um 13:45
    • #8

    da Brummstrom ja tieffrequent ist kann ein Kondensator schon helfen, diesen zu eliminieren allerdings nie vollständig und sauber.
    Viel effektiver ist eine echte Galvanische Trennung bei der man die Masseverbindung komplett auftrennen kann.
    Oft reicht aber schon ein Kondensator und zwar in der Masseleitung!
    In den Signalleitungen filter man sich damit nur die tieffrequenten Signale raus. Allerdings könnte man das zu einem zuschaltbaren Tiefpass umfunktionieren, damit kann man ja auch schon so manches 100Hz Brummen herausfiltern.

    If you can't fix it with gaffa, it's destroyed.

  • maccaldres
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    • 27. April 2007 um 11:03
    • #9

    ein kondensator als trennung, um brummschleifen zu vermeiden ist unsinnig

    da ein kondensator keine galvanische trennung darstellt (genauso wenig wie eine dibox OHNE übertrager) und wechselspannung immer durchlässt (halt frequenzabhängig) und woher willst du wissen auf welcher Frequenz dein brummen liegt, es muss ja net immer ein Netzbrumm sein.

    der eingangskondensator in geräten soll es meistens eher vor gleichspannung schützen, was die meisten OPs killen würde.

    Meister für Veranstaltungstechnik

    AUDIODEMON - Audioengineering & Tourservice

  • mike j.
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    2.924
    • 27. April 2007 um 14:08
    • #10

    Basieren tut meine Idee auf einem recht eigenartigen "Erlebnis" mit einem Funkmic:

    Es war gewünscht ein Shure EUT an ein Pioneer 500 Pult anzuschließen, jedoch brummte das ganze wie die s**. Ist ja nicht so schlimm, DI Box rein und gut ist (Palmer 4 fach aktiv). Groundlift rein und es brummte immernoch... Man hat den Fehler hier nie gefunden und ist mit einem Kabelmic dann gefahren.

    Aus dem heraus kommen mir die verrücktesten Ideen und eine davon ist dieses Low Budget Kondensator dings. Die Idee wurde von einem Mantelstromfilter für die TV Antenne (Kabel TV macht da recht Probleme) in den NF bereich einfach übertragen und funkrioniert auch so weit.

  • DaftMedia
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    1.169
    • 27. April 2007 um 15:05
    • #11

    Der Kondensator wirkt einfach als Hochpassfilter und somit auch als Gleichspannungsbarriere. Deswegen wurde das Brummen wahrscheinlich behoben.
    Echtes Netzbrummen liegt aber nicht bei 50Hz alleine, man hört vielmehr die Oberschwingungen bei 100Hz usw. Da hilft dann ein Kondensator in der Leitung nicht sonderlich viel.
    Er verhindert aber wirklungsvoll einen Potentialausgleich (jedenfalls die Gleichspannungsanteile) über die Masseleitungen, eben weil er keine Gleichspannung durchlässt.

    If you can't fix it with gaffa, it's destroyed.

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 27. April 2007 um 17:39
    • #12
    Zitat von "Mike J."

    Aus dem heraus kommen mir die verrücktesten Ideen und eine davon ist dieses Low Budget Kondensator dings. Die Idee wurde von einem Mantelstromfilter für die TV Antenne (Kabel TV macht da recht Probleme) in den NF bereich einfach übertragen und funkrioniert auch so weit.

    Du mußt aber auch berücksichtigen, daß das Brummen, welches durch das Mantelstromfilter eliminiert wird, sich zumeist breitbandig auf den NF-Bereich erstreckt (das hört man selbst aus den Hochtönern), während das Nutzsignal HF ist.
    Diesen Abstand zwischen Stör- und Nutzfrequenz hast Du bei einer Brummschleife in einer reinen NF-Anlage nicht.

    Die einzig sinnvolle Lösung zur Unterbrechung der Brummschleife ist der Einsatz eines Trennübertragers. Bei etwas besseren Mischpulten sitzt sowas an jedem Ein- und Ausgang.

    MfG

    DirkB[/b]

  • uncelsam
    Verifiziert
    Beiträge
    771
    • 27. April 2007 um 23:28
    • #13
    Zitat von "DirkB"

    In welcher Klasse denn??

    Selbst die ganz große Tische wie, Soundcraft Series Five, oder Yamaha PM5000 und PM5-D, haben das!

  • manuela
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    • 28. April 2007 um 06:12
    • #14

    er meint Midaskonsolen, da bekommst du Trennübertrager ( Jensen Transformers) als Option wenn du sie gleich mitbestellst, für die Eingänge, die Ausgänge und auch für die Inserts. Kann man auch nachrüsten.

    lG Manu

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 28. April 2007 um 14:13
    • #15

    Zum Beispiel. Oder ältere Mischpulte aus der Studiotechnik.
    Ich meine damit allerdings nicht irgendwelchen mit "Studio" gekennzeichneten Schraddel aus der Bucht, sondern Sachen, die den Qualitätsvorgaben der Studiotechnik Rundfunk (Ex-DDR) bzw. der ö/r Sender (BRD) genügen. :)
    Bekommt man manchmal billig. Wenn man auch nicht alle Möglichkeiten nutzt (kaum ein Beschaller wird seine Mikros per Kanalregler rotsetzen wollen), qualitätsmäßig gibt es an den Geräten nichts zu meckern.

    MfG

    DirkB

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