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Einfluss von Undichtigkeiten?

  • Mechwerkandi
  • 26. Januar 2008 um 14:18
  • Mechwerkandi
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    • 26. Januar 2008 um 14:18
    • #1

    Hat jemand schonmal das o.g. Thema untersucht oder kann auf eine Publikation hinweisen?

    "Undichtigkeiten" meint selbstverständlich keine Resonatoröffnung... :grin:

    ... sondern die allfälligen Lässlichkeiten in Form von z.B. Ritzen zwischen Chassis und Gehäuse, undichte Steckverbindungen/Griffe, all so was.

    Macht sich das bemerkbar, wenn ja, wie? Summenfehler?

    Eine Fuge zwischen Chassis und Gehäuse müsste sich rein physikalisch wie ein abhängiger Strömungswiderstand verhalten, dessen Widerstand mit steigendem Volumenstrom zunimmt.

    Hat schonmal jemand eine Druckverlustprüfung an dem CB Gehäuse oder einer Backchamber durchgeführt?
    Wenn das so wäre, dann würde sich manche Überlegung relativieren, weil das Denkmodell ja von einem Idealzustand ausgeht.

    Ich habe nur ein einziges Beispiel in der Literatur gefunden, wo mal versuchsweise jemand ein kleines Loch in eine HIFi CB gebohrt hat.
    Die Bohrung liess sich an Impedanzschrieb als Einbruch deutlich nachweisen.

  • Jobsti
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    • 26. Januar 2008 um 14:49
    • #2

    Joa beim CB siehste das ggf in der Imp. Messung, Hörtechnisch sollte man aber nur nen unangenehmes Zischen hören.

    Bei BR sollte man das auch messen können, wird man aber denke ich nicht so deutlich rauslesen wie bei CB.

    Kommt immer drauf an, wie groß deine Öffnung ist.
    Um so lauter es wird um so mehr Zischt es und theoretisch sollte es sich dann auch imemr weniger auswirken auf ne Messung als wenn's nicht undicht wäre.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
    http://www.audiofotos.eu | Kostenfreier Bilderhoster für eure Forenbilder
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  • Mechwerkandi
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    • 26. Januar 2008 um 15:23
    • #3

    "Zischen" meint Strömungsgeräusche im Hörbereich, richtig?

    Würden die nicht in dem Musikprogramm untergehen?

    Ich könnte mir so eine Geräuschkulisse vorstellen, wenn ich das undichte Gehäuse mit Druckluft beaufschlage.
    Jetzt hab' ich aber ja üblicherweise Druckverhältnisse mit periodisch wechselnden Vorzeichen, huuuuuu...

    Das ist ja ein Lautsprecher und kein Gasgenerator, üblicherweise...

    Eins ist klar, wenn das Loch im Sinne von technischem Mangel zu gross wird, hat es irgendwann einen Resonator. :wink:

    Nachsatz:
    Ist dann ein BR eine CB mit einem gewollten Mangel oder eher eine KU?
    (Achtung, provokant!) :grin:

  • Jobsti
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    • 26. Januar 2008 um 16:34
    • #4

    KU!
    Mangel wärs nur, wenns Loch viel zu klein wäre. Wie im echten Leben 8)

    Obs untergeht weiß ich net bei PA, ich baue immer gescheit ;)

    Aber bei HiFi hatte ich das mal im Heimkino, Aktivmodul war nicht dicht,
    das hat doch sehr gestört.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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  • Mechwerkandi
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    • 26. Januar 2008 um 17:01
    • #5
    Zitat von "Jobsti84"

    KU!
    Obs untergeht weiß ich net bei PA, ich baue immer gescheit ;)

    Ich bin mir beinahe sicher, das die Strömungsgeräusche in dem allgemeinen Lärm meistenteils untergehen.

    Bleibt die Frage, wie sich die Undichtigkeit über die Geräuschentwicklung hinaus auswirkt.

    Due ganzen CB Denkmodelle gehen ja von einem idealen Zustand aus, im Sinne von "dicht".
    Jetzzt ist das Dingens aber nicht dicht, sondern, zunächst mal irgendwie, undicht.
    Was passiert dann?

    Wir sind uns darüber einig, das der Strömungwiderstand der Undichtigkeit, zunächst mal undefiniert, die Systemgüte beeinflusst und obendrein auch noch pegelabhängig ist.

  • DJheini
    Moderator
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    4
    • 26. Januar 2008 um 18:05
    • #6

    Worauf möchtest du hinaus? Inweit sich da ein sogenanter "akustischer Kurschluss" einstellt?
    Genau den gibt es doch, in unterschiedlich starker Auswirkung, bei nicht "berechneten Undichtigkeiten".
    Die berechneten/ gewollten wären da ja z.B. BR, BP usw.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • ukw
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    • 26. Januar 2008 um 18:56
    • #7

    Moin Andi,
    ich hatte das Problem bei meinem Minihorn => siehe http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&forum_id=104&thread=7200&postID=53#53

    Weil ich die Öffnung nicht verschließen kann ohne dahinter eine heftige Kompression zu bekommen - habe ich es derzeit noch offen.
    Ich kann aber - wenn es Dir wichtig ist - die Öffnung mal dicht spaxen und eine Impedanzmessung machen.
    Ich vermute, die Messung wird anders ausfallen aber ob es hörbare Auswirkungen hat?
    Ich glaube kaum. Ich höre nur bei bestimmten Liedern mit langanhaltenden Bässen und 60 Hz Tiefpass das Zischeln der Luft aus der Polkernbohrung.
    Der Bass ist - CB typisch - sehr straff + ehr leise, aber konturiert. Mann hört also nicht nur den einen Ton ...
    Dafür spürt man jeden "Bumm" in Form einer heftigen Erschütterung ohne viel vom "Bumm" zu hören.

    Und ich hab wenig Probleme mit thermischer Powerkompression :)
    + der Magnet wird nach mehreren Stunden "Full Pull" nur lauwarm .

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • Jobsti
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    • 26. Januar 2008 um 19:33
    • #8

    Dicht spaxxen, da machste ja quasi die Bohrung zu,
    na pass ma auf, dass da die DC dran bleibt ;)

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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  • twin
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    572
    • 26. Januar 2008 um 22:07
    • #9

    Ich hatte mal ein Basshorn zur Reparatur hier, bei dem sich herausstellte, dass zwischen Chassis und dessen Auflagefläche ein winziger Spalt war. Resultat: ein deutlich hörbares Zischen (trotz Hornfaltung) bei jeder Membranbewegung und außerdem Pegelverlust (was allerdings eine subjektive Einschätzung ist).

    Gruß
    twin

    http://www.lautsprecher-technik.de

  • adval
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    113
    • 26. Januar 2008 um 22:18
    • #10

    :shock: Hä, Undichtigkeiten werden doch für jedes Design berücksichtigt!
    Im Modell beschreibt man die über die Verlusfaktoren, so kriegt man die Verluste in die DGLn rein.
    Wieviel und so ist den einschlägigen Publikationen zu entnehmen, von mir aus auch dem unsäglichen Dickason (was für ein schlechtes Buch).

    Oder habe ich Dein Problem grundsätzlich nicht verstanden?

  • audionrg
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    1.648
    • 27. Januar 2008 um 10:03
    • #11

    Hallo

    ich habe mehrere BP hörner. Ich habe vor kurzem festegestellt, dass
    einige der hörner leiser sind als andere (gleich bestückt).
    Jetzt habe ich diese mal geöffnet und gesehen dass in der (eigentlich)
    geschlossenen kammer wo der speaker sitzt seitlich ein ca 1mm breiter spalt ist. Könnte es sein, dass der Pegelunterschied daher kommt ?
    Es sind doch ca 4 db.

    gruß thomas

  • ukw
    Verifiziert
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    1.566
    • 27. Januar 2008 um 15:59
    • #12

    Ja

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • ljbigfish
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    1.080
    • 27. Januar 2008 um 18:37
    • #13

    Abend,

    enifach mit Heißkleber zukitten. :grin:

    Simon

  • Mechwerkandi
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    • 27. Januar 2008 um 19:29
    • #14
    Zitat von "DJheini"


    Worauf möchtest du hinaus?

    Auf eine möglichst globale Betrachtung dieser allfälligen Lässlichkeiten.

    CB heisst ja zunächst mal zwingend: dicht. Richtig dicht.
    Ein bisschen dicht gibt es ja nicht. :grin:

    Ich kann mich an alte Celestion-Chassis erinnern, da war die Dustcap aus so einer Art imprägniertem Gewebe, durch die das Licht schien.
    Die waren definitiv nicht dicht.

    Wie weit die Undichtigkeit sich im Betrieb bemerkbar macht, das müsste man sich fallweise ankucken, völlig richtig.
    Ich wäre mir z.B. nicht sicher, Verluste nur zu schätzen und als Korrekturwert zu behandeln.

    Mich würde wirklich interessieren, wie sich so eine erkannte Leckage wie von ukw oder twin messtechnisch auswirkt.
    Kommt dabei nichts ingange, vergessen wir's.
    Hörbar ist es offenbar.

  • ukw
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    1.566
    • 27. Januar 2008 um 21:24
    • #15

    Andi, mich würde interessieren

    - ob so ein Gehäuse sich noch CB typisch verhält oder nicht.
    - ob eine Simu von dem Gehäuse noch aussagekräftig ist
    - wo die Grenzwerte liegen (Bspw. bis 0,5% Undichte - bezogen auf Membranfläche - ist es noch quasi CB usw.)
    - Auswirkungen einer kontrollierten Undichte in CB oder bei Rückkammern von FL Hörnern

    Bei schlecht montierten Diaphragmen von BMS 4590 Treibern hatte eine minimale Undichtigkeit einen drastischen Verlust im Tiefmittelton zur Folge :!:

    Nachtrag: Bei dem Minihorn ist die Undichte sehr gering (Durchmesser des Polkerns 40mm )
    akustischer Kurzschluss ist - aufgrund der Entfernung von 1,6 m zur Membranvorderseite und der geringen Fläche - irrelevant

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • Peerless
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    • 28. Januar 2008 um 07:52
    • #16

    [quote="Mechwerkandi"]
    CB heisst ja zunächst mal zwingend: dicht. Richtig dicht.
    Ein bisschen dicht gibt es ja nicht. :grin:
    [quote]

    ich würde ja mal sagen, dass eine lautsprechermembrane nie wirklich dicht ist....

    http://www.ae-rental.de

  • Mechwerkandi
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    • 28. Januar 2008 um 08:48
    • #17
    Zitat von "Peerless"


    ich würde ja mal sagen, dass eine lautsprechermembrane nie wirklich dicht ist....

    Könnt' ich auch nicht verifizieren....
    Ich wär' jetzzt einfach mal davon ausgegangen das, Pappteil an sich dicht ist.
    Die Dustcap, bin ich sicher, bei einigen Typen nicht. Die Membranaufhängung, doch, könnte ich mir vorstellen, zumindest solange sie noch heil ist. :wink:

    @ ukw:
    Akustischer Kurzschluss, so weit war ich noch gar nicht, obwohl der Ansatz sicherlich vorstellbar ist.

    Weitergedacht:
    Wenn ich mir an einem üblichen 15"ller was Verhältnis von Membran zur Dichtfläche ankucke, dann ist das reicn technisch gesehen sicherlich eher wenig, gerade mal 1 cm rundum.
    Montiert auf ein, na ja, Brett mit grossen Löchern.
    Das Ganze ist auf alle Fälle kein statisch überbestimmtes Konstrukt... :wink:

    Eins ist auf alle Fälle klar:
    Der Zusammenhang ist pegelabhängig.
    Was im Moment noch dicht hält, muss es bei Vollgas nicht sein.

    Zitat


    Auswirkungen einer kontrollierten Undichte in CB oder bei Rückkammern von FL Hörnern


    Dynaudio - Variovent?
    Das war mal sehr populär...

  • Peerless
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    • 28. Januar 2008 um 08:54
    • #18

    an einen akustischen kurzschluss glaube ich weniger, dafür ist der pegel, der über die undichtigkeit entweicht einfach zu gering im verhältnis zu dem was die membrane abstrahlt... (mag sein, dass man an gewissen punkten 0.5db verliert)

    eine membrane ist definitiv nich dicht, ansonsten könnte man laut bernd häuslers aussage das "gehäuse innere" nicht höhren. sprich ein teil des schalls im gehäuse gelangt weiterhin durch die membrane (darum sollte man auch closed box bedämpfen)

    der variovent ist im grunde ja nur ein fliesswiderstand... sprich die verluste nehmen mit dem pegel zu, bis man am ende quasi eine closed box sieht :) das gleiche wirst du mit deinen undichtigkeiten haben, sprich bei hohen pegeln fallen die eigentlich nicht ins gewicht, allerdings machen sie unschöne nebengeräusche


    achja, so was lässt sich mit lspcad simulieren

    http://www.ae-rental.de

  • adval
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    113
    • 28. Januar 2008 um 09:29
    • #19

    Und nix anderes als ein Fließwiderstand sind die üblichen Undichtigkeiten auch und lassen sich auch so modellieren.
    Messtechnisch äußert sich das in der Impedanz so, dass an der Resonanzfrequenz das Maximum kleiner wird und der Kurvebverlauf breiter.
    Wenn man es mit der Undichtigkeit übertreibt und diese schon ein Loch darstellt, gibt's in der Impedanzkurve ein zweites Maximum.

    Nochmal was zu der absoluten Dichtheit: erstens geht das nicht, zweitens würde das den Betrieb arg stören: Man stelle sich die statische Membranauslenkung bei Luftdruckveränderung vor!
    Also: dicht muss es soweit sein, dass das, was durch den Fließwiderstand entweicht oder angesogen wird sehr wenig ist, im Vergleich zu dem, was im Gehäuse komprimiert wird.
    Da kann man sich auch ein paar Formeln raussuchen, die jeder aus dem Bereich Thermodynamik kennen sollte.

  • Mechwerkandi
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    Beiträge
    7.712
    • 28. Januar 2008 um 12:20
    • #20
    Zitat von "Peerless"


    eine membrane ist definitiv nich dicht, ansonsten könnte man laut bernd häuslers aussage das "gehäuse innere" nicht höhren. sprich ein teil des schalls im gehäuse gelangt weiterhin durch die membrane (darum sollte man auch closed box bedämpfen)

    Ist es nicht eher so, das die Membrane durch reflektierte Wellen aus dem Gehäuseinneren temporär angeregt wird?
    Das hat dann aber mit der Dichtigkeit nix zu tun.

    In einer nicht, bzw. unzureichend bedämpften CB kann ich die Gehäuseabmessungen aus dem Impedanzschrieb 'rauslesen... :wink:

    @ adval:
    "Schleichende" Undichtigkeiten sind wohl unvermeidbar, das fängt schon bei den Anschlüssen an.
    Es gab früher mal Blindstopfen für 1/4" jacks, da muss sich einer was bei gedacht haben... :wink:

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