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Fragen zu passiver Frequenzweiche

  • Peter Eder
  • 14. Juli 2008 um 15:57
  • Peter Eder
    Beiträge
    15
    • 14. Juli 2008 um 15:57
    • #1

    Hallo Leute,
    geht um die passive Frequenzweiche die in den 15" Subs
    Craaft aa PI 615 S (4 Ohm in, 8 Ohm SAT-Out, 600/1200W) eingebaut sind.

    Normalerweise betreib ich die gemeinsam mit AZ CD12 an ner Peavey CS3000 (http://www.peavey.com/products/brows…tem/112579/CS(R)%203000.cfm ) und hat bisher auch gut funktioniert.

    letzens hab ich sie bei nem kleinen fest (<50 pax, outdoor) eingesetzt und aus aufwands/location gründen ein anderes, reduziertes setup gewählt:

    behringer pult mit mono/sub-out und eingebautem tiefpass (ca 100hz) in den ersten kanal der peavey, dann in den In des subs.
    die topteile waren seperat an die verstärkten anschlüsse des powermixers angeschlossen. am sat-out des basses hing also nichts.

    nach ein paar stunden betrieb bemerkte ich auf einmal rauch aus dem subwoofer. pegelmäßig sollte alles im grünen bereich gewesen sein, amp hat zumindest nicht geclippt.

    also aufgeschraubt, und siehe da, ein kondensator war so stark erhitzt, dass wohl das elektrolyt verdampft ist... hab mir damals leider nicht gleich makiert welcher es war, denn inzwischen (bin erst jetzt zum aufschrauben gekommen) sehen alle kondensatoren optisch wieder ok aus.... auf funktion hab ich noch nicht getestet, da ich erst mit dem intakten gegenmessen wollte...

    an was liegts denn jetzt?

    fehlbedienung - sprich, darf ich das ding nicht ohne angeschlossenen sats betreiben?

    überlastung - glaub ich eher weniger weil ich die dinger zusammen mit den cd12 schon öfters lauter nächtelang gefahren bin

    materialschwäche/abnützung - alterung? evtl kondenswasser (outdoor)?

    ich weiß leider nicht genau wie alt die boxen sind, ich schätz aber mal irgendwas >>5 jahre. die 18db weiche macht nicht unbedingt einen vertrauenserweckenden eindruck, naja low-budget halt...
    natürlich hab ich schon viel richtung aktiv-trennung gedacht, aber die anlage wird 80% zum proben meiner band verwendet und die restliche zeit bei kleineren parties usw... die ausgaben für ne zweite endstufe schrecken mich also ab... wird also eher erst ein thema falls ich mal 2 subs dazustelle...

    Vielen Dank für eure Hilfe!

  • ralle14
    Reaktionen
    117
    Beiträge
    2.512
    • 14. Juli 2008 um 16:50
    • #2

    Hat das Teil nen Hochpass für die Tops mit 12dB oder mehr? Zumindest die Bezeichnung "Sat out" könnte darauf deuten. Wenn ja, könnte das ganze angefangen haben zu schwingen.

  • Peter Eder
    Beiträge
    15
    • 14. Juli 2008 um 17:21
    • #3

    ja, müssten sogar 18dB sein:

    hab mir den aufbau mal rausgeschaut.... werte stehen keine drauf:

    http://www.kgn-projects.net/files/frequenzweiche.jpg

  • fks
    Beiträge
    354
    • 17. Juli 2008 um 20:51
    • #4

    Zumindest der 1. Kondensator im Hochtonzweig (nach + IN) sollte gegen einen MKT Folienkondensator (mind. 100 V) ausgetauscht werden - evtl. mehrere Folienkondensatoren parallel schalten um auf den gleichen Wert (uF) zu kommen

  • Wolfgang
    Beiträge
    1.377
    • 17. Juli 2008 um 22:56
    • #5

    wenn am sat-ausgang nix hängt, ist das filter unterdämpft. es resoniert also auf seiner polfrequenz ( erster hochpass-c und parallelspule), was zu sehr hohen belastungen an den kondensatoren führt. dadurch hast du sie beschädigt.

    viele passive sub-sat kombis nutzen daher nur einen simplen kondensator als hochpass, da der bei nicht angeschlossener last nicht beansprucht wird.

    gruss wolfgang

    Gruss
    Wolfgang

  • Jürgen Klingel
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    508
    Beiträge
    4.861
    • 18. Juli 2008 um 00:22
    • #6
    Zitat von &quot;Peter Eder&quot;

    also aufgeschraubt, und siehe da, ein kondensator war so stark erhitzt, dass wohl das elektrolyt verdampft ist... hab mir damals leider nicht gleich makiert welcher es war, denn inzwischen (bin erst jetzt zum aufschrauben gekommen) sehen alle kondensatoren optisch wieder ok aus.... auf funktion hab ich noch nicht getestet, da ich erst mit dem intakten gegenmessen wollte...

    IMHO haben in PA-Boxen dieser Leistungsklasse Elektrolytkondensatoren keine Daseinsberechtigung, deren schlechter tan Delta sorgt für hohe interne Verluste, die auch den Platzer bei resonierendem Hochpass erklären würden.
    Ein Spannungsfester Folienkondensator hätte wahrscheinlich durchgehalten, vielleicht wären hier ein paar Euro für MKT-Kondis gut angelegt.

    Gruß, Jürgen :)

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • Heini
    Beiträge
    1.455
    • 18. Juli 2008 um 00:37
    • #7
    Zitat von &quot;Wolfgang&quot;

    viele passive sub-sat kombis nutzen daher nur einen simplen kondensator als hochpass, da der bei nicht angeschlossener last nicht beansprucht wird.

    du meinst eine 6dB trennung im HP? da leidet dann aber der klang oder? sinnvoller währe eine abschaltung des HP´s, also einen stylischen Kipschalter mit einzubauen 8)
    zwar nicht die eleganteste lösung, aber am einfachsten

  • Wolfgang
    Beiträge
    1.377
    • 18. Juli 2008 um 01:28
    • #8

    genau das meine ich, eine schlichte 6db-weiche. der erzielbare klang wird in allen fällen, egal ob 6 oder 18 db, ziemlich kompromissbehaftet sein, da die impedanzspitzen der sat-box hier voll mit dem filter wechselwirken.

    nach dem gleichen (resonanzdrossel-)prinzip funktionieren viele neuzeitliche prüfanlagen für hochspannungs-betriebsmittel, die erhaltenen spannungen können wirklich ziemlich hoch werden...die einzige bremse ist der verlust in den kondensatoren und den spulenwiderständen. ich habe starke zweifel, ob ein 160v- oder 250v- folienkondensator das aushält. ein elko schon zweimal nicht.

    gr/w

    Gruss
    Wolfgang

  • Peter Eder
    Beiträge
    15
    • 21. Juli 2008 um 22:11
    • #9

    so, gerade wieder im proberaum gewesen - hier gibts fotos zur frequenzweiche und sub: http://www.kgn-projects.net/files/craaft/

    ja war/ist der serielle kondensator im hochtonzweig...

    mhm, bin gerade beim rumrechnen und bauteile suchen, mhm, ein mkps in der größenordung >=100uF kostet mich mit versand für beide boxen mind. 50 euro .... das ist ne halbe aktive frequenzweiche

    hätt noch eine stk endstufe hier, is zwar irgendein billig amp (afaik conrad oder so, hab ich nicht gekauft sondern mehr oder weniger n dauerleihgabe) nur 200W @ 8 Ohm, aber zum proben sollte das ja langen erstmal für die topteile... später mal ne qsc gx5 oder so.

    wär halt die schönere lösung und klanglich sicherlich auch ein schritt nach vorne... (würd dann wahrscheinlich gleich auf eine controller-lösung a la behringer ultradrive setzen)

    was meint ihr?
    speaker ist übrigens ein craaft/solton 15 XR 600 (4 Ohm) in ca 80l br ... weiß ehrlich gesagt nicht recht wie ich ihn einschätzen soll weil mir der vergleich fehlt, kennt den wer? is das kappa15lf liga oder schlechter/besser?

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    • 21. Juli 2008 um 22:29
    • #10
    Zitat von &quot;Jürgen Klingel&quot;

    Ein Spannungsfester Folienkondensator hätte wahrscheinlich durchgehalten, vielleicht wären hier ein paar Euro für MKT-Kondis gut angelegt ...


    Und das "neue" Impedanzminimum ? :wink:

  • Mechwerkandi
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    • 22. Juli 2008 um 10:04
    • #11

    Grosse Güte, Manfred, was bist Du wieder kleinlich heute.

    Sei doch mal ein bisschen tolerant... :grin:

    Wen interessiert denn schon die Impedanz, Hauptsache der f-gang ist flat.
    Und die Endstufe kann ohnehin zwei Ohm, wenigstenz! :wink:

  • fladdi-for-president
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    468
    • 22. Juli 2008 um 10:18
    • #12
    Zitat von &quot;Mechwerkandi&quot;

    Grosse Güte...


    ...sprach der schwingkreis. :grin:

    "Must be..."

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    7.900
    • 22. Juli 2008 um 11:28
    • #13

    andi
    Mir taten die Spulen in der Weiche einfach leid ... :wink:

  • Mechwerkandi
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    • 22. Juli 2008 um 14:14
    • #14

    Wenn du Gnade willst, sprich mit Gott.

  • fladdi-for-president
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    468
    • 22. Juli 2008 um 16:02
    • #15
    Zitat von &quot;Mechwerkandi&quot;

    Wenn du Gnade willst, sprich mit Gott.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Russells_Teekanne

    "Must be..."

  • Mechwerkandi
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    • 22. Juli 2008 um 16:46
    • #16

    Tja, so ist das manchmal:

    Glauben ersetzt Wissen... :wink:

  • Wolfgang
    Beiträge
    1.377
    • 22. Juli 2008 um 19:46
    • #17
    Zitat von &quot;Sound-Klinik


    Und das "neue" Impedanzminimum ? :wink:

    ...das stellt die benötigte energie zur erzeugung der spannungsüberhöhung bereit...

    ein schönes beispiel für eine transformierende schaltung. viel strom (=^ niedrige impedanz) am eingang wird in hohe spannung am ausgang transformiert... genau diesen trick nutzt der HFler, um impedanzanpassung herbeizuführen!

    gruss wolfgang

    p.s.: die i-kern-spulen sind so schlecht nicht, genau die sitzen in so manchem linearray...
    sehen die kondensatoren denn nicht nach folie aus?!

    Gruss
    Wolfgang

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    7.900
    • 22. Juli 2008 um 20:57
    • #18
    Zitat von &quot;Wolfgang&quot;

    ... das stellt die benötigte energie zur erzeugung der spannungsüberhöhung bereit ...


    ... ein unterbedämpfter Schwingkreis ist nicht ganz unproblematisch ... :wink:

    Zitat von &quot;Wolfgang&quot;

    ... genau diesen trick nutzt der HFler, um impedanzanpassung herbeizuführen


    ... Impedanzanpassung ?
    Meinst du vielleicht Loadmatching ?

  • Wolfgang
    Beiträge
    1.377
    • 22. Juli 2008 um 23:34
    • #19
    Zitat von &quot;Sound-Klinik&quot;


    ... Impedanzanpassung ?
    Meinst du vielleicht Loadmatching ?

    genau, genau...
    eine übliche methode, um (induktive) sprungstellen, steckspalte u.ä. zu kompensieren, aber auch lasten anzupassen. zu finden z.b. in meinke/ gundlach unter "anpassnetzwerke", auch eine der klassischen übungen in der vorlesung hf-technik zum thema smithdiagramm...

    und es ist doch nur scheinbar offtopic...
    gruss wolfgang

    Gruss
    Wolfgang

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 23. Juli 2008 um 09:51
    • #20
    Zitat von &quot;Wolfgang&quot;


    genau, genau...
    eine übliche methode, um (induktive) sprungstellen, steckspalte u.ä. zu kompensieren, aber auch lasten anzupassen.


    Da du es bei Lautsprechersystemen aber (anders als in der HF- und Netzwerktechnik) mit Spannungsanpassung zu tun hast, sehen die Strategien schon etwas anders aus. :wink:

    P.S. Hast du mal ein Beispiel für eine "induktive Sprungstelle" ?

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