Gerade im Reggae-Dub Bereich trifft man ja immer wieder auf Rutschen, i möchte gerne mal den "kult-aspekt" ausser acht lassen und dies auf technische hinsicht beziehen.
Mal eine kurze Zusammenfassung über rearloader:
Sie wurden ursprünglich entworfen um vom tiefen Bassbereich bis hin zu 1000hz zu spielen ( meisten waren das dann 15"er JBL z.B. )
Die direkt strahlende Membran gibt hier den Schall, sagen wir mal 150hz nach oben hin, ab. Alles darunter machte das Horn und es kommt zu einem Einbruch im Frequenzgang in diesem Bereich, da die beiden Flächen ja eine Zeitverzögerung mit sich bringen und nicht mehr in phase sind.
Die Verzerrungen sind bauart bedingt auch höher als bei frontloaded hörnern, der Frequenzgang ist welliger.
Da die meisten rearloader ja heutzutage in 4-wege system spielen, quasi entgegen ihrem eigentlichen sinn und bei 80hz getrennt werden frage ich mich, warum man dann einen backloader überhaupt einsetzt ?!
DENN, jedes mal wenn ich welche ( meistens 18"er mit bestückung der neuesten Generation an Treibern ) höre, muss ich sagen, dass ich noch keinen frontloaded infra gehört habe der da mithalten kann. Sie sind einfach lauter, drücken mehr.
Warum ?
Die sensivity kann doch höchstens genau so hoch, wenn nicht sogar nicht mal so hoch wie bei einem frontloaded horn mit gleicher hornlänge sein .. ?!
Machen die Verzerrungen denn soviel aus, dass es soviel lauter klingt ?
Wäre es dann nicht von Vorteil, den Treiber anders herum, also mit der Vorderseite in das horn strahlend einzubauen ?