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Reparatur (Netzteil) Kenwood KR-A3050

  • Alexander Böhm
  • 15. Februar 2009 um 22:03
  • Alexander Böhm
    Beiträge
    16
    • 15. Februar 2009 um 22:03
    • #1

    Hallo!
    Ein Freund von mir hat mir folgende mail gesendet:
    ich hab einen alten Kenwood KR-A3050 geschenkt bekommen bei dem die Thermosicherung der primären Wicklung definitiv durchgebrannt is und ich kann sie nicht finden um sie auszutauschen.
    Nun will ich den Verstärker mit nem anderen Netzteil verwenden bräuchte aber die Ausgangsspannungen des Netzteils die ich ja leider nicht mehr messen kann.
    des Netzteil selbst hat die Bezeichnung MV7501H1/KS 10C und 5 Ausgänge der Sekundärwicklungen 2x Rot 2x Blau 2x Grau und 1x Schwarz
    die beiden grauen Drähte sind für die Heizspannung der VFD gedacht, welches ich momentan durch ausprobieren mit 3,3 Volt (aus nem PC-Netzteil) betreibe (ist vermutlich ein wenig zu hoch)
    die beiden roten Wicklungen sind mit momentan eher nebensächlich da sie nur für hochohmige Lautsprecher verwendet werden
    wichtig wäre mir zu wissen welche Spannungen an den blauen und dem schwarzen (vermutlich eine Mittelanzapfung oder so) Draht anliegen
    die höhe der heizspannung ware auch interessant
    Falls jemand einen Schaltplan der KR-A3050 oder ein Datenblatt des Transformators für mich hätte würde ich mich sehr freuen
    Ein Datenblaatt eines ähnlichen Verstärkers wäre aber auch sehr nützlich damit ich zumindest einen Anhaltspunkt bezüglich der Spannungen hab

    obwohl ich etwas gegooglet habe konnte ich nichts finden, darum stell ich meine frage mal hier :)

    ~jwacalex

  • Jürgen Klingel
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    • 15. Februar 2009 um 22:51
    • #2

    Hallo,
    mit Daten zum KENWOOD kann ich nicht dienen, aber als Hinweis, "Schaltungsdienst-Lange" in Berlin liefert Anleitungen und Service-Manuals für Consumer-Elektronik, leider nix für PA :?

    Gruß, Jürgen :wink:

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • mr.email
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    • 16. Februar 2009 um 19:57
    • #3

    Die VFD Heizung braucht schonmal unbedingt (!) Wechselspannung (meistens 6,3V AC).

    Das die beiden roten Wicklungen NUR für hochohmige Lautsprecher sind, glaube ich nicht. Sowas wie CLASS H oder ähnliches gibt es bei HiFi nicht wirklich. Ohne einen Schaltplan kommst du da nicht weiter. Dieser wird vermutlich Geld kosten. Oft sind aber die Anschlüsse der Thermosicherung nach aussen zugänglich.

    Auf der anderen Seite würde ich dir Raten solche Basteleien mit 230V unbedingt und dringend zu lassen, wenn du nicht weisst was du da tust!!

    Der Originaltrafo wird leider nicht mehr hergestellt (und ist auch nicht mehr Lieferbar), habe grade noch mal in die Liste geschaut.

    Mit freundlichen Grüssen,

    .:->Mr.EMail<-:.

  • krautundrüben
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    447
    • 17. Februar 2009 um 16:42
    • #4

    Bei der Heizspannung wäre ich ganz ,ganz vorsichtig. ob wechselstrom oder gleichstrom ist prinzipiell egal , nur gleichstrom ist vorzuziehen , um störeinstreuungen in anderen teilen des gerätes zu verhindern.

    6,3V ist die standartheizspannung für viele röhren , aber VFD's haben keine einheitliche heizspannung. versuch am besten rauszukriegen was ausm originalnetzteil rauskam. keine experimente ! zu niedrige heizspannung bedeutet auf kurz oder lang einen großen leuchtstärkeverlust der permanent ist (beschädigung der kathodenbeschichtung) und eine zu hohe heizspannung führt zum durchbrennen der heizdrähte.

    wegen dem trafo : originaldaten herausfinden ,und sich einen neuen wickeln lassen. es gibt über ein dutzend anbieter ,die das preisgünstig erledigen.

  • rockline
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    • 20. Februar 2009 um 10:41
    • #5

    Das ist ja so ein 2 x 50 Watt Receiver.
    Der wird so um die 2 x 30VDC Betriebsspannung an den Netzteilelkos (Zur Versorgung der Audioendstufen) haben. Also irgendwas mit ~ 2 x 20VAC muss der Trafo haben.

    Die Spannung für den Heizdraht liegt tatsächlich nur bei wenigen Volt. Ich habe das nicht im Kopf.
    Die roten Wicklungen haben garantiert nichts mit "hochohmigen" Lautsprechern zu tun, sondern stellen vermutlich die Betriebsspannung für Vorstufe, Radioteil usw. zur Verfügung. Ob das eine einseitige, oder symmetrische Betriebsspannung ist kann ich so auch nicht sagen. Musst schon schauen, wie hoch die geregelte Linearspannung ist (UA Regler, Z-Dioden usw)?
    Der Ersatztrafo muss außerdem um die 200VA können.

  • matthias falke
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    1.844
    • 20. Februar 2009 um 11:32
    • #6

    Beim KR-A3080 sind es 30 Volt, sollte beim 3050 nicht viel anders sein. Die Anschlüsse der Temperatursicherung in der Primärwicklung des Netztrafos müssten eigentlich nach draußen geführt sein. Das ist einfach zu messen. und zu reparieren. Ob das zulässig ist, ist eine andere Frage.
    Gruß Matthias

  • Alexander Böhm
    Beiträge
    16
    • 22. Februar 2009 um 22:39
    • #7

    Hier die Mail, nachdem ich ihm den thread link gesendet habe

    Zitat


    Hallo @all!

    Also erst mal vielen vielen Dank für die ganzen tollen Infos!!!
    Tut mir leid dass ich erst jetzt schreibe, meine Therme war gerade in dieser Woche ausgefallen und ich hatte das Teil fast vollkommen zerlegt...^^.

    Ich hab jetzt noch ein paar Messungen vorgenommen und herausgefunden dass der Wiederstand zwischen den beiden blauen Leitungen doppelt so groß ist wie der zwischen jeweils einer der beiden blauen und der schwarzen Leitung, weshalb ich vermute dass die schwarze Litze die Mittelanzapfung ist und nur eine halb so große Amplitude liefert, richtig?

    Auch interessant ist dass die beiden roten Leitungen zur schwarzen jeweils einen noch höheren (ein paar Ohm) Wiederstand haben als die blauen, weshalb ich vermute, dass die roten Litzen eine noch höhere Spannung liefern als die blauen (der Wiederstand von rot zu blau ist geringer als der von rot zu schwarz).
    Das führt mich zu meiner nächsten Beobachtung^^ die ich auf meiner abenteuerlichen Suche nach der Thermosicherung gemacht habe. Also den Transfotmator hab ich jetzt so gut wie vollkommen auseinander genommen, nur die Wicklungen sind noch intakt, die Sicherung war leider unauffindbar, aber man erkennt jetzt, dass die Litzen die aus dem Trafo kommen (von links nach rechts: rot, blau, schwarz, blau, rot), jeweils, bis auf die beiden äußeren/roten, mit zwei Kupferlackdrahtwicklungen verbunden sind, was die Messungen bestätigt (da müsste die Wicklung angezapft und weitergeleitet werden).

    Bezüglich der Impedanz und den roten Leitungen, also bisher hab ich beobachtet, dass man mit einem Schalter auf der Rückseite entweder zwischen dem blauen oder dem roten Adernpaar hin und her schalten kann und dass diese auswahl dann an einen großen Gleichrichter weitergeleitet wird, der mit ziemlicher Sicherheit den Strom für die Lautsprecher zur verfügung stellt (direkt nach dem Gleichrichter folgen die mit abstand größten 2 Elkos (vermutlich wegen den großen Strömen für die Lautsprecher) die in dem Verstärker verbaut sind und bis maximal 50 Volt ausgelegt sind).
    Auf dem Wahlschalter steht für die roten Leitungen "8 Ohm or more" und für die blauen "less than 8 Ohm".
    Von den blauen Leitungen wird zusätzlich noch die Spannung für den Tuner, die Steuerung, usw abgegriffen.
    Habe auch mit meinem Labornetzteil (ist zwar keine Wechselspannung^^ aber soweit ich erkennen konnte wird sowieso auf der Platine nur mit Gleichstrom gearbeitet (am Eingang überall Dioden)) ein wenig herumprobiert die richtige Spannung zu treffen und bisher nur ein schwaches aufleuchten des VFD`s erzeugen können, aber die Eingänge ließen sich zumindest auf dem Display durchschalten.
    Die Heizspannung ist zwar Gleichstrom mit 3,3 Volt, sollte aber ausreichen, da die Heizdrähte schon leicht glühen und zumindest auf einer Hälfe des Displays sollte man ja eine helle Schrift erkennen können, wenn es an der Gleichspannung läge.
    Seltsamer Weise leuchtet das Display bei einer Spannung von ziemlich genau 35 Volt für den Bruchteil einer Sekunde in normaler Helligkeit auf, habe aber dann nicht weiter rumprobiert, weil ich keinen IC rösten wollte^^.
    Zu guter letzt ist mir ein einziger Spannungsregler auf der Platine im digitalen Teil aufgefallen der mit NEC 7812 beschriftet ist. Für diesen Chip konnte ich leider kein Datenblatt finden, aber für "7812" spuckt Google einige Datenblätter von verschiedenen Spannungsreglern aus die alle mit ca. 19 Volt zu betreiben sind.

    Als ich nun die Eingansspannung gemessen habe kam heraus dass sich diese, egal bei welcher Spannung am Eingang der Platine (5-40 Volt), immer im bereich von 4-5 Volt bewegt, was mich sehr verwundert, da vor dem Spannungsregler nur ein paar Wiederstände liegen und ich mit 99% Sicherheit die richtigen Pins kontaktiert habe^^.
    Die Ansteuerung wird über die Mittelanzapfung als Masse mit Strom versorgt.
    Mehr habe ich bisher noch nicht herausgefunden...^^

    Jürgen Klingel, wollte für den alten Verstärker nich unbedingt das Servicemanual kaufen, aber is ne tolle Site!^^

    mr.email, ja mit der Wechselspannung müsste das VFD denk ich besser Funktionieren, aber da geht mein Ferquenzgenerator in die Knie^^ und ein passendes Netzteil hab ich hier leider nicht finden können.
    Die roten Leitungen führen soweit ich feststellen konnte eine höhere Spannung, und laufen nur durch den "analogen Leistungsabschnitt" der Platine. Sie sind dem Schalter nach für Lautsprecher >8Ohm gedacht, aber dass das ein CLASS H Verstärker ist kann ich mir auch nicht vorstellen, dazu müsste der ja anderst aufgebaut sein, richtig?
    Ja mit 230 Volt bin ich immer sehr vorsichtig^^ es kann immer mehr passieren als man denkt...^^.
    Aber gut zu wissen dass das Trafo nimmer hergestellt wird dann brauch ich mir keine allzu großen Gedanken machen wenn ich den Verstärker doch versehendlich röste^^.


    krautundrüben, ja da ist mir schon Angst und Bange geworden als ich das erste mal Spannung angelegt habe (ich wusste noch nicht dass ich die anschlüsse der Heizspannung erwischt habe) und plötzlich glühende Striche über das Display verliefen^^. Die 3,3 Volt die ich momentan verwende (altes ATX-Netzteil^^) sind nur ein wenig zu viel, da die Drähte leicht glühen (ich schalte daher die Heizspannung auch nur so selten wie möglich ein), aber ich vermute dass ich um 0,3 Volt zu hoch liege und mit genau 3 Volt gute Ergebnisse erzielen müsste, werde das dann am besten justieren wenn der Rest zuverlässig arbeitet.
    Die idee den Trafo neu wickeln zu lassen ist auch gut, werde ich wahrscheinlich machen wenn ich genaueres weiß.

    rockline, ja das mit den 2 x 30 Volt kommt hin, nur wundert es mich dass die Elkos in Reihe geschaltet sind, damit könnte die maximale Spannung ja theoretisch (aber unwahrscheinlich) 100V betragen, oder?
    Die Sache mit dem Korrekturfaktor sqrt(2) habe ich mir auch schon überlegt, dann muss ich also eine höhere Gleich- als Wechselspannung anlegen, richtig?
    Asoo ja und danke für den Tipp mit den 200VA, das wäre nämlich gleich meine nächste Frage gewesen, da ich bei dem Angebot bei Reichelt erst mal ein wenig gestutzt habe;-).

    matthias falke, ja perfekt genau das wollte ich wissen! Nur ganz doof gefragt die 30 Volt liegen zwischen den beiden blauen Leitungen an und die Potentialdifferenz zwischen blau und schwarz müsste demnach 15 Volt betragen, oder?^^
    Von der Thermosicherung konnte ich leider noch keine Anzeichen entdecken, seitlich sind zwar einige Löcher in dem Plastikrahmen der Wicklung aber bis auf die zwei wo die Netzspannung rein geht sind alle leer. Sonst konnte ich auch nichts entdecken. Die primäre Wicklung ist leider unter den sekundären und ich komm da nicht ran. Diese Sicherung müsste ja außerdem in die primäre Wicklung eingewichelt sein, oder?
    Naja ich guck mal wie ich weiter mache, habe schon über den Wiederstand die längen der sekundären wicklungen berechnet, aber den Wiederstand der primären kann ich nur schätzen und mit dem Längenverhältniss kann ich auch kaum was anfangen, weil die Wicklungsradien ja sehr verschieden sind, außerdem ist das wohl zu ungenau.


    Eine Frage hätte ich noch, ich wollte statt den beiden roten Leitungen zwei Buchsen an den Verstärker machen, an die ich mein Labornetzteil anschließen kann und dann mit dem aufbau meinem Frequenzgenerator ein bisschen mehr Power (40V-5A-200W) verleihen kann. Das müsste doch eigendlich funktionieren, wenn ich die Transistoren zusätzlich kühle, oder? (das ist ja das schöne an dem Verstärker, dass der diskret aufgebaut ist...)
    Aber wahrscheinlich gibt es bei dieser methode nur positive Ausgangsspannungen, also keine negativen Amplituden, oder?
    Diesen eingang könte ich ja mit dem Wahlschalter aktivieren und deaktivieren^^ (denkbar wäre auch eine höhere Spannung als 40V um beispielsweise ELA-Anlage zu versorgen^^)
    Asoo ja und theoretisch könnte ich das Teil ja auch mit 24V aus einer Autobatterie versorgen oder? (wäre dann eine eierlegende Wollmilchsau;-).

    Also vielen Dank an alle, ich hoffe ich habe euch mit meinen langen Ausführungen nicht gelangweilt und ich hoffe gleichzeitig, dass ich alles präzise genung und aufschlussreich beschrieben habe, Grüße Michi

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    ~jwacalex

  • rockline
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    4.440
    • 23. Februar 2009 um 10:37
    • #8

    Ich habe grad nochmal nachgeschaut, der Trafo ist nicht mehr lieferbar.
    Aber ich konnte noch in Erfahrung bringen das er 370VA hat, und die Artikelnummer war/ist KHRMV7501H1.

    Die Umschaltung 8/4 Ohm schaltet zwei verschiedene Sekundärspannungen auf das Endstufennetzteil. Die höhere Spannung gilt dann für 8 Ohm. Der schwarze Draht wird der Mittelabgriff des Trafos sein. Der muss zwischen den beiden Elkos liegen. Die sind zwar "in Reihe" geschaltet, aber wenn es zwei sind nicht wirklich. Der Mittelpunkt liegt auf Masse, und ein Elko hängt an +Ub, der andere an -Ub.

    Der 7812 ist ein Festspannungsregler, der bis zu 35 Volt Eingangsspannung verarbeiten kann. Lege da nicht mehr Spannung an als der dazugehörige Siebelko an Spannungsfestigkeit hat. Erfahrungsgemäß kommt da um die 15~ Volt aus dem Trafo, macht dann etwa 19VDC vor dem Regler.

    Besorg Dir einen Trafo mit 2 x 20Volt Wicklungen, schalte die in Reihe und klemme den so entstandenen Mittelpunkt an Masse (wo der schwarze Draht sitzt). Die äußeren Spannungen lege direkt an den Gleichrichter - dann sollte (wenn Du jeweils einen Wicklungsausgang mit dem Wicklungseingang des neuen Trafos verbunden hast > Phasenlage beachten) sich die für 4 Ohm Betrieb geeignete Gleichspannung einstellen.
    Vergiss den Quatsch mit der Impedanzumschaltung, in dem Leistungsbereich tut sich da eh nix.
    Der Trafo muss auch noch die 15~V Hilfswicklung haben.
    Neuen Trafo primär anschließen, einschalten und in Deckung gehen, wenn keine Explosion stattgefunden hat, steht einer weiteren Verwendung der Mühle nichts im Wege!

  • matthias falke
    Beiträge
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    • 23. Februar 2009 um 11:52
    • #9

    Vielleicht vorher den Gleichrichter und die Endstufentransitoren durchmessen.

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