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GOLDENE Regeln, Tipps und Tricks für DJ´s.

  • Jochen Schmeing
  • 8. Mai 2009 um 13:02
  • ewok
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    7
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    2.541
    • 18. November 2010 um 12:12
    • #121

    Schöne Zusammenfassung, Martin!

    Da steckt viel Wahrheit drin - auch, wenn ich für mich persönlich einige Dinge anders sehe:

    - Die Kleidung: Ich würde niemals auf einer Hochzeit im Anzug aufkreuzen :D
    Ich will mich bewusst von den Gästen distanzieren. Der Tag gehört dem Brautpaar und den Gästen; die dürfen da feierlich gekleidet auflaufen. Mich darf man ruhig auf 100m gegen den Wind als DJ erkennen. Natürlich nicht, weil ich das bunteste Hawaiihemd anhabe, was der Schrank hergibt 8)
    Ich trage eine schwarze Stoffhose, schwarze Lederschuhe und ein schwarzes Polo mit kleinem Schriftzug vorne. Das ist vielleicht "underdressed", aber ich sehe mich auf einer Feier als Dienstleister, genau wie das Thekenpersonal oder der Caterer. Und die laufen auch nicht im "kleinen Schwarzen" auf :)

    - Verschleuder nicht gleich die ganzen Tanzflächenfüller!
    Genau! Ich hatte mal den Extremfall, da hatte ich einen Kollegen rausgeschickt: Veranstaltung mit Altersstufe geplanten 40+. Anfangs war es aber eher 60+. Er fing den Abend langsam an, seichte (Tanz-)musik, die Leute waren happy, tanzten gelegentlich, haben sich unterhalten... aber im Prinzip war die Tanzfläche gegen 20:30 eher leer... Da kam der Veranstalter an und pöbelte ihn an, er soll doch gefälligst so Sachen wie "I was made for loving you" und so spielen, die Leute würden ja alle weglaufen :shock:

    - Beatmatching, backspin, loops ? Mixen braucht kein Mensch.
    Jein. Ich liebe es, 2 Discofox-Stücke inenander zu mixen... dann haben die Leute keine Chance, das Liedende zum Verlassen der Tanzfläche zu nutzen :) Ich brauche Beatmatching also unbedingt!

    Tom

    http://www.partyontour.de

  • blade11
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    11
    Beiträge
    2.292
    • 18. November 2010 um 21:46
    • #122
    Zitat von "ewok"


    - Beatmatching, backspin, loops ? Mixen braucht kein Mensch.
    Jein. Ich liebe es, 2 Discofox-Stücke inenander zu mixen... dann haben die Leute keine Chance, das Liedende zum Verlassen der Tanzfläche zu nutzen :) Ich brauche Beatmatching also unbedingt!

    Tom

    Sehe ich anders. Was ist der Unterschied zwischen einem guten Hobby DJ und einem guten Profi DJ??? Genau, wenn die Musikauswahl bei beiden stimmt, kann der Profi das auch noch perfekt mixen, wo der "Laie" max. Virtual DJ hat. Das ist schon ein entscheidender Qualitätsunterschied, ob man auch 70er und 80er gut mixen kann, oder es nur hintereinander weg dudelt :wink:

    Zum Rest: Da waren sehr viele Wahrheiten dabei... :grin: erinnerte mich gleich an vergangene Termine.

    http://hoch-zeit-dj.de/

    http://www.dee-age.com

  • trakehnerbrand
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    79
    • 19. November 2010 um 15:01
    • #123

    Eigentlich wollte ich auf die Kleidungsfrage ja nicht eingehen….jeder wie er beliebt….Aber jetzt doch noch mal ganz kurz.
    3-Teiler. Modisch vielleicht nicht up to date, aber im geschäftlichen Umfeld durchaus gewünscht und akzeptiert. Da ich hauptberuflich diese konservativen aber klassischen Teile trage ( bei einem braunen Anzug würde mein Chef fragen, ob ich gerade vom Campingplatz komme…), ich mich darin auch nicht verkleidet fühle – also warum den vorhandenen Bestand nicht nutzen?
    Zu der vorgeschlagenen Variante Poloshirt-Stoffhose und klassischem Schuhwerk: Ich kenne einige Locations da würde man genau 2 mal spielen wenn man dort so aufläuft : Zum ersten und zum letzten Mal !
    Leicht OT, aber passt ins Thema: In einer dieser besagten wurde ich darauf angesprochen, dass meine schwarzen Stative ja gar nicht gehen. Die zeigten nämlich gebräuchliche Abrieberscheinungen im nicht nennenswerten Umfang. Chrom würde dem Ambiente und Standard eher entgegenkommen. Also habe ich kurz überlegt (ca. 2 sek), ob ich von dem Tagungscenter weiterhin für Firmenjobs in der >600€ Klasse vermittelt werden möchte – habe mit kein Thema geantwortet und mir die entsprechenden Teile besorgt.

    Mixen. Oha. Hier habe ich wohl in einen Ameisenhaufen getreten. Nach der Einschätzung von blade11 definiert sich der ProfiDJ über ausgefeilte Mixtechniken.
    Jetzt stürzt für mich mein Götter und Vorbildolymp zusammen…. Werner Reinke. Carlo von Tiedemann. Manfred Sexauer. Das sind also alles keine Profis, weil die mixen ja nicht. Die nutzen ein naturgegebenes Stielelement zwischen 2 Liedern. Ihre Stimme. Man nennt es allgemein auch Moderation.
    Und mixen ist für mich auch ein Stielelement. Ich sag ja nichts dagegen oder verteufel es - wenn es passt wende ich es ja auch an. Bin hierbei aber kein begnadeter Vertreter....

    Aber man sollte sich schon mal die Frage stellen : WER braucht es auf der besagten klassischen, normalen Hochzeit ? Der Kunde? Ich wage einfach dies anzuzweifeln. Dem fällt es nicht auf. Oder er ärgert sich, weil das letzte Stück 10min lang war. Der creatie Mixstyle des DJ’s ist Ihm entgangen und somit egal.
    Oder braucht es der DJ? Seien wir doch mal ehrlich….das ist ein klein wenig persönliche Schw**zverlängerung (wie war das...ich liebe es...)

    Definieren wir doch einmal den Begriff Profi DJ und reduzieren das Ergebnis auf den ureigentlichen Sinn. Ein Schallplattenunterhalter. Und seine Aufgabe liegt darin, den anwesenden Gästen einen tollen Abend zu bereiten. Wie er das macht ist so was von Jacke wie Hose. Wenn die Gäste heimgehen und sagen : Klasse Abend ! oder Der DJ hat gerockt, dann hat dieser seinen Job gut gemacht.
    Und ich nehme bewusst das Kriterium Tanzfläche voll aus der Wertung.

    Blues und Gruß
    Der Martin

    Einmal editiert, zuletzt von trakehnerbrand (19. November 2010 um 15:07)

  • trakehnerbrand
    Beiträge
    79
    • 19. November 2010 um 15:04
    • #124

    Eben fällt mir ein....eine der für mich wichtigsten Regeln :

    - Nach der VA. Gehe diese nochmal durch. Was war gut? Warum war es gut? Was war falsch? Und wie kann ich dies beim nächstenmal bessermachen ?


    Blues und Gruß
    Der Martin

  • deep-house
    Verifiziert
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    798
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    3
    • 19. November 2010 um 16:40
    • #125
    Zitat von "trakehnerbrand"


    - Nach der VA. Gehe diese nochmal durch. Was war gut? Warum war es gut? Was war falsch? Und wie kann ich dies beim nächstenmal bessermachen ?

    Blues und Gruß
    Der Martin

    das ist gut. Die besten Stücke kommen auf die ewige Bestenliste, die anderen vergess ich lieber.

    Zum mixen:
    es befriedigt manchmal, wenn man weiß es geht, und wenn man nicht nur die 1 und die 8 sondern die 16 oder gar die 32 findet !! und wenn man dann noch filtert, je trockener der House, desto besser klappts. Und wann darf ich den spielen? eher selten ;(

    Man sollte es nicht überbewerten, spätestens nach 2 Stücken DiscoFox, der sich übrigens auch sehr leicht beatgenau mixen läßt, hört sich fast alles gleich an (M.Wendler usw...) sind die meisten Gäste von Tanzen eh platt und es sollte dann wechseln. Das ist dann zwangsläufig ein anderes Tempo und das bringt gar nichts dann auch noch das um 15bpm runter oder raufzuquälen, lieber sauber ansetzen.

    Gruß UweS.

  • ddt
    Beiträge
    2.570
    • 19. November 2010 um 17:35
    • #126

    klink mich da mal in die diskussion ein:

    ich denke, man sollte schon unterscheiden zwischen "party"- bzw. "hochzeits"-djs
    (ihr wißt schon was ich meine) und "club"-djs (fällt mir grad nix besseres ein),
    sind schließlich völlig andere voraussetzungen & erwartungen des publikums.für
    erstere ist gutes beatmatching/mixing nicht unbedingt notwendig und oft auch
    nicht machbar (stichwort abwechslung). bei letzteren ist ein fehlendes mix-vermögen
    absolutes ausschlußkriterium.

    wenn ich auf ner dnb-party statt zu mixen zwischen den tunes anfange zu moderieren,
    werd ich wohl gesteinigt ;)

    früher gabs das mal, da wurden z.b. die reggae-soundsstems noch mit einem einzelnen
    plattenspieler gefahren, die pause zwischen den liedern wurde vom "deejay/selector"
    (damals noch in personalunion) überbrückt ;)

    mfg

    andreas

  • Seibel
    Beiträge
    2.184
    • 19. November 2010 um 20:04
    • #127
    Zitat von "ddt"

    wenn ich auf ner dnb-party statt zu mixen zwischen den tunes anfange zu moderieren,
    werd ich wohl gesteinigt ;)

    Solange das auf Englisch ist und schnell genug ist würdest du mit hoher wahrscheinlichkeit auf so mancher Party als Mc durch gehen :grin:

    http://www.sodiumsound-eventtechnik.de

  • Bernd Masu
    Beiträge
    1.022
    • 19. November 2010 um 22:27
    • #128
    Zitat von "trakehnerbrand"

    Definieren wir doch einmal den Begriff Profi DJ und reduzieren das Ergebnis auf den ureigentlichen Sinn. Ein Schallplattenunterhalter.
    Und seine Aufgabe liegt darin, den anwesenden Gästen einen tollen Abend zu bereiten.
    Wie er das macht ist so was von Jacke wie Hose. Wenn die Gäste heimgehen und sagen : Klasse Abend ! oder Der DJ hat gerockt, dann hat dieser seinen Job gut gemacht.
    Und ich nehme bewusst das Kriterium Tanzfläche voll aus der Wertung.

    Sowas beobachtete ich kürzlich auf einer kleinen VA in einer Kneipe.

    Djane = eine Frau - geschätzt um die 50 ? - :grin: ---- (In Paris rockt eine englische Djane mit .... 69 !)

    Nur Sound - null Lichtanlage - alles von CD - CD-Doppel-Player + einfacher Mixer. (+ Amp + Boxen)
    Null Beatmatching - null vorhören - Kein Kopfhörer. - Einfach nur mit dem Crossfader langsam !!! überblenden.

    Edit: Musikalisch gings "querbeet" = Party-Motto: Ü40 Party. Von Rock + Pop über Disco bis hin zu *würg*
    Weils Publikum auch "querbeet" wollte. (Auch noch Discofox - aber kam zum Glück nicht)
    Gut: Nach jeweils ca. fünf Tracks machte sie einen Stilwechsel.

    Dem Publikum und dem Veranstalter hats gefallen - und darauf kommts an. Die tritt dort immer wieder auf.

    "Lärm"-aber meinen Fans gefällts :grin:

  • Mechwerkandi
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    1
    Beiträge
    7.712
    • 20. November 2010 um 11:42
    • #129

    Wen wundert's.
    Viele, vor allem der älteren Generation, ist es durchaus geläufig, das die Musik auch mal ein Pause macht(e).
    Die Band hat so vier, fünf Stücke gespielt, und dann war erst mal Pause. Was trinken, ein Schwätzchen halten.
    In der Disco ist das nicht mehr gefragt, das ist einfach so.
    In den Clubs ist es ohnehin so laut, das verbale Kommunikation nicht mehr funktioniert. Man schickt halt ein SMS.

    Wenn der DJ auf einer Veranstaltung, die sich in dem bekannten Rahmen Familienfeier/Dorffest/Firmenjubiläum mit teilweise sehr gemischtem Publikum bewegt, auf seine loop&mix-Künste verlässt, muss ihm klar sein, das er ein massgebliches Mittel zur Beeeinflussung des Auditoriums aus der Hand gibt.

    Musik abspielen können viele. Aber eine gekonnte Moderation an der richtigen Stelle "seperates the men from the boys"...

  • sven wessoly
    Beiträge
    276
    • 20. November 2010 um 23:02
    • #130
    Zitat von "trakehnerbrand"

    Du bist Dienstleister.Oder besser : Musiknutte. ...


    Also ich weiß nicht ob man hier mit solchen Ausrücken hantieren sollte ... du stöberst in Hochzeitsforen um dich über Interessen etc. von Brautpaaren bzw. Bräuten zu informieren ... Könnte auch anders herum passieren!

    Zitat von "trakehnerbrand"

    Beatmatching, backspin, loops ? Mixen braucht kein Mensch.


    Auf ner Goldenen Hochzeit vielleicht nicht unbedingt ... aber ansonsten sollte ein DJ der sich "gut" bzw. "professionell" verkaufen will auch mixen können und dies auch, wenn es passt, anwenden!

    Gruß, Svenner

  • Mechwerkandi
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    • 21. November 2010 um 11:35
    • #131
    Zitat von "Sven Wessoly"


    Auf ner Goldenen Hochzeit vielleicht nicht unbedingt ... aber ansonsten sollte ein DJ der sich "gut" bzw. "professionell" verkaufen will auch mixen können und dies auch, wenn es passt, anwenden!


    Ist kein "must-have".
    Ist mehr ein "nice-to-have".

    Es gibt haufenweise hoch professionelle DJs, die um die Mix-Aktionen einen grossen Bogen machen.
    Es kommt auf die Art der Veranstaltung an. In 20 Jahren ist da vielleicht wieder was ganz anderes gefragt...

  • blade11
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    Beiträge
    2.292
    • 22. November 2010 um 18:26
    • #132

    Ok...lassen wir so stehen. Wo ist dann aber der Unterschied zwischen einem Hobby DJ mit top Musikauswahl und guter Moderation und einem professionellen DJ?

    Ich meine, ich kenne genug top DJs, die Musik auflegen können und mit dem Mikro umgehen können. Aber sobalds ums Mixen geht und das über Virtual DJ hinausgehen soll, hörts eben auf. Ich mein das ja nicht als Abwertung, aber mixen ist doch der eigentlich Sinn des DJing. So hab ich das mal gelernt. Ne gute Playlist, 1,2 flotte Sprüche, das ist für mich noch kein "auflegen".

    http://hoch-zeit-dj.de/

    http://www.dee-age.com

  • sven wessoly
    Beiträge
    276
    • 22. November 2010 um 19:25
    • #133

    Danke, das sehe ich auch so ...!

  • djmsb
    Beiträge
    200
    • 22. November 2010 um 20:38
    • #134
    Zitat von "blade11"

    Ich mein das ja nicht als Abwertung, aber mixen ist doch der eigentlich Sinn des DJing. So hab ich das mal gelernt. Ne gute Playlist, 1,2 flotte Sprüche, das ist für mich noch kein "auflegen".

    Kann ich auch nur zustimmen, sonst kann ich mir auch ein Midikeyboard holen, ein paar Midifiles und mich Keyboarder nennen....

    Wobei ich auch den Vorrednern recht geben muss mixen, scratchen, juggeln usw. nur dann wenn es passt und man es wirklich beherrscht.

  • Mechwerkandi
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    Beiträge
    7.712
    • 23. November 2010 um 08:23
    • #135
    Zitat von "blade11"


    Ich mein das ja nicht als Abwertung, aber mixen ist doch der eigentlich Sinn des DJing. So hab ich das mal gelernt. Ne gute Playlist, 1,2 flotte Sprüche, das ist für mich noch kein "auflegen".


    Das ist Deine Sichtweise der Dinge, und die macht Dir auch niemand streitig.
    Das Deine selektive Wahrnehmung keine Alternativen zulässt, ist nicht mein Problem.

    Begriffe wie "Unterhaltung", "Unterhalter" und "unterhalten" sind nicht zufällig eng verwandt.
    Können sich die Gäste nicht unterhalten, braucht es auch keinen Unterhalter.
    Dann reicht auch ein "Aufleger".

  • blade11
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    11
    Beiträge
    2.292
    • 23. November 2010 um 23:17
    • #136
    Zitat von "Mechwerkandi"


    Das ist Deine Sichtweise der Dinge, und die macht Dir auch niemand streitig.
    Das Deine selektive Wahrnehmung keine Alternativen zulässt, ist nicht mein Problem.

    Den Satz könnte ich dir jetzt auch schreiben... :grin:
    Also kommen wir wohl nicht auf einen Nenner...muss ja auch nicht sein. Für mich ist ein Unterhalter ein "Alleinunterhalter" und ein DJ ein DJ. Da gibts dann die Musikabspieler und die Club-DJs und die, die beides machen/können. Aber wie gesagt, da ich deinem Beitrag sonst zu 90% zustimme, denke ich, kann man den Punkt so stehen lassen :wink:

    http://hoch-zeit-dj.de/

    http://www.dee-age.com

  • trakehnerbrand
    Beiträge
    79
    • 24. November 2010 um 13:17
    • #137

    @ Sven : Oh, ich habe ein böses Wort benutzt. Und ich mache es nochmal : Als DJ im Hochzeitsgeschäft verkauft man sich als Musiknutte. Und etwas netter umschrieben benutze ich dies auch als Verkaufsargument :D
    Nein, ich habe keine Befürchtungen, dass potentielle Endkunden hier im Forum rumstöbern.
    Der gängige Suchbegriff ist hochzeit - dj - stadtxy.
    Und selbst wenn Bräute auf DJ Suche hier herumstöbern habe ich da kein Problem mit.

    Profi *nachdenk* hmmmm.... nach der allgemein gültigen Umschreibung ist ein Profi jemand, der
    1) seine Tätigkeit beruflich zum Erwerb des eigenen Lebensunterhaltes ausführt
    und/oder
    2) Kennzeichnung der Art, wie er seine Tätigkeit ausführt.
    Auch gültig als Umschreibung für zuverlässig.

    Nach 2) gilt jemand als Profi, dessen berufliche Kenntnisse/Fertigkeiten/Fähigkeiten WEIT über das übliche Maß hinausgehen.

    Lege ich diese Meßlatte streng an, bin ich kein Profi. Ich gehe noch einem vernünftigem Beruf nach und koche auch nur mit heissem Wasser :grin:

    EIn 21jähriger Bekannter von mir legt in Clubs auf. Er hat einen echt guten Mixstyle drauf und bedient die Housscene. Und den Job macht er sehr gut. EIn Profi. Auf eine Hochzeit würde ich ihm nie vermitteln (und er wollte es auch gar nicht...wg. Musiknutte und so). Das hat er musikalisch nicht drauf.

    Ich bin 43. Ich lege auf seit ich 16 bin. Und habe mir früher auch Samstags in Discotheken (so hießen Clubs früher :D ) die Nächte um die Ohren geschlagen und dort aufgelegt. Heute würde ich keinen Club als Dj mehr bedienen können. Und möchte das auch gar nicht. Und wie bereits erwähnt, bin ich mixtechnisch nicht der Oberburner.
    Aber ich werde gebucht. Und dies nicht nur von Hochzeitspaaren. Sondern auch von Agenturen, Hotels etc. Obwohl ich ja kein Profi bin. Warum denn dann ?
    Ich habe gute Referenzen. Die Kunden sind zufrieden mit mir. Die empfehlen mich weiter.

    Woran liegt das ? Ich halte mich an meine Regeln. Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit stehen ganz oben bei mir. Ich habe gute Umgangsformen. Mein Aufbau ist sauber. Ich "kann gut" mit anderen Leuten. Und ich liefere einen ordentlichen Job ab. Das bedeutet für mich : Die Gäste hatten einen für Ihre Erwartungen entsprechenden Abend. Ob das nun die Hintergrundmucke oder die durchgerockte Scheunenparty ist.
    Man könnte jetzt auch die leidige Equipmentfrage einwerfen. Den meisten Kunden ist es aber überraschenderweise völlig egal was man da auffährt. Also bleibe ich bei der goldenen Mitte: Kein Dacia und auch keine Merceds S Klasse, aber ein gut ausgestatteter VW Passat.

    Die Quintessenz des ganzen : Jeder sollte sich so am Markt positionieren, dass er seine Nachfrageschiene bedienen kann.
    Ob als ClubDj oder Peters rollende Mobildisco.
    Ich werde keinen Job annehmen, wo eine dnb Party angesagt ist. Und mein Bekannter keine Hochzeit. Auch das zeichnet einen Profi aus : Kenne Deine Grenzen ( oder wie mein Vater sagen würde : Schuster bleib bei deinen Leisten !).

    Blues und Gruß
    Der Martin

  • Jochen Schmeing
    Verifiziert
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    317
    • 4. Dezember 2010 um 15:33
    • #138

    Hallo,

    ich bin für BTT ! :)

    Die Profi-Diskussion hatten wir schon weiter oben und was das mixen angeht würde ich wegen der Lesbarkeit und Relevanz vorschlagen, das in einen neuen Thread zu verlagern.

    Zum Glück hat das letzte Drittel von "Dem Martin sein letztes Posting" wieder etwas von GOLDENEN REGELN.

    BTT: Finger weg vom Alkohol!

    Beste Grüße

    Jochen

  • deltamax
    Beiträge
    1.394
    • 7. Dezember 2010 um 10:22
    • #139

    meine goldene regel für euch...

    KENNE DEINE GRENZEN!
    Sag auch mal: kann ich nicht, will ich nicht.
    Geld ist nicht alles!
    lieber ehrlich als verkackt!

    jeder hällt sich gern für den alleinigen profi unter der dj menschheit aber...
    selbstreflektion hilft weiter.
    in dem moment, wo ich mich als zitat "nutte" zitat ende- fühle...will ich das? kann ich das verbergen?

    ich bin (imho)- kleine anspielung auf die seiten davor - profi. 3 tage die woche musik, wenn mal keine musik, dann techniker - aber alles hat mit laut und hell zu tun.
    dabei zu genau 50/50 club dj und hochzeitsmugger. wenn sich die hochzeitsmuggen und partybespassungen zu sehr von club unterscheiden, ist das für mich nicht das richtige. moderation und partybespassung haben ihre daseinsberechtigung, aber das kann und will ich nicht leisten, obwohl ichs könnte / gelernt hab

    es gibt durchaus eine menge hochzeiten, wo sich solide mixskills und danceclassics nicht gegenseitig ausschliessen.
    (wir reden auch von leuten um die 30.)
    . lieber gebe ich einen 60st geburtstag an einen kollegen ab, als das ich den gästen das gefühl vermittele, das zwar der sound aus den boxen passt, aber nicht meine einstellung dazu. hochzeiten mache ich nur, wenn der anspruch ist: stil, eleganz und ohne ballermann. ein paar alte deutsche ala samba mit mir sind okay, alles andere könnte ich nicht rüberbringen.
    durch meine selbstdefinierten grenzen komme ich auf den meisten muggen sehr gut an, aber nur weil ich viele nicht annehme, dafür umso mehr dazubekomme.

    freilich: ich komm aus einer sächsischen grossstadt mit ausgeprägter clubkultur und diese färbt zweifelsohne auf partygäste ab - wer nur auf dem dorf rumkommt hat wahrscheinlich keine andere wahl als die cora- amsterdam endlosschleife. aber wenn man das nicht kann oder will - tuts euch nicht an.

    erkennt eure nervlichen belastungsgrenzen. 3 schlagerfox muggen nacheinander und ihr seid noch nicht suizidal? okay! wenn doch: sein lassen!

  • Bernd Masu
    Beiträge
    1.022
    • 7. Dezember 2010 um 11:54
    • #140
    Zitat von "deltamax"

    erkennt eure nervlichen belastungsgrenzen. 3 schlagerfox muggen nacheinander und ihr seid noch nicht suizidal? okay! wenn doch: sein lassen!

    Gut getroffen ! Bei mir hätte ich so meine Bedenken..... :roll:

    Als ich in den 80ern als DJ anfing, mußte ich auch "Neue Deutsche Welle" spielen - *würg*
    Als resident konnte ich mich nicht davor drücken.

    Roy Black litt unter seiner Schlager-Musik - er wollte lieber Rock`n Roll machen. Peter Maffay hat diesen Umstieg früh geschafft.

    Es gab zu allen Zeiten irgendeinen kitschigen (Schrott), auf den trotzdem Viele abfahren. Momentan scheints m.E. der Discofox-"Virus" zu sein ? - "..... sie liebt den DJ......" u.ä. *jaul*
    Manche Tanzlokale, die nur Discofox spielen - und der Laden ist rappelvoll.

    Goldene Regel: Spiel, was das Publikum hören will - nicht unbedingt was Du hören willst !
    Lösung: Such Dir das Publikum/VA aus - daß Deine Musik hören will.

    Bevor das Niveau ganz "absackt" habe ich mir für solche Fälle Eurodance-Musik zugelegt. (Meist gecoverte alte Disco-Hits u.ä.)
    Die ist für mich noch weit erträglicher, als Discofox oder gar Volksmusik.

    Ansonsten: ggf. gerne auch mal "Rampensau", anstatt Hochzeiten oder Tanztee - macht mir mehr Spass. :grin:

    "Lärm"-aber meinen Fans gefällts :grin:

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