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Preiswerte PA-Subwoofer Selbstbau und von der Stange

  • berot
  • 28. September 2009 um 15:37
  • berot
    Beiträge
    422
    • 28. September 2009 um 15:37
    • #1

    ein Vergleich


    zur auswahl stehen: Behringer 1800 x-pro, aw-audio - mtl und die übliche kappa-kiste mit 140 litern.
    eigentlich wollte ich nur den mtl gegen den behringer vergleichen. die br - kiste dient nur dazu, den unterschied br zu mtl klar zu machen.

    die daten:
    ----------

    behringer 1800 x-pro, kostet 325,-€, wiegt 40,2 kg und mißt h=700, b=550, t=550.
    450 watt soll der lautsprecher rms verkraften.
    verarbeitung ist gut, eine integrierte weiche erlaubt wahlweise den betrieb von sub + topteil an einem endstufenkanal.

    mtl 15, idee von aw-audio, gebaut nach bauplan von jobsti.
    materialkosten= 50,-€ holz(15er multiplex), 90,-€ kappa 15lf, 20,-€ kleinkram.
    gewicht = 28,9 kg. mißt h=660, b=605, t=665.
    der lautsprecher konnte mal 600 watt, jetzt wohl etwas weniger - da schwankt der hersteller je nach jahreszeit ;o)
    der bau ist nicht ganz ohne, es müssen einige gehrungen gesägt werden.
    die versteifungen dürften auch mehr und stabiler sein.

    kappa-bassreflexkiste, mit den stets gepredigten 140 litern, portmaße
    übernommen von jobstis lbb15.
    wiegt 25,5 kg und mißt h=670, b=525 und t=560.
    schön handlich, leicht und einfach zu bauen.materialkosten hierbei = 25,-€
    holz (15er multiplex), 90,-€ kappa 15lf, 20,-€ kleinkram.


    die messung:
    ------------

    gemessen wurde auf einem freien platz, jeder sub wurde am gleichen
    endstufenkanal mit gleichen einstellungen betrieben.
    tongenerator war ein ultracurve dsp 8024, in 5 hertz-schritten.
    als meßgerät diente ein zweiter 8024 mit dazugehörigem meßmikrofon.
    da es nur um den reinen vergleich geht, sind db-angaben nicht real.
    das mikrofon wurde jeweils in 1,5 meter abstand vor die boxen gestellt.

    der hörvergleich:
    -----------------

    nach den messungen erfolgte ein hörvergleich zwischen den subs mit immer dem
    gleichen titel: donald fagen - nightfly.
    als top diente nur eine 15/1 brüllkiste - aber auf die kam es ja nicht an.
    den hörvergleich gewann klar der mtl. er war präzise und gleichzeitig
    untenrum am lautesten. selbst der kleine br klang ausgeglichener als der 18er.
    der behringer sub neigt zum dröhnen, klingt schwammig, unpräzise und bei 200 watt schon
    mechanisch bedenklich.
    der mtl vermittelt am ehesten den eindruck eines pa-subwoofers - stampft
    gewaltig los und klingt dabei sauber.

    fotos von der aktion: http://www.loggerheads.de/robert/pa-messung/index.htm


    fazit:
    ------
    wer keine lust zum selbstbauen hat, kann sich einen sub von der stange
    schicken lassen. aber, zumindest im fall behringer 1800 x-pro, ist das
    ergebnis ernüchternd.
    mit der hälfte des geldes kann man eben, sofern man sich doch zum bau
    entschließt, aus einem halbwegs guten chassis, gepaart mit einem potenten
    gehäuseplan, sehr brauchbares material zaubern.

    vielen dank an aw-audio und jobsti!!!

    Alle sagten: Das geht nicht.
    Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's einfach gemacht.

  • erik
    Beiträge
    1.408
    • 29. September 2009 um 20:58
    • #2

    jap, wenn es um halbwegs gutes Material geht kann man (Arbeitszeit nicht miteingerechnet) einiges an Geld sparen, und ein weiterer Vorteil: man kann Boxen bauen, die exakt den persönlichen Bedürfnissen entsprechen.

  • mckrise
    Beiträge
    945
    • 29. September 2009 um 22:21
    • #3

    dickes Lob an den Tester !!!
    solche Beiträge braucht das Forum mehr...

    bei den Selbstbaugehäusepreisen musste ich zunächst schmunzeln, bevor ich die Fotos gesehen hatte, da ich sie für ziemlich untertrieben hielt.

    schlimm ist ja, dass hier ein 18"er gegen 15" abkackt, zumindest subjektiv bei diesem Test!!

    Wobei ich folgende Kritik anbringe:
    Die T.AMP E-800 ist mit Sicherheit keine Endstufe um diese Subwoofer in den Grenzbereich auszufahren !
    Vielleicht verhält sich der Behringer unter Volllast (Temperatur) doch besser als die anderen.
    Die "Brüllkiste", wie Du sie nennst muss immerhin die oberen 7-8 Oktaven übertragen. Der Subwoofer soll nur untenrum unterstützen, deshalb würde ich gerade bei einem Basstest eine super brilliante Box obenrum benutzen, um so die Schwächen des Basses besser beurteilen zu können, vielleicht war der Übergang zum Top auch einfach nur am unglücklichsten.

    Sicherlich auch interessant wäre eine Messung der Verzerrungen gewesen, (und noch einiges anderes)...

    dennoch: Vielen Dank für diesen Vergleich !!! ... denn es spiegelt echtes "Insider-"Wissen wider.

  • berot
    Beiträge
    422
    • 30. September 2009 um 07:49
    • #4
    Zitat von "mckrise"


    bei den Selbstbaugehäusepreisen musste ich zunächst schmunzeln ... da ich sie für ziemlich untertrieben hielt.

    hier gibts nen holzhandel namens "hollywood". daher beziehe ich mein 15er sperrholz für 17,65€ / qm incl. zuschnitt.

    Zitat von "mckrise"

    schlimm ist ja, dass hier ein 18"er gegen 15" abkackt, zumindest subjektiv bei diesem Test!!

    hätte ich auch nicht gedacht!
    und schon gar nicht hätte ich mit diesem frequenzgang gerechnet.

    Zitat von "mckrise"

    Die T.AMP E-800 ist mit Sicherheit keine Endstufe um diese Subwoofer in den Grenzbereich auszufahren !

    es ging nicht um grenzbereiche sondern schlicht um frequenzgangverläufe.
    im übrigen ist die t800 besser als viele meinen und der 18er wirkte selbst mit den moderat angelegten 200 watt sehr angestrengt.


    Zitat von "mckrise"

    Vielleicht verhält sich der Behringer unter Volllast (Temperatur) doch besser als die anderen.

    nach dem test würde ich dem seine angegebene vollast (450 watt rms) lieber nicht zumuten.

    Zitat von "mckrise"

    ... vielleicht war der Übergang zum Top auch einfach nur am unglücklichsten.

    getrennt bei 110 hz. die "brüllkiste" lief durchaus sauber. der name rührt vom gehäuse, welches im pa-forums-volksmund ja mit "brüllkiste" betitelt wird :wink:

    Zitat von "mckrise"

    Sicherlich auch interessant wäre eine Messung der Verzerrungen gewesen,

    dafür hab ich keine möglichkeiten. da genügt mir der subjektive höreindruck.
    vielmehr ging es mir darum, herauszufinden, wie effektiv die verschiedenen boxen ihre zugeführte leistung umsetzen. je weniger man im bassbereich am eq was verbiegen muß - desto besser.
    --------------------------------------------------------------------------------------------------------
    ich befasse mich seit 1979 mit beschallungsanlagen, hatte von vermona-boxen über martin-bins so einiges am start. seit ab 1990 hier auch westlautsprecher verfügbar sind, hab ich schon etliche komplettanlagen gebaut oder auch mal fertigboxen gekauft. zum klingen hab ich die holzhaufen bisher immer gebracht. der reiz, gelegentlich mal andere gehäuseformen zu bauen besteht nach wie vor. leider ist das budget dafür weniger üppig, so daß es immer beim kappaniveau bleiben wird. aber was die dinger im vergleich zum preis bringen, ist schon ne wucht. und wenn man dann auch noch durch eine bestimmte gehäuseform zu seinem wunschfrequenzgang gelangt - was will man mehr?

    Alle sagten: Das geht nicht.
    Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's einfach gemacht.

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