Es geht ja nicht alleine um die Technik. Es geht darum, daß sich die Leute mit immer weniger zufrieden geben und die Atmosphäre auf einer Veranstaltung darunter leidet.
Degeneration der Veranstaltungsqualität
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Das hat mit Wirtschaftkrise doch gar nix zu tun...das Hauptproblem ist doch, dass es immer weniger von der Zielgruppe gibt. Bsp. Sportverein. Die werden von Jahr zu Jahr kleiner, weil die Alten sterben und die Jungen (wenn vorhanden) wegziehen müssen, weil Studium oder Arbeit im Dorf nicht möglich ist. Das Problem besteht aber nicht erst seit dieser Krise, sondern war vorher auch schon da, nur da hat man sich noch so über Wasser gehalten. Irgendwann reichts aber nicht mehr und man versucht zu sparen. Zuerst natürlich an der Technik...irgendwann wird auf Unterhaltung (DJ, Band) komplett verzichtet und man versäuft das eingesparte Geld lieber in der Kneipe ums Eck :roll: Der "Verein" besteht dann ja nur noch aus einer Hand voll Mitgliedern.
Junge Leute zu etwas zu bewegen, wenn Xbox, Playstation, PC und Handy locken ist schon schwer. Früher war man als DJ noch der König der Musik, heute ist das Youtube :oops:
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Die Anforderung haben sich schon immer gewandelt. Nach meiner Meinung degenerieren nicht die Qualität/Anforderung, sondern was oft angeboten wird.
Nach meiner Meinung sollte es heute "versteckte" Technik sein die man nicht direkt bemerkt, die aber Ambiente schafft.
Dann fühlen die Leute sich wohl und kommen/bleiben. Dann ist eine dauerhafte Sache möglich. Das Problem ist nur das alles extrem schnelllebig geworden ist und sich erste Versuche schwer tun und keiner die Risken eingehen will. -
Hatte jetzt am Wochenende die Veranstaltung, welche die Ursache für den Thread war.
Anfangssituation war Folgende:
- Konzert eines lokalen Gesangsvereines
- Wenig Budget, da weniger Besucher als früher
- Chorabnahme möchte man nicht, da man im Sommer ein (kleineres) Konzert hatte, wo es auch ohne ging.
- Für die Ansagen bekommt man eine Anlage vom Bekannten eines Mitglieds gestellt.Für mich gab es also lediglich Folgendes zu bauen:
- 2 T4-Bars mit Füßen als Floorspots
- 4 PAR64-Floorspots an einem Botexdimmer
- Beamer mit kleiner Leinwand (2m breit)
- Frontlicht ist in der Halle bereits vorhanden (mit vernünftigem Pult, Zero88 Jester)Aufgebaut hatte ich denkbar schnell, lediglich das Verlegen des CAT5-Kabels für den VGA-Extender zum FOH dauerte etwas, da ich dazu durch die Dachkonstruktion kraxeln mußte (mit PSA und einem potentiellen Ersthelfer, dem ich vorher genau erklärt habe, was er im Falle meines Absturzes zu tun hat).
Die Veranstaltung selbst war ein voller Erfolg, das Publikum und der Kunde waren zufrieden, das Licht gefiel sogar mir im Endeffekt genauso gut wie damals, als ich noch 4 Wackelköpfe und Farbwechsler dabei stehen hatte.
Die gesponserte Anlage bestand aus einem uralten Powermixer, zwei LANEY-12"ern und zwei weiteren Kunststoffboxen, auf denen irgendwas mit "Evidence" stand. Das Funkmikro trug den gleichen Namen wie eine amerikanischer Stadtteil, in dem hauptsächlich Filmfritzen und -firmen wohnen.
Diese Anlage klang jedoch astrein! Der Errichter (ein älterer Herr, der das wohl schon länger macht als ich alt bin) hatte es drauf!
Die Qualität dieser Veranstaltung war demzufolge nicht degeneriert, sondern nur sehr viel wirtschaftlicher erreicht worden. Vielleicht sollte man aus dieser Entwicklung Profit ziehen und wieder weniger, aber dafür passendes Material verbauen.
Gruß,
Klaus
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Zitat von "Eliminator"
Die Qualität dieser Veranstaltung war demzufolge nicht degeneriert, sondern nur sehr viel wirtschaftlicher erreicht worden. Vielleicht sollte man aus dieser Entwicklung Profit ziehen und wieder weniger, aber dafür passendes Material verbauen.
Da sprichst Du ein großes Wort gelassen aus.
MfG
DirkB -
Zitat von "Eliminator"
(mit PSA und einem potentiellen Ersthelfer, dem ich vorher genau erklärt habe, was er im Falle meines Absturzes zu tun hat).
1.) Material bergen
2.) Evtl. Beschädigungen protokollieren
3.) Catering sicherstellen
4.) Ambulanz rufen:grin:
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Zitat von "Mechwerkandi"
Und die Multiplikation eines Ereignisses verbessert auch nicht automatisch die Qualität.
Siehe Fernsehprogramm.
genau! für was brauche ich einen HD fernseher? damit ich die schei*e was im fernsehen läuft noch deutlich sehe? :shock: -
Zitat von "Florian Steixner"
genau! für was brauche ich einen HD fernseher? damit ich die schei*e was im fernsehen läuft noch deutlich sehe? :shock:
Nein.
Die vermeindlich bessere Qualität suggeriert hier lediglich die Notwendigkeit, noch vor Ablauf der vorprogrammierten Lebensdauer des alten ein neues Gerät erwerben zu müssen. -
Hallo Kollegen !
Ein paar Worte zu Clubs.
Bei mir um die Ecke sind Luftliene (ca.800m) 8 Clubs und jeder versucht mit Dumpingpreisen die Leute zu locken und wenn das eigene Publikum weg bleibt kommt der Reiseführer(er bringt Touristen ) ins Spiel.Das ist die Realität in Berlin . -
Zitat von "Florian Steixner"
genau! für was brauche ich einen HD fernseher? damit ich die schei*e was im fernsehen läuft noch deutlich sehe? :shock:du hast anshceinend noch nie eine Blueray auf einem großen HD fernseher gesehen :wink:
in ca 1 bis 2 jahren wird HD fernsehen auch bezahlbar sein.
dennoch gebe ich Mechwerkandi recht: die leute sollen zum kaufen bewegt werden, weshalb schon jetzt eigentlich nichts anderes mehr als lcd und plasmas verkauft werden (beamer mal abgesehen). dass ein gute alte röhre (die es ja immerhin bis 37zoll diagonale gab - hab ich hier noch stehen von Loewe, gübsig iner bucht geschossen vor nem jahr) immernoch besseres analogbild macht, is den meisten egal, denn: ein großer fernseher sieht einfach toller aus

sich wirklich zu erfreuen bei der betrachtung von zb DVBT auf nem 42zöller aus 3 metern abstand ist meiner meinung nach allerdings unmöglich, es sei denn, man lässt als brillenträger die brille weg und schiebt es dann auf die eigenen augen
(bin selber brillenträger und kenne das phänomen)! -
BTT ??? :wink:
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Zitat von "ibiza"
Hallo Kollegen !
Ein paar Worte zu Clubs.
Bei mir um die Ecke sind Luftlinie (ca.800m) 8 Clubs und jeder versucht mit Dumpingpreisen die Leute zu locken und wenn das eigene Publikum weg bleibt kommt der Reiseführer(er bringt Touristen ) ins Spiel.Das ist die Realität in Berlin .Aus welcher ecke kommst du den? bzw. welche meinst du?
By the way: noch jemand aus berlin,
dann sind wir schon zu 4-lichtfürlau (ina)
-Simonfb
- du
-und meiner einerLg Valentin
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Ich sehe es ehr anderst rum, viele meinen immer noch wenn man um wenig Geld viel hinstellt sei das wichtig. Sicher es sieht wichtig aus aber meißt paßt dann die Qualität selbt nicht.
Wir machen immer mehr die Erfahrung das sich Qualität durchsetzt, unauffällig, also Leistungsstarke Komponennten, ist immer mehr gefragt. Movingheads sind nettes Spielzeug aber eigentlich braucht man diese nur dort wo diese auch wirklich gebraucht werden und spektakuläre Videoinstallationen die eigentlich keinen interessieren und die nur Aufwändig sind will langsam auch niemand mehr. Ja, die Zeiten wandeln sich, ich behaupte zum Guten, man besinnt sich endlich wieder auf das was zählt. -
Wer Videowände ohne Sponsoring nutzt ist selbst schuld :wink: Da finanziert man bei VAs auf denen ich arbeite die ganze PA mit.
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Zitat von "Kracky"
Ja, die Zeiten wandeln sich, ich behaupte zum Guten, man besinnt sich endlich wieder auf das was zählt.
Vielleicht sollte sich der eine oder andere besser auf das besinnen, was zahlt... -
Zitat von "Michael Beyer"
Wer Videowände ohne Sponsoring nutzt ist selbst schuld :wink: Da finanziert man bei VAs auf denen ich arbeite die ganze PA mit.
Ok, ich erzähl den Hintergrund dazu. Ein Mitbewerber hier in der Gegend hat es sich zur Aufgabe gemacht auf fast jeder seiner großveranstaltungen Videoinstallationen auf zu bauen, mit Videoschnittplatz und mehreren Kameras um dann das geschehen auf ein bis zwei Leinwände im Raum zu übertragen. Die Idee ansich ist schön, aber inzwischen hat es sich einfach herrausgestellt das es z.B. in der BAr nebenan niemanden interessiert wenn nicht auch der Ton davon übertragen wird und die Veranstalter die zur Unterhaltung der Gäste in eben dieser Bar einen DJ bestellt haben wollten natürlich das dieser auch die Gäaste unterhält. Fazit, viel wirbel um nichts und Sponsoren findest du dafür hier nicht, wir leben auf dem Heuberg mit Gemeindegrößen von 500 PAX+.
Zu Mechwerkandi, ich weiß jetzt nicht ob das eine positive Wertung sein sollte, aber auch deine Aussage trifft den Nagel auf den Kopf. Die Veranstalter, die ja später zahlen, haben einfach gemerkt eine wirklich gut ausgeleuchtete Bühne mit einem wirklich funktionierendem Zeltdelay ist ihnen mehr Wert als eine Massenansammlung lauter Lautsprecher am Bühnenrand mit viel buntem Farblicht. Zumal es meißt um keine Discoveranstaltung geht, bzw. der DJ höchstens den Abschluss bestreitet und da ist denn Discofox gefragt, was bedeutet es wird getanz und für den Effekt reicht ein kleines Lichtsetup auf Stativen.
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Na nicht die Gemeindegröße sondern die Besucheranzahl ist ja für Sponsoren interessant. Aber wie du schon schreibst, nette Idee nur leider ein suboptimale Umsetzung bzw. wohl Lokation. :wink:
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...Bin leider erst eben auf diesen Fred gestossen. Hab die Beträge nur abissl quer gelesen.
Wenn ich nun Irgendeinen vorangegangenen Betrag zitiere oder bereits gepostete Argumente wiederhole...sorry im Voraus!Was mich aktuell so richtig verunsichert ist die folgende Tatsache:
Es gibt in Berlin echt klasse Lichtkonzepte auf diversen VAs in Clubs (und ich meine damit nicht die allgemein gängigen MH-Materialschlachten). Sie haben scheinbar Alle eines gemeinsam. Die kreativen Macher veranstalten den ganzen Aufwand mehr für Ihr Ego als für ihre Gäste. Ist das blanker Selbstschutz vor der Erkenntnis daß dem Gast nur eine miese oder wirklich herausragend gute Lichtgestaltung ins Auge fällt / im Gedächtnis bleibt oder sind die Gäste in Berlin mittlerweile derart abgestumpft um den Aspekt Licht gebührend würdigen zu können?Je größer die VA - desto mehr drängt sich mir diese Frage auf.
Gehts Euch da auch so ?
ina
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Hat hier schon einer mal gefragt was die Gäste wollen ? Ich höre immer nur schneller,höher, weiter nach dem Motto .
In Berlins Clublandschaft ist alles etwas überdreht und die Qualität ist schon lange auf der Strecke geblieben.Der beste Sound den ich je gehört habe war im Knaack-Club in der Concert-Lounge (2005 das letze mal da zur 80iger Party )und ich bin schon viele Clubs durch in Berlin .Machmal frag ich mich ob Alle was mit den Ohren haben ?Wer den ganzen Tag mit dem Stöpseln im Ohr rum läuft für 5 Taler muss sich dann nicht wundern.
Letztens bei Sunshine-Live wurde die gute alten 80iger zurück gesehnt ,wo die Anlagen noch richtig Fett klangen und er hatte so recht .Mir geht dieser kristall klare Sound so was auf den Keks !
Da Bau ich doch lieber meinen eigenen Club und zwar so wie ich den Sound kenne aus den 80igern und der war auch Super.Weniger ist mehr und man sollte nicht jeden neuen Trend gleich hinter her laufen. -
Es ist aber doch oft so, daß man einen Job erwischt hat, der einem selbst Spaß macht und man deswegen auch schonmal etwas mehr hinstellt, als nötig ist oder bezahlt wird, nur um seine eigenen Vorstellungen zu erfüllen.
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