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  4. Mischpulte & Signalquellen

Wie einpegeln?

  • matthias erb
  • 26. Januar 2010 um 01:01
  • matthias erb
    Beiträge
    372
    • 26. Januar 2010 um 01:01
    • #1

    Hallo,
    ich habe folgende Signalkette:
    Quelle->Soundcraft EPM8-> Red Rock M9 -> LMT121.
    Bisher pegle ich folgendermaßen ein:
    1) Jeden Kanal auf PFL schalten und den Gain jeweils so regeln dass die Aussteuerungsanzeige am Pult nicht über 0dB kommt.
    2) die Endstufe voll auf Rechtsanschlag
    2) Die Masterfader am Pult auf -10 oder -15db
    3) Mit den Kanalfadern reguliere ich jetzt das Verhältnis zwischen den einzelnen Quellen. Will ich insgesamt lauter werden regle ich das mit den Masterfadern.

    Ist das soweit richtig?
    Gruß,
    Matthias

  • MRspeaker
    Reaktionen
    183
    Beiträge
    5.030
    • 26. Januar 2010 um 08:41
    • #2

    hi,
    das was du geschrieben hast ist soweit richtig.


    Wenn du keine Kompressoren verwendest, lass dir bei dynamischen Quellen im Gain etwas Headroom. Wenn du einen Liveakt hast, gerade mit ungeübten Sängern, dann sind diese beim Proben eher leise und beim Gig recht laut im singen. Auch werden sie gerne lauter wenn sie den Refrain sehr gut auswendig kennen. :grin:
    Nicht das dir noch der Gain clipt und du ihn zurück pegeln musst, dann ärger sich der jenige der sich gerade auf dem Monitor nicht mehr hört, also da dann zwingend drann denken und nachpegeln.

    Wenn du die Gainstruktur recht gleichmässig und alles bei ca. 0, oder drunter einpegelst, dann hast du es auch recht einfach mit den Monitorwegen.
    Da alle Quellen im Eingang gleich laut sind, kannst du alle Auxwege auch gleichlaut aussteuern und hast recht Fix den Monitorsound stehen ohne große Pegelunterschiede zwischen den Quellen zu haben.
    Wenn du deine Endstufen, Boxen und Mischpulte noch nicht so gut kennst, nimm dir Zeit und viel Ruhe, gehe auf die Bühne, sprech in das Gesangsmikro und hör doch einfach mal wie laut etwas aus dem Monitor kommt (lass jemandem am Mischpult wegen Rückkopplungen wenn dein Material nicht sehr sehr hochwertig ist).
    Irgendwann weißt du dann das du bei den Boxen und dem Verstärker den Aux-master immer bei der "X" Lautstärke haben musst usw.. usw...

    Die einzelnen Kanalfader kannst du bei -10? einpegeln (auf jedenfall nicht zu weit oben..). Da im Eingang durch die Gains alles gleichlaut ist, hast du alle Fader grob auf der gleichen höhe stehen.
    Lediglich der Gesang ist oft lauter um sich besser durchzusetzen, daher steht der nachher sicher öfters bei Null, aber Headroom hast du dann ja...
    Auch solo parts kannst du dann bequem lauter ziehen...

    Mit dem Master änderst du die Gesamt- Lauststärke für den Hörer.
    Je nach Veranstaltung kann das leise oder derbe laut sein.
    Endstufen immer auf vollgas ausser du hast wirklich leise Geschichten, dann drehe ich die Endstufe schonmal auf Halbgas damit das rauschen geringer wird.

    Natürlich gibt es noch mehrere andere Möglichkeiten zu mische, aber diese hier funktioniert auch... :D

    http://www.audio2.eu
    Sommercable Gewerbe-Händler, Kabelkonfektion

  • Dennis13
    Verifiziert
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    6
    Beiträge
    4.834
    • 26. Januar 2010 um 10:40
    • #3

    Ich hab immer die Amps auf Rechtsanschlag und den Master auch auf Anschlag (zumindest bei Live).
    Den Rest regel ich über die Eingangskanäle und den Gain´s, je nach Mikrofonart und abgenommene Schallquelle variiert das immer.

  • hias.h
    Beiträge
    1.192
    • 26. Januar 2010 um 14:24
    • #4

    Moderne Pulte verfügen meist über einen gigantischen Headroom.
    Deshalb steuer ich beim Soundcheck die Eingangsstufen etwas über 0dB aus, und lass dafür den Kanalfader und den Master lieber etwas weiter unten (-10 bis -20) (Monitorpotis natürlich auch). Spätestens wenn der vom zu lauten "singen" hesiere Sänger irgendwas ansagen will, während der Rest der Kapelle weiterspielt (Bandvorstellung, Moshpit-ansagen, etc...) bist du froh, den Fader noch ein bisschen hochschieben zu können, OHNE dabei die Monitorlautstärke zu beeinflussen.

  • DJheini
    Moderator
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    4
    • 26. Januar 2010 um 16:12
    • #5
    Zitat von "hias.h"

    Moderne Pulte verfügen meist über einen gigantischen Headroom.
    Deshalb steuer ich beim Soundcheck die Eingangsstufen etwas über 0dB aus, und lass dafür den Kanalfader und den Master lieber etwas weiter unten (-10 bis -20) (Monitorpotis natürlich auch). Spätestens wenn der vom zu lauten "singen" hesiere Sänger irgendwas ansagen will, während der Rest der Kapelle weiterspielt (Bandvorstellung, Moshpit-ansagen, etc...) bist du froh, den Fader noch ein bisschen hochschieben zu können, OHNE dabei die Monitorlautstärke zu beeinflussen.


    Dito.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • skyworker
    Profi
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    • 26. Januar 2010 um 16:22
    • #6

    Morgen - gigantisch würde ich den Headroom nicht nennen wollen, irgendwann ist einfach Ende der Stange ^^

    Wer nicht zu sehr an der Clipping LED klebt, sondern auch ein wenig hört, kommt nach meiner Erfahrung zu folgendem Ergebnis: es gibt Signale, die dürfen auch ein wenig heißer sein als andere. Kurzes, Percussives zum Beispiel verträgt durchaus mehr Gain als eine per Kompressor plattgebügelte Stimme oder ein dauerwabernder Keyboardteppich. Daher: ruhig die Gains ordentlich aufmachen, wenn bei der Kickdrum mal eine LED ans Flackern kommt, dann tut das sicher nicht weh.

    Trotzdem nicht zu vergessen: Adrenalin! In der Regel wirds aufs Ende hin lauter - weil die Band heiß ist. Also auch sowas einplanen, Gitaristen werden eh immer lauter, Drummer knüppeln dann mehr.

    Was soll den überhaupt gemischt werden? EPM8 klingt noch nicht nach Drumset - oder?

    SKY

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