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DMX Endresistor, seltsames Verhalten...

  • thomas kistler
  • 16. Juli 2010 um 13:22
  • thomas kistler
    Beiträge
    133
    • 16. Juli 2010 um 13:22
    • #1

    Hallo

    Habe hier eine DMX Kette.
    RS485 Schnittstelle vom PC => 2 LED Par => Dimmer => 4 Scanner => 4 LED Par => Dimmer => 2 LED Par
    Total 8 LED, 4 Scanner, 2 Dimmer

    Beobachtungen
    Ohne Widerstand:
    Scanner flackern rum
    Alle LED (vor und nach Scannern in de rKette) funktionieren tiptop, bis auf einen, der rumflackert
    Dimmerkanal is um eins verschoben

    Mit Widerstand, zwischen + und - verlötet:
    Vom Widerstand zurück gezählt funktionieren die ersten 8 Geräte tiptop, das 9 kann sich zwischen 2 benachbarten DMX adressen nicht entscheiden, ab dem 10. sind alle Geräte um 1 adresse verschoben, d.h. sie reagieren z.b. auf Startadresse 8 statt wie eingestellt auf 9.

    Mit einem eigentlich falsch eingelöteten Widerstand, nämlich zwischen + und Schirm:
    Alles läuft einwandfrei.


    Kann man sich das irgendwie erklären??

    Kurzschlüsse oder Falschverpolungen in den Kabeln kann man nahezu ausschliessen.
    Hab alles sehr sorgfältig und sauber gelötet, zudem hab ich hier noch die Kabel vertauscht, hat auch nix verändert an der Situation.

    Die Scans sind TS 255 von Eurolite, die verursachten mir schon oft solche komische Situationen..... Is da eventuell intern irgendwo n Kurzschluss zwischen Schirm und Leiter vorhanden, oder was gibt es für Erklärungen???

  • joachim krautwurst
    Beiträge
    92
    • 18. Juli 2010 um 17:57
    • #2

    Mach sie halt mal auf und schau rein, ob da gemurkst wurde. Ansonsten gilt im grunde genommen die selbe Belegung wie XLR, 1=Xcreen, 2=Live und 3=Return.
    Du kannst es auch mal mit einem DMX-Groundlift versuchen. Ein kurzes XLR-Kabel, bei dem die Masse einseitig nicht angeschlossen oder kurzerhand durchgezwickt ist.
    gerade bei günstigen LED-Pars ist es mit der galvanischem Trennung nicht weit.

    Das mit "ab dem 10. Gerät verschobene Adressen" leuchtet mir jetzt nicht ein, wird doch alles durchgeschleift? Vielleicht werten ein oder mehrere Geräte das Startbyte ja schon als Kanal 1.
    Jo

    was willst'n aufm Monitor? - Keine Ahnung, was kommt denn cool?

  • gylo
    Beiträge
    440
    • 22. Juli 2010 um 20:17
    • #3
    Zitat von "Joachim Krautwurst"

    Ansonsten gilt im grunde genommen die selbe Belegung wie XLR, 1=Xcreen, 2=Live und 3=Return

    ist leider falsch.
    XLR-Belegung für DMX ist
    1 = GND
    2 = -
    3 = +

    Zum Problem selber, Kurzschluss würde ich eher nicht vermuten. Das wäre ja ein kleiner Widerstand im Vergleich zum Abschlusswiderstand, und da elektrischer Strom den Weg des geringsten Widerstandes geht ändert das eigentlich nichts.

    Was passiert wenn du die Anschluss-Reihenfolge der Scanner änderst?
    Hast du nur selbstgelötete Kabel oder auch gekaufte? Manche Hersteller bauen da schonmal gerne irgendwelche Brücken rein die bei sowas dann Probleme verursachen...

    gruß
    gylo

    EDIT: Kennst du jemanden mit einem DMX-Tester? Wenn ja, einfach mal damit die Signalkette Stück für Stück durchgehen und das Signal analysieren. Wenn der Fehler schon am Anfang besteht liegt das Problem an deiner Steuerung (war ein DMX-Interface oder?), taucht er erst später auf dann in einem der angeschlossenen Geräte.

    ... kann man da nich was löten ? ;)

  • maccaldres
    Profi
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    1.279
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    2
    • 27. Juli 2010 um 14:21
    • #4

    um 1 kanal verschoben?

    dann muss ja irgentein (oder mehrere) ausgangstreiber bits "unterschlagen", sonst kann ich mir das nicht erklären

    Meister für Veranstaltungstechnik

    AUDIODEMON - Audioengineering & Tourservice

  • thomas kistler
    Beiträge
    133
    • 9. August 2010 um 23:23
    • #5

    Hallo

    Melde mich aus dem Urlaub zurück :)
    Ich konnte in der Zwischenzeit die Sache weiter untersuchen. Scheint ein Problem des USB -> DMX Interfaces zu sein. Kein Plan, was der da an Signalen rausschickt.
    Mein Bruder ist Elektroniker und war ganz begeistert, als ich ihm erzählte, dass Licht (DMX) über den RS485 Bus gesteuert wird, so hat er sich prompt einen LED Par von mir geliehen und eine ganz allgemeine USB -> COM1 [der alte PC anschluss] Schnittstelle bestellt, rumgebastelt, XLR Stecker rangelötet etc. und dann lief der LED Par schlussendlich sogar [Freestyler Einstellung für Interface: Enttec Open DMX]. Aebr eben, für kleine Sachen tiptop, für grosse Shows wohl untauglich.

    Nun auf dem Interface hats ein kleines Mäuseklavier, um u.a. zwischen den Schnittstellen 485 und 422 auszuwählen. Seltsamerweise funktionierte es auf 422 einwandfrei. Gemäss Wiki wird 422 zwar teils als Synonym für 485 verwendet, aber es sei u.a. nur für 10 Endgeräte konzipiert. Naja, heute zeigte sich das PRoblem nichtmal mehr ganz gleich, wie vor 2 3 Wochen, trotz gleichem Aufbau. Aber dennoch sehr ähnlich. Es ist tatsächlich so, dass sich das ein oder andere Gerät nicht zwischen 2 benachbarten Startadressen entscheiden kann; das ein oder andere ist komplett um 1 Adresse verschoben, der Rest arbeitet normal.

    Kleine Umverkabelungen, z.b. den Signalweg zweier Nachbarn tauschen, ändern gar nix, sind die gleichen Geräte, die "spinnen".
    Grosse Umverkabelungen, sprich Gerät vom Anfang der Kette ans Ende nehmen, verändern dann aber doch mal was. Sprich dann spucken andere Geräte.
    Adressiere ich ein "gutes" Gerät so, dass es die gleiche Adresse hat, wie ein "schlechtes" Gerät, läuft das "gute" Gerät weiterhin gut.
    Adressiere ich ein "schlechtes" Gerät auf die Adresse eines "guten", spuckt es weiterhin.

    Beobachtungen 1,3,4 könnten fast zum SChluss führen, dass es am Gerät liegt.... Glaub ich aber eigentlich nicht, wegen Beobachtung 2 und da alle perfekt laufen, betreibe ich sie übers Analoge Lichtpult... Naja, schlussendlich bin ich nun eigenltich fast sicher, dass es allein am Interface liegt!

  • matzepa
    Beiträge
    872
    • 18. August 2010 um 15:37
    • #6

    kannst du bei deinem Interface beeinflussen, wie lang die Pausenzeiten zwischen den Kanälen sind?

    Viele China-Geräte haben stress mit einem "zu-guten" DMX Signal - das mit maximaler Frequenz und eben minimalen Pausen läuft.

    Sehr gut beobachten kann man das bei den Vergleichen zwischen ordentlichen Pulten und dem, was Steinigke und Co für ein paar Euro verkaufen: China-Geräte laufen damit immer, gute nicht unbedingt, weil die Pausenzeiten schon wieder zu lang sind ;)
    Umgekehrt haben einfache Geräte Stress mit einem ordentlichen Signal .. schon sehr häuftig erlebt; und es scheint bei dir auch der Fall zu sein.
    (Es ist eben einfacher, ein DMX Signal mit 20-30 Hz zu generieren, anstatt das Normgerechte mit 44 Hz.

  • thomas kistler
    Beiträge
    133
    • 18. August 2010 um 16:21
    • #7

    gute idee, danke! ja das lässt sich einstellen. klingt sehr plausibel. leider ist das material momentan im lager und verstaut, aber übernächstes wochenende steht es schon wieder. werd das auf jeden fall dann ausprobieren!!

  • LightFaden
    Profi
    Beiträge
    626
    • 19. August 2010 um 13:19
    • #8
    Zitat von "MatzePA"

    (Es ist eben einfacher, ein DMX Signal mit 20-30 Hz zu generieren, anstatt das Normgerechte mit 44 Hz.


    Falsch, die DMX Norm definiert keine Refreshrate. Wenn Du Dir die Tabelle mit den Timings zu Gemüte führst, wirst Du feststellen, dass für manche Timings keine obere Grenze definiert ist, so dass die Norm eben keine miinmale Refreshrate definiert. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Die maximale Refreshrate liegt bei 44Hz, aber die sind absolut unüblich. Selbst Pulte wie GrandMA, Hog III, Maxxyz etc. schicken in der Regel Refreshraten zwischen 25-35Hz, was volkommen ausreicht, um "fließende Bilder" zu garantieren.
    Allerdings macht es die DMX Elektronik in den Scheinwerfern teurer, ihnen den entsprechend großen Toleranzspielraum mitzugeben, so dass viel billiges Equipment nur mit bestimmten Refreshraten richtig funktionieren. Billige Controller haben dagegen oftmals das Problem, dass sie die Taktflanken nicht ordentlich abbilden und z.B. beim Break das High-Level nicht lang genug halten, so dass dadurch manche Empfänger Signalbestandteile falsch interpretieren.
    Daher solltest Du Dir einfach mal das Signal Deines USB Interfaces auf einem Oszilloskop ansehen, ob aus der Kiste auch wirklich ein ordentliches, "klar erkennbares" DMX Signal rauskommt.

    Liebe Grüße
    Mathias Burger

  • gylo
    Beiträge
    440
    • 19. August 2010 um 21:26
    • #9
    Zitat von "LightFaden"

    Daher solltest Du Dir einfach mal das Signal Deines USB Interfaces auf einem Oszilloskop ansehen, ob aus der Kiste auch wirklich ein ordentliches, "klar erkennbares" DMX Signal rauskommt.

    Da muss man dann aber schon sehr genau wissen worauf man da achten muss, hier finde ich einen DMX-Tester, sofern man den organisieren kann, immer noch einfacher.
    Der wirft so Dinge wie z.B. die Refreshrate direkt aus, ohne dass man Rechteck-Bilder zeitbasiert interpretieren muss.

    gruß
    gylo

    ... kann man da nich was löten ? ;)

  • LightFaden
    Profi
    Beiträge
    626
    • 20. August 2010 um 01:13
    • #10

    Ich habe leider nur schon feststellen müssen, dass viele DMX Tester wesentlich toleranter sind, was Fehler wie schlechte Taktflanken etc. anbetrifft, als viele billige Receiver Boards in entsprechenden Chinalampen, so dass man den marginalen Fehler im Signal gar nicht angezeigt bekommt.

    Liebe Grüße
    Mathias Burger

  • Midi-Rakete
    Beiträge
    78
    • 6. Dezember 2011 um 18:08
    • #11

    ".... der rumflackert. Dimmerkanal is um eins verschoben"
    Ja, das kenne ich von meinen LED-Bars Marke preiswert. Ich selbe habe ich schon solche Fehler in eigenen Projekten programmiert :) . Ein typisches Timing Problem. Die DMX Daten, in diesem Fall die Slots oder Datenbytes kommen für den Empfänger zu schnell hintereinander. Zwischen den Bytes gibt es keine Zwangspause und direkt nach zwei Stoppbits darf ein neues Byte kommen. Aber schlecht programmierte Geräte warten auf die eigenen Daten und sobald das erste Byte da ist, wird aufgewertet und diese Auswertung dauert evtl. 1,3 Bytelängen. Das zwei Byte ist noch im Puffer aber das 3. oder 4. Byte wird schon verschluckt. Geräte, die auch Master/Slave können, geben die DMX Daten oft gepuffert weiter. Also im RX rein und per Prozessor wir an TX raus. Dabei können nachfolgende Geräte plötzlich "verschoben" reagieren :( .
    Wenn möglich die Zeit zwischen den Byte auf min. 20 uS anheben. (Am DMX Sender)
    Zum Messen habe ich mir ein paar nette Geräte gebaut, die es auch auf http://www.dmx4you.de zum Nachbauen gibt.

    Wolfgang Dunczewski
    65934 Frankfurt
    Tel: 0700/TONSTUDIO

    DMX Selbstbau Projekte auf http://www.dmx4you.de

    FOH und Technik

  • mike j.
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    2.924
    • 8. Dezember 2011 um 10:44
    • #12

    Es gibt billige Kabel, die zuviel Dämpfung (Widerstand) haben, somit kann das Signal nicht mehr 100% ausgewertet werden. Das Problem hatten wir auch schon mal, wo billige Kabel eingesetzt worden sind. Mit den Sommercable STage22 funzts bei uns immer einwandfrei bis jetzt, auch wenn die DMX Strecke mal 100m lang ist. Manchmal haben die günstigen Kabel auch Masseschlüsse, je nachdem wie sie gebogen und verlegt werden (auch schon gehabt bei sssnake....)

    Das wegen der verschobenen Adresse ist so zu lösen, dass du die Interbyte Gap des DMX Masters auf 10MicroSekunden oder mehr setzt. Aber so wie sich das alles anhört ist hier ein defektes Kabel oder zu dämpfendes Kabel im Spiel. Und das beginnt schon bei ankorrodierten Steckern.

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