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  4. Mischpulte & Signalquellen

Mischpult und Verstärker optimal einstellen

  • tufkamaan
  • 26. Juli 2010 um 21:54
  • tufkamaan
    Beiträge
    17
    • 26. Juli 2010 um 21:54
    • #1

    Hallo liebe Party-Pa Gemeinde,
    hier meine erste Frage :
    Ich habe bei meinem Mischer alle Kanäle mit Gain und PFL auf 0dB eingepegelt, was soweit ja auch sinnig ist.
    Soweit alles gut! Nur wie stelle ich den Master des Pultes und wie den Verstärker optimal ein, sodass nichts rauscht aber auch nicht verzerrt.
    Wie gehe ich dabei am bessten vor?

    MfG
    Marco

  • gylo
    Beiträge
    440
    • 27. Juli 2010 um 01:13
    • #2

    Die Potis vom Verstärker normalerweise auf Rechtsanschlag, damit die volle Kontrolle am Pult ist und man nicht rennen muss wenn der Headroom am Pult ausgeschöpft ist und es trotzdem noch zu leise ist.

    Masterfader vom Pult auf 0dB setzen, vll. was drunter ... wenns rauscht, etwas zurück, wenns zerrt auch, das hört man ja beides.
    Rauschen tritt bei günstigen Pulten gerne mal auf, besonders in Verbindung mit den eingebauten Effektprozessoren.
    Verzerrungen gibts eig nur wenn man intern das Pult übersteuert oder die Lautsprecher mit zu viel Leistung anfährt. In beiden Fällen gilt: leiser machen.


    Es gibt bestimmt noch Forumskollegen die sich dazu technisch auf ner fundierteren Ebene äußern können, aber das sind jetzt mal so die Tipps aus der Praxis.

    gruß
    gylo

    ... kann man da nich was löten ? ;)

  • treibsand
    Verifiziert
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    1
    • 27. Juli 2010 um 09:14
    • #3

    ...selbst Erfahrungen sammeln... 8)

    Ich persönlich habe mittlerweile gerne während des Gigs alle Fader bei +/- 0dB. Das hat den Vorteil, dass ich bei Soli oder Soundänderungen immer ungefähr weiss, wo die Fader für meinen Grundmix stehen. Dafür muss ich aber schon beim Soundcheck die Gains so einpegeln, dass alle Instrumente ihren Platz im Mix erhalten - nicht unbedingt, dass sie ein 0dB Signal am Pult bringen.

    Der Masterfader ist beim SC gerne mal bei -5dB, um während des konzerts noch Luft nach oben zu haben. Das bringt aber je nach Pult, Band & Abend gerne mal +10dB Signal auf die Ausgänge!

    Der Controller & das Amping bestimmen, wie laut es werden darf. Clipping gibt es dank Limiter nicht :wink: und um den richtigen Punkt des Limits zu finden (nicht zu leise, nicht zu rauschend), die "optimale Einstellung" erreichst du eigentlich nur, wenn du die Auswahl der Boxen mit dem Veranstaltungstyp (Theater/Lesung/Konzert/Party etc.pp) abgleichst.

    Soviel zur Praxis.

    In der Theorie ist es viel einfacher: die Boxen sollen bei 0dB volle (rms) Leistung bringen, Pegelspitzen dürfen drüber. :oops: Da heisst es dann mit Datenblättern und Taschenrechner zu handtieren.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Jürgen Klingel
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    • 27. Juli 2010 um 12:38
    • #4

    Hallo und willkommen im Forum,

    das Meiste wurde ja schon gesagt. Ein Problem können Zuspielgeräte und Mixer darstellen, die stark rauschen. Bei "leisen" Veranstaltungen kannst Du dich nach dem Einpegeln des Mixer-Ausgangs in der Nähe von 0 dB (eher darunter) beim Aufdrehen der Verstärker am tatsächlichen Rauschen aus den Boxen orientieren. Erreichst Du mit dieser Einstellung Deine gewünschte Lautstärke nicht, musst Du abwägen, was Dir wichtiger ist: Wenig Rauschen bei "Stille" oder voller Pegel bei "Laut".

    Wenn´s nicht passt, rauscht Deine Signalkette zu arg... Normalerweise werden Amps voll aufgedreht und notwendige Limitierungen am Ende der Signalkette vor dem Amp gemacht. Wichtig ist, dass aus dem Mixer kein Clipping rauskommt, das würde der Amp nur verstärkt auf die Lautsprecher schicken, was genauso deren Exitus bedeuten kann, wie ein clippender Verstärker.

    Gruß, Jürgen :wink:

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • tufkamaan
    Beiträge
    17
    • 27. Juli 2010 um 13:01
    • #5
    Zitat von "treibsand"

    In der Theorie ist es viel einfacher: die Boxen sollen bei 0dB volle (rms) Leistung bringen, Pegelspitzen dürfen drüber. :oops: Da heisst es dann mit Datenblättern und Taschenrechner zu handtieren.


    Vielen Dank erstmal für die Antworten! :D

    Nur wie bekomme ich es hin, das die Lautsprecher bei 0dB volle Leistung geben?

    MfG
    Marco

  • tufkamar
    Gast
    • 27. Juli 2010 um 13:15
    • #6

    frech gesagt: indem Du die Gainstruktur der kompletten Signalkette darauf ausrichtest.

    Übrigens gibt's da auch keine Pauschallösung, die immer und überall funktioniert - eigentlich muss man die komplette Kette bei jedem Job wieder auf die Gegebenheiten anpassen...

  • mike j.
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    2.924
    • 27. Juli 2010 um 13:27
    • #7

    Das mit der Gainstruktur ist so eine Sache...

    Das beginnt bei der Kombination Amp / Lautsprecher. Der Amp soll so dimensioniert sein, dass der Lautsprecher bei Volllast nicht an Hitzetod stirbt (sprich der Amp zuviel Leistung hat).

    Dann drehst die Amps einmal voll auf (worst Case herstellen). Das hat auch den Vorteil, dass keiner dran herumdrehen kann (außer leiser machen). Das zweite ist die besagte Kontrolle vom Pult aus. Unterschiedliche Pegel in den Wegen stellt dann am Controller /Weiche ein.
    Limiter dann so einstellen, dass die Amps bei vollem Pegel nicht Clippen.

    Wenn ein maximales SPL eingehalten werden muss, dann auch darunter Limiten. Ich stell bei uns dann den Gain des Rackeinganges dann immer so ein, dass 0dB am Pult das langsame greifen der Limiter bedeutet. Dann weiß man, ist man am Pult bei 0dB, macht mehr aufdrehen nur noch wenig Sinn, da man dann die ganze Kompression der Limiter im Sound hat - und das muss nicht sein.

    Wenns rauscht bedeutet das eigentlich fast immer zu billiges Equipment.

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 27. Juli 2010 um 16:33
    • #8

    Ich lese hin und wieder "Verstärker voll aufdrehen", damit niemand anders lauter stellen kann.
    Zweckmäßiger ist es, Verstärker immer in Reichweite zu haben.
    Wenn das (äußerst selten) nicht möglich ist, dann sind sie unverstellbar und / oder unerreichbar (unbesetzte Endstelle) oder aber auch bewacht.


    MfG
    DirkB

  • tufkamaan
    Beiträge
    17
    • 27. Juli 2010 um 20:20
    • #9

    Danke erstmal,
    ich denke ich werde mir einfach das Buch vom Admin kaufen und mich ein bisschen schlauer lesen.
    Wenn ich dann noch Fragen jabe kann ich hier ja immer noch etwas fragen!
    mfG
    Marco

  • mike j.
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    • 28. Juli 2010 um 00:11
    • #10
    Zitat

    Ich lese hin und wieder "Verstärker voll aufdrehen", damit niemand anders lauter stellen kann.
    Zweckmäßiger ist es, Verstärker immer in Reichweite zu haben.
    Wenn das (äußerst selten) nicht möglich ist, dann sind sie unverstellbar und / oder unerreichbar (unbesetzte Endstelle) oder aber auch bewacht.

    Wir haben nahezu keine VA, bei der die Amps in Reichweite sind. Amps sind doch immer nahe an den Boxen, also bei der Bühne anzutreffen. Das FOH ist da meist wo anders. Wenn nur ein DJ spielt und es kein FOH gibt steht das Rack auch hinter der Bühne wo herum. Vielleicht auch unter der Bühne, in beiden Fällen aber für alles, was um dem DJ herumkrebst erreichbar.

    Ich kann auch ein Gitter dran machen mit Schloss und schreiben "Admin war leider schneller" ^^.

  • treibsand
    Verifiziert
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    Beiträge
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    Marktplatz Einträge
    1
    • 29. Juli 2010 um 12:54
    • #11
    Zitat von "DirkB"

    Ich lese hin und wieder "Verstärker voll aufdrehen", damit niemand anders lauter stellen kann.
    Zweckmäßiger ist es, Verstärker immer in Reichweite zu haben.
    Wenn das (äußerst selten) nicht möglich ist, dann sind sie unverstellbar und / oder unerreichbar (unbesetzte Endstelle) oder aber auch bewacht.


    Ja, mag sein. Aber manchmal mat mich 100% schon vor mir selbst bewahrt. Wenn ich aus irgendwelchen Gründen (Stromausfall etc.) doch überraschenderweise mal die Amps runterdrehen musste, wusste ich so immer, wie sie nun eingestellt waren. :oops:

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Mix4Munich
    Beiträge
    788
    • 30. Juli 2010 um 12:22
    • #12
    Zitat von "Mike J."

    Das mit der Gainstruktur ist so eine Sache...

    Richtig!


    Zitat von "Mike J."

    Das beginnt bei der Kombination Amp / Lautsprecher.

    Nein. Damit ENDET es - sorry, es war einfach stärker als ich. Und nun Klugscheissmodus off.


    Zitat von "Mike J."

    Wenns rauscht bedeutet das eigentlich fast immer zu billiges Equipment.

    In rund 50% aller rauschenden Fälle ist das so. Hochwertiges Equipment ist so rauscharm, dass es selbst bei Fehlbedienung nahezu rauschfrei arbeitet. Nicht so hochwertiges Equipment muss man eben ganz genau auspegeln, damit es nicht zu rauschig wird. Aber das machst Du ja bereits richtig ("Ich habe bei meinem Mischer alle Kanäle mit Gain und PFL auf 0dB eingepegelt"). Jetzt noch die Effektgeräte an den AUX-Wegen korrekt ansteuern (maximal sinnvollen Pegel im AUX Send, dann Anpassung des Effektpegels im Return), dann kommt aus DEINEM Arbeitsplatz der geringstmögliche Rauschpegel.

    Was aber macht an mit den Quellen (vor allem günstige Keyboards, aber auch aktive Bässe mit aufgedrehten Höhen kenne ich da als Beispiel), die von sich aus bereits rauschen? Da kannst Du nämlich korrekt uspegeln wie Du willst, dadurch wird vorhandenes Rauschen ja nicht weniger, es kommt nur kaum zusätzliches dazu. Erste Nothilfe ist bei mir da immer eine dezente Höhenbsenkung in den Kanälen der Rausch-Instrumente, zumindest bei den ein oder zwei am stärksten rauschenden Kandidaten. Das bringt in der Summe eine hörbare Verbesserung.

    Noise Gates bringen was, aber nur in den Spielpausen. Aber besser als nichts.

    Dann gibt es da noch ein cooles Gerät von Behringer, den SNR-2200 - ein dynamisches Rauschfilter, das selbst bei rauschenden Quellen und beim Spielen noch was bringt. In achtkanaliger Ausführung, aber einfachster Bedienung das SNR-208 - ich habe die Teile beide, und sie funktionieren super z.B. bei rauschenden Keyboards.

    Viele Grüße
    Jo

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
    http://www.mix4munich.de

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