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Gesangsmikrofon-Test

  • Marco Maribello
  • 27. August 2010 um 16:37
  • Marco Maribello
    Verifiziert
    Beiträge
    849
    • 27. August 2010 um 16:37
    • #1

    Hallo liebe Musiker, DJs, Sänger/Sängerinnen, Tonis usw...

    Ich habe da mal eine Idee bzw einen Vorschlag zur Diskussion.

    Besteht Interesse an einem unabhängigen Mikrofon-Test, Livetest in NRW (Köln +/- 90km)

    Ablauf kann wie folgt aussehen:
    1x gebuchter Sänger
    1x gebuchte Sängerin
    stehen hinter einer Moltonwand, damit man nicht sieht welches Micro gerade genutzt wird.

    Es gibt eine gewisse Anzahl verschiedener Gesangsmikros (dynamisch, Kondenser evtl auch) von Shure, Sennheiser, Audio Technia, Beyerdynamic, Low-Budget Anbieter Micros.

    Beide Protagonisten singen alle Micros mal ganz entspannt durch und die Zuhörer im Raum nehmen anhand des akustischen Höreindrucks ihre persönliche Wertung vor. Es gibt dann dazu einen Wertungsbogen.

    Dieser Test kann natürlich nur eine Einschätzung abgeben, die auf den beiden gebuchten Stimmen beruht. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass ein Teilnehmender Sänger, Moderator auch mal die Micros bespricht und das Publikum auch zu demjenigen eine Wertung vornimmt.

    Unterm Strich ein geselliger Nachmittag mit etwas mehr Ruhe und Möglichkeiten, als in einem großen Store.

    Gerne auch alternative Vorschläge.

  • erik
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    1.408
    • 27. August 2010 um 19:56
    • #2

    Prinzipiell ist das gut, jedoch ist der Klang (der hier bewertet wird) einer von vielen Faktoren die die Tauglichkeit eines Mikros für einen bestimmten Einsatzzweck ausmachen. Ein großteil aktueller Mikrofone klingt brauchbar und ich denke man muss in der Praxis damit arbeiten und sehen wie man damit zurecht kommt.

  • hias.h
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    1.192
    • 27. August 2010 um 22:02
    • #3

    +1
    Ob ein Mikro gut ist oder nicht zeigt die Praxis.

    Anhöhren kann man sich Mikros auch auf thomann.de - leider ohne großen Nutzen.

    Ein aussagekräftiger Vergleich müsste in freier Wildbahn (oder zumindest mit kompletter Band) stattfinden.


    Für Djs könnte sowas evtl. helfen, wenn jeder mal reinsprechen darf. Dann muss der Wandler aber noch zum EQ des DJMixers passen....

  • Holger
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    • 1. September 2010 um 16:28
    • #4

    Hört sich gut an........
    Aber wer entzerrt die einzelnen Mikros?
    Oder darf jeder mal?
    Das Thema ist beliebig komplex
    Über unterschiedliche Anlagen werden auch die Mikrofone wieder
    beliebig unterschiedlich sein.
    40KW Horn PA; 8"1" Mufu ; Linearray XY
    Sänger Solo oder 5 an der Zahl auf der Bühne...

    Ich stell mir das vielleicht zu kompliziert vor

    Auf jedenfall viel Glück

  • Jürgen Klingel
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    • 1. September 2010 um 16:39
    • #5

    Hm, da würde ich gar nichts entzerren, man will ja schließlich hören, wie es klingt :wink: Nur koppeln sollte es nicht...

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • Holger
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    • 8. September 2010 um 02:10
    • #6

    Kann man so machen, aber das ist so wie..

    einen Lautsprecher der über die Interne Weiche sauber entzerrt ist z.B. K+H Pro X12/60 mit
    einem Lautsprecher der eine aktive Entzerrung benötigt z.B. Nexo PS15 zu vergleichen.

  • tufkamar
    Gast
    • 8. September 2010 um 08:07
    • #7

    so direkt kann man das glaube ich nicht vergleichen...

    wenn ein Mic ohne EQ schon neutral und sauber klingt habe ich damit evtl. wesentlich weniger Stress / Arbeit / Risikopotential, als wie wenn ich es zum "neutral klingen über PA" schon ordentlich ver-eq-en muss...

    Klar ist das immer auch von PA und Tonquelle abhängig, eine Grundtendenz kann man jedoch erkennen...

  • marcoboy
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    • 21. Dezember 2010 um 22:18
    • #8

    Also eine Keule wenn wir von einen SM58 und Co. sprechen klingt fast immer gleich. Die Niere macht den Nahbesprechnungseffekt. den dreht man weg und es bleibt die Präsens Anhebung dort unterscheiden sich dann die Mikros. Das lässt sich alles mit dem EQ lösen. So lange die Aufgabe nicht besteht die Stimme Möglichst natürlich zu übertragen. Dann ist ein SM58 und Co (Tachspulenmikrofon) falsch. Da muss ein Kondensator her.

    Das einzige was die Mikros unterscheidet ist wie sie ihrer Richtcharakteristik beibehalten. Die meisten sind bei 1khz eine Niere und dann wird eine Kugel daraus. Diese Mikrofone verursachen dann auf der Bühne Probleme. Aufschluss gibt das Poldiagramm.

    Also das Auswahlkriterium ist nicht in erste Linie wenn ich rein singe wie klingt es sondern wie verhält sich das Mikro von hinten bei anderen Frequenzen. Den Rest macht der EQ am Pult.

    Das alt geliebte SM58 ist vom Klang und Poldiagramm nicht so toll für das man es hält. Das sm58beta ist da zwar etwas besser aber den Preis rechtfertigt es nicht. Mein Liebling HeilSound PR22!

    In der Praxis erfüllt jede Keule die so halbwegs eine Niere bleibt ihren Dienst.

    Ob ein Mikro auf den Monitor koppelt hängt von den oben besprochenen ab und vom Monitor. Auch wie viele Mikros offen sind. Jedes weitere was man aufmacht senkt den Gain for Feedback. Um diesen zu erhöhen zieht man die Frequenzen wo es koppelt eben etwas raus. So erhöht sich der Gain for Feedback etwas. Aber nicht unendlich. Man muss wissen wann man aufhört am EQ rum zu fummeln. Ziel ist es den Monitor laut genug zu bekommen.

    Bei guten Monitoren muss man so gut wie gar nichts machen. Bei leisen Rock Nummer fahre ich meine GAE152Tm ohne ein Band zu ziehen. Probleme mit Feedback kenne ich nicht. Er das bei Heavy Metal die Jungs auf der Bühne um Gnade betteln den Monitor leiser zu machen :grin:

  • toadie
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    • 22. Dezember 2010 um 23:23
    • #9

    Hallo,

    ich fände das mal gar nich verkehrt, und würde auch noch gern Instrumenten Mikes dazunehmen.

    Würde auch das eine oder andere Mikro dazu beisteuern.

    Gruß
    toadie

    Physik kann man nicht überlisten

  • Andi Groß
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    • 22. Dezember 2010 um 23:27
    • #10

    Jeder Sänger braucht sein Microfon was zu seiner Stimme passt.

  • skyworker
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    • 23. Dezember 2010 um 11:50
    • #11

    Sorry, aber das

    Zitat

    Also eine Keule wenn wir von einen SM58 und Co. sprechen klingt fast immer gleich. Die Niere macht den Nahbesprechnungseffekt. den dreht man weg und es bleibt die Präsens Anhebung dort unterscheiden sich dann die Mikros. Das lässt sich alles mit dem EQ lösen

    ist kompletter Nonsens!

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • treibsand
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    • 23. Dezember 2010 um 12:19
    • #12
    Zitat von "skyworker"

    Sorry, aber das

    ist kompletter Nonsens!


    Naja, so nonsensìg ist das gar nicht - mal abgesehen davon, dass

      das SM58 eine Niere ist,
      die Charakteristik nicht zwangsläufig mit dem F-gang zusammenhängt,
      nicht viel übrig bleibt, wenn man per Lo-shelf den Nahbesprechungsbereich wegschneidet,
      der Nahbesprechungseffekt unabhängig von der Niere ist (war es eben nicht noch eine Keule?!?)
      auch Keulen einen (deutlichen) Nahbesprechungseffekt aufweisen können
      nicht alle Probleme mit dem EQ lösbar sind (Griffgeräusche? Schwingungsverhalten der Membrane? Empfindlichkeit? Robustheit?)

    Immerhin unterscheiden sich die Mikros. Das ist doch schonmal was richtig erkanntes... :twisted: :twisted: :twisted:

    aber das hier:

    Zitat von "Andi Groß"

    Jeder Sänger braucht sein Microfon was zu seiner Stimme passt.

    ist in der Praxis auch oft Nonsens.
    Vielmehr gilt es einen Kompromiss aus Stimme, Budget, Anwendungsfall,akustischen & mechanischen Eigenschaften, Verfügbarkeit und vor allem Style (neudeutsch für gutes Aussehen) zu finden.

    Warum das SM58 dann immer noch so oft die Nase vorne hat? Es eignet sich eben (ohne messbaren Wertverlust) hervorragend als Keule, um Sangesknaben/Mischer/Publikum die eigene Sichtweise zu verdeutlichen. 8)

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • marcoboy
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    • 23. Dezember 2010 um 18:46
    • #13

    Kurz gesagt alle Druckgradientenempfänger haben einen Nahbesprechnungseffekt. Der je nach Richtcharakteristik mehr oder weniger. Um so mehr je Sie an eine 8 heran kommen.

    Wie sich dieser Auswirkt ist von der Einfallsrichtung,Abstand und Frequenz abhängig. Baulich kann man also verhindern das man nicht so weit an die Kapsel kommt. Wäre eine Variante. Da Gesangsmikrofon fast ausschließlich Tauchspulenmikrofone sind. Prinzip umgedrehter Lautsprecher :grin: Sind Sie von Hause aus robust. Der der Frequenzgang ist allerdings er bescheiden. weshalb viel Hersteller da nachhelfen. Das ist das eigentlich Problem der bescheidene Frequenzgang des Wandlers.

    Pauschal ob ein Mikro gut ist kann man nicht sagen. Jeder sollte das selber Testen und dann nach seinen Kriterien wählen. Was mit der Test Sängerin gut klingt muss nicht bei euch auch gut klingen. Ein bisschen muss man den dem EQ den Sound schon gestalten. Dazu ist er ja da.

    Das mit dem Griffgeräuschen kommt man auch in den Griff :grin: A in dem man bei leisen Nummern das Mikro nicht in der Hand hat. B in dem man sich eins Aussucht welches nicht soviel davon hat.

    Leider musste ich ein nehmen was deutlich mehr wie ein SM58 besitzt. Da 4 SM58beta sich in Luft auf lösten. Ich habe dann in eile zu AE4100 gegriffen. Mehr Höhen Output als ein SM58 an sich ganz guten Mikro nur leider die Griffgeräusche sind nicht so prall. Bei einer Rockband ist das nicht entscheidend. Das Heil Sound PR22 hat so gut wie keine. Mit dem lässt sich auch die Hi-Hat abnehmen mit sehr guten Ergebnis .

    Einmal editiert, zuletzt von marcoboy (23. Dezember 2010 um 19:00)

  • erik
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    • 23. Dezember 2010 um 18:55
    • #14

    Übersetzt mir mal jemand "gain for feedback", die lustigste Übersetzung wird prämiert^^

    meistens stellt doch eh der örtliche die miks, und wenn nicht ist es trotzdem nur in seltenen Fällen das für die Stimme und vor allem für die Rahmenbedingungen perfekte Mikro. Ich denke auch, dass Allroundeigenschaften mehr zählen als Sängerspezifische Kleinigkeiten.
    Es gibt dann allerdings auch die Situationen, wo ich nen OM7 gegen ein sm58 austausch, weil die Sängerin so ein wahnsinnig spitze aussparache hatte, und so einfach wärmer und angenemer Klang.

  • marcoboy
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    • 23. Dezember 2010 um 19:18
    • #15

    Gain before Feedback nimm das :grin: Sorry ich habs manchmal mit dem English Russisch hat mir in der Schule ein geprügelt. Hören und lesen geht aber ganz gut :grin:

  • treibsand
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    • 23. Dezember 2010 um 19:42
    • #16
    Zitat von "marcoboy"

    Da Gesangsmikrofon fast ausschließlich Tauchspulenmikrofone sind. Prinzip umgedrehter Lautsprecher :grin: Sind Sie von Hause aus robust. Der der Frequenzgang ist allerdings er bescheiden. weshalb viel Hersteller da nachhelfen. Das ist das eigentlich Problem der bescheidene Frequenzgang des Wandlers.

    Hmm. :|
    Ein Blick über den Tellerrand verrät, dass mit Shure SM87/Beta87, Neumann KMS 104/105, Sennheiser e865/965 etc. eigentlich jeder Hersteller auch Kondenser-Vocalmikros im portefeuille hat - im Übrigen sehr gerne genommene Mikros!!! Die sind z.T. auch vergleichbar robust, wie dynamische.
    Allerdings sind nur wenige Mikros egal welchen Wandlerprinzips ähnliche Panzer, wie das 58er.
    Auf der anderen Seite klingen viele Mikros besser, als DAS Shure.

    Zitat von "Erik"

    meistens stellt doch eh der örtliche die miks,


    Das liegt leider an der Faulheit der Sangesknaben. Ein Drumset ist schwerer zu transportieren, als ein Mikro...
    ...oder schwerer im Backstage zu vergessen. :wink:

    Auf der anderen Seite isses doh immer wieder schön, nicht das Catering des letzten Sängers im Mikrofonkorb vorzufinden.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • erik
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    • 23. Dezember 2010 um 23:00
    • #17

    ich finds ehrlich gesagt ganz angenehm, wenn ich die Monitore einpfeifen kann wann es mir passt und dabei nicht auf die SangesDiva warten muss. ebenfalls empfinde ich es meist als angenehm 5 mal das gleiche Mikro am Start zu haben, das erleichtert/beschleunigt das arbeiten an manchen Ecken doch um einiges.
    Und an der Faulheit liegt das nicht soo oft. Bei vielen wär ich dankbar wenn sie ihr freeport oder ihr pg58 lieber daheim gelassen hätten... Wenn dann gute Sänger kommen und die auch Ihre guten Mikros selber dabei haben, gerne.

  • marcoboy
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    • 24. Dezember 2010 um 14:08
    • #18

    Mit dem Kondensator würde ich aber trotzdem vorsichtiger umgehen. So robust sind diese nicht und vor allen Empfindlich gegen Feuchtigkeit.
    Der Vorteil vom Kondensator sind bessere Übertragungs- Eigenschaften. Man muss aber dazu sagen das Hersteller in Lage sind schon recht gute Dynamische Wandler herzustellen. Das Sm58 ist der Technologie Jahrzehnte zurück. Ich würde das auch heute nicht mehr kaufen. Die Sm58, 57 nachbauten sind viel günstiger und manche machen auch nichts anderes. Man bekommt eben zwei für ein SM58 :grin:

    Das Problem ist eben das viele Tonleute sich nicht aus ihren Erfahrungen bei der Mikrofon Wahl beeinflussen lassen. Sondern was der andere so hat und auch benutzt. Vor vielen Jahren habe ich das auch so gemacht. Gekauft was gefordert wird, muss ja gut sein. Am Ende interessiert es niemanden. Hauptsache der Ton stimmt. Wann man das hin bekommt ist es egal wie man das erreicht. Das ich mir den Murks von anderen Leuten nicht anhören muss und nach machen muss. Habe ich schnell erkannt. Es ist immer wieder Lustig. Wenn ich mir vor dem Mixen den Finger in den Po schieben würde und ich behaupte deshalb kommt der super Sound zu stand. Gebe es ein Haufen Leute sich sich vorher den Finger da hin stecken :grin: Im glauben es klingt besser.

    Es gibt leider wenig gute Bücher in Deutsch im Englischen findet man viel gute Bücher. Auch alte Hasen die einen die Wahrheit erzählen. Man muss eben viel Erfahrungen sammeln und sich auf sein Gehör verlassen. Aber gewisses Fachwissen über Mikrofontechnik sollte man schon haben. Ich Empfehle Guma seinen Lehrgang.

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