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Dimmer mit kapazitiver Last belastet

  • Daniel Taufall
  • 20. November 2011 um 09:24
  • Daniel Taufall
    Verifiziert
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    76
    • 20. November 2011 um 09:24
    • #1

    Moin,

    ich habe dieses Wochenende etwas Technik Dry-Hire vermiete. Gestern Abend kam ich dann selbst zu der Veranstaltung und musste dann erfahren, das einer der drei vermieteten Dimmer bereits defekt ist.

    Mir ist dann aufgefallen, dass an dem anderen Dimmer (selbes Modell) zwei kapazitive Lasten hingen (Videokamera und Pultleuchte - beide mit elektronischen Netzteilen.

    Es war auch kein Kanal, den sie extra nur auf 100% gelassen haben, sondern der selbige, wie für die Bühnenbeleuchtung.

    Meine Frage nun, habe ich an dem zweiten Dimmer auch noch Schäden zu befürchten?

    Es handelte sich bei den Dimmern um Elation DP-DMX20L.

    Vielen Dank bereits im Vorraus für eure Antworten.

    Gruß Daniel

  • yves
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    • 20. November 2011 um 10:08
    • #2
    Zitat von "Daniel Taufall"


    Mir ist dann aufgefallen, dass an dem anderen Dimmer (selbes Modell) zwei kapazitive Lasten hingen (Videokamera und Pultleuchte - beide mit elektronischen Netzteilen.

    Da musste ich wirklich schmunzeln! Leider kann ich in der Bedienungsanleitung nichts finden was eine Aussage über die Belastung mit Kapazitiver Last zulässt. Ich allerdings würde den Fehler eher bei dir oder dem Betreiber suchen. Ich für meinen Teil halte es so, dass bei uns niemand etwas vermietet bekommt der davon keine Ahnung hat. Vielmehr ist in unseren Vermietprotokolen ein Passus enthalten wo sich der Kunde verpflichtet im Falle von Unkenntnis über Geräte dies im Vorfeld zu hinterfragen. Wer an ein Dimmerpack Kameras, Haarföne, Microwellen anschließt hat seine Unkenntnis deutlich unter Beweis gestellt.

    Zahl dein Lehrgeld und gut ist!

  • Daniel Taufall
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    • 20. November 2011 um 12:37
    • #3

    Ich habe es geahnt! Naja, ...

    Natürlich steht in der BDA nichts von kapazitiver Last! Da ist er ja auch nicht für geeignet. Wenn ich das nicht gewusst hätte, dann hätte ich wohl gefragt: "Warum ist mein Dimmer kaputt, oder ihn einfach versucht umzutauschen". Mir ist das bekannt, dass die Dimmer das nicht dürfen!

    Wer an der ganzen Sachen nun Schuld hat und wer das bezahlen muss, dass bekomme ich noch selber geklärt. Aber danke Yves für deine Anstrengungen!

    Für alle, die meine Frage auch nicht richtig verstanden haben:

    Ich suche jemanden der mir sagen kann, ob der zweite Dimmer, der jetzt scheinbar noch funktioniert, von der Aktion auch Schäden davon getragen hat.

    Ich würde mich freuen, wenn mir einer dazu seine fachliche Einschätzung geben kann.

    Gruß

    Daniel

  • skyworker
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    • 20. November 2011 um 12:40
    • #4

    Was tut der "scheinbar funktioniernde" Dimmer denn noch? Dimmen? Wenn ja - dann gut. Wenn nein - dann kaputt. Ein bisschen dimmen gibt es nicht...

    Kein Applaus für Scheiße!

  • Daniel Taufall
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    • 20. November 2011 um 12:42
    • #5

    Also er scheint unversehrt geblieben zu sein. Dimmt noch einwandfrei. Nur meine Frage war jetzt, ob die Elektronik jetzt so einen mitbekommen hat, dass sie innerhalb der nächsten paar Betriebsstunden das zeitliche segnet.

    Gruß

    Daniel

  • skyworker
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    • 20. November 2011 um 12:45
    • #6

    Das ist sehr unwahrscheinlich... "ein bisschen kaputt" ist bei Elektronik sehr selten.

    Gegenfrage - wer steckt denn Kameras oder sowas an einen Dimmer? Nicht aufgepasst, oder was? Steckdosen nicht gekennzeichnet? In der Regel sterben bei sowas deutlich öfter die (Schalt)Netzteile, denn die Dimmer.

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • Daniel Taufall
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    • 20. November 2011 um 12:55
    • #7

    Das kommt davon, wenn man Dimmer auf den Boden legt und ACHTUNG: Mit mehreren Mehrfachsteckern bis zu jeder PAR-Kanne verlängert. Dann kommen halt die "Filmer" etc. und stecken dort die Netzteile ein.
    Ich will mich davon auch stark differenzieren, wenn ich sowas mache, kommt der Dimmer an das Stativ und die PAR-Kannen direkt in den Dimmer. Oder aber der (andere) Dimmer kommt in den Keller und ich leg nen LaMuCo zum Stativ. Mehrfachstecker stecke ich nie in Dimmer. Lieber nehme ich einen Dimmer mehr und leg den auf die selbe Adresse. Ich finde Mehrfachstecker gehören aus mehreren Gründen nicht hinter Dimmer.

  • skyworker
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    • 20. November 2011 um 13:02
    • #8

    Mal langsam... Also wenn auf den Dimmerkanälen auch schon Kannen liegen, dann dürfte eigentlich ein Steckernetzteil kein Thema sein... Womöglich liegt der Hase da also in einem ganz anderen Gewürz...

    Dreierdosen nicht am Dimmer? Warum? Da sit doch nix ehrenrühriges dran - das ist ehr Alltag. Gut - tausendunddrei Dreierdosen hintereinander sind nicht das Ziel, aber statt einer Dreierdose lieber noch einen Dimmer finde ich doch sehr übertrieben. Aber - einjeder, wie ers mag.

    SKY

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  • Jürgen Klingel
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    • 20. November 2011 um 14:03
    • #9

    Bei der Einweisung dazu sagen: "Das sind Dimm-Kanäle, da hängen MEINE Scheinwerfer dran und für Euren Kram sucht Ihr dann bitte bauseititige Steckdosen, oder benutzt DIESE da!"

    Anschluss von Fremd-Lasten per Order ausschließen und fertig, wie Yves schon sagte: DAS Lehrgeld ist bezahlt :grin:

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

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    • 21. November 2011 um 19:12
    • #10

    Darf ich mich hier mal mit einer Frage anschliessen?

    Welche Arten von Geräten kann/darf man an einem Dimmer anschliessen - welche gehen gar nicht?

    Logisch, die PAR-Brenner, Halogenlampen und klassische Glühbirnen lassen sich dimmen.

    Was passiert mit Elektromotoren (Ventilatoren, Spiegelkugelmotoren)? Was mit elektronik (vom PC bis zum Mischpult)? Was ist mit elektrischen Heizöfen?

    Der Ton macht die Musik.

  • skyworker
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    • 21. November 2011 um 19:41
    • #11

    Also - aus meine Erfahrungsschatz:

    Motoren (egal ob Spiegelkugel oder Ventilator) bleiben entweder dauernd an (Spiegelkugel) oder lassen sich an- und ausschalten (Ventilator), das heißt, ab einer gewissen Prozentzahl am Dimmer gehen die Motoren einfach an, aus gehen sie meist (wenn) bei 0 %. Regeln lässt sich da nix - da die Geschwindigkeit eines Wechselstrommotors nicht vom Phasenanschnitt abhängt.

    PC´s und Pulte sterben gerne mal oder beginnen ein absurdes Eigenleben zu führen.

    Heizöfen? Hab ich noch nicht probiert...

    Es soll früher Endstufen aus dem Siegerland gegeben haben, die für solche Zwecke (Heizlüfter regeln) besser geeignet waren. Die alten Säcke wissen, was ich meine (;o)

    SKY

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  • Daniel Taufall
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    • 21. November 2011 um 19:50
    • #12

    Die meisten Dimmer dürfen ohmsche Lasten (HV-Lampen, Heizungen, ...) dimmen.

    Einige dürfen auch noch induktive Lasten dimmen (konventionelle/gewickelte Trafos, Relais, E-Magnete (z.B. Vorhang), ...).

    Ob es für kapazitive Lasten auch Dimmer gibt weiß ich nicht genau. Das wären dann halt elektrische Netzteile (Schaltnetzteile) und so weiter.

    Elektromotoren würde ich nicht dimmen! Es gibt darüber verschiedene Versuche, was geht und was nicht. Bisher hat es mir gereicht, wenn ich solche Verbraucher schalten kann. Dafür habe ich mir ein Switch-Pack mit Relais geholt. Damit ist man auf der sicheren Seite. Zu PC und Mischpult fällt mir gerade nicht ein, warum ich die dimmen sollte. Auch hier würde ich wenn ein Relais-Pack nehmen.

    Heizofen sollte normaler Weise eine ohmsche Last sein. Aber warum dimmen? Da ist doch meist nen Thermostat dran und beim dimmen würdest du wenn nur die Heizleistung steuern und nicht die Temperatur.

    skyworker

    Hmm, das liegt sicher daran, dass ich den Mehrfachsteckdosen generell nicht so vertraue. Habe bereits des öfteren die Erfahrung gemacht, dass Mehrfachsteckdose und Stecker keinen einwandfreien Kontakt mehr hatten, da die Mehrfachsteckdose "ausgeleiert" war. Könnte mir vorstellen, dass beim Dimmen der schlechte Kontakt dann noch mehr belastet wird, wegen Phasenanschnitt und so. Oder liege ich da falsch?

  • Online
    zegi
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    • 21. November 2011 um 19:59
    • #13

    Danke für die Antworten!

    Zitat von "Daniel Taufall"

    Zu PC und Mischpult fällt mir gerade nicht ein, warum ich die dimmen sollte.

    ...wüsste auch nicht, was das bringt. Vielleicht den Mixer dimmen um das Rauschen zu minimieren :lol:

    Ernsthaft: es geht mir nur darum, die Hintergründe zu verstehen. Mixer und PC stelle ich mir "elektrisch" gesehen ähnlich vor, darum diese konkrete Erwähnung. Ich hatte mal einen Spiegelkugelmotor, der an einem Dimmer angeschlossen wurde und seither nicht mehr läuft. Ob es da den adäquat kausalen Zusammenhang gibt, weiss ich eben nicht.

    Meist arbeite ich nicht mit Dimmern - aber es ist trotzdem interessant zu wissen, was damit geht und was nicht. Hätte man z.B. die Ventilatorengeschwindigkeit steuern können, wäre das praktisch gewesen.

    Dass jemand versehentlich ein Mischpult an einem Dimmerkanal angeschlossen hat, ist sicher schon passiert.

    PS: Was passiert mit LEDs am Dimmer? Ich nehme an, dass LED-Geräte mit Elektronik genau wie Mixer und PC reagieren...

    Der Ton macht die Musik.

  • PMN-Concepts
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    • 21. November 2011 um 22:09
    • #14

    Klasse... Mal wieder ein "Jugend Forscht" Therad. Habe gerade die Videos von "Will it Blend?" vor auchgen. Mit dem Gedanken im Hintergrund: "Will it Dim?"

    Vorab: Lastarten:
    1. Ohmsche Last: Glühlampe, Elektroheizung mit Heizspirale, Kochplatte etc. Strom und Spannung deckend (weitestgehend)
    2. Induktive Last: Elektromotoren, Trafos (gewickelt). Strom nacheilend zur Spannung
    3. Kapazitive Last: Schaltnetzteile. Strom eilt der Spannung voraus

    Weiterhin:
    Dimmer ist nicht gleich Dimmer.
    Billigdimmer: Meist Phasenanschnitt. Eigentlich nur für Ohmsche Lasten zu gebrauchen. (Ja, man kann den Ventilator parallel zum Baufluter auch gewissermaßen in der Drehzahl regeln)
    Im höhenren Preissegment findet mann dann auch Vertreter der Gattung Phasenabschnitt. An einen Phasenabschnittdimmer kann man elektronische Trafos (z.B. Schaltnetzteile) i.d.R. problemlos betreiben. Dann aber für die Verwendung von Leuchtmitteln mit Kleinspannung oder dergleichen.
    (Was mir an dieser Stelle wieder hoch kommt und auch vom Produktmarketing immer schön falsch beschrieben wird: Unsere Netzspannung ist Niederspannung, d.H. alles bis 1kV. Die 12V Halogenlampen arbeiten gemäß technischer Beschreibung mit Kleinspannung, d.h. bis 65V DC oder 24V AC. Also nix mit Niederspannungslampen, wie es so schön auf dem Erweiterungsset für meine Badezimmerlampen hier so wörtlich geschrieben steht. Möchte es doch gerne mal sehen, wenn man beim EVU die 110kV bestellt um seine GU10-Leuchtmittel mit Hochspannung zu versorgen. Auch bei der Mittelspannung von 20kV dürfte das Resultat schon spaßig sein, wenn am Sockel der Lichtbogen vor sich hinzischelt)

    Warum man ein Schaltnetzteil einer Lichtkonsole Dimmen sollte ist auch mir nicht klar, es wird aber wohl immer in Abbrüchen der Sekundärspannung enden.
    Wer eine induktive Last an seinen Phasenanschnittdimmer hängt kann unter Umständen recht bald das Löteisen zücken und Leistungstreiber wechseln. Also lieber nicht die Movecats versuchen zu dimmen.

    Wer nen großen Elektromotor richtig in der Drehzahl regeln möchte nimmt z.B. Frequenzumrichter. Natürlich leicht über Ziel geschossen für den Ventilator, der im Crew-Container steht.

    LEDs werden über Pulsweitenmodulation gedimmt, die meisten kleinen LED-Spots ohne DMX haben erfahrungsgemäß meist ohnehin einen LM317 Spannungsregler oder dergleichen verbaut, so dass ein Versuch primärseitig am Trafo zu Dimmen von wenig Erfolg gekrönt sein wird.


    Warum dein Spiegelkugelmotor verreckt ist hätte im Physikunterricht eigentlich Vermittelt werden sollen: Banal gesagt: Zu wenig Dampf am Eingang, um Getriebe und Kugel in Drehung zu versetzen, Motor steht, es wird durchgehend eine Wicklung auf dem Anker von der anliegenden Spannung durchflossen, die anderen langweilen sich. Irgendwann beschließt die belastete Spule dann notgedrungen zur Elektroheizung zu werden und letztendlich nach dem Funktionsprinzip der Schmelzsicherung den Dienst zu Quittieren.

    Wer mehr wissen will, der sollte mal bei Henne rein schauen: http://www.hoelscher-hi.de/hendrik/light/ressources/AN016.pdf

  • Jürgen Klingel
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    • 21. November 2011 um 22:13
    • #15

    Problematisch ist bei Dimmern die Entstörung des Triac-"Schalters", diese Bauteile lassen einen bestimmten, geringen Anteil des Stromes am Triac vorbeifließen (vielleicht ein paar mA), dadurch fangen manche leistungsschwachen LED-Leuchten mit brennen/glimmen an.

    Induktivlasten stellen eine erhöhte Spannungsbeanspruchung für die Elektronik im Dimmer dar, knapp dimensionierte 400 V-Triacs machen da schnell die Grätsche... Es gibt Geräte, die problemlos Motoren, Leuchtstofflampen mit Drosseln, Trafos etc. treiben können (Ich hab mir auch schon mal ne Bohrmaschine in der Drehzahl gedrosselt, um mit der Lochsäge langsam schneiden zu können) - es kann aber auch mal nen Triac zerschießen... Trafos meckern gerne mal über Gleichspannungsanteile in der gedimmten Spannung und laufen heiß.

    Kapazitive Lasten können durch ihre Phasenverschiebung die Kommutierung der Triacs (Zündsignale) zunichte machen, da die Geräte dafür nicht gebaut sind.

    Ohmsche Lasten (Heizungen, Lampen, Widerstände) können mit Dimmer problemlos gesteuert werden. Aufpassen muss man bei Geräten, wo Ventilatoren am Werk sind, um die Hitze wegzubefördern...

    Gruß, Jürgen

    Ui, da war einer schneller :grin:

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