Bauteilbestimmung
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Sieht aus wie eine Drossel, ist auch beschriftet mit L 201, L = Drossel/Spule.
Da hats aber geknallt, das Lötzinn ist teils schon verlaufen. -
Der Meister hat statt 24V mal kurz 230V draufgegeben........
Das Ergebnis ist ja dokumentiert!Zum Glück war ich das nicht............ Bender VMD423 / ~ 400€ vernichtet.
Wenn ich es wieder hinbekomme darf ich es behalten

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Da hätten wir eine Drossel mit 1,0 x 10^2 Mikro-Henry entspricht der Aufschrift "102", die Widerstände mit "3303" lesen sich 330 x 10^3 Ohm = 330 x 1000 Ohm = 330 Kiloohm, die letzte Ziffer ist der Exponent zur Basis 10, errechnter Wert in Ohm.
Bei Kondensatoren sieht´s schon schlechter aus...Da kannst ne Handvoll Nusskrokant auflöten und du weißt erst nicht, wieviel Faräder dann drauf pappen :lol:Immer gerne kaputt sind die Mini-MELF-Dioden und sonstige Halbleiter, ohne Schaltplan/Stückliste kannst da echt im Nebel suchen und nix zu Stande bringen :shock:
Letzten Endes liegt der ursächliche Fehler ganz wo anders...Viel Glück.
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@ Jürgen Klingel
Definitiv hin ist die 102 Drossel und 1x 3303 Widerstand hin!
Den Widerstand hatte ich schon gemessen und als defekt erkannt.Ich probiere es mal mit diesen "paar" Bauteilen, sollte es das gewesen sein = gut! --> Wenn nicht, ab in die Tonne!!!
Vielleicht habe ich ja Glück!
Danke für die Identifizierung, mit SMD hat man nicht so oft zu tun - ist halt mittlerweile alles Wegwerfware!
Leider -
Also...ich muss hier mal eine Lanze für "Oberflächen-montierte-Bauteile" = SMD brechen.
Die Gründe, warum solche Teile von Herstellern benutzt werden liegen in ihrer Kosteneffizienz:
1. Sie sind mittels Automaten bestückbar - der Kleber wird maschinell aufgebracht, der Automat nagelt das SMD drauf, anschließend wird mittels Infrarot oder Lötwelle gelötet, auf den In-Circuit-Tester damit, fertig.
2. Sie haben eine geringere Masse und einen günstigeren Schwerpunkt als bedrahtete Bauteile, dadurch sind sie rüttelfester.
3. Die flache Bauform hat natürlich Platzbedarfs-Vorteile, es lassen sich doppelseitig kaschierte Leiterplatten gut ausnutzen.
4. Handbestückung und Handlötung ist nur noch für wenige unförmige Bauteile nötig....Dass es schwierig ist, die Teile anhand ihres Aussehens zu identifizieren ist ein Punkt, der uns Elektronik-begeisterte Selbermacher natürlich nicht schmeckt. Wer jedoch Schaltpläne bekommt, der findet auch das entsprechende Ersatzteil irgendwo zu kaufen. Das verarbeiten der Teile erfordert ein Mindestmaß an motorischem Geschick und Auswahl der Löt-Gerätschaften, wir hatten in unserer Kommunikationselektroniker-Ausbildung das Glück in einem Unternehmen zu arbeiten, das sowohl SMD, wie auch bedrahtet verarbeitete und hatten eine mehrwöchige SMD-Lötschule durchlaufen (inkl. Löten von Bauteilen auf Substrat im Reinstraum, unterm Mikroskop, mit Bauteilen in der Größe von groben Salzkörnern - wenn es Große waren...)
Aber auch für SMD-Platinen gelten die Gesetze der Physik: Grenzwertige Auslegung, mangelnde Kühlung, nicht berücksichtigte Wärmeausdehnung, Einflüsse von Bauteilmasse auf die Stabilität usw. gehen zu Lasten der Ausfallsicherheit.
Also bitte nicht sagen:"SMD ist grundsätzlich Mist!" Es dürfte sonst keiner mehr irgendwelche Elektronik kaufen :wink:
JM2C, Jürgen