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  4. Boxen Reparatur und Selbstbau

RCF LF18N401 selbst reconen - lohnt das? Machbar? Erfahrung?

  • Stefan.Seiner
  • 22. November 2014 um 14:09
  • Stefan.Seiner
    Beiträge
    78
    • 22. November 2014 um 14:09
    • #1

    Hallo zusammen,

    vor zwei Wochen hat sich auf einer Party meine TA2400MK-X verabschiedet und dabei gleich noch einen angeschlossenen RCF LF18N401 gekillt.
    Endstufe wurde vom großen T auf Garantie getauscht, soweit schonmal ok.

    Nun die Frage an euch:
    - ist das Reconen für den Laien selbst leistbar / machbar?
    - gibt es (saubere Arbeit vorausgesetzt) hinterher Nachteile beim Speaker oder ist er dann "so gut wie neu"?
    - gibt es beim LF18N401 irgendetwas spezielles zu beachten / irgendwelche Kniffe / besondere Schwierigkeiten etc.?

    meine Lautsprecher-Selbstbauprojekte

  • waldschrad99
    Verifiziert
    Beiträge
    2.401
    • 22. November 2014 um 16:27
    • #2

    Erstmal: unmittelbarer direkte (gleichzeitiger) Folge-Schaden aufgrund des technischen Defektes der Endstufe.
    Ob das die Endstufen-Garantie auch mit abdeckt, musste mal in den AGB nachlesen. :wink:

    Betreff Präzessions-Arbeiten ohne jahrelange Erfahrung:
    Nöö, das brauchen wir nicht mehr, nä-wahr?
    Heutzutage in einer halb-digitalisierten Welt mit Computern und Internet braucht es keine Fachkenntnisse, keine Berufserfahrung, kein spezielles KnowHow, keine Ausbildungen mehr.
    Wir können heutzutage alles selbst. Berufe werden völlig überflüssig, jeder Depp kann CAD/CAM-Programme runterladen, es braucht keine Bau-Statiker, keine Bauzeichner, Automechaniker, keine, Küchen/Konditor-Meister, keine Software-Entwickler, keine Möbel-Schreiner, keine Dachdecker, keine Elektronik-Profis, keine Elektrikermeister, keine Hörgeräte-Akustiker = Monitor-Mischer, keine Feinmechaniker, und keine Reparatur-Spezialisten mehr.
    Nä-wahr?
    Pustekuchen! [/Ironie]

    Im Vergleich zum Austausch eines HT-Diafragmas erfordert das Reconen eine Menge Arbeitsschritte, diverse Sorten Kleber, das richtige Werkzeug, eine sachgemäße Reinigung des Luftspaltes, und vor Allem präzises und sauberes Arbeiten mit den individuell angepassten Hilfsmitteln, Vorrichtungen, Abstandhaltern, Wartezeiten (Vor-Trocknung unterschiedlicher Kleber), ... usw.

    Manche der vielen im Internet auffindbaren Arbeitsbeschreibungen (Videos) enthalten grobe Fehler und schaden dann dem Endprodukt.
    RCF sind zwar nicht soo schwierig zu reconen wie EV--Chassis, dennoch kann man dabei Einiges falsch oder unpräzise machen, wenn man zuwenig Erfahrung hat, bestimmte Einstellungen und Arbeitsschritte weglässt, falsche Hilfsmittel und unpassende Abstandhalter verwendet, flasche Kleber auf die entsprechende Teile schmiert, zuviel odr zuwenig Kleber verwendet, usw....
    Und nicht zu vergessen:
    Hast Du eine Gerät zum Auf-Magnetisieren des Ferrit-DauerMagneten zu Hause, hast Du einen ganzen Arbeitsplatz voll Mess-Instrumentarium, usw. ??

    Ich hab in den letzten xy Jahren bisher alle Recon-arbeiten (1x 15" BEYMA, 4x 15" EV, 1x 12" und 2x 15" RCF, 2+2x 18" Ciare, SICA, ...) immer von ausgesuchten Fachwerkstätten machen lassen.
    Soo viele waren das nicht und in manchen Fällen sind die Sachen nicht mir oder meinen Kunden kaputt gegangen, sondern ich hab die ganze Box als *defekt* gekauft und dann das Chassis zum Reconen verschickt.
    Bisher immer mit professionellem Ergebnis, denn ich kenne mind. 5 Betriebe die das gewerblich und in sehr guter Qualität machen.

    Nur die HT-Diafragma oder Sofitten-Lampen, Speakonbuchsen, Stecker, Innenverkabelung und sonstige relativ einfache Beuteile wechsel ich selber.
    Hatte mehrere Jahre in einer Elektrowerkstatt (Produktion) geschafft und dort die (einfachen) Reparaturen übernommen.

    Folge-Kommentare nach dem Motto: "...Reconen ist doch gar nicht soo schwierig..." mögen vielleicht für den Kommentator zutreffen, aber wenn dem Themenstarter nach der 1.--10. Party das Chassis zu schaben/kratzen beginnt, hat er das Reconkit "vermatscht" und braucht ein Weiteres, oder der Gebrauchtkäufer auf I-Bäh macht ihm dann Stress wegen des miserablen Artikels.

    Dann lieber gleich die ~70 Euro drauflegen und einen Profi machen lassen.

  • Stefan.Seiner
    Beiträge
    78
    • 22. November 2014 um 17:39
    • #3

    danke für die ausführliche Antwort.

    Deswegen farge ich hier ja nach, weil wenn man ein bischen googelt und auf Youtube stöbert sieht das alles ziemlich easy aus.
    Aber auf Kosten + Zeitaufwand zum Selbstmachen und einem weiteren Defekt nach ein, zwei Partys habe ich definitiv keine Lust...

    meine Lautsprecher-Selbstbauprojekte

  • sabbelbacke
    Reaktionen
    11
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    5.171
    • 22. November 2014 um 19:02
    • #4

    Das Risiko, die ersten paar Recones zu verpfuschen ist sehr hoch - das sieht alles einfach aus, aber die genauen Details, worauf es ankommt, das Feeling dafür, die genaue benötigten kleber, etc... sind Fachwissen, die man nirgends wo mal "kurz aufschnappen" kann.... Manch "erfolgreicher Recone" fliegt dann nach 10 Einsätzen wieder auseinander..
    Sofern man nicht vorhat das dauernd zu machen, sollte man das zu einer Fachwerksatt geben.
    Und wenn man es selber machen will - erst mal mit ein paar günstigen Treibern üben :)

    hornresp

  • Stefan.Seiner
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    78
    • 22. November 2014 um 20:51
    • #5

    danke, das genügt mir als Ratschlag und ich werd mir dann eine Fachwerkstatt suchen

    meine Lautsprecher-Selbstbauprojekte

  • Stefan.Seiner
    Beiträge
    78
    • 23. Juni 2015 um 09:52
    • #6
    Zitat von "Stefan.Schadick"

    danke, das genügt mir als Ratschlag und ich werd mir dann eine Fachwerkstatt suchen

    kleiner Nachtrag: ich haber den RCF doch komplett getauscht.
    Der kaputte liegt noch immer hier, ich wollte ihn eigentlich herrichten lassen und als Ersatzspeaker zur Seite legen, aber er wird wohl nun doch eher veräußert.

    Nun hätte ich noch eine Frage an euch um sicher zu gehen, dass ich beim Verkauf keine falschen Angaben mache.
    Ich hatte bisher noch keine durchgebrannte Schwingspule, bin mir also auch nicht sicher, wie man das feststellen kann.

    Wenn man die Pappe sachte bewegt gibt es einen leichten Widerstand und ein Schaben / Kratzen. Bei dem neuen Speaker ist das beides nicht so.

    Was ist das?

    meine Lautsprecher-Selbstbauprojekte

  • waldschrad99
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    • 23. Juni 2015 um 12:32
    • #7
    Zitat von "Stefan.Schadick"

    ... Der kaputte liegt noch immer hier, ich wollte ihn eigentlich herrichten lassen und als Ersatzspeaker zur Seite legen, aber er wird wohl nun doch eher veräußert.
    Ich hatte bisher noch keine durchgebrannte Schwingspule, bin mir also auch nicht sicher, wie man das feststellen kann.

    Wenn man die Pappe sachte bewegt gibt es einen leichten Widerstand und ein Schaben / Kratzen.
    Bei dem neuen Speaker ist das beides nicht so.
    Was ist das?

    schnelle Fern-Diagnose: kaputt. :P

    Konkret: mechanisch beschädigte Schwingspule.
    Falls das Chassis beim Messen NICHT 6--8 Ohm anzeigt, ist die Spule durch.

    Als Recon-Werkstatt würde ich Dirk Hahn (macht u.a. den 18sound Vertrieb), oder Lautsprechermanufaktur Mannheim empfehlen.
    Denn professionell recont bekommste beim Verkauf deutlich mehr Geld dafür, als wenn Du das defekte Chassis zum T schickst und Dich mit einem Gutschein von 25,-VolksRubel begnügst.

    Doch angesichts des jetzigen Neupreises, und der Tatsache, daß Du mehrere Subs mit dieser Bestückung betreibst - legt man sich sowas nach der fachwerkstättlichen Reparatur lieber auf Lager, man weiß ja nie wenn die nächste Billig-Endstufe oder Euer Generator das nächte Mal Eure Boxen schrottet.

  • caseschubser
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    592
    • 23. Juni 2015 um 14:20
    • #8

    Hier in Pforzheim gibt es einen kleinen Laden, der das hervorragend macht und sehr günstig.
    Einfach mal googeln. :D

  • sabbelbacke
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    • 23. Juni 2015 um 14:35
    • #9

    Thomann macht das auch
    http://www.sound-clinic.com
    http://www.lautsprecher-manufaktur.de
    http://www.lautsprecherwerkstatt.com
    http://www.earth-music.de

    usw...

    hornresp

  • Stefan.Seiner
    Beiträge
    78
    • 23. Juni 2015 um 22:58
    • #10

    Danke.
    Habe mir "damals" schon zwei Angebote eingeholt, beide rund 70 - 80€ Reperatur zzgl. 2x Versand und ca. 130€ Material, macht um den großen Daumen 220€ etwa.

    meine Lautsprecher-Selbstbauprojekte

  • waldschrad99
    Verifiziert
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    2.401
    • 24. Juni 2015 um 12:59
    • #11

    @ Stefan,
    Wenn Du beim Verkauf auf die Nachfrage antworten kannst ...
    "recont im Juli 2015 bei Fachbetrieb XY",
    ... dann ist das ne namhafte Referenz, die zuverlässige Arbeit abliefern.

    Oder willst Du zugeben müssen, daß irgendein Informatik-Student, Elektriker, Fliesenleger, Konditor, Maler, Baumarkt-Mitarbeiter, Automechaniker, Möbel-Tischler, oder Buchbinder hier sein 13. Chassis wieder irgendwie halbwegs passabel zusammengepfriemelt hat ?
    Es hat schon Gründe, warum Fa. RCF eine Serie mit *Precessions-Serie* beschriftet. :wink: :wink:

  • DJ-JAJA
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    4.137
    • 24. Juni 2015 um 20:34
    • #12

    Ich würde da mal mit dem T2400 Lieferant reden. Die reconen auch und ich bin überzeugt davon, dass wenn der Schaden durch die Fehlfunktion des Amps ausgelöst wurde, damit für Dich auch eine Anspruchgrundlage für diesen Schaden entsteht.
    Für T. ist das Zeit und Material und damit günstiger.

    Ich würde mal das ernsthafte Gespräch suchen. :wink:

    AGB? Da ist ja erst mal die Frage, ob die da so gelten.
    Denn unabhängig davon hat der Kunde Anspruch auf mangelfreie Ware. Wenn aus dem Mangel ein Schaden entsteht haftet der Verkäufer, egal was in den AGB steht.
    Allerdings muss der Kunde nachweisen , dass der entstandene Schaden ursächlich auf den Mangel an der Ware zustande gekommen ist.

    Frauen denken analog; Männer digital!
    (Loriot)
    _____________________________________
    http://www.youtube.com/watch?v=uVMcMW2Jovs
    OHNE BÜROKRATENABBAU -
    KEIN BÜROKRATIEABBAU!!!

  • waldschrad99
    Verifiziert
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    2.401
    • 24. Juni 2015 um 21:55
    • #13

    @ JAJA
    Darauf wird sich kein Händler einlassen.
    Auch wenn zum jetztigen Zeitpunkt immernoch Garantie auf der Stufe ist.
    Begründung:
    Der Schaden entstand 2 Wochen vor dem 22.11.2014. (vielleicht hast Du das Start-Datum übersehen)
    Erst jetzt den Nachweis führen zu wollen, daß genau damals genau dieses Chassis durch genau diese Endstufe gestorben wurde, wäre zwecklos.

  • Stefan.Seiner
    Beiträge
    78
    • 25. Juni 2015 um 08:55
    • #14
    Zitat von "Waldschrad99"

    @ Stefan,
    Wenn Du beim Verkauf auf die Nachfrage antworten kannst ...
    "recont im Juli 2015 bei Fachbetrieb XY",
    [...]
    Oder willst Du zugeben müssen, daß irgendein Informatik-Student, Elektriker, Fliesenleger, Konditor, Maler, Baumarkt-Mitarbeiter, Automechaniker, Möbel-Tischler, oder Buchbinder hier sein 13. Chassis wieder irgendwie halbwegs passabel zusammengepfriemelt hat ?


    nein, ich denke da liegt ein kleines Missverständnis vor.

    Der ursprüngliche Plan war den RCF in Eigenregie zu reconen, wovon mir hier abgeraten wurde und weswegen ich einen neuen Speaker gekauft habe.

    Da es für Garantieansprüche mittlerweile zu spät ist bleibt mir nun nur noch:
    a) den RCF in einer Fachwerkstatt reconen zu lassen, ist mir aber mit ~220€ zu teuer bzw. das Risiko zu hoch, dass ich beim anschließenden Verkauf draufzahle
    b) ihn so wie er ist als defekt zu verkaufen


    Also, wenn hier jemand einen kaum bespielten LF18N401 kaufen und reconen (lassen) möchte - bin für Vorschläge und Angebote offen :)

    meine Lautsprecher-Selbstbauprojekte

  • Stefan.Seiner
    Beiträge
    78
    • 2. Juli 2015 um 11:55
    • #15

    So, ist nun im Biete-Brett eingestellt.

    -> party-pa
    -> pa-forum

    meine Lautsprecher-Selbstbauprojekte

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