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L´Acoustics Kleinanlagen Shootout

  • Hami
  • 9. Mai 2018 um 16:18
  • Hami
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    • 9. Mai 2018 um 16:18
    • #1

    Da ich mit einer Kombi aus SB15 und X12 speziell bezüglich der Tops auf hohem Niveau noch nicht 100%ig zufrieden bin, frage ich hiermit nach Euren Erfahrungen.

    Bitte keine Threaderweiterung auf andere Hersteller!

    Auch nicht, wenn diese 5x billiger und 3x besser sein sollen. :sleeping:

    Ausgangslage:

    - L`Acoustics PA gesucht für kleine Konzerte, also z.B. Jazz im 100qm-Saal (eher breit als tief), Rock im kleinen Club oder Sprache mit akustischer Musik in Scheune, Kirche oder was auch immer

    - Vorhandene ARCS Wide sind zu schwer und zu breit, X8 und X12 reichen vom Output her nicht

    - Amps vorhanden (LA4X und LA12X)

    - Bässe vorhanden (SB15, auch SB18 und KS28 im Lager)

    - Transport im Vito (daher SB15 bevorzugt...)

    Bereits getestet:

    1. 1xX12 mit 1x SB15 je Seite

    2. 1x Syva mit 1x Syva Low je Seite

    3. 2x Kiva II mit 1x SB15 je Seite

    Ergebnis:

    a) Die X12 kommen bei lauten Pegeln nicht klar, klingen je nach Raum m.E. im direkten Vergleich nicht direkt genug. Relativ warme Low-Mids machbar.

    b) Syva neben X12 ist, als schiebe man einen Vorhang zur Seite und stehe direkt vor den Musikern. Sehr klare Höhen, schön warme Mitten bis Bässe. Wobei bei lauten Sachen noch Zusatzbass vonnöten

    c) Kiva II fehlen als Zweierpack natürlich tiefe Mitten, da muss nach meinem Verständnis schon etwas rumgeturnt werden

    Fragen:

    1. Wird es mit 3 KIVA II pro Seite vom Klang her deutlich runder, oder kann ich nur einen weiteren Publikumsbereich abdecken und insgesamt lauter machen?

    ==>Vorteil: 3 Ampkanäle an LA12X für 2x3 Kiva II und z.B. 2x SB15 oder 2x SB18

    ==>Vorteil: bei größeren Nummern zusätzlich universell einsetzbar als Centercluster, Nearfill etc.

    2. Hat jemand schon Syva/Low mit einem SB15 oder SB18 kombiniert (auch wegen der Höhe) und traut sich damit an rockige kleine Nummern?

    ==>Nachteil: 5 Ampkanäle an LA12X

    3. Wie sind die Erfahrungen mit X15 HiQ als Top anstatt der oben genannten Varianten?

    ==> Vorteil: bei größeren Nummern gut als Monitore einsetzbar

    ==>Vorteil: Aufgrund möglichem Schwenkbügel bei harten Raumrückwänden nach unten kippbar, was mir bei Standard-Syva-Aufbau fehlt

    ==>Nachteil: 5 Ampkanäle an LA12X mit zwei Bässen

    Oder habt Ihr andere Ideen bei gleich bleibendem Hersteller?

    Gruß,

    Thomas

  • madmax
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    • 9. Mai 2018 um 17:26
    • #2

    4 Kiva auf 3 SB15 sollten dein Problem lösen.

    Damit bist du dann auch halbwegs auf Höhe.

    X15 bringt dich nicht entscheidend nach vorne.
    Zur Stangensache kann ich nix sagen.

    Grundproblem bei vielen "Großen"; das da was Kleines, Böses im Portfolio fehlt.

    Sowas bauen eher die Kleinen Tüftler...

    Never stop a running System

  • verstärkerberserker
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    • 9. Mai 2018 um 23:31
    • #3

    Wenn Du von den Syva so begeistert wars, warum probierst Du es nicht einfach mit SB18.

    Funktioniert auf jeden Fall. Würde ich jetzt nicht unbedingt aufeinanderstellen.

    Außerdem kriegst Du bestimmt auch eine Beratung bei Deinem Vertrieb. Falls nicht kannst Du Dich gerne melden.

    ...Holz ist braun!

  • Hami
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    • 10. Mai 2018 um 13:25
    • #4

    Naja, die X15 wären halt deutlich günstiger und flexibler einsetzbar. Mit Syva kann ich ja auch deutlich größer, was ich hier nicht brauche. Hier scheint jede Variante eine. Kompromiss zu bedeuten und ich bin aktuell nicht sicher, welcher Weg langfristig der Beste wäre.

    Bei 4xSB15 und 3xKiva pro Seite spreche ich nicht mehr von Klein-PA. Das wird

    mit Monitoring und Restgeraffel auch im Vito eher eng...

    Einmal editiert, zuletzt von Hami (10. Mai 2018 um 15:17)

  • wora
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    • 11. Mai 2018 um 00:47
    • #5
    Zitat von Hami

    Hier scheint jede Variante eine. Kompromiss zu bedeuten und ich bin aktuell nicht sicher, welcher Weg langfristig der Beste wäre.

    lautsprecherbau ist grundsätzlich immer ein kompromiss. das lässt sich nicht verhindern. und wenn ein hersteller verschiedene systeme anbietet, dann sollten die auch für verschiedene anwendungen sein, sonst macht das ja keinen sinn. welcher kompromiss dann der sinnvollste für die eigene anwendung ist, muss der kunde natürlich selbst eruieren.

    und das problem, das man nicht 100% vorhersagen kann in welche richtung die zukünftigen jobs gehen, kennen übrigens nicht wenige kollegen ;)

    eine anmerkung direkt zu den systemen hätte ich aber auch noch: bei dem Syva-system muss man im hinterkopf behalten, das durch die sehr schmale gehäuseform verhältnismässig viel pegel im unteren mittenbereich auf die bühne gelangt. das ist für manche anwendungen egal, für andere wiederum ein ausschlusskriterium.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Arensre
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    • 11. Mai 2018 um 08:57
    • #6

    Etwas verstehe ich nicht genau. Du schreibst das die Arcs zu groß und schwer ist , überlegst aber an einer Lösung mit 3 Kiva 2 .

    Die Kiva sind schöne Systeme und vom Raumverhalten deutlich schöner als die X12.

    Aber wenn es Hauptsächlich um das Abstrahlverhalten und die Weite geht. Hast du dir schon mal die P Serie angeschaut ?

    https://aseventtechnik.de

  • Hami
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    • 11. Mai 2018 um 09:58
    • #7

    Danke, Wolfgang!

    Ja, es ging mir tatsächlich um einen best practice - Austausch mit Leidensgenossen, wobei ich Deinen Bühneneinstreuungshinweis zum Syva noch einmal prüfen müsste, guter Hinweis.

    Eigentlich fehlt mir eine passive X15, dann wäre das Ganze vermutlich unschlagbar für einige der angesprochenen VAs auch im Hinblick auf Preis inkl. Amping.

    Gibt es aber nicht, und Monobetrieb kommt auch nicht in Frage. Die Dinger werden aber auch noch getestet.

    Einmal editiert, zuletzt von Hami (11. Mai 2018 um 10:08)

  • Christian Engel
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    • 16. Mai 2018 um 12:27
    • #8

    Moin moin. Amüsanterweise hatte ich gerade eine ähnliche Baustelle. Hochwertiges Akustik-Projekt, zunächst fand die Band-eigene PA Verwendung: die bereits erwähnte P-Serie (SB15P + 112P). Geht irgendwie für Mini-Locations, wenig Headroom, sehr indirekt.

    Daher kurzerhand mal bei mir vorhandene X12 zum nächsten Gig mitgebracht. Schon ein wenig direkter, aber immer noch nicht das Wahre. Da quasi-Fullrange geht den Dingern auch schnell die Puste aus, komische Soundfärbung bei hoher Lautstärke (wahrscheinlich dem eigentlich zu schwachen 12" LF geschuldet, ähnliches Verhalten zeigt das ARCS Wifo). Ergo ist die X12 ein ganz guter Monitor, als FoH-Top aber unbauchbar.

    Also entgegen den Meinungen meiner lieben Systemer-Freunde (*zwinker*) kurzerhand mal X15 als Top ausprobiert und siehe da: die Sonne ging auf. Sehr schön direkt, wunderbare Low-Mids, erstaunlich viel Headroom und auch bei höherem Pegel noch angenehm druckvoll. Selbst nach 20m noch klare Verständlichkeit und damit eine im Vergleich zur X12 oder 112P großartige Reichweite. Zusammen mit 2x SB15 je 1x X15 ein fantastisches System für den genannten Rahmen. Der Schwenkbügel ist ein praktisches und sinnvolles Tool.

    Die SB18 empfinde ich leider als furchtbar unmusikalisch, gerade für akustische Musik. Aber das nur als Randnotiz.

    Gegen X15 spricht deine Beschreibung der zu bespielenden Räumlickeiten (eher breit als tief). Da wäre das Kiva2 die bessere Wahl. Allerdings klingen 3x Kiva2 je Seite genau danach, was es auch ist: eine Mini-PA mit vielen klanglichen Einschränkungen. Für "Tuning" in die richtige Richtung ist zu wenig Headroom vorhanden. Für Musikmaterial würde ich die X15 dem jederzeit vorziehen. Ich muss aber dazu sagen, dass mir generell der tonale Charakter des Kiva2 nicht gefällt.

    ARCS Wide in meinen Augen ein schöner Nahfeldlautsprecher zu Kara/K2, mehr nicht.

    Syva an dieser Stelle meiner Meinung nach indiskutabel.

    Und ja, ich bin überzeugter l'acoustics Anwender und Besitzer :)

    Beste Grüße!

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • madmax
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    • 16. Mai 2018 um 14:09
    • #9
    Zitat von cen-music

    Die SB18 empfinde ich leider als furchtbar unmusikalisch, gerade für akustische Musik. Aber das nur als Randnotiz.

    Das sind halt eher Sublows für das untere Ende.

    Und das kann er recht gut.

    Selbst mit dem 100Hz-Preset.

    Den Rest muß Das obendrauf bringen..

    Never stop a running System

  • Hami
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    • 16. Mai 2018 um 17:26
    • #10

    Hui, da kommt ja noch mehr Erfahrung - danke Christian!

    Und unsere Ohren scheinen da auch im ähnlichen Frequenzbereich auf Empfang zu stehen...

    Also:

    Nächster Test tatsächlich noch X15.

    Die Schwenkbügel wären in jedem Fall am Start, um nicht zu sehr gegen die Steinwand zu kloppen.

  • verstärkerberserker
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    • 17. Mai 2018 um 11:42
    • #11

    KIVA:

    ist erst mal ein richtiges Line Source. Das lebt von der Länge und fühlt sich erst wohl, wenn mann viele hin hängt. Die Nutzung von einzelnen (oder auch nur 3) Elementen ist immer kompromissbehaftet und dafür weniger geeignet.

    Syva - und X-Serie:

    sind schon vom Aufbau zwei völlig unterschidliche Systeme, die dementsprechend auch zu unterschidlichen Ergebnissen führen. X sind klassische Coax Boxen (mit Horn im HT). Bei Syva tue ich mir mit einer einfachen Beschreibung etwas schweer. Ich würde mal mit "sehr definierte Punktschallquelle" ins Rennen gehen und hoffe damit die Diskussion nicht entgleisen zu lassen.

    Wenn es um tiefe Räume geht sind da die Syva (tonal ergänzt mit SYVA Low) klar im Vorteil. Die von mir anfangs befürchteten Negativeffekte aufgrund der breiten Abstrahlung haben sich erstaunlicher Weise noch nicht eingestellt

    X15 - X12

    Oben steht irgendwo, dass der X15 in Passiv der Wunsch wäre.

    Genau da liegt der Unterschied. Wenn ich die beiden Treiber aktiv getrennt vom Amp anfahre erhalte ich genau das Mehr an Performance, das oben beschrieben wurde. Noch dazu spielt der 15er einfach weiter runter.

    Subs

    Bei L-Acoustics gibt es den Ansatz, dass das Signal möglichst fullrange aus der "der Box die oben ist" kommen soll. Das ist auch meiner Ansicht nach sehr positiv, weil es dann mehr wie aus einem Guss klingt und die Informationen besser übermittelt werden. Als Ergänzung dazu sind die Subs konzipiert. Das dieses System aufweicht, je kleiner die Speaker weden ist eine logische Folge, die aber bei sinngemäßer Anwendung kein Problem darstellt. Das bestätigt auch den oben beschriebenen Unterschied zwischen X15 und X12

    ...Holz ist braun!

  • simonstpauli
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    • 17. Mai 2018 um 12:14
    • #12

    Ich mag ja die X15 auf SB15. Ein Dreierpack Kiva geht auch ganz ordentlich. Ebenfalls gerne auf SB15. SB18 für bestimmte Anwendungen entweder zusätzlich, zur Not (elektronische Musik) auch solo.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Christian Engel
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    • 17. Mai 2018 um 12:14
    • #13
    Zitat von madmax

    Das sind halt eher Sublows für das untere Ende.

    Und das kann er recht gut.

    Selbst mit dem 100Hz-Preset.

    Den Rest muß Das obendrauf bringen..

    Ich konkretisiere :) SB18 = meiner Meinug nach unmusikalischer Bass, wenn er im Setup einer Klein-PA das Topteil im LF sinnvoll unterstützen soll. Das kann der SB15 in Kombination mit der X-Serie doch deutlich schöner. Auch wenn so nicht unbedingt gedacht... Siehe bereits zitierte l'acoustics Philosophie: Sub = LF-Erweiterung bezogen auf den Frequenzgang nach unten, Rest muss das Topteil bzw. Array liefern.

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • Christian Engel
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    • 17. Mai 2018 um 12:20
    • #14
    Zitat von verstärkerberserker

    X15 - X12

    Oben steht irgendwo, dass der X15 in Passiv der Wunsch wäre.

    Genau da liegt der Unterschied. Wenn ich die beiden Treiber aktiv getrennt vom Amp anfahre erhalte ich genau das Mehr an Performance, das oben beschrieben wurde. Noch dazu spielt der 15er einfach weiter runter.

    Das kann ich nur unterschreiben. Ich hatte das "Vergnügen", damals die 12XT in aktiv und passiv nutzen zu dürfen. Der Unterschied war und ist deutlich hörbar. Daher meine Zustimmung, dass eine X15 in passiv auf keinen Fall wünschenswert wäre.

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • wora
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    • 17. Mai 2018 um 13:26
    • #15

    sehe ich auch so. es gibt hersteller, die optimieren auf passive systeme, aber die können dann eben nicht die maximale performance aus den einzelnen treibern herausholen. die physik bleibt auch hier unbestechlich.

    trotzdem kann das mit den passiven systemen natürlich im sinne der gesamtlogik funktionieren. dann aber auch fast immer mit mehr boxen für das selbe ergebnis.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Hami
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    • 15. Juni 2018 um 21:49
    • #16

    So, die Sache ist geklärt.

    Ich teile nach einem Testgig vollends die Meinung von Simon und Christian.

    Vorgestern hatte ich 1x X15 mit Schwenkbügel leicht runter geneigt, um die gegenüberliegende Wand nicht zu sehr anzuregen in <10m Entfernung.

    Darunter 1x SB15, da hochwertig, aber eben Jazz gespielt wurde.

    Der Abstrahlwinkel ist leider seitlich etwas zu eng, ein 80°-Topteil wäre hier die Lösung. Das ließ sich aber verkraften, da der Unterschied zu 2x Kiva II und X12 m.E. einfach enorm war. Endlich kam am Ende des kurzen Raumes Direktsignal so an, wie ich es von meinen alten KS CPD12 gewohnt war. Dabei waren die LowMids nun noch einmal deutlich besser und der Bass hat sein Übriges getan, um es rund klingen zu lassen.

    Bei anderer Musik muss sicher ein weiterer SB15 pro Seite her, dann kann man in so einem kleinen Raum aber sicher fast alles damit machen - und um so ein Ergebnis ging es mir mit dem Test.

    Danke für Euren Input im Laufe der Diskussion!

    Thomas

  • Christian Engel
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    • 8. August 2018 um 12:06
    • #17

    Freut mich! Merci für's Feedback!

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