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Dave Rat (Chilli Peppers FOH) Interview - Zwischen Genie und Wahnsinn :-)

  • mawo
  • 4. Dezember 2018 um 16:13
  • Stage Left
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    • 6. Dezember 2018 um 04:34
    • #21
    Zitat von zegi

    Ich masse mir ja nicht an, den Sound von Dave zu beurteilen, da ich ihn nie gehört habe. Aber wenn wir davon ausgehen, dass er sein Handwerk nicht wirklich gut macht - und dann noch so ganz unkonventionelle Herangehensweisen zelebriert (FOH-Pult seitlich stellen, tief in der digitalen Zeit noch analog mischen, keine Beschriftungen, ...) - wie kann man sich dann so lange in der Liga "internationale Topacts mit ausverkauften Stadien" halten? Ich meine die Frage ganz ernsthaft. Traut man sich nicht mehr, so jemanden zu kritisieren? Hören die Künstler selber nie den Sound?

    Würde da gerne mal zwei Seiten etwas beleuchten : Ich finds wunderbar das Kapellen Ton Leute bis richtig gross mitziehen und auch als Team oder Bandmitglider behandeln, auch wenn es vermutlich einige "besser klingende" Leute auf dem Markt gäbe, Loyialität bringt vllt nicht immer den pefekten Jazz Gig aber macht in dieser tristen Welt von Gewinn doch irgendwie noch mut !! Das andere wie sicher schon der eine oder andere festgestellt hat, oder sich ausgelassen hat es besser machen zu können weil der assistent des Tour Managers Monitor gemischt hat oder der Produktiönler knapp die Fader FoH gefunden hat, was technisch sicher durchaus sehr und zwar sehr schade ist, aber leider wir uns zum teil selber mit der Preis Politik in den letzten jahren zuzuschreiben haben....alles liebe Philippe

    PHILIPPE SCHNEEBERGER

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  • Stage Left
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    • 6. Dezember 2018 um 04:45
    • #22

    Aber noch ohne vom Thema abzuweichen, kenne Dave nicht gut bis auf ein par Worte, aber denke nehme ihm es nicht übel mit einer Kapelle mit Live schlechten Inputs selber etwas Show zu machen, naja meine war früher auch Stolz mit dem Paragon und XL250 wenn ich den Girls zeigen konnte, ist sicher nicht der Gedanken loseste Mann was Audio anbelangt...

    PHILIPPE SCHNEEBERGER

    AUDIO ENGINEER

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  • karel noon
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    • 6. Dezember 2018 um 09:42
    • #23

    Schöner Hinweis, im Tourbus ist ein netter Kollege dann doch wichtiger als einer der den perfekten Sound schraubt aber ein arsch ist.

    Das mit der Doppel PA ist ein Punkt der hier im Forum auch schon diskutiert wurde, und es geht tatsächlich um quasi zwei vollwertige PAS pro Seite, eine hauptsächlich für vocals, eine für die Instrumente.

    Eine wirklich interessante Idee, ich hab das damals im sehr kleinen Rahmen probiert und es hat wirklich was gebracht.

    Das Setup waren vorher zwei kleine Altive 12“ Tops pro Seite ( und ein paar Bässe natürlich) und anstelle einer anderen großen PA habe ich für einige Jobs mal zwei zusätzliche daneben gehängt. In der Situation hat man schon deutlich gemerkt das ich die Stimme leichter durch den Mix bekommen habe, etwas mehr headroom war auch da, und das stereobild ( von dem ja nurcein kleiner Teil der Zuschauer was hatte) konnte ich deutlich breiter machen für die Instrumente. Ist aber schon wieder eine Weile her, zum Dauerzustand ist es nicht geworden, aus offensichtlich praktischen Gründen, und die dann neu angeschaffte größere PA kann auch beides gleichzeitig verarbeiten ;)

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • Hami
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    • 6. Dezember 2018 um 10:11
    • #24

    Nur für die Main Vocals habe ich mal zusätzlich einen Center geflogen, der Raum hatte etwa 800 Leute - das war schon ein Ahaeffekt, als die Stimme mittig von vorne ausreichend präsent war.

    Allerdings bekommen richtig gute Tonis das sicher auch nur mit L-R hin, mir hat es bei meinen Naja-Fähigkeiten damals sehr geholfen 8)

  • Rebecca
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    • 6. Dezember 2018 um 10:43
    • #25

    Genau wie hami habe ich es auch schon gemacht : only vocals auf extra 2 Bell V2 speaker, geflogen im mittlerem Drittel. Macht die Sache deutlicher u. Klarer.

    Nebenwirkung :das mixen auch bei gruseligen Gitarrenmatschsound ist einfacher.

    Kann ich empfehlen!!!

  • simonstpauli
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    • 6. Dezember 2018 um 12:32
    • #26
    Zitat von mawo

    Was meinst Du genau mit Doppel-PA? Vielleicht habe ich nicht mehr im Kopf was er da meinte...

    Um nicht so ganz ins Bashing abzurutschen: Habt ihr denn Ansätze von ihm, über die es sich Eurer Meinung nach lohnt mal intensiver drüber nachzudenken, oder zu Diskutieren? Außer dem Thema Temperatur?

    Dual PA meint zwei Hangs nebeneinander, auf denen verschiedene Stems reproduziert werden. Damit kann man, wenn man die Inputs schlau auf die Hangs aufteilt, viel erreichen.

    Ich persönlich habe von Herrn Rat im konventionellen Monitoring viel gelernt. Er hatte mal was in seinem Blog gepostet, was der Dual PA ähnlich war. Ich hatte vorher schon mit mehreren Wegen pro Position experimentiert und nachgefragt. Er hat nett und kompetent geantwortet.

    Ein daraus resultierendes Setup sind 3 Wegdes für eine Center-Position, die mittlere ist ein Mono-Weg mit den eigenen Sachen, Stimme und Instrument, die äußeren ein Stereo-Weg mit den anderen Signalen der Band im korrekten Stereo-Bild. Je nach Situation ein sehr mächtiges Setup. Auch Drummer profitieren von Stereo massiv (das hatte ich mal mit Wolfgang Haffner bis zum Exzess durchgeführt). Keyboarder ja sowieso.

    Die Mischerei von Herrn Rat habe ich nur ein Mal bei Blink 182 hören dürfen, das war nicht repräsentativ, weil sehr viel Wind outdoor. Das was ich beurteilen konnte, die Lowmids, hat mir nicht gefallen.
    RHCP habe ich genau ein Mal gehört, bei einem Plattenfirmen-Showcase, da hat ein lieber Kollege (local) gemischt, warum weiß ich gar nicht, es war auf jeden Fall bezaubernd.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • mawo
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    • 6. Dezember 2018 um 14:11
    • #27

    Achso, jetzt weiß ich auch was mit Dual PA gemeint ist, war schon spät. Habe ich auch schon gehört, aber tatsächlich nie selber gemacht. Einzig wie z.B. Rebecca schreibt mit zusätzlichem Center für Vocals, dass funktionierte auch ganz dufte. Aber das Prinzip klingt gut/interessant, weiß zufällig jemand wie der besagte Thread heißt, in dem hier darüber schon diskutiert wurde? Da würde ich gerne mal etwas drin rum lesen und es vielleicht auch selber mal probieren wollen. Sich bei kleineren Sachen mal zweite Tops zu stellen/hänge ist ja hier und da noch umsetzbar. Die Jobs wo mir jemand zwei weitere Bananen hängt aus persönlichem Wunsch, mache ich nur leider nicht, dass bezahlt keiner :)

    Das was simonstpauli bzgl. des Stereomonitorings schreibt, habe ich auch schon mal gemacht, dass war allerdings der Wunsch einer Band (bzw. des Leadsängers/Gitarristen), der das bei einem anderen Gig mal angeboten bekommen hat und das so toll fand, dass er mich fragte, ob ich das auch für ihn umsetzen kann. Er war glücklich und ich hatte wieder dazugelernt und das hin und wieder erneut umgesetzt, allerdings hat sich das irgendwann wieder verflüchtigt, weil es den meisten egal war, weil sie immer auch "normal" klargekommen sind, oder halt wegen InEar. Am Schlagzeug habe ich das noch nicht gemacht.

    Bzgl. StageLeft`s Kommentar zu dem miteinander Groß werden: Ja, prinzipiell bin ich da bei Dir und finde solche Ansätze auch enorm wichtig, auch aus u.a. den von Dir genannten Gründen. Aber: Aus reiner Nettigkeit und Nächstenliebe einen schlechten Mischer mitzunehmen, nur weil man im Tourbus Spaß mit ihm hat, ist zwar schön, aber am Ende nicht wirklich zielführend. :) Ich kenne zwar ein paar anstrengendere Kollegen, aber so richtige Arsch***** sind mir ehrlich gesagt selten untergekommen, eher in ganz kleinen Läden, wo jemand steht, der eigentlich keinen Plan hat und ein großer Schnacker ist, wo man aber auch weiß, dass er nie in besagte Lieg aufsteigen wird. Bei den ganz Großen Sachen habe ich bisher immer nur freundliches Personal gefunden, irgendwie habe ich auch das Gefühl, je größer das Vanue, desto netter, zuvorkommender und lockerer die Leute. Oder ich hatte da einfach nur Glück. Ich finde(und das darf man einfach nicht vergessen), dass das was die Künstler, grade in dieser Größenordnung machen, einfach auch ein Job ist, für das Kunden (Publikum) mittlerweile seehehr viel Geld bezahlen. Da ist es mir ehrlich gesagt egal wer da mit wem im Tourbus kuschelt, er sollte sein Job gut machen, für den ich ihn ja auch indirekt bezahle. Und das dürfte auch im Interesse der Band liegen, die ja auch nicht umsonst teils Jahrelang an einem Album arbeitet um es dann qualitativ so gut wie möglich zu präsentieren.

    Diese "posende Selbstdarstellung" finde ich immer etwas albern und fehl am Platz, aber das kann ja jeder machen wie er will. Zumindest dann, wenn das was er abliefert auch stimmt. Dann wird das auch wieder cooler, statt albern :) Aber irgendwas muss er ja richtig machen, sonst wäre das glaube ich über die letzten 30 Jahre mit den Peppers irgendwie anders gelaufen. Aber wie gesagt, zu dem Thema kann ich nichts sagen, weil nie gehört. Ich weiß das hast Du so auch garnicht geschrieben oder vielleicht gemeint, das viel mir nur grade dazu ein und habe es einfach etwas weitergeführt. :)

  • mawo
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    • 6. Dezember 2018 um 14:18
    • #28

    ... und ergänzend: Was meinst Du mit schlechten Inputs?

    Und was mir grade zu meinem letzen Absatz noch einfällt ist ein kleiner mawo, der beim diesjährigen Hamburger TOTO Konzert seine Fanta am Tresen festhält, nah am Ausgang und mit sich ringt da zu bleiben. :) Aber das war wohl vielleicht auch einfach ein Ausrutscher, aber für das Geld hätte ich mir auch ein paar CDs kaufen können. :)

  • guma
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    • 6. Dezember 2018 um 15:45
    • #29

    Tja, auch die Großbeschallkollegen dürfen gerne mal wieder ihren Arsch aus der FOH-Hütte rausbewegen, so wie sie das mal gelernt haben egal was sie vorher tolles simuliert haben ...:rolleyes:

  • mawo
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    • 6. Dezember 2018 um 17:21
    • #30

    Da bin ich ganz bei Dir. Dann schlafen auch die Beine nicht so schnell ein. Bei Toto hat er sich aber einen Gefallen getan nicht in meine Nähe zu kommen ^^

  • presonus
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    • 6. Dezember 2018 um 19:41
    • #31

    deswegen gehe ich nicht mehr zu Großkonzerten. Da ist mir die Kohle zu schade bei offenem Ausgang.

    Ich kann so ein Konzert dann einfach nicht genießen, wenn irgendwas Kacke klingt.

    Das kennt ihr bestimmt alle.

    Meine letzten Berührungen waren in den 90ern. Leipzig open air Knopfler oder Sir P. McCartney. Sound war lala.

    Stones auf dem Hockenheimring. Ich dachte, es spielt nur die Monitor.

    ACDC Leipzig Messehalle.Extra Ohrstöpfel mitgenommen. nix Druck.Nix RocknRoll.Einfach nur fad.

    Das einzige Konzert was wirklich geil war-Eagles unplugged in der Münchner Olympiahalle. Man konnte eine Stecknadel fallen hören. bestuhlt. Sound war MEGA.

    zurück zu Dave Rat...

    Audio Zenit XP215 User :)

  • mawo
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    • 6. Dezember 2018 um 20:21
    • #32

    Am Rande: Das beste Konzert was ich je gehört habe war eines, das ich selber gemischt habe. Richtig coole akustische Combo, am Ende des Soundchecks waren bis auf Gesang mit etwas Hall alle Fader unten. :) Der Raum war klein und die Akustik super. Ich hab mich ins Publikum gesetzt und genossen ;)

  • gert
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    • 7. Dezember 2018 um 06:51
    • #33

    Mir fällt dazu nur ein guter Witz ein.

    Was ist der Unterschied zwischen Gott und einem Tontechniker?

    Gott glaubt nicht das er Tontechniker ist!

    Practice, Practice, Practice

  • guma
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    • 7. Dezember 2018 um 10:33
    • #34

    ... ist von den Anästhesisten geklaut. Die wissen das seit den 50-ern über ihre Chirurgen.

  • theHELL
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    • 7. Dezember 2018 um 19:53
    • #35

    Thema Doppel-PA, bei mir bekannt als A/B-Beschallung:

    Dem zugrunde liegt wohl, dass zwei sehr ähnliche, aber durch unterschiedliche Laufzeiten nicht phasenkohärente Signale besser erst in der Luft zusammengemischt werden sollten, anstatt elektrisch oder digital.

    Ich kenne das aus meiner Ausbildung, wenn Musicalsänger eng beisammen stehen und sowohl über ihr eigenes als auch über das Mikrofon des Duettpartners singen.

    Ist im Rock'n'Roll eher unüblich, ließe sich aber durchaus auf Situationen wie Doppelmikrofonierung oder Übersprechen zwischen Mikrofonpositionen übertragen.

    Pragmatisch. Praktisch. Gut.

  • wora
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    • 8. Dezember 2018 um 03:54
    • #36
    Zitat von presonus

    Stones auf dem Hockenheimring. Ich dachte, es spielt nur die Monitor.

    ich hatte mir diese band mal openair auf dem maimarktgelände angehört. der sound damals war einigermaßen lächerlich und ich habe mir geschworen, für diese combo nie wieder auch nur einen heller auszugeben!

    das war eine frechheit!

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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