Debon C300 (C400): Den C300 konnte ich mir genau ansehen. Der C400 war nicht verfügbar, dafür aber der C500, der ähnlich ausgestattet ist.
Laut einem Verkäufer gibt es viel gute Erfahrungen mit der Serie und diese würde sich bestens verkaufen. Dafür gab es eher kritische Zwischentöne, als ich Henra als Alternative nannte. (Hm... beim anderen Händler war es umgekehrt. So richtig konkret wurde aber keiner von beiden. Wenig hilfreich.)
- Die niedrige Ladekante ist ein besonderes Merkmal des Anhängers. Mit rund 34cm liegt er bis zu 20cm niedriger als manch anderer Koffer! Das ist gleichzeitig Vorteil wie Nachteil: Bei unebener Wegstrecke ist das Risiko des Aufsetzens natürlich größer.
- Die Innenhöhe ist angenehm. Mit knapp 1,90m Körpergröße + Absatzhöhe habe ich immer noch etwas Kopffreiheit. Klasse.
- Ob es an den Unmengen von Dichtungsmaterial liegt, das beim Bau des Anhängers großzügigst verbaut wurde (nicht immer sehr sorgfältig) - keine Ahnung, aber es riecht irgendwie stark danach. Die Dichtung an der Hecktür sieht nach einfacher Fensterdichtung aus dem Baumarkt aus (und sitzt nicht gerade fest). Das ist keine vergleichbare Lösung zu den dicken Dichtlippen an anderen Koffern.
- An der Heckseite gibt es 6 kleinere Öffnungen, durch die Wasser eindringen kann. Vier an den Ecken der oberen Klappe, zwei unten an der Heckklappe. Das lässt sich gut erkennen, wenn man durch die Seitentür bei geschlossener Klappe gegen das Licht schaut.
- Die Seitentür ist ganz nett, aber niedrig und sehr einfach gebaut. Es gibt keinen "Türgriff", sondern zwei kleine Riegel mit einfachem Mechanismus. (Vergleichsweise war die Seitentür bei einem Vezeko-Koffer massiv - fast schon wie eine Haustür (mit richtigen Beschlägen und Türfalle/Schloss).
- Bei Verwendung der Ladeklappe als Tür dient der eine "Riegel-Haken" als oberes Scharnier. Funktioniert, ist aber sicher nicht für dauernde Anwendung optimal. Die Ladeklappe selbst liegt sehr flach (nur 10° Steigung sind konkurrenzlos!), hat allerdings vorne eine kleine Kante (ohne Abschrägung). Es bleibt auch zwischen Ladeklappe und Bodenplatte eine Lücke mit einem kleinen Versatz. Kein Problem für Motorräder - aber möglicherweise störend bei Rollen von Cases. Die Verriegelungsgriffe schauen am Boden liegend seitlich heraus.
- Übliche Kofferanhänger haben einen massiven Stahlrahmen am Heck, der die Konstruktion stabilisiert. Beim Debon übernimmt anscheinend auch das Poly-Dach diese Funktion. Das ist nach meinem Eindruck vergleichsweise nicht ganz so stabil/verwindungssteif wie das bei konventionellen Koffern der Fall ist.
- Das Fahrwerk sieht klasse aus und ist bestimmt nicht nur hübsch anzusehen.
An einigen Stellen hätte ich auf eine sorgfältigere Verarbeitung gehofft.