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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Feinheiten zur BR-Öffnung !?

  • Miguelino
  • 18. November 2003 um 16:54
  • Miguelino
    Beiträge
    79
    • 18. November 2003 um 16:54
    • #1

    Hallo,

    Nehm für nen KAppa 15LF nun 2 Rohre mit 10cm Durchmesser oder mit 12,5cm Durchmesser? (145l netto Gehäuse ohne Tunnel)

    Bei den größeren Rohren sind die Strömungsgeräusche weniger
    und die Schallabstrahlende Fläche im Tiefbass größer.
    Gibt's da allerdings Probleme mit dem Akustikschaumstoff und dem
    Frontgitter bei zu geringem "Gehäusedruck"?

    Oder soll ich 4 Rohre symmetrisch wählen was mehr Aufwand und
    nochmal ca. 8Liter weniger Volumen mit sich bringt?
    Durch das kleinere Volumen hab ich laut Winisd von 40-60Hz auch
    nur ca 0,4 db weniger!
    Durch die mehreren Ports (=schallabstrahlende Fläche im Tiefbass) andererseits ca. 1-2 db mehr!

    siehe:
    http://www.paforum.de/paforum/viewtopic.php?t=1179&postdays=0&postorder=asc&highlight=breflex%20ffnungen&start=30

    Wären dann 4 Rohren mit 10 Durchmesser zu groß?

  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 18. November 2003 um 17:44
    • #2

    nun hab ich aber langsam die faxen dicke.

    schon wieder nen kappa 15 lf threat und eigentlich steht schon eine fertig komplett funktionierende kiste hier im forum grr.

    mindestens 4 rohre ah 10ner durchmesser.
    darunter pfeift es mit sicherheit.
    und rohre freilassen, kein schaumstoff in den weg bauen.

    so und das war nun das letzte mal. beim nächsten mal sollten diese threats am besten gleich geschlossen werden :((

  • Miguelino
    Beiträge
    79
    • 18. November 2003 um 18:32
    • #3

    danke Thomas,

    ich glaub ich hab alle deine threats zum thema kappa gelesen!?
    aber bist du bzw. deine subs wirklich das mass aller dinge?
    ich bezweifle nicht deine gute Arbeit aber ich glaube nicht dass es nur diese Lösung gibt diesen Lautsprecher zu verbauen.
    Und ohne Schaumstoff find ich das optisch oftmals nicht ganz so
    toll -> Abwägung!?

    Oder hab ich gefragt:
    "Ich brauch nen billigen Bass der funktioniert und voll konkret abgeht,
    alles andere sch...egal!" :D

    Nur weil der Begriff Kappa so oft hier gefallen ist ausflippen?
    Ich wollte eigentlich ne sachdienliche, fundierte Argumentation, die Zusammenhänge begreifen sowie sich
    für Resonatorkisten verallgemeinern lässt.

    Und wenn ich jetzt nach dem selben Problem bei nem Selbstbau orientiert an nen SB 750 oder 850 oder irgendeinem Sub der KS Triaks T-Serie
    gefragt hätte?

    Ändert das was an der eigentlichen Fragestellung/Problematik?

    MFG
    michael

  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 18. November 2003 um 18:40
    • #4

    nagut.
    trotzdem kommt dieser speaker hier viel viel viel zu oft vor.

    achso du meintest schaumstoff vorm gittern.
    najo das kannst du schon machen, kostet minimal pegel, ist aber zu vernachlässigen.
    je dünner desto besser. über 12 mm würd ich deswegen nicht gehen.

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 19. November 2003 um 09:31
    • #5
    Zitat von "Thomas"

    achso du meintest schaumstoff vorm gittern.
    najo das kannst du schon machen, kostet minimal pegel, ist aber zu vernachlässigen.

    Nicht nur im Bassbereich ist die Dämpfung zu vernachlässigen.
    Bei BR-Kisten wird allerdings der Schaum im Bereich des Vents nach einiger Zeit (je nach Location - z.B. Zelte ...) irgendwann total "siffig" (wg. Staub).

    Noch 'ne Anmerkung zu Schaumstoff IN der Box: Zum Bedämpfen ist Schaum eher ungeeignet (besser sind Polyesterwatte oder - allerdings nicht zu empfehlen: Glas- bzw. Steinwollewolle).

    Schaumstoff an der Rückwand verhindert bei "weichen" Membranen (z.B. HiFi-PP-Membranen ...) Wandreflexionen an der Rückwand, die dann recht ungehindert durch die "weiche" PP-Membran "durchgehen" und mit dem von der Membran nach "vorn" abgestrahltem Schall Interferenzen verursachen.

    Bei richtig konstruierten BR-Kisten (die aktiv bei 100 ... 160 Hz getrennt werden) muß nichts an die Rückwand (... und bei "harten" PA-LS sowieso nicht ...).

    Viele Grüsse sendet

  • wg
    Beiträge
    576
    • 19. November 2003 um 11:27
    • #6

    quote]

    Nicht nur im Bassbereich ist die Dämpfung zu vernachlässigen.
    Bei BR-Kisten wird allerdings der Schaum im Bereich des Vents nach einiger Zeit (je nach Location - z.B. Zelte ...) irgendwann total "siffig" (wg. Staub).

    Noch 'ne Anmerkung zu Schaumstoff IN der Box: Zum Bedämpfen ist Schaum eher ungeeignet (besser sind Polyesterwatte oder - allerdings nicht zu empfehlen: Glas- bzw. Steinwollewolle).

    Schaumstoff an der Rückwand verhindert bei "weichen" Membranen (z.B. HiFi-PP-Membranen ...) Wandreflexionen an der Rückwand, die dann recht ungehindert durch die "weiche" PP-Membran "durchgehen" und mit dem von der Membran nach "vorn" abgestrahltem Schall Interferenzen verursachen.

    Bei richtig konstruierten BR-Kisten (die aktiv bei 100 ... 160 Hz getrennt werden) muß nichts an die Rückwand (... und bei "harten" PA-LS sowieso nicht ...).

    Viele Grüsse sendet[/quote]

    Hallo,
    das die Dämpfung von Grillstoffen zu vernachlässigen ist kann so nicht stehen bleiben.
    Bei Bespannstoffe ist auf eine größtmögliche Schall- und Luftdurchlässigkeit zu achten. Dichtgewebte Stoffe auch Schaum haben besonders im Hochtonbereich eine große Höhendämpfung.
    Alle Dämmaterialen haben unterschiedliche Wirkungen und Eigenschaften.
    Einen Klangunterschied gibt es schon bei Lautsprechern mit und ohne Dämmung.
    Gruß
    wg

  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 19. November 2003 um 14:40
    • #7

    jop da hat der wg recht.
    aber im bassbreich ist das kein großer unterschied.

    bei den höhen merkt man schon unterschiede, ob schaum davor ist oder nicht.

  • DJ-JAJA
    Reaktionen
    16
    Beiträge
    4.137
    • 19. November 2003 um 14:50
    • #8

    Eine Deiner Fragen war doch wie viele Löcher und wie Groß.

    Denk dir doch mal folgendes.

    Statt Luft aus den Rohren kommt Wasser.
    Wenn Du schon mal geduscht hast kennst Du das :wink: ...
    Also wo wird wohl mehr verwirbelung sein bei einem großen Loch oder vielen kleinen?

    Verwirbelungen passieren vor allem am Rand. Wenn das Loch zu klein ist, dann gibts nur Verwirbelung und keinen sauberen "Strahl mehr"

    Jetzt müsstest Du im Grunde den Kompromiss suchen, für ein Maximal großes Loch mit ner BR-Länge, die Du in Deinem Gehäuse noch gebrauchen kannst, in Abhängigkeit von der gewünschten Tuningfrequenz..

    Ein Blick in den Hifibereich zeigt, dass hier sogar die Öffnungen Abgerundet sind, damit keine harte Kante Verwirbelungen erzeugt.
    Man kann sich sicher streitren ob man so was beim PA Bereich auch hört, aber was ist so wild mal schnell mit der Oberfräse das Loch "Auszurunden".

    Hab ich Dir damit etwas helfen können?

    Frauen denken analog; Männer digital!
    (Loriot)
    _____________________________________
    http://www.youtube.com/watch?v=uVMcMW2Jovs
    OHNE BÜROKRATENABBAU -
    KEIN BÜROKRATIEABBAU!!!

  • Miguelino
    Beiträge
    79
    • 19. November 2003 um 18:16
    • #9

    Ertsmal danke an alle,

    eigentlich ging's mir nicht um die Dämmung im Innern sondern
    um den "Bespannstoff" hinter dem Frontgitter und dessen
    Zusammenhang mit der Anzahl und der Größe der BR-Tunnel.
    (sorry, dumm formuliert)

    Ich habe eigentlich gedacht wenn meine Tunnel eine große Öffnung
    haben darf der "Bespannstoff (-> evtl. Schaumstoff)" hinter dem Frontgitter nicht so dick sein und auch nicht direkt!
    an den Öffnungen der Tunnel liegen weil sich dann Kaum noch
    Luft durchdrückt, oder?
    Bei der selben Anzahl aber kleineren Tunneln und folglich mehr "Gehäusedruck" ist das weniger so !

    Aber was wichtigeres:
    Thomas hat durch viel Erfahrung und Arbeit die Eckkanäle
    für seine Lautsprecher ideal gestaltet.

    Bei anderen Gehäuseabmessungen und runden Tunneln und wenig Erfahrung (v.a. mit Simu-progr.) kann das schnell in die Hose gehen.
    -> Druckmaxima/minima ( stehen Wellen), mehr Verwirbelungen....

    Wäre es für den Anfänger nicht besser zwei 12.5 cm (Aussendurchm.)
    Rohre über die Membran zu bauen. (Sub mit 140-150l netto)
    Das machen doch auch viele "amtlichen" Hersteller bei Subs der Mittelklasse, zb. Dynacord F5 und F8 ....
    Die Stabiltät und somit das Einschwingverhalten wird zwar etwas schlechter aber der Klangliche und pegelmassige Unterschied ist doch
    (in meinem Fall) kaum messbar, geschweige denn hörbar :-? ?!

    mfg Michael

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 19. November 2003 um 19:52
    • #10
    Zitat von "wg"

    Hallo,
    das die Dämpfung von Grillstoffen zu vernachlässigen ist kann so nicht stehen bleiben.
    Bei Bespannstoffe ist auf eine größtmögliche Schall- und Luftdurchlässigkeit zu achten. Dichtgewebte Stoffe auch Schaum haben besonders im Hochtonbereich eine große Höhendämpfung.
    Alle Dämmaterialen haben unterschiedliche Wirkungen und Eigenschaften.
    Einen Klangunterschied gibt es schon bei Lautsprechern mit und ohne Dämmung.
    Gruß
    wg

    Alles anzeigen

    Ich weiß nicht, welche Schaumstoffe Du verwendest, aber die Materialien, die ich auf meinen Boxen verwende, dämpfen weniger als 0,5 dB im Bereich 16 kHz. Die Dämpfung nimmt zu hohen Frequenzen hin zu (Strömungswiderstand ...).

    Stoffbespannungen verwende ich - aus den von Dir genannten Gründen - überhaupt nicht (sind teilweise "nicht so ganz" schalldurchlässig ...).

    Und: Ich berücksichtige die Verluste im Schaum auch schon bei der Weichenabstimmung.

    Viele Grüsse sendet

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 19. November 2003 um 20:06
    • #11
    Zitat von "DJ-JAJA"

    ...
    Statt Luft aus den Rohren kommt Wasser.
    Wenn Du schon mal geduscht hast kennst Du das :wink: ...
    Also wo wird wohl mehr verwirbelung sein bei einem großen Loch oder vielen kleinen?

    Verwirbelungen passieren vor allem am Rand. Wenn das Loch zu klein ist, dann gibts nur Verwirbelung und keinen sauberen "Strahl mehr"

    Jetzt müsstest Du im Grunde den Kompromiss suchen, für ein Maximal großes Loch mit ner BR-Länge, die Du in Deinem Gehäuse noch gebrauchen kannst, in Abhängigkeit von der gewünschten Tuningfrequenz..

    Ein Blick in den Hifibereich zeigt, dass hier sogar die Öffnungen Abgerundet sind, damit keine harte Kante Verwirbelungen erzeugt.
    Man kann sich sicher streitren ob man so was beim PA Bereich auch hört, aber was ist so wild mal schnell mit der Oberfräse das Loch "Auszurunden".

    Hab ich Dir damit etwas helfen können?

    ... hier machst Du einen kleinen Denkfehler: Verwirbelungen wie bei einer Dusche entstehen bei einer gleichmässigen Strömung. Der Grad der Verwirbelungen hängt von der Geschwindigkeit und der Geometrie der Austrittslöcher ab.

    Bei einem Vent schwingt aber eine Luftmasse periodisch (... rein und raus ...) - die Geschwindigkeit ändert sich ständig in Betrag und Richtung und pendelt somit um eine "Null-Lage" mal in die eine ... mal in die andere Richtung.
    Bei einer Duschbrause wird Material in eine Richtung transportiert - bei einem Vent fließt nichts hinein (oder heraus ...).

    Es liegen daher etwas andere (kompliziertere ...) Bedingungen vor, weil wir keine konstante Strömungsgeschwindigkeit haben.

    Ich streite ja nicht ab, daß es Wirbel gibt - nur das mit der Brause "mußte ich mal loswerden". :)

    Viele Grüsse sendet

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