Hi Leute,
wie bringt man diese elenden Modelling-Amps auf einer PA zum klingen?
Ich habe div. Mikrofone, -positionen etc. getestet, Ergebnis: Plastiksound.
Andere Mischer haben offenbar das gleiche Problem (aktuelles Beispiel: Mother's Finest Tour, 1x Marshall (1a)und 1x Line6-Amp(würg)).
Wie macht ihr das?
gruß
joachim
Silizium-Sägen bändigen?
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Die großen Line 6 haben einen DI Out.
Der tut ganz gut. -
Line6 D.I. out: habe ich auch schon versucht. Ergebnis: sauberer Plastiksound ohne übersprechenden Bühnenlärm. War jedenfalls für die gebotene Musik (Bluesrock in meinem Falle) völlig daneben. Ebenso bei dem erwähnten Mother's Finest Konzert: ging auch über D.I. und klang wie gesch..... .
Vielleicht muß man ja die zum Amp passende Musik machen.....
gruß
joachim -
@ mitleser67
Frage: Bist du selber Gitarrist? Womöglich der etwas härteren Fraktion angehörend?
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naja, man muss kein gitarrero sein, um die verf***ten computer-amps sch**** zu finden.
mir ist jedenfalls noch keiner untergekommen, der es mit nem vernünftigen combo oder stack aufnehmen konnte.


plastikbüchse trifft den sound ganz gut. -
4Art: wenn ich selber Musik mache, dann als Schlagzeuger in einer '70er/'80er Jahre Hardock Coverband (Deep Purple, Whitesnake, Rainbow). Die 'IG-Metall' ist zum selber spielen eigentlich nicht so mein Ding (Beim Hören und Mischen ist das was anderes).
@alle Gitarristen: was findet ihr an den Dingern so gut?
gruß
joachim -
@ mitleser67 und basmanjan
aha :roll:
Eine neue Glaubensfrage... Daher die heftigen Reaktionen?
Aber bitte: Ich bin selber nicht Gitarrist und ich will doch bitte die Leute entscheiden lassen, was sie spielen wollen. Wenn ich Leute auf der Bühne habe, welche mit Marshall-Stacks oder digitalem Equipment kommen, dann werden diese unabhängig vom Amp zum tönen gebracht. Leute: Noch ist's vor allem der Musiker(in) mit seiner Gitarrentechnik, welcher den Sound macht und nicht's Equipment. Wenn einer seine Axe nicht beherrscht, dann ist's wurscht ob er mit Zentera, Engl, Mesa, PRS, Line6, Marshall, Randall, Vox oder was weiss ich was spielt.
Ich für meinen Teil habe am vergangenen Wochenende auf einer Tour, welche wir begleitet haben, einen Gitarristen erlebt, welcher aus seinem Line6-Setup einen wirklich guten Sound gezaubert hat, welchen er über In-Ear abgehört hat. Transparent, fett, singend, bei Bedarf schön rockig und laut und durch Inear auf der Bühne schön leise ohne alles zuzudröhnen.

Und PS: Ich mische selber ab und zu mal sehr, sehr laute Gig's einer 70ies Band, welche nur Marshalls auf der Bühne haben...
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du kannst letztendlich nur mit dem arbeiten, was du an signal geboten bekommst. und auch hier: shit in, shit out. ganz einfach. da gibts kein zaubermittel.
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Also der Gitarrist, der Band mit der ich Momentan etwas Toure, hat auch so ein Teil, klingt abgenommen auch nicht so toll. seit dem hat er so nen kleine Marshall 1HE Amplifire mit im Rack und fährt damit ne Laney 4x12" Box an, von der wir abnehmen und schon ist das ganze wieder recht brauchbar. Ok, an Röhre kommt das nicht ran aber ist so ganz ok.
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ok, war vielleicht etwas ruppig gefragt. Mir ist nicht an einer Grundsatzdiskussion pro/contra Modeling-Amps gelegen. Eher sind Lösungsansätze gesucht, die bei VAs nutzbar sind (wenn sozusagen das Kind schon im Brunnen liegt).
4Art: Es muß auch bei mir nicht in erster Linie laut sein. Ich bin bestrebt (sowohl bei Jobs, als auch bei eigener Mucke) eine moderate Bühnenlautstärke zu erreichen (egal was für Amps), und bin froh, wenn ich auf Musiker treffe, die den Zusammenhang zwischen Bühnenlautstärke/-sound und Saallautstärke/-sound verstanden haben. Es muß wirklich nicht sein, daß nach 2 Songs dem Publikum ob der Lautstärke das Blut aus den Ohren läuft.
Ich kann mich sehr gut bremsen, einem Musiker zu erzählen, daß sein Instrument/Amp sch... klingt, schließlich ist es ja Kundschaft.Mir ist jedoch aufgefallen, daß (offenbar nicht nur) mir schwer fällt, Modeling-Amps gescheit auf die PA zu bringen.
Gerade bei 'traditionelleren' Sachen wie z.B. Bluesrock o.ä. wirkt der Modeling-Sound wie ein Fremdkörper, gerade wenn noch andere ('konventionelle') Amps in der Band am Start sind. Sind ausschließlich Modeling-Amps dabei, dann ist das nicht gar so schlimm, aber wenn der direkte Vergleich da ist.....
Sicher, diese Amps sind unglaublich flexibel und können Sachen, da kommt ein 'normaler' Amp einfach nicht mit (Akkustikgitarrensimulation etc.). Aber bei den verzerrten/angezerrten Sachen fallen die 'Rechenapms' IMHO dann stark ab und haben im direkten Vergleich keine Chance. Sie können zwar sehr viel, aber irgendwie nix richtig gut.
Da die Dinger offenbar immer beliebter werden, wäre es schon gut einen Ansatz zu haben, wie man den 'Plastikanteil' im Sound auf ein erträgliches Maß beschränken könnte.Christian Engel: sicher, shit in shit out, aber was nützt das, wenn keiner so recht zufrieden mit dem Ergebnis ist?
Kracky: danke für den Tipp, wird bei nächster Gelegenheit ausprobiert.
gruß
joachim -
nein, was ich geschrieben habe, das soll natürlich niemandem nutzen, sondern das ist die einstellung, die du zu dieser geschichte haben solltest. was bringt es denn, wenn du dir jetzt ewig gedanken machst. letztendlich wirst du immer wieder zu dem schluss kommen , dass nicht auf der technikerseite, sondern nur auf der musikerseite der sound in die rechte richtung gedreht werden kann. (du kannst nur schadensbegrenzung betreiben)
du hast ja nicht geschrieben, ob dein problem auf eine fest betreute band oder einzeln verstreute gigs bezogen ist.
meine (recht spärliche) antwort war auf zweiteres bezogen. weil auf einzelnen gigs - wo du die band vielleicht nie wieder siehst - kannst du nur so an die sache herangehen und musst mit dem leben, was du an signal bekommst.
sollte ersteres zutreffen: da hat man natürlich zeit, in der probe oder sonstwo am sound zu schrauben.mir sind diese v-amps bisher hauptsächlich bei top-40-geschichten untergekommen. nun, der sound ist immer etwas steril und nicht so, wie man es von konventionellen amps gewohnt ist. gerade, wenn man direkt per line-out ins pult geht. dafür sind die teile wie schon angesprochen ungeheuer vielseitig.
dennoch war auch ich nie wirklich mit dem sound zufrieden. mit einem spl-charisma am foh konnte ich diesen bisher jedoch immer etwas aufwerten. -
Ich betreue einen Band die seit kurzem auch mit jeweils einem POD pro und einem POD pro XT arbeitet.
Die beiden Gitarristen haben sich recht viel Mühe mit dem Sound gegeben.
Ich bin auf jeden Fall Zufriedener als mit dem was vorher aus den alten Amps rauskam.
Dennoch finde ich den, wie du es nennst, Plastiksound auch nicht so Glücklich.
Habe daher begonnen mit 2 Kanälen pro Gitarre zu arbeiten. Einmal XLR out vom POD und einmal Mikro. Den Mikrokanal nutze ich um der Gitarre Bauch zu geben und den XLR Out für die Griffigkeit und Transparenz.
Wichtig ist auch den POD in den Live Modus zu schalten. Damit umgeht man die Boxensimulation, die im Studio brauchbar, Live aber logischerweise Grausam klingt. Werde mal wieder schreiben wenn ich die Situation habe, dass ich mir denke "geiler Sound".Gruß Thorsten
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Ich kann mich Blauklang nur anschliessen (und einigen anderen Kollegen).
- Wer als Gitarrist sein Ínstrument und dazugehörige Geräte nicht im Griff hat, wird aus jeder Amp-Gitarre-Kombination zuverlässig Müll rausholen, ob die nun aus Plastik sind oder mit Gold aufgewogen werden mußten.
- Ein POD XT ist nicht der Weisheit letztes Ende, aber vernünftig programmiert DIE Lösung für Top40 Geschichten, die stark variierende Raumgrößen zu bespielen haben. Eine Band die ich betreue macht das bei Gitarre und Bass so, für ein klitzekleines Gläsernes Hotelfoyer sogar schon mal mit E-Drums (da hört der Spass aber dann wirklich auf...), alle haben In-Ear, der Kunde ist begeistert (und das zählt doch wohl).
- Kann man auch etwas lauter sein, bietet die Lösung POD-Amp mikrofoniert + DI-Out eine sehr große Spannweite, auch für natürlich klingende Zerr-Sounds, die sich mit Panning, EQing, Polwender etc. noch weiter zur Breitwand verarbeiten lassen.
- Der beste Live-Zerrsound den ich bis dato verarbeiten durfte, stammte aus einem einfachen Marshall 50W Kombo, ohne jeglichen Effekt-Tretminen-Schnickschnack (danke an Blues Polish aus Augsburg!).
In diesem Sinne frohes Fest (und merkt euch, der Typ mit der komischen Mütze, der ohne Backstagepass rein will, das ist der Weihnachtsmann)!
Janko
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Mit POD XT, einem Gitarristen der spielen kann, der weiß wie ein Sound zu sein hat, der mit seinem Gerätschaften umgehen kann und der die entsprechende Zeit aufwendet, wird man sehr geile Sounds erhalten.
Natürlich klingt ein Vox AC30 mit einer schönen alten US Strat für crunchy Sounds richtig geil und aggressiv und sicher auch besser als der Sound des POD XT. Das POD bietet nunmal eine vorher nie dagewesene Soundvielfalt für verdammt wenig Cash an, wenn man mal sieht was alles möglich ist. Mir ist zumindest kein Amp bekannt, mit dem man Dire Straits, AC DC und auch Rammstein gleichzeitig halbwegs hinbekommt, ohne das noch 20 HE 19" verbraten wird.Und mal abgesehen vom Sound, wisst ihr was ein Triple Rectifier Fullstack mittlerweile kostet???
Was natürlich bei gerade schlechteren Gitarristen ein Prob ist: Je mehr Knöpfe zum Drehen da sind, desto mehr Möglichkeiten den Sound zu verschlechtern. Es hängt sicherlich mehr an den Fähigkeiten der Gitarristen zu programmieren als am POD selbst...