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Live vs. Konserve

  • AlphaC
  • 24. Februar 2004 um 02:46
  • AlphaC
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    • 24. Februar 2004 um 02:46
    • #1

    Hallo meine Lieben, ich stell mal völlig wertfrei die folgende Frage in den virtuellen Raum....:

    Was macht Live-Sound eigentlich besser als Konserven-Musik?

    Ich meine: Der visuelle Eindruck eines Bühnenacts ist sicher toll, aber hier nicht der Kern der Frage. Was ist klanglich daran besser? Oder auch nicht? Es gibt hier gerade im Forum eine Menge Leute die glatt behaupten "Konserve klingt scheiße...!" (Pardon) Es geht um Eure Meinungen und Eindrücke, also => ab die Post! :lol: :wink:

    Alex

  • Philipp
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    • 24. Februar 2004 um 03:48
    • #2

    also ich denk, dass die performance der band (live) einfach ne andere iss, als wenn n cd o.ä. läuft, es mag ne live aufnahme sein, aber die band geht, wenn se spielt, hoffentlich mehr auf das publikum ein, als ne cd.
    :wink:

    MfG Philipp

    PANIC: Falscher oder fehlender Kaffee, Anwender angehalten.

  • lextrax
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    • 24. Februar 2004 um 10:26
    • #3

    hallo namensvetter,

    meine meinung:

    die live-situation ist gegenüber der konserve deshalb im vorteil, weil musiker im gegensatz zur cd
    a. kleine fehler machen, die das ganze authentischer machen
    b. auf publikum eingehen (die sogenannte interaktion, die bekanntlich zu höchstleistungen anspornt)
    c. das gefühl, einem musiker beim spielen zuzuschauen ein ganz anderes ist als dem cd-player
    d. die dynamik bei live doch ne andere als bei konserve ist

    meiner meinung nach ist das der grund, warum auch auf stupiden techno-festln immer öfter mal congas oder andere percussion eingesetzt wird

    leider hab ich im live-business jetzt nicht die riesenerfahrung, ist also alles sehr subjektiv

    lg alex

  • Schalldruck
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    • 24. Februar 2004 um 10:59
    • #4

    Der Live-Sound ist (idealerweise) nicht kaputtkomprimiert. Das setzt einen Soundmann voraus der Dynamikeffekte planvoll einsetzt und eine PA die Reserven hat.
    CDs sind heute nur auf Lautstärke, Rundfunk und Autoradio optimiert. Hat mit Dynamik nix mehr zu tun...

    Zum anderen natürlich die Interaktion mit dem Publikum - deshalb bucht man ja auch einen DJ und legt nicht einfach vorgemischte CDs rein. Band (und auch ein guter DJ) sollten auf das Publikum reagieren, wobei bei einer Band die Möglichkeiten natürlich weit über die eines DJs rausgeht :D

    Bei Coverbands die ich mische sind normalerweise in einem 3-4 Stunden Konzert auch 3 Pausen bei. Da kommen die Jungs und Mädels ans Pult, man spricht die Programmänderungen ab. Kann auch z.B. sein dass die Stimmung in einem Zelt rel. aggressive ist, dann lässt man eben Rammstein / Onkelz und ähnliches lieber mal wech. und schliesslich gibt es dann noch den langen Zugabenblock, da werden teilweise Lieder die richtig gut ankamen nochmal gespielt.
    Bei "Nicht-Coverbands" kommen die Leute schliesslich wegen der speziellen Musik der Band, um die Musiker zu erleben usw. Es wird ja auch auf der Bühne improvisiert - Musik darf (und soll) auch spontan entstehen. Dann macht der Job am Pult auch richtig Spass.

    Viele Grüße,
    Oliver

    Die Intelligenz eines Autors steht meist in umgekehrt proportionalem Verhältnis zur Anzahl der verwendeten Ausrufezeichen.

  • AlphaC
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    • 24. Februar 2004 um 12:54
    • #5

    Was den Live-Eindruck der spielenden Band angeht, oder auch die Flexibilität des Programms ist ja alles richtig! Mir ging es aber dezidiert um den KLANG. Und da muss ich sagen, sicher ist viel Chart-Kram sehr stark komprimiert etc. aber solange man professionelle CD-Produktionen in der Hand hat, klingen die heutzutage so perfekt, wie sie live niemals entstehen würden! Deshalb bin ich noch immer der Meinung, das klanglich die Konserve immer im Vorteil ist. Die Pluspunkte liegen doch auf der Hand: Der Künstler kann unter optimierten akustischen Bedingungen seine Abmischung machen, er kann seine eigenen Effektgeräte mit den dafür programierten Presets verwenden, er nimmt sein Lieblingsmikrofon etc. p.p. Und ein guter Produzent kann auch bei Studioproduktionen sehr viel Dynamik drin lassen, ist nur die Frage wieviele der Chartproduzenten das noch tun. Was auch wichtig ist: Single-CDs sind meist sehr auf lautheit optimiert (da sie im Radio laufen sollen!). Alben sind da meist viel "luftiger"....

    Aber nur zu! Ich bin gespannt auf eure Argumente! 8)

  • Christian Engel
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    • 24. Februar 2004 um 13:12
    • #6

    Live-Sound ist einer Studio-Produktion zumeist unterlegen. Was ihn jedoch auszeichnet ist, dass er viel lebendiger wirkt. Wenn man nun noch genügend Zeit und die gewünschte Technik in Verbindung mit guten Künstlern und einer hochwertigen Beschallungsanlage veranschlagt, wird dieses Ergebnis wohl ebenso - wenn nicht noch mehr - überzeugend sein.
    Wenn man sich z.B. einmal "Unplugged"-Konzerte von den Eagles oder auch den Corrs zu Gemüte führt, wird man das Studio-Album in die Ecke stellen.

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • rockline
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    • 24. Februar 2004 um 16:44
    • #7

    Wenn die Combo wirklich gut ist, und der Soundmann einen klasse Tag hat kann jede CD einpacken!
    Das liegt zum einen an der sehr geringen Kompression, und vor allem an der Möglichkeit den Sound direkt an das stehende PA System zu biegen.

    Die Einheit Band - PA wird durch einen guten Tonmann optimal angepasst!

    Bei einer CD ist das Klangverhalten durch die Studiomischung und das Kompressionsmaß vorgelegt. Dabei kann niemand Rücksicht auf die Stärken und Schwächen eines PA nehmen, weswegen es manchmal echt übel klingen kann!

    Ganz schlimmes Beispiel für schlechten Sound: Bon Jovi! Eigentlich eine Band deren Musik ich gut finde - aber das klingt so mies auf großen PAs!
    Stefan

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