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Mic vor Gitarrenverstärker

  • milchschnittae
  • 9. März 2004 um 11:20
  • milchschnittae
    Beiträge
    77
    • 9. März 2004 um 11:20
    • #1

    Habe von nem Kumpel gehört, dass er bei Auftritten ein Mic vor den Gitarrenverstärker packt, und vom Mic aus ins Mischpult geht... Er meint, dass das immer so gemacht wird. Warum wird nicht direkt aus dem normalen (Klinken-)Ausgang des Verstärkers in das Mischpult? Kann mir wer hlefen?

  • logi
    Beiträge
    862
    • 9. März 2004 um 11:36
    • #2

    Weil im allgemeinen die Gitarrenbox den Sound mitbestimmt. Wenn man nur den direkten Ausgang vom Gitarrenverstärker nehmen würde, dann fehlt die ganze Klangänderung (zerren, etc.) der Box, wäre also nur ein halber Sound.

    Gruß Frank

  • Oliver Derks
    Verifiziert
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    3.316
    • 9. März 2004 um 13:45
    • #3

    @ milchschnittae:

    Lesen, Lesen, Lesen ....
    http://www.paforum.de/buecher_pa.html#ebner

    .... damit wir hier nicht bei Adam & Eva anfangen müssen!

  • bloodyzoo
    Beiträge
    40
    • 9. März 2004 um 16:06
    • #4

    gitarrenboxen haben eine massiven anteil am klang, da sie die eingangsignale relativ stark verändern (gitarrenboxen sind vom frequenzgang her eigentlich sehr schlechte boxen), besonders die höhen werden fast komplett weggenommen.
    das kannst du ganz einfach mal anhören, wenn du tatsächlich mal über nen line-out in den mischer gehst, da wirst du (außer der ausgang hat ne boxensimulation eingebaut) dein blaues wunder erleben, so scheiße klingt das! :lol: 8)
    man kann natürlich mit einer entsprechenden d.i. box mit boxensimulation (z.B. h&k redbox) das signal abnehmen, das problem ist nur, daß so ein teil genauso teuer ist wie ein SM57 und auch nicht wirklich so gut klingt, bzw. bei gitarristen kaum akzeptiert ist ("ich will den sound von meiner Box haben")

  • Koeppi
    Beiträge
    31
    • 10. März 2004 um 10:00
    • #5

    Hi -

    E-Gitarre direkt, besonders verzerrt, kann recht spitz und ätzend klingen.

    Neben der Box bringen deshalb der Verstärker und vor allem die Lautsprecher hier "Wärme" und "Druck" rein. Die E-Git wird in Verstärker und Lautsprechern komprimiert. Ein Lautsprecher unter Vollast "lebt", besonders mit Endröhren-Verzerrung. Git-Speaker gehen so von 150 bis max. 6000 Herz, und das ist gut so.

    Micharl Koeppen

  • mischpultschorsch
    Profi
    Reaktionen
    9
    Beiträge
    3.503
    • 10. März 2004 um 10:02
    • #6

    Man muß einfach die Kette "Gitarre--Amp--Box" im Ganzen als Instrument (und damit prägend für den Sound) sehen, dann erklärt sich das von selbst...

    Was die "redbox" von HK anbetrifft, so ersetzt die nie ein Mikro vor der Box.
    Bei manchen Sounds klingt aber eine Mischung aus beiden Signalen (dazu gerne eine Großmembran als Mic) äußerst geil!

  • Koeppi
    Beiträge
    31
    • 10. März 2004 um 10:06
    • #7

    Hi -

    mal ne Frage:
    wie klingen eigentlich diese POD-Geschichten, und andere elektronische E-Gitarren-Helfer, die es jetzt gibt. Es soll ja Gitarristen geben, die keinen Amp mehr auf der Bühne haben (dafür brauchen die aber wieder extra Monitoring).

    Hat da jemand Erfahrung ?

    Michael Koeppen

  • kalaus
    Profi
    Beiträge
    185
    • 10. März 2004 um 13:06
    • #8

    hallo michael,
    ich hab bisher mehrfach gitarristen mit POD und konsorten verarzten duerfen. um zu hause, schnell und mit flexiblem sound eben was in den computer zu fideln, find ich die dinger klasse. gegen nen mikrofonierten gitarrenverstaerker wars vom sound (nicht von der vielseitigkeit!) immer aermlich (wobei das natuerlich auch mit an der programmierung der teile gelegen haben mag...). einiges an lebendigkeit laesst sich den dingern wieder einhauchen, wenn der ausgang wieder auf nen mikrofonierten gitarrenamp geht - das kann notfalls sogar ein pupsiger uebungsamp sein.
    inzwischen sollte die musizierende menschheit eigentlich begriffen haben, dass sich ein saxophon oder ein fluegel (momentan?) nicht 100%ig digital nachbilden lassen, bei stromgitarren/amps braucht die erkenntnis wohl noch etwas zeit :D
    warum sollte ein musiker, der vermutlich einige zeit an seinem instrument geuebt hat ein mittelpraechtiges (wenngleich in manchen situationen praktisches) derivat dem original vorziehen? dann doch lieber den amp mit mikrofon ins entfernte case, da stoerts nicht, kann aber klingen.

    fazit: als schnell- und hurtig-werkzeug á la leatherman find ich diese teile sehr praktisch, die realitaet, bzw. einen werkzeugkoffer ersetzen sie keinesfalls - nicht mal annaehernd.
    kalaus

  • Koeppi
    Beiträge
    31
    • 12. März 2004 um 10:32
    • #9

    Danke für die Info, kalaus;
    Gut zu wissen.

    Dann werd ich in der Richtung mal nicht weiter experimentieren,
    sondern versuch's mal weiter - im Sinne eines gut kontrollierbaren
    Sounds - mit kleinen Combos auf der Bühne.

    Vielleicht lande ich aber doch irgendwann beim 2 x 4-12 - Stack
    (wenn ich so berühmt bin, daß die meine Roadies schleppen 8) .

    Irgendwie ... bei Hendrix und Clapton haben die Marshall Boxen halt doch
    geröhrt und geknarzt ...

    Michael

  • stranger
    Beiträge
    29
    • 12. März 2004 um 10:42
    • #10

    Oder wie Metallica: Leere Marshall-Stacks auf der Bühne und ein kleiner Combo unter der Bühne vor dem das Micro steht...

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