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Warum immer günstig günstig günstig,geiz ist geil.zum kotzen

  • ImmerLauter
  • 17. März 2004 um 18:38
  • ADMIN
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    • 25. März 2004 um 20:08
    • #61

    Wer ist schon länger als drei Jahre in der Branche und hat es noch nicht erlebt, dass ein gelernter Elektriker bei einer CEE-Dose etwas richtig falsch installiert hat? (Phase mit Nulleiter vertauscht, L1 bis L3 auf dieselbe Phase...)

    Und nun? Soll nun jeder an den Sicherungskasten dürfen?

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Mister.Lange
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    • 26. März 2004 um 00:17
    • #62

    @ ADMIN

    Das zeigt meiner Meinung nach nur, dass zur Problemlösung mehr gehören muss.

  • TeO
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    • 26. März 2004 um 11:49
    • #63

    ADMIN: Das ist ja Käse! Natürlich soll nicht jeder an den Sicherungskasten dürfen. Nur: Wenn einem Elektriker(-meister) sowas passiert, dann haftet der genauso dafür, als wenn's der Nachbar um die Ecke gemacht hätte! Mal davon abgesehen: Wieviele VA-Tecs "modifizieren" die Stromkästen, damit sie bei zu wenig vorhandener Leistung ihr aufgebautes Gerümpel betreiben können? Nicht zu wenige! Alles schon erlebt...

    Meiner Meinung geht es vielen erstmal um die Haftungsfrage, vor allen Dingen den Versicherungen etc. Auf der anderen Seite bemerke ich im Verlauf dieses Threads, dass einige wohl ungern von einer festgefahrenen Preisstruktur abweichen wollen oder können und dann jeden, der etwas billiger oder günstigeer anbieten kann, gleich als HKS und Preisdumper bezeichnen, die die Sicherheitsaspekte wegen des niedrigen Preises außen vor lassen. Natürlich gibt es die auch, keine Frage. Nur sollte die Diskussion um die Sicherheit nicht dazu herhalten, verlorene Marktsegmente wiederzugewinnen!

    Zudem halte ich eine verschärfte Kontrolle und vor allen Dingen MEHR Kontrollen für wichtiger als noch mehr Vorschriften! Es blickt doch im moment schon keiner mehr richtig durch, dann noch mehr Regeln aufzustellen halte ich für sehr fragwürdig und überdenkenswert. Es wird mal wieder (wie hier schon angeklungen ist) alles auf den VA-Tec und den Veranstalter abgeschoben.

    Und noch was zu dem Meisterscheinchen etc.: Ich bin gelernter Informatiker, habe das auch irgendwo schön auf einem Schein stehen. Aber auch hier gibt es viele Quereinsteiger ohne Ausbildung, die hervorragende Informatik-Kenntnisse haben und diese tagtäglich hervroragend in die Praxis umsetzen. Sollen die jetzt alle angeschissen werden, nur weil sie keinen Schein haben, wo draufsteht, dass sie es können? Und was macht Ihr, wenn Ihr z.B. eine Software zum berechnen von Flugpunkten bekommt, das Programm dann aber einen Fehler hat, der von einem nichtgelernten Informatiker herrührt? Soll der dann auch noch eine Ausbildung zum VA-tec machen? Sehr fragwürdig Leute...

    Natürlich sollte es Einschränkungen geben, Lehrgänge bzw. Seminare wären da meiner Meinung nach eine sinnvollere Sache. Ohne einen Lehrgang darf man z.B. keine fliegenden Bauten über Publikum betreiben/aufbauen und Ähnliches. Wer die Lehrgänge machen will und kann, hat die Kenntnisse, wer sie nicht machen will/kann, darf eben nur ein einfaches Setup betreiben. Und dann liegt es in der Pflicht von uns und vor allen Dingen den Kunden, dies zu kontrollieren und zu fordern! Was übrigens auch momentan schon die einfachste und für alle billigste Variante wäre! Mehr Vorschriften bedeuten noch keinen höheren Sicherheitsstandard, der kann nur durch mehr Kontrollen erreicht werden. Und auch dann sollte es darum gehen, ob ein Aufbau sicher ist (d.h. dass niemandem etwas passieren kann) und nicht, ob wirklich alle Vorschriften auf den Punkt genau eingehalten werden!

    Wie ist es denn z.B. mit der Feuerwehr: Eigentlich müsste bei jeder VA ab einer gewissen Größenordnung die Feuerwehr anwesend sein. Ist definitiv nicht, obwohl Vorschrift! Wenn die FW da ist, dann kontrollieren die auch, ob die Fluchtwege frei sind, wo der Hauptstrom herkommt etc. Doch auch die beharren nicht darauf, alle Vorschriften auf den Punkt genau auszulegen, sondern die wichtigsten durchzusetzen (z.B. die Fluchtwege). Ansonsten wird auch von den FWen eine Lösung angestrebt, die sie - in Anlehnung an die Vorschriften - vertreten und verantworten können! Das sollte Beispiel genug sein, wie es laufen kann und sollte, alles andere ist Pille-Palle...


    Gruss
    TeO

  • Mechwerkandi
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    • 26. März 2004 um 12:07
    • #64

    Wer hat eine Betriebs-Haftpflicht?

  • RA-CG
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    • 26. März 2004 um 12:13
    • #65

    Hi!

    Hier kommen auch immer wieder die Hobbykistenschlepper ins Gespräch.
    Ich denke man sollte dabei mal dran denken das wohl der weitaus geringste Teil von denen irgendwelche Traversen über Publikum fliegt und dergleichen.
    Der typische Hobbykistenschlepper ist aus meiner Sicht derjenige der Geburtstage, Hochzeiten, Vereinsfeste usw mit Musik und etwas Licht versorgt. Also mal ne Anlage hinstellt, mal auch Musik dort macht und vielleicht noch ein paar Stativen mit Bars oder Disco Effekte aufstellt.

    Natürlich sollte hier auch alles so verlaufen das es sicher ist, aber hierfür ne spezielle Ausbildung zu verlangen halte ich für maßlos übertrieben!

    Mal im ernst, wenn bei euch mal nen Stecker an ner Schuko Verlängerung abgeht, bringt ihr die zum Elektriker um die wieder anzuschließen? Also ich sicher nicht, soviel trau ich mir grad noch zu. Und so halte ich es auch sonst, was ich mir zutraue und für sicher halte, das mach ich und nehm's auch auf meine Kappe.

    Was mich an dem ganzen Beitrag hier leider doch etwas stört, ist das am Anfang recht kräftig auf die HKS geschimpft wird weil sie mit billigem Material und unverschämt niedrigen Preisen den Markt kaputt machen. Das ist ja noch ok, aber warum geht dann nicht mal einer von euch auf meine Frage ein was den ein gerechtfertigter Preis wäre bzw wie ein HKS den ermitteln sollte?

    Und kommt mir nun ja nicht damit das die HKS sowas nicht machen sollten. Ist ja oft genug so das der Verleiher kleinere Jobs nicht macht oder zu bestimmten Zeiten Materialengpass herrscht. Und beim nächsten Job mit Verleiher rechnet der Kunde dann den HKS Preis auf die große Anlage hoch und heult rum.
    Also wie sollte man den wirklichen Hobbykistenschlepper Job ansetzen ???

  • Inselgert
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    • 26. März 2004 um 12:31
    • #66

    Sowas habe ich natuerlich! Hab ne Haftpflicht, Rente, Krankenversicherung, Berufsausfallversicherung, Reiseversicherung ne Steuernummer und diverse Weiterbildungen als da waeren, Starkstrom, fliegende Lasten, Loadstar Motorschool, personenbefoerderungsschein ( Glaub ich abgelaufen), Gabelstaplerschein etc. Und 17 Jahre Berufserfahrung mit unfallfreiem Arbeiten!
    Spreche und schreibe 2 Sprachen fliessend und komme mit mehreren tausend Euro an Ausruestung ( Laptop, Werkzeuge, Messmaterial und Kletterzeug) zum Gig
    Damit bin ich zu recht teurer als nen HKS und zu Unrecht weniger berechtigt als ein Buehnenmeister.

    Habe schon Boxen ueber diversen Kanzlern geflogen ( Und die waren frueher dicker und leichter zu treffen).
    Allerdings gebe ich zu bedenken das ich nichtmal weiss wo man nen Lichtpult einschaltet oder wie man nen Videobeamer einstellt!
    Bei mir gibts nur TON dafuer aber richtig!

  • TeO
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    • 26. März 2004 um 12:48
    • #67

    Mechwerkandi: Jo, ich hab auch ne Betriebshaftpflicht. Sicher ist sicher, und es braucht ja auch nur mal jemand über ein ORDNUNGSGEMÄSS gelegtes Kabel zu stolpern und sich den kleinen Finger zu verstauchen!

    RA-CG: Ich wettere nicht gegen die HKS, da irgendwo jeder, der hier mitpostet, so angefangen hat! Ich wettere auch nicht gegen die niedrigen Preise, die meisten Jobs, den die HKS bedienen können (klar aus preislichen Gründen), kann und will ich nicht bedienen. Das ein Hochzeitspaar sich bei mir eine PA mietet, damit sie bei der Feier ein Bischen Musik machen können, käme die recht teuer. Dagegen hat man bei den meisten HKS sogar noch den DJ mit drin! Also warum sollen die diesen Markt nicht bedienen?

    Zudem hat RA-CG schon Recht: Die meisten HKS haben ja keine so große Anlage, dass sie überhaupt in die Versuchung geraten könnten, irgendwas über Publikum zu fliegen! Und Inselgert hat auch absolut Recht. NIEMAND kann alles richtig, auch kein ausgebildeter VA-Tec. Wer sich das einbildet, sollte seinen Job an den Nagel hängen und damit den Sicherheitsfaktor steigern! ;)

    Sind die meisten unfähig, ihren eigenen Aufbau sicherheitsrelevant zu hinterfragen und zu prüfen? Trauen die Meisten ihrem eigenen Aufbau und ihrem eigenen Equipment nicht? Braucht ihr dafür neue Vorschriften und einen Meisterschein, damit ihr Eurem Aufbau mehr vertrauen könnt? So nach dem Motto "Es sieht zwar wackelig aus und es wackelt auch und wahrscheinlich kann es auch kippen, aber ich habe ja einen Schein, wo draufsteht, dass ich es so machen kann und darf. Dann ist das schon in Ordnung so"??? Jemand, der sich nicht unter seinen eigenen Rigg zu stellen traut, sollte das auch nicht öffentlich aufbauen! Kontrolle fängt bei Selbstkontrolle an! Natürlich sieht keiner, ob ein Trusslift noch brauchbar ist etc., aber dafür gibt es ja denn TÜV...

    Zudem: Es gibt auch einige Bereiche, die ich mir nicht zutraue, z.B. das Fliegen von großen Boxen. Auch wenn das jetzt Einige lächerlich finden, aber ich hab's noch nie gemacht und trau mir das nicht so zu, dass ich die Nacht unter der geflogenen PA verbringen möchte. Also lass ich die Finger davon und überlass solche Geschichten den "Profis"! Ist doch wohl das Einfachste, oder???

    Nochwas: Für Neubauten bedarf es momentan KEINEM Prüfstatiker mehr! Zumindest bei uns im Saarland. Trotzdem werden weiterhin neue Gebäude und Hallen etc. gebaut, in denen öffentlicher Verkehr ist. Und dann macht Ihr so nen Auftand wegen ein paar Hundert Kilo an einer Traverse... ;)

  • Jens Droessler
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    • 26. März 2004 um 17:53
    • #68

    Eine Betriebshaftpflicht habe ich, aber in Anspruch musste ich die noch nie nehmen. Weder für beschädigtes Material noch für Personenschäden......

    Es gibt viele Regelungen, die einfach total unsinnig sind. Wenn man mit gesundem Menschenverstand an die Sache rangeht, braucht man keine Regelungen. Es ist doch wohl klar, dass man die Truss nicht mit Kaugummi anklebt...

  • ADMIN
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    • 26. März 2004 um 19:35
    • #69
    Zitat von "TeO"

    Nochwas: Für Neubauten bedarf es momentan KEINEM Prüfstatiker mehr! Zumindest bei uns im Saarland.

    Aber es gibt immerhin noch Statiker, die Maurer arbeiten nicht einfach auf's Geratewohl drauf los...

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Frank Uhlig
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    • 26. März 2004 um 21:37
    • #70

    Es geht doch gar nicht darum ob der der einen Meisterzettel hat automatisch alles richtig macht, oder einige aus der Erfahrung her wissen was sie tun, sondern um zu verhindern dass jemand der eben nicht weiss was er tut Menschenleben gefährdet. Und sagt mir nicht wer keine Ahnung hat soll die Finger davon lassen: Es gibt mehr als genug die mal eben versuchen 3-4 Nummern zu groß durchzuziehen. Deshalb habe ich kein Problem mit einem Meister. Dass Inselgert weiss was er tut glaube ich, für ihn stellt es sich nervig & unangenehm dar, und für unzählige andere die gut sind auch. Generell ist aber nichts dagegen einzuwenden zu verlangen dass jemand beweist dass er die Verantwortung übernehmen KANN. Damit meine ich nicht eine Betriebshaftpflicht, die "nützt" in gewissen Fällen einfach zu spät. Natürlich kann ein Meister auch Mist bauen.... es gibt aber auch genug die durch fantastische Rhethorik & eben nichts weiter glänzen.
    Einige sagen, Kontrolle der bestehenden Gestze würde reichen, ist uU gar richtig. Das ist z.B. in unserem ländlichen Bereich in keiner Form möglich, dies habe ich in einem früherem Thread mal geschildert: Weder Polizei noch Ordnungsamt noch sonst eine Institution fühlte sich auf mehrere Anrufe hin verantwortlich. Auf akute Beschwerde hin wird abgewiegelt und behauptet die Baustelle sei geprüft worden (ich sag nur Fliegen in Dorfzelten) ... soll denn jedes 1500 Seelendörflein einen Sachverständigen ausbilden & einstellen der dann die Kontrolle übernimmt? Ob das aber billiger kommt...... dann doch lieber eine Struktur die überhaupt regelt wer was darf & wer nicht.

    Grüße,
    Frank

  • Jens Droessler
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    • 26. März 2004 um 21:42
    • #71
    Zitat von "Frankbärchen"

    ich sag nur Fliegen in Dorfzelten

    Versteh ich nicht. Wenns Baubuch die entsprechenden Punkte als belastbar genug angibt und man auch das dafür vorgesehene Besteck nimmt.....

  • Frank Uhlig
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    • 26. März 2004 um 21:57
    • #72

    War vielleicht blöde formuliert, aber dennoch der Kern: Ein ausgebildeter Meister wird kaum auf die Idee kommen 16m FD34 mit Hongkong Kisten behangen auf 2 Manfrottos herzunehmen um daran für das 5000 Personen Stadtfest irgendwie zu beschallen. DU auch nicht Jens, ist klar. Aber es gibt solche. Und ein Beamter der Stadtverwaltung liest ein Angebot nach Zahlen, nicht unbedingt wird er die ausführende Person nach dessen Fähigkeiten/Erfahrungen/Leumund hinterfragen. Das würde eine solche Regelung ändern, es könnte nur von Sachkundigen ausgeführt werden. "wenn man.." sicher. Wer verhindert dass irgend ein Jökel trotzdem .... Zur Zeit eben keiner. Das mag in großen Städten anders sein, hier nicht. Hier ist gesetzloses Tal. Und ich HABE Golden Scans an den Querstreben in Zelten gesehen, von Strom & Dimensionierung mal ganz zu scheigen(na, Wände schon warm?) oder oder und und ... Eine Garantie gegen Schwachsinn ist es nicht, wohl aber eine gewisse Absicherung.

    Grüße,
    Frank

  • TeO
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    • 29. März 2004 um 11:39
    • #73

    ADMIN: Die Maurer arbeiten nach dem Plan des Architekten, denen ist die Statik ziemlich Wurschd. Logischerweise muss der Architekt auch die Statik berechnen, aber wer garantiert denn, dass der sich nicht verrechnet hat oder auch alle Eventualitäten einbezogen hat? Dafür war bisher der Prüftstatiker da, jetzt nicht eben mehr. Und Du solltest mal sehen, was gerade so Alles bei uns hier im Neubaugebiet hochgezogen wird. Da schüttelt man dann eben auch nur noch mit dem Kopf. Zudem MUSS bei jedem Bauvorhaben immer noch das Bauamt seine Finger im Spiel haben, warum sollte man also die VAs dem Volk selbst überlassen? Willst Du die Beamten damit dazu bringen, statt zwei Kopien nur noch eine Kopie am Tag machen zu dürfen, damit sie etwas entlastet sind? ;) ;)

    @Frankbärchen: Ja gut, Du verschiebst dann die Kontrolle auf die Ausführneden selbst! Wenn sich momentan kein Amt dafür interessiert, ob die bestehenenden Vorschriften etc. eingehalten werden, dann wird es auch in Zukunft nicht so sein! Meinst Du, ein Scheinschenbesitzer wird sich nach erledigtem Aufbau hinstellen und sich selbst rügen und sich selbst dazu zwingen, den ganzen Kram wieder ab- oder umzubauen, weil irgendwas dann doch verkehrt ist, was man beim Aufbau nicht auf den ersten Blick erkannt hat? Wohl kaum...

    Und wegen der Faulheit der deutschen Bürokratie sollen dann zig VA-Tecs, die schon jahrelang gute und sichere Jobs machen, Geld und Zeit in Scheinchen investieren? Das kann's nicht sein. Und genauso, wie man dann vielleicht irgendwann viele, viele VA-Tecs mit Scheinchen hätte, wird dann von den Stellen, die die Vorschriften und die Scheinchen eigentlich erst geschaffen haben, wieder scheinchenlose VA-Tecs gebucht - weil's gerade bei den Kommunen eben um's Geld geht (Stichwort: Leere Kassen). Und schon sind wir ziemlich ad absurdum!!! Das wäre aber für Deutschland nix wirklich Neues... ;)

    Und noch was aus meiner eigenen Erfahrung: Auch ich hatte schon mit ausgebildeten VA-Tec zu tun, meistens gerade fertige Azubis. Dann sage ich mir doch "okay, die haben's ja gerade erst gelernt, die müssen ja wissen, um was es geht etc.". Soweit liegen wir da denke ich alle auf einer Welle, oder? Und wie sieht es dann wirklich aus? Ich hatte bisher KEINEN ausgebildeten VA-Tec (gut, den Beruf gibt es ja noch nicht so lange), der auch nur annähernd an den Begriff "Sicherheit" rangekommen sind, weil sie es eben doch nicht wussten. Viele hatten auch ziemlich wenig von dem geforderten "Sicherheitsbewusstsein", weil das haben sie ja nicht auf der Schule beigebracht bekommen. Zudem wird bei der Ausbildung wohl jedes Thema ein Wenig angekratzt, aber keines wirklich effektiv erlernt! Logischerweise sollte man nicht jeden Hornjupp Alles machen lassen, manche sollten die Finger am Besten ganz von der VA-Tec lassen, da gebe ich jedem Recht, keine Frage. Nur muss die Reglementierung und die Kontrolle eben anders organisiert sein.

    Gruss
    TeO

  • Jens Droessler
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    • 29. März 2004 um 14:09
    • #74

    Allein die Tatsache, dass es eben nur eine "Sorte" VA-Techs gibt, spricht doch schon gegen die Ausbildung. In jeder größeren Firma spezialisieren sich die Leute. Riggen oder Licht oder Ton oder.... Dem trägt die Ausbildung keine Rechnung. Praxisfremd bestenfalls....

  • Peerless
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    • 29. März 2004 um 14:11
    • #75

    ...son bisschen hat das ganze was von dem kampf den das handwerk führt, das nur derjenige der einen meisterschein hat auch ein geschäft betreiben darf... damit ist deutschland entschieden zu unflexiebel, was den wettbewerb in europa angeht und nicht umsonst wollen firmen wie siemens die produktion auslagern(ok, hat wenig mit handwerk zu tun).wenns hier allen bombig gehen würde und keiner mehr wüsste wie er die ganze aufträge bewältigen solle, gäbs auch kein geschrei... der einzelhandel hats vorgemacht und mann passt sich eben an die gewohnheiten des kunden an, sprich möglichst billig... wer eben doch qualität und service haben will gibt auch ein wenig mehr aus und kauft keinen opel, sondern einen bmw oder mercedes :) und am schluss überleben halt wie immer nur die grossen und die spezialisierten...

    http://www.ae-rental.de

  • KREISS
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    • 29. März 2004 um 14:33
    • #76
    Zitat von "TeO"

    @Frankbärchen: Ja gut, Du verschiebst dann die Kontrolle auf die Ausführneden selbst! Wenn sich momentan kein Amt dafür interessiert, ob die bestehenenden Vorschriften etc. eingehalten werden, dann wird es auch in Zukunft nicht so sein! Meinst Du, ein Scheinschenbesitzer wird sich nach erledigtem Aufbau hinstellen und sich selbst rügen und sich selbst dazu zwingen, den ganzen Kram wieder ab- oder umzubauen, weil irgendwas dann doch verkehrt ist, was man beim Aufbau nicht auf den ersten Blick erkannt hat? Wohl kaum...

    Und wegen der Faulheit der deutschen Bürokratie sollen dann zig VA-Tecs, die schon jahrelang gute und sichere Jobs machen, Geld und Zeit in Scheinchen investieren? Das kann's nicht sein. Und genauso, wie man dann vielleicht irgendwann viele, viele VA-Tecs mit Scheinchen hätte, wird dann von den Stellen, die die Vorschriften und die Scheinchen eigentlich erst geschaffen haben, wieder scheinchenlose VA-Tecs gebucht - weil's gerade bei den Kommunen eben um's Geld geht (Stichwort: Leere Kassen). Und schon sind wir ziemlich ad absurdum!!! Das wäre aber für Deutschland nix wirklich Neues... ;)

    Und noch was aus meiner eigenen Erfahrung: Auch ich hatte schon mit ausgebildeten VA-Tec zu tun, meistens gerade fertige Azubis. Dann sage ich mir doch "okay, die haben's ja gerade erst gelernt, die müssen ja wissen, um was es geht etc.". Soweit liegen wir da denke ich alle auf einer Welle, oder? Und wie sieht es dann wirklich aus? Ich hatte bisher KEINEN ausgebildeten VA-Tec (gut, den Beruf gibt es ja noch nicht so lange), der auch nur annähernd an den Begriff "Sicherheit" rangekommen sind, weil sie es eben doch nicht wussten. Viele hatten auch ziemlich wenig von dem geforderten "Sicherheitsbewusstsein", weil das haben sie ja nicht auf der Schule beigebracht bekommen. Zudem wird bei der Ausbildung wohl jedes Thema ein Wenig angekratzt, aber keines wirklich effektiv erlernt! Logischerweise sollte man nicht jeden Hornjupp Alles machen lassen, manche sollten die Finger am Besten ganz von der VA-Tec lassen, da gebe ich jedem Recht, keine Frage. Nur muss die Reglementierung und die Kontrolle eben anders organisiert sein.

    Gruss
    TeO

    Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, dann wurde sich auch sehr stark von Seiten des VPLT, also dem Dachverband der Branche, um eine geregelte Ausbildung bemüht.
    Das ist also nicht eine Laune der Bürokratie.
    Letztendlich finde ich es auch richtig und sinnvoll eine geregelte Ausbildung für den Nachwuchs der Branche zu organisieren.
    Verstehe nicht ganz wo das Problem liegt? Erwartest Du das sich das Amt anders organisiert oder bei jeder VA nen Beamten vorbei schickt? Oder ist es nicht viel sinnvoller zu versuchen Mindeststandards zu etablieren?
    Wie sollte es denn deiner Meinung nach besser organisiert sein?
    Was deine Erfahrungen mit Azubis anbelangt, so kann ich diese ebenfalls nicht teilen. Die Jungs und Mädels die mir bisher begegnet sind wussten doch deutlich mehr als "fast nichts", so wie man das herauslesen könnte.
    Sicherlich reicht eine drei Jahre lange Ausbildung nicht um sich auf ein Fachgebiet zu spezialisieren und fundierte Detailkenntniss in jedem Bereich zu haben.
    Das sehe ich aber als den Weg nach der Ausbildung an.

    Desweiteren, wo ist das Problem sich fortzubilden und seine Qualifizierung nachzuweisen um bestimmte Tätigkeiten auszuüben? Wenn Du ein guter Knöpfedreher bist, wirst Du auch in Zukunft keine Probleme ohne Schein haben, wenn Du aber als Verantwortlicher mal zb. ein paar Tonnen Material unter die Decke hängst, finde ich brauch man nicht über eine Qualifizierung zu diskutieren.

  • Jens Droessler
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    • 29. März 2004 um 16:20
    • #77

    @ Kai: Die Tatsache, dass es eine geregelte Ausbildung gibt, ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass man diese Ausbildung nun haben MUSS, um VAs zu machen. Soweit ich weiß, steht etwas wie ein 3wöchiger Lehrgang oder ähnlich gar nicht zur Debatte, sondern es MUSS diese Ausbildung oder der Meister sein. Und das sogar für VAs, wo die Gefahren sehr klein sind (Bodenstacks und bisschen Truss für Licht z.B.).

  • KREISS
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    • 29. März 2004 um 16:23
    • #78

    Finde ich grundsätzlich auch richtig das man seine Befähigung nachweisen muss!
    Auch bei Bodenstacks und nur nem bisschen Truss für Licht kann es böse Unfälle geben - ich bin sogar der Meinung das grad dort oftmals mit weniger Sachverstand gearbeitet wird.

  • Jens Droessler
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    • 29. März 2004 um 16:39
    • #79

    Das ist mir ja recht, aber nicht in einer 3jährigen Ausbildung!

  • TeO
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    • 29. März 2004 um 16:39
    • #80

    kai: Sorry, sorry, da muss wohl was falsch rübergekommen sein! Ich habe nicht behauptet, dass eine Ausbildung mit Mindeststandards falsch ist! Ganz im Gegenteil. Ich streite auch keinem Azubi ab, dass er was gelernt hat während der Ausbildung. Aber es wurde hier in der Diskussion schon zu oft auf der Frage bzgl. der Sicherheit und ob ein Scheincheninhaber mehr Sicherheit gewährleisten kann als einer ohne rumgeritten! Darauf bezog sich meine Antwort. Aber ich glaube auch, dass die Lerninhalte Ländersache sind (war zumindest zu meiner Ausbildungszeit so). Vielleicht kommen von daher die Unterschiede des Wissensstandes. Und das es zwei Paar Schuhe sind, ob ich unter die Decke 50 Stacks Groß-PA hänge oder abends dann nur darüber mische, ist ja wohl klar.

    TROTZDEM: Du widersprichst der Frage nach der Sicherheit und dem, was nach den neu angedachten Vorschriften (z.B. VStattV) sein soll! Du sagst, fundierte Kenntnisse und Erfahrung siehst Du als Weg nach der Ausbildung. Soweit okay, sehe ich auch so, in drei Jahren kann man nicht Alles lernen, egal in welcher Branche. Es soll jedoch so sein, dass dann bei jeder VA mindestens ein ausgebildeter VA-Tec anwesend ist. Nur: Was soll dann der gerade ausgelernte Azubi dort, der ja (und da stimmst Du mir mit Deinem letzten Beitrag ja zu) noch gar nicht alles wissen kann! Das sehe ich dann als eine Laune der Bürokratie! Die Spirale dreht sich nämlich dann wieder weiter: Wer bezahlt den ausgebildeten VA-Tec? Entweder die Company (dann wird's für den Kunden teurer) oder gleich der Kunde. Also im Endeffekt IMMER der Kunde! Und dann beschwert Ihr Euch, dass die Kunden den staatlich geregelten Kostenzuwachs für eine VA nicht mitmachen??? Sorry, aber wenn mir bei Edeka der Käse zu teuer ist, kaufe ich dort, wo er billiger ist. Kann natürlich sein, dass wir von zwei unterschiedlichen Klientelen reden. Für die meisten Dorfdisco-Veranstalter o.ä. würde das dann nämlich in einen ziemlich unlukrativen Kostenanstieg enden. Und von der Sorte Veranstaler gibt es genug. Wenn die Jobs wegfallen, weinen wieder alle drauf los. Und ein Industriekunde wird sich nicht mit einem HKS oder einem VA-Tec ohne gute Referenzen zufriedengeben!

    Um mal einen konstruktiven Vorschlag zu machen, wie's denn meiner Meinung nach aussehen sollte:
    Ausbildung zum VA-Tec ja, jedoch mit Spezialisierung von vornherein (wie z.B. in der EDV-Branche üblich). Die Lerninhalte sollten sich dann nicht zu 90% auf Elektrotechnik beziehen und praxisnah sein. Diejenigen, die schon seit Jahren ihren Job in der Branche machen, sollten nicht gezwungen werden, einen Schein zu machen, der sie viel Zeit und Geld kostet. Beides hat man in der VA-Branche nicht unbedingt! Eine Eignungsprüfung wäre da angebrachter. Findet eine VA statt, sollten die Bühnenaufbauten kontrolliert werden in Rücksichtnahme auf aktuelle Bestimmungen. Und dies von den Leuten, die die Veranstaltung genehmigt haben! Von der Bürokratie kommen die Vorschriften, sollen die sie auch kontrollieren. Oder sollen die Autofahrer in Zukunft selbst Radarkontrollen machen? Nur mal ein Beispiel, was bisher sowieso schon ist: Während der VA soll mit Pyroeffekten gearbeitet werden. Normaler Gang der Dinge: Anmeldung beim Ordnungsamt, am VA-Tag kommen (vielleicht) ein paar Ordnungshüter vorbei, lassen sich eine Testzündung vorführen, sagen dann ja oder nein zum geplanten Vorhaben und gehen wieder. Warum soll das nicht mit der Abnahme der Bühnenaufbauten funktionieren? Ob dann noch mehr undurchsichtige Vorschriftswerke notwendig wären, wage ich mal zu bezweifeln.

Anstehende Termine

  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

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    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Donnerstag, 15. Oktober 2026
  • Virtueller Stammtisch im Chat

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