Womit misst Du denn Deine RIP?
-
-
-
tthorsten; vorletztes Posting:
Ob die Delay-Zeit mit nem Geodreieck, nem Smaart (einfach die Strecke abfahren :smile: ), deiner Impulsantwortmethode oder nem Laser-Distanzmessgerät gemessen wird, ist m.E. nach lediglich eine Frage des Komforts und somit völlig egal. Für einen bestimmten Punkt kann ich das eben genau ausmessen; für diesen einen Punkt macht dann auch die Diskussion Sinn, ob man (den Haas-Effekt ausnutzend) die Delay-Quelle "versteckt", also die Ortung der Primärquelle erhält.Aber nochmal: WO ist das akustische Zentrum / der Referenzpunkt?
Ich hätte gerne eine Formel (oder ein Programm...): Da möchte ich diverse Parameter als Variablen eintragen, und rauskommen soll eine Auskunft darüber, wo genau dieser Punkt/dieses Zentrum ist.Einzugebende Parameter wären: Räumliche Relation von Main/Delayspeaker; Raumgeometrie; Gewichtung verschiedener Publikumsbereiche (z.B. "für die Leute ganz hinten links muss das Delay nicht so gut passen wie für die Leute vorne rechts" oder so); Abstrahlwinkel der Speaker; Hallzeiten des Raumes; Temperatur; etc.
Vielleicht gibts das ja? Ist sowas Teil von großen Simulationsprogrammen (mit denen kenn ich mich nicht so aus)? Oder mach ich´s zu kompliziert?
Gruß, Toff
<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Toff am 2002-10-10 20:44 ]</font>
<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Toff am 2002-10-10 20:47 ]</font>
-
Zitat
Ne, ganz einfach deutsch: Raumimpulsantwort
Zitat
Aber nochmal: WO ist das akustische Zentrum / der Referenzpunkt?
Ich hätte gerne eine Formel (oder ein Programm...): Da möchte ich diverse Parameter als Variablen eintragen, und rauskommen soll eine Auskunft darüber, wo genau dieser Punkt/dieses Zentrum ist.Einzugebende Parameter wären: Räumliche Relation von Main/Delayspeaker; Raumgeometrie; Gewichtung verschiedener Publikumsbereiche (z.B. "für die Leute ganz hinten links muss das Delay nicht so gut passen wie für die Leute vorne rechts" oder so); Abstrahlwinkel der Speaker; Hallzeiten des Raumes; Temperatur; etc.
Vielleicht gibts das ja? Ist sowas Teil von großen Simulationsprogrammen (mit denen kenn ich mich nicht so aus)? Oder mach ich´s zu kompliziert?
Klar gibt das sowas: ULYSSES (http://www.ifbsoft.de)
Da hat man dann auch eine Funktion, die sich "Ausrichten auf Zielpunkt" nennt, womit alle angewälten Lautsprecher zum gewählten Punkt automatisch die entsprechende Zeit bekommen.
-
schließ mich den anderen an.
gerade bei sprachbeschallungen sind delaylines unverzichtbar. bei musikveranstaltungen(bes. tanzveranstaltungen) ist es ja doch bei der ein oder anderen (heimlich) vom veranstalter gedacht, daß man hinten seine ruhe hat.wenn man dann da n delay stellt....! aber egal.
is ja n anderes thema.
ich benutze gerne n delay von symetrix. weiß leider keine typenbezeichnung.aber die kann man rauskriegen. -
Also, selbst die allmächtige 129-Bit-Technologie ist noch nicht in der Lage, musikalisch sinnvolle Ergebnisse zu liefern.
Delay-Lines kann man grob nach Ablaufen der Entfernung einstellen und dann fein durch Hinhören. Wir haben das beste Meßgerät im Kopf eingebaut, das Ohr. Wäre nett, wenn wir davon ab und zu mal wieder Gebrauch machen würden. Unauffällige Delay-Lines gibt's nicht auf Bestellung oder nach Kochrezept. Da ist viel Rumlaufen nötig und viel Feinschliff. Wenn's dann subjektiv paßt, meint die Meßroutine bestimmt was anderes. Drauf gesch....Noch was: Wie mit dem Surround ist auch das Delayen immer ein Kompromiß.
Es funktioniert halt räumlich nur an gewissen Punkten. Die ganz saubere Lösung ist die Beschallung aus einer Mono-Quelle heraus. Alles andere ist das Äquivalent zur A/B (Laufzeit-) Mikrofonie, daher nicht monokompatibel.<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: tonzwerg am 2002-11-27 23:16 ]</font>
-
Hallo Tonzwerg,
ich dachte, das Ohr wäre nicht in der Lage zwei Impulse im Zeitbereich bis 50 msec zu unterscheiden.
Wie ist es dann das beste Meßgerät.
Ich persönlich habe mit Delaylines immer nur die Erfahrung gemacht, das die Zeit nie stimmt. Erstens wegen den genannten Bezugspunkten, da kann es stimmen aber sonst nirgendwo, und was mich noch mehr nervt, ist die Veränderung der Schallgeschwindigkeit während einer Veranstaltung.
Schönen Gruß´vom
Go -
hallo go,
es gibt delay´s, die die raumtemperatur/luftfeuchtigkeit berücksichtigen und dann "nachschieben" können.
kann ich mir aber noch nicht leisten :smile:ich messe delay´s immer mit dem lasermeter von der haupt-pa bis zum delay-LS aus und errechne dann die ms. oder ganz grob, wenn man nix dabei hat: pro meter 3ms...:wink:
danach kommt dann das ohr dran, man hört in verschiedene raumbereiche rein und verschiebt nach subjektivem empfinden. sicher kann das ohr theoretisch bis 50ms nix einzelnes raushören, aber halt nur theoretisch. mach mal einen test: stell dir zwei LS hin, spiel ein klickgeräusch (oder was perkussives) drüber und verzögere einen LS langsam um bis zu 50ms... du wirst staunen was da alles passiert :smile:
also das ohr sollte man nicht vergessen, das haben oben ja auch einige leute schon bestätigt. -
ZitatAlles anzeigen
Go schrieb am 2002-11-28 00:50 :
Hallo Tonzwerg,
ich dachte, das Ohr wäre nicht in der Lage zwei Impulse im Zeitbereich bis 50 msec zu unterscheiden.
Wie ist es dann das beste Meßgerät.
Ich persönlich habe mit Delaylines immer nur die Erfahrung gemacht, das die Zeit nie stimmt. Erstens wegen den genannten Bezugspunkten, da kann es stimmen aber sonst nirgendwo, und was mich noch mehr nervt, ist die Veränderung der Schallgeschwindigkeit während einer Veranstaltung.
Schönen Gruß´vom
Go
50msec = 17m. Wer das nicht hört...
Außerdem passiert die Ortung (unter anderem) beim Hören durch die Differenz der Phasenlage des Signals, das erst beim einen Ohr und dann beim anderen (stark vereinfacht) ankommt. Das sind dann ca. 20-30 cm !!! Entspricht ca. 0,8 msec.
Noch ein Beispiel: Die Wellenlänge von 10 kHz (bei uns allen hoffentlich deutlich im hörbaren Bereich) ist 3,4 cm. Verschiebe ich nun zwei Treiber, die beide 10 kHz abstrahlen, um ein paar cm, dann ist das bereits deutlich hörbar. -
Naja, man sollte eigentlich immer seine Ohren benutzen. Das Publikum kommt ja nicht mit Messgeräten dahin und misst wie ihrs Delay eingestellt habt sondern will ja was verstehen.
-
Zitat
Oliver schrieb am 2002-11-29 01:09 :
Naja, man sollte eigentlich immer seine Ohren benutzen. Das Publikum kommt ja nicht mit Messgeräten dahin und misst wie ihrs Delay eingestellt habt sondern will ja was verstehen.
Wer braucht schon Publikum, wenn er tolle Meßgeräte hat !!! :smile: -
Zitat
tonzwerg schrieb am 2002-11-29 01:02 :
...50msec = 17m. Wer das nicht hört...
Außerdem passiert die Ortung (unter anderem) beim Hören durch die Differenz der Phasenlage des Signals, das erst beim einen Ohr und dann beim anderen (stark vereinfacht) ankommt. Das sind dann ca. 20-30 cm !!! Entspricht ca. 0,8 msec...ich glaube, Go meinte die fähigkeit des ohres, in akustisch schlechten umgebungen die ersten reflektionen des raumes zum direktschall dazuzurechnen und nicht unbedingt als einzelne quellen wahrzunehmen. könnte das das ohr nicht, würden wir in räumen vermutlich garnix verstehen... und da sagt die forschung eben, das das bis ca. 50ms funktioniert.
was aber nicht bedeuten soll, das man bis zu dieser marke keine delay´s braucht. denn es geht ja hierbei um möglichst viel direktschallanteil! -