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Limitereinstellungen am Behringer UD-Tips?

  • brathahn
  • 13. April 2004 um 20:33
  • brathahn
    Beiträge
    151
    • 13. April 2004 um 20:33
    • #1

    Nabend Leute,

    Aaalso gleich vorweg:Ich hab meinen UD noch nicht so lange und bin ja auch nur ein Hobby-Lautmacher(Also nicht mal Hobby-Kistenschlepper!).
    Ich bräuchte mal Tips wie ich den Limiter optimal einstelle damit die LS absolut nicht abrauchen können aber den maximalen Schalldruck abgeben.
    Randbedingungen:Musik von Techno bis Indie,nur Konserve.
    Trennfrequenzen HT-MT:2000hz@48Db/okt MT-TT 80-100hz@48Db/okt Lowcut:30Hzauch mit 48 Db
    Lautsprecher und Amps: HT:4*Monacor MHD152 an 2 TA600 75w RMS/150WMusik MT:4*Emi.Beta 10 an 2TA600 150w RMS/300w Musik
    TT:4*Ravemaster BSW 154 II(4Ohm Impedanz) an 2TA1050 250w RMS/650w Musik
    TT in BR-Gehäuse,MT in Geschlossen 30liter.
    Meine Vorschläge wären:-1Db auf allen Ausgängen mit kurzer Rel.Zeit oder -4db mit langer Rel.Zeit.

    Was meinen denn die Profis dazu?

    Danke schon mal im voraus!

    MfG.Brati

    Ich gestehe:Ich benutze Behringer,T-Amp,Ravemaster,Eminence,Monacor!
    Und nun immer feste draufhauen!

  • KlangTerrorist
    Beiträge
    5.988
    • 13. April 2004 um 21:09
    • #2

    Der Limiter sollte so eingestellt sein, dass er eine Überlast des Lautsprechers verhindert. Er muss also auf den für den Lautsprecher maximal verträglichen Spannungswert eingestellt werden. Dazu gehtst du wie folgt vor:


    1. Spannungsverstärkung (Voltage Gain) des Verstärkers ermitteln (siehe Datenblatt)

    z.B.: 32 dB (bzw. 40-fach)

    2. maximal zulässige Ausgangsspannung des Verstärkers für den entsprechenden Lautsprecher berechnen (Prms oder Ppeak des Lautsprechers!)

    U = SQR ( P * Z )

    z.B.: SQR ( 500 W * 8 Ohm ) = 63,2 V

    3. umrechnen in dBu

    x = 20 log ( U / 0,775 V )

    z.B.: 20 log ( 63,2 V / 0,775 V ) = 38,2 dBu

    4. Differenz aus der maximalen Ausgangsspannung in dBu und der Spannungsverstärkung in dB ist als Threshold des Limiters einzustellen

    z.B.: 38,2 dBu - 32 dB = 6,2 dBu

  • Jens Droessler
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    9.074
    • 16. April 2004 um 02:35
    • #3

    Der Limiter im UD ist ein Peak-Limiter, der wirklich nichts drüber lässt. Somit muss man sich entscheiden: Entweder voller Pegel, etwas Schutz, aber dennoch Risiko, dass die Boxen sterben können, oder absoluter Schutz, dafür im Pegel reduziert.

    Die Werte -1dB oder -4dB beziehen sich sicher auf die internen Pegel des UD. Ich wüsste aber keine Endstufe, bei der nicht bei -4dB des UD ( = +18dBu) entweder der Limiter anspricht oder das Clipping schon brutal hörbar ist. Praxisnah ist es, die Boxen an die Endstufe zu hängen, den Pegel immer höher zu drehen, bis die Endstufen ab und an Clipping zeigen und dann den Limiter am UD so eindrehen, dass es eben nicht mehr clippt, dann weiter und weiter aufdrehen (am Mischpult, nicht die Endstufe weiter aufdrehen. Die sollte eh auf Maximum stehen) und sehen, dass es nicht wieder clippt, sonst den Limiter weiter runterdrehen.

    Im Bassbereich darf es übrigens ruhig mal kurz clippen. Nur Überhand darf das nicht nehmen.

  • Fossi
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    2.034
    • 16. April 2004 um 06:54
    • #4

    Wie das der Jens schon beschrieben hat, Box abmachen, am Pult Gas geben bis die Amps Clip anzeigen, dann den Threshold vom Limiter so weit runter drehen bis die Clip-Anzeigen gerade nicht angehen.
    Dann nochmal am Pult nachschieben und die Einstellung überprüfen.

    Und zum Schluss mal mit Lautsprechern dran testen...

    Dies funktioniert aber auch nur sinnvoll, wenn die Endstufe leistungstechnisch zu den Lautsprechern passt.

    Zu beachten ist, die 0dB intern (vom UD) entsprechen nicht 0dBu am Ausgang, daher kann es sein das Du den Threshold des Limiters schon auf -10,-20 oder was weiß ich dB einstellen musst, also nicht wundern ob der Werte.

    @KT ne 1 fürs abschreiben aus dem PP :|

    MfG Thomas

    blubb.

    3 Mal editiert, zuletzt von Fossi (16. April 2004 um 07:56)

  • KlangTerrorist
    Beiträge
    5.988
    • 16. April 2004 um 06:56
    • #5

    Nix abschreiben*gg*, habs aus einem anderen Beitrag kopiert....

  • Jens Droessler
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    9.074
    • 16. April 2004 um 07:31
    • #6

    Das muss man IMMER mit LS am Amp testen. Am Besten auf einer VA (wg. Lärmbelästigung...). Wenn keine LS dranhängen, clippt die Endstufe doch viel später.
    Natürlich funktioniert das nur, wenn die Endstufe nicht zu stark für die LS ist....

    0dB beim Limiter des UD entsprechen selbstverständlich 0dB am Ausgang. Aber eben nicht 0dBu. Man muss sich mit den "Normen" vertraut machen! Der UD liefert bei intern 0dB eben 22dBu. Und genau so viel dBu sind auch erforderlich, um ohne irgendwelche Anhebungen intern 0dB zu erreichen (was bei digitalen Geräten aber nicht wünschenswert ist).

  • Fossi
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    • 16. April 2004 um 08:06
    • #7
    Zitat von "Jens Droessler"

    Das muss man IMMER mit LS am Amp testen. Wenn keine LS dranhängen, clippt die Endstufe doch viel später.


    das ist mir schon klar, aber zur Findung eines groben Richtwertes, und abschliessendem Feintunings mit LS ist das vollkommen legitim und wird auch kein anderes Ergebnis liefern als die ganze Zeit mit LS...
    (ausser das es einem die Ohren und Nachbarn danken)

    Zitat von "Jens Droessler"


    0dB beim Limiter des UD entsprechen selbstverständlich 0dB am Ausgang. Aber eben nicht 0dBu. Man muss sich mit den "Normen" vertraut machen! Der UD liefert bei intern 0dB eben 22dBu.


    verzeih, ich vergaß das kleine u...
    ausserdem sollte mein Beitrag nur darauf hinweisen das die internen 0dB nicht den dB Werten(hier dBu) entsprechen, die Beispielsweise an den Anzeigen von Mischputl und Endstufe zu erkennen sind.

    blubb.

  • Volker Holtmeyer
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    • 16. April 2004 um 11:23
    • #8
    Zitat


    Der Limiter sollte so eingestellt sein, dass er eine Überlast des Lautsprechers verhindert. Er muss also auf den für den Lautsprecher maximal verträglichen Spannungswert eingestellt werden. Dazu gehtst du wie folgt vor:


    1. Spannungsverstärkung (Voltage Gain) des Verstärkers ermitteln (siehe Datenblatt)

    z.B.: 32 dB (bzw. 40-fach)

    2. maximal zulässige Ausgangsspannung des Verstärkers für den entsprechenden Lautsprecher berechnen (Prms oder Ppeak des Lautsprechers!)

    U = SQR ( P * Z )

    z.B.: SQR ( 500 W * 8 Ohm ) = 63,2 V

    3. umrechnen in dBu

    x = 20 log ( U / 0,775 V )

    z.B.: 20 log ( 63,2 V / 0,775 V ) = 38,2 dBu

    4. Differenz aus der maximalen Ausgangsspannung in dBu und der Spannungsverstärkung in dB ist als Threshold des Limiters einzustellen

    z.B.: 38,2 dBu - 32 dB = 6,2 dBu

    Alles anzeigen


    KT, eine Quellenangabe wäre nett gewesen! :wink:

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • songe creux
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    • 16. April 2004 um 11:29
    • #9

    @ KT

    Volker Holtmeyer wollte, dass Du die Quelle (Manual BSS Minidrive) von Audio Pro Heilbronn angibst. :D:D:D

  • Volker Holtmeyer
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    • 16. April 2004 um 12:17
    • #10

    Nein, den Text hat der KT aus einem anderen Beitrag von mir herauskopiert:
    http://www.pa-forum.de/paforum/viewtopic.php?t=19872&start=0

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Volker Holtmeyer
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    • 16. April 2004 um 12:22
    • #11

    Übrigens: In dem Testbericht des Ultradrive im aktuellen Production Partner (der nun endlich abgedruckt wurde) beschreibt der Anselm das sehr schön.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Demtröder
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    858
    • 16. April 2004 um 12:38
    • #12

    Bei der rechnerischen Limitereinstellung wird aber doch nur die maximale elektrische Belastung berücksichtigt, der mechanische Tod kann doch schon vorher eintreten oder wird das durch die Prms bzw. Ppeak Werte berücksichtigt?

    Sonnige Grüße aus Frankfurt

  • Volker Holtmeyer
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    • 16. April 2004 um 13:16
    • #13

    Ganz genau, für die thermische Belastung ist die Dauerbelastbarkeit und für die mechanische Belastung die Spitzenbelastbarkeit maßgebend.

    Man braucht also für einen optimalen Lautsprecherschutz 2 verschiedene Limiter. Da in den meisten Controllern aber nur ein Limiter zur Verfügung steht, ist dieser für die Dauerbelastbarkeit zu berechnen. Durch die Attack-Zeiten (und ggf. Release-Zeiten) wird erreicht, dass kurzzeitige Pegelspitzen durchgelassen werden.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Mnyut
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    • 16. April 2004 um 13:49
    • #14
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    Man braucht also für einen optimalen Lautsprecherschutz 2 verschiedene Limiter. Da in den meisten Controllern aber nur ein Limiter zur Verfügung steht, ist dieser für die Dauerbelastbarkeit zu berechnen. Durch die Attack-Zeiten (und ggf. Release-Zeiten) wird erreicht, dass kurzzeitige Pegelspitzen durchgelassen werden.


    Der Dynamische EQ vom UD lässt sich noch als "langsamen" Limiter missbrauchen.

  • Volker Holtmeyer
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    • 16. April 2004 um 15:12
    • #15

    Hm, eigentlich keine schlechte Idee. Aber der "langsame" Limiter ist ja weniger das Problem. Wichtiger wäre ein Schutz gegen kurzzeitige Signalspitzen. So wie es mit der Overshoot-Funktion der BSS Omnidrive möglich ist. (Ich glaub ich habe grad ein Dejevue - oder schreib ich wirklich immer das gleiche?)

    Im Grunde kann man aber mit einem auf Dauerbelastbarkeit eingestellten Limiter und einstellbarem Attack ganz gut arbeiten, da die Belastung eines Lautsprechers (über der Zeit) einen sehr ähnlichen Verlauf hat, wie ihn die Ansprechschwelle des Limiter durch den Verlauf des Attacks hat. Bei kurzzeitigen hochen Spitzen wird also noch nicht limitiert; erst wenn der Pegel längere Zeit so hoch bleibt greift der Limiter. Und zwar je höher der Pegel, desto schneller.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • brathahn
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    151
    • 16. April 2004 um 20:00
    • #16

    Das bringt mich ja schon weiter,danke!
    Ich hätt da aber noch einige Fragen:Wenn ich mal davon ausgehe dass 0 Db am UD auch 0 Db am T-Amp ist und ich nach Faustformel -3Db = halbe Ampleistung -3Db mit z.b. 500ms Release-Zeit einstelle(attak gibs wohl nich am UD) sollte das doch für Signalspitzen und Dauerbelastung passen?
    Mfg. Brati

    Ich gestehe:Ich benutze Behringer,T-Amp,Ravemaster,Eminence,Monacor!
    Und nun immer feste draufhauen!

  • Jens Droessler
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    • 16. April 2004 um 21:27
    • #17

    Die Release-Zeit solltest du eher nach "Klang" einstellen.

    @ Volker: Der UD macht nur Peak-Begrenzung.... und deswegen ist ein langsamer Limiter/Kompressor schon ok.... Alternativ kann man aber auch diesen zur "mechanischen Bremse" bei Subs machen, indem man den Tiefbass-Pegel ab einem gewissen Pegel absenkt = weniger Hub.

    Ich würde es allerdings sehr begrüßen, wenn Behringer da noch zusätzlich einen RMS-Limiter zur gleichzeitigen Verwendung reinbastelt, auch wenn mich dessen Benutzung wieder EQ-Kapazität kostet. So muss ich halt zusehen, dass die verwendeten Amps nicht ZU stark sind bzw. entsprechend früher begrenzt werden.

  • powerlight
    Beiträge
    22
    • 17. April 2004 um 13:38
    • #18

    Hallo Forum,

    Kurze Übersicht um welche Geräte es sich handelt:

    Controller: Behringer UD
    Amps:
    Tamp2400 (2x 650W@8Ohm) Tops
    Tamp3200 (2x 1600W@4Ohm) Bässe
    Lautsprecher:
    4x Seeburg B1801 (2x 1600W@4Ohm)
    2x Seeburg K2 (2x 500W@8Ohm)

    Nun zu meiner Frage:
    Wie begrenze ich den Tamp2400, dass er nicht mehr als 500W durchlässt.
    und wie bekomme ich des hin, dass der Tamp3200 ohne clipping läuft.

    ich möchte einen reinen elektrischen Limit-Schutz, Termosense-Leitungen
    sind beim UD ja ned vorgesehen 8)

    Würde mich sehr freuen, wenn ihr mir helfen könnt
    grüße
    powerlight

  • MarcoBrockmeyer
    Beiträge
    156
    • 17. April 2004 um 14:02
    • #19

    Ich hab bei meinem System einfach die LS Kabel abgemacht, und dann die Amps auf volle kanne, und dann in ruhe den Limiter so weit runtergedreht, das der (bei dir T-amp 3200) Amp nicht mehr ins clipping kommt...
    nun boxen drann und nochmal kurz aufdrehen, zum überpüfen, weil der amp sich mit last etwas anders verhält, und ein bissl nachjustieren.
    Wie du das mit deinem T-Amp 2400 machen kannst, kann ich dir auch nicht genau sagen.
    Ich würde einfach genauso wie beim 3200er vorgehen und dann den Limiter nochmal zum schluss ein bis zwei db runter und sich dann anhören obs verzerrt... und dann mit boxen dran wieder mit gefühl nachjustieren...
    aber denke mal am besten erst mal den gain am ausgang etwas zurücknehnem, aber das musst du auch immer ausprobieren, wie es sich halt anhört, ab du mehr höhen oder weniger brauchst, den eingestellten T-amp 3200 halt mit voller ausschöpfung der leistung als fest eingestellt und stellst die höhen dazu ein.
    MFG
    Marco

  • Volker Holtmeyer
    Profi
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    Beiträge
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    Termine
    13
    • 17. April 2004 um 14:28
    • #20

    TA2400 / K2:

    U = SQR ( 500 W / 8 Ohm) = 7,9 V

    20 x log ( 7,9 V / 0,775 V ) = 20,2 dBu

    Voltage Gain 91-fach: 20 x log 91 = 39,2 dB

    39,2 dB - 20,2 dBu = 19 dBu


    TA3200 / B1801:

    U = SQR ( 1600 W / 4 Ohm ) = 20 V

    20 x log ( 20 V / 0,775 V ) = 28,2 dBu

    Voltage Gain 100-fach: 20 x log 100 = 40 dB

    40 dB - 28,2 dBu = 11,8 dBu


    Da der Threshold im Ultradrive nicht direkt in dBu eingegeben wird, sondern als relativer Wert zur maximalen Ausgangsspannung von 21 dBu, muss von selbiger der errechnete dBu-Wert abgezogen werden. Dieses Ergebnis ist als Threshold einzustellen.

    Threshold Hi: 21 dBu - 19 dBu = 2 dB

    Threshold Lo: 21 dBu - 11,8 dBu = 1,2 dB

    http://www.volkerholtmeyer.de/

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