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Nasaler Klang?

  • Nachtexpress
  • 10. Mai 2004 um 09:31
  • Nachtexpress
    Beiträge
    2
    • 10. Mai 2004 um 09:31
    • #1

    Hallo und einen angenehmen Tag zusammen.

    Ich glaube ich muss mich erst mal vorstellen. Also, ich heiße Ralf und bin der Leader einer winzigen Cover-Band bestehend aus einem Lied-Sänger, einem (Hobby-)Tonmann und mir (Keyboard).
    Unsere Gig´s bewegen sich so in der Größenordnung bis ca. 500 Pers.
    Wir haben unter anderem zur Verfügung Mackie-Mixer CFX12, HK-Audio Lucas 1000, HK-Audio Actor (je nach Größenordnung der Veranstaltung) und und und,
    und seit kurzer Zeit einen Behringer Ultra Curve Pro DEQ2496 mit Messmikrophon.
    Dieser Ultra Curve macht (meiner Meinung nach) seine Sache (einmessen des Raumes) eigentlich recht gut, allerdings mit zwei Schönheitsfehlern.
    1. Das Ergebnis ist recht scharf in den Höhen, dieses kann ich mit einer kleinen Rückkorrektur am Mackie EQ leicht zurücknehmen ohne an Präsenz zu verlieren.
    2. Das Ergebnis wirkt leicht nasal (sagt man das so?) (die PA kann nichts dafür, andere klingen dann genauso!). Hierbei komme ich (wir) mit einer Rückkorrektur nicht wirklich weiter ohne stark an Präsenz oder Sprachverständlichkeit zu verlieren.
    Meine Frage an euch lautet daher: Könnt Ihr mir vielleicht einen Tipp geben bei welchen Frequenzbereichen (31-Band EQ des Ultra Curve) ich wahrscheinlich den größten Erfolg habe um das nasale heraus zu bekommen ohne das Ergebnis stark negativ zu beeinflussen?
    Ich hoffe, dass ich mich einigermaßen verständlich machen konnte. Einem Nicht-Profi wie mir fällt es doch recht schwer sich in einem Profi-Forum verständlich zu machen.

    Mit musikalischen Grüßen Ralf

    PS. Als Kind wollte ich nicht Lokomotiv-Führer werden sondern Ton-Ing.
    Ein wenig konnte ich mir meinen Traum erfüllen........

  • Wurst Werner
    Profi
    Reaktionen
    635
    Beiträge
    4.619
    • 10. Mai 2004 um 11:29
    • #2

    Hi Ralf,

    der "Mulm" in der Stimme liegt oft bei 250-400 Hz und die "Nase" grob fahrlässig um die 800 Hz. Ansonsten mal eine der neueren Johnny Cash CDs (die, mit nur Stimme und Gitarre) auf die PA geben und mal mit dem KanalEQ einfach mal das Mittenband "durchstimmen".

    D.h.: CD-Player an einen Monokanal anschließen, dort das Gain des Mittenbandes um ca. 10 dB anheben und das Frequenzpoti des Mittenbandes langsam von links nach rechts drehen. Die wirklich schlecht klingenden Frequenzen merken und auf den Summen EQ übertragen. Wie tief und wie breit Du nun störende Frequnenzen absenken musst, dass lässt sich nur mit Talent und Erfahrung heraus finden. Aber wenn es so einfach wäre, hätte ich ja auch keinen Job mehr :wink:

    Ich hoffe, das hilft Dir weiter.

    Viele Grüsse
    WW

    CEO @ SoundSurface

    Consultant Pro Audio @ IAD-Pro / WharfedalePro

    Waves Soft- & Hardware Dealer

  • Hubert Barth
    Profi
    Beiträge
    1.416
    • 10. Mai 2004 um 11:34
    • #3

    Stell den UC mal so ein daß die Zielkurve ab 2 kHz mit 3dB/Oct. abfällt.

  • DJ Jerolm
    Verifiziert
    Beiträge
    549
    • 10. Mai 2004 um 19:01
    • #4

    Hallo, ich habe den Ultracurve DSP8024, also praktisch das Vorgängermodell.

    Hier ein paar Tips:

    - Als Zielkurve immer „flat“ einstellen. Danach kannst du im EQ-Modus deine eigentliche gewünschte Zielkurve aufaddieren. Sonst funzt das Einmessen nicht so toll, jedenfalls beim DSP8024.

    - Vor dem Einmessen den EQ löschen, also alle Bänder auf 0 stellen, sonst wird die Messung irgendwie verfälscht... Wieso weiß nur der Uli :mrgreen:

    - Die Einmessfunktion liefert nur eine Basiseinstellung. Ich lege dann immer noch selbst Hand an und gebe den letzten Schliff „manuell“. Besonders im Bassbereich solltest du mit der Hand das ganze glätten und so einstellen wie du es haben willst. Auch die höchsten 2-3 Frequenzbänder von Hand einstellen, die gehen auch meist daneben. Besonders die Positionierung des Messmikros ist ganz wichtig (destruktive Interferenz...)

    - Meine „Zielkurve“:
    Ich hebe bei 40-100Hz alles um 4-5db an und senke bei 2,5kHz-3,15kHz um 1,5-2db ab, sonst bleibt meist alles wie es gemessen wurde.

    -

    Zitat

    Das Ergebnis ist recht scharf in den Höhen, dieses kann ich mit einer kleinen Rückkorrektur am Mackie EQ leicht zurücknehmen ohne an Präsenz zu verlieren.

    Du solltest nach Möglichkeit nur einen „Summen-EQ“ haben. Wenn am UC irgendwo z.B. +5db steht, du aber Null haben willst solltest du am UC lieber das Band auf 0 stellen anstatt an einem anderen EQ der sich ebenfalls im Signalweg befindet das entsprechende Band um 5db abzusenken. Das führt sonst zu Qualitätsverlusten durch Abschwächen und anschließendes Verstärken :!:

    - Störende Frequenzen suchen:
    So wie Wurst Werner es schreibt, oder den (beim DEQ2496 bestimmt auch vorhandenen) Parametrischen EQ benutzen. Einfach eine nicht zu breite aber heftige Absenkung (Notch-Filter?) einstellen und durch den Frequenzbereich laufen lassen und horchen bei welchen Frequenzen die überbetonten Sachen weg sind.

    - Bei mir „störende Frequenzen“:
    Ich nehme den Bereich von 2,5kHz- 3,15kHz um 1,5-2dB zurück.

    Wenn ich das alles und noch ein paar andere Sachen beachte erziele ich immer gute Ergebnisse damit
    MFG
    Daniel

  • Nachtexpress
    Beiträge
    2
    • 11. Mai 2004 um 07:27
    • #5

    Hallo,

    erst mal Danke für Eure Antworten.

    @ Hubert Barth
    Die angesprochene Absenkung ist bei uns wegen den scharfen Höhen bereits eingestellt.

    Wurst Werner
    Sehr guter Tipp. Danke. Ich werde das im Übungsraum ausprobieren. Das ist genau das, was mir diesbezüglich fehlt, nämlich Tipps aus der Praxis.

    DJ Jerolm
    Auch Dir Danke für die ausführliche und sehr informative Ausführung. Ich bin gespannt, ob ich alles im Übungsraum nachvollziehen kann.

    @all
    Ich muss schon sagen, sehr informatives und ein sehr gutes Forum. Ich kenne da noch andere Foren, zu denen kann man nur sagen ohje, aber
    hier ....... wirklich top.
    Ich hoffe, dass ich auch mal helfen kann...

    mit musikalischen Grüßen Ralf

  • TomyN
    Profi
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    6.777
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    26
    Marktplatz Einträge
    2
    • 11. Mai 2004 um 15:00
    • #6

    Hi,

    schau doch mal auf der SATlive Page (http://www.take-sat.de) ins Forum unter Fragen, da hab ich erläutert, warum ne Einmessung mit nem RTA meist nicht die Resultate liefert, die man erwartet bzw. haben möchte.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

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