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H07RN-F 4G1 und 500Watt?

  • Acid_Burnzzz
  • 18. Mai 2004 um 22:49
  • Acid_Burnzzz
    Beiträge
    189
    • 18. Mai 2004 um 22:49
    • #1

    Moin Moin,

    darf ich in der VA-Technik einen PAR64 mit 500W Leuchtmittel an folgendes Kabel klemmen:

    H07RN-F 4G1

    also 4x1mm²

    Die Frage ist jetzt aufgetaucht, da ich das Kabel bei mir grad so rumliegen gesehen hab und es an und für sich ein schönes Kabel ist ^^

    Gruss

  • Tobias Zw.
    Profi
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    27
    • 19. Mai 2004 um 10:46
    • #2

    Hi Burnzzz,

    vom Querschnitt her kein Problem, aber leider ist schwere Gummischlauchleitung (H07RN-F) nicht zum direkten Anschluß an Scheinwerfer zulässig, da sie zu temperaturempfindlich ist. Zum Anschluß direkt am Scheinwerfer mußt Du Silikonkabel (z. B. Silflex-EWKF von Lapp Kabel, Stuttgart) verwenden.

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • DJ Shane
    Beiträge
    214
    • 19. Mai 2004 um 12:17
    • #3

    Also soviel ich weiß darf man bei VAs unter 1,5mm garnichts nehmen, selbst wenn es von der Belastbarkeit reichen würde.
    Also bei Messen weiß ich, daß es so ist, bei anderen VAs weiß ichs nicht genau,könnte ich mir aber vorstellen.

    Also dürfte es dann auch kein 1mm Silflex sein.

    the band make it ROCK, but the roadie make it ROLL

    Fachkraft für Veranstaltungstechnik / Film-und Fernsehlicht / Messebau

  • Copic
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    223
    • 19. Mai 2004 um 13:43
    • #4

    Bitte??? nichts unter 1,5mm² warum den das? für was soll das den gut sein??

    Ich habe an meinen Major Pars 3x 0,75mm² drann an den guten Bender+Wirth Isosockeln und das ist die lightpower ausführung, die nach norm ist.

  • MatzeRockt
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    • 19. Mai 2004 um 14:08
    • #5

    Hallo,
    ganz einfach - weil dein Kabel an der anderen Seite mit einem Schukostecker versehen ist und im Fehlerfall 16A fliessen können und 3x1mm² damit zu wenig ist.

    Grüße
    Matze

    "...stört es sie, wenn ich ein bisschen klatsche..."

  • Copic
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    223
    • 19. Mai 2004 um 14:20
    • #6

    also ich dachte im fehlerfall fließt da nen strom der größer ist als 16A, dem strom sagt ja keiner er soll bei 16A aufhören, die sicherung braucht ja ne zeit bis se anspricht, vorallem die C-Automaten.

    Könnte das mal einer der davon ahnung hat mit quellen untermauern oder eventuell dagegen sprechen?

    Aber ich kanns mir kaum vorstellen, weil es gibt ja nen haufen kabel mit unter 1,5mm² gerade kaltgeräte oder an geräten fest angebrachte und die wären dann ja alle zu klein. Das Problem tritt ja nicht nur in der veranstaltungstechnik auf, sondern überall anders auch, und da waren 0,75mm² bei nem drucker oder was weiß ich doch auch nicht zu wenig, wenn der drucker nen fehler hat springt doch auch die sicherung raus, dem 0,75mm² kaltgeräte kabel passiert da nichts. warum soll das in der veranstaltungstechnik anders sein?

    Wüßte gerne wie es da genau aussieht.

  • MatzeRockt
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    • 19. Mai 2004 um 15:43
    • #7

    Das leidige Thema hatten wir hier schon tausend mal. Wenn du ein Kabel an einer Steckdose betreibst, welche 16A liefern kann, dann muss es 1,5mm² haben, egal wieviel wirklich abgenommen wird. Ausserdem heisst Fehlerfall ja nicht automatisch Kurzschluss. Rein theorethisch sind alle Kabel mit weniger Querschnitt an 16A nicht zulässig - genauso wie es nicht zulässig ist PVC im Aussenbereich zu verwenden. Nur hält sich keiner dran - schon gar nicht bei Kaltgerätekabeln und 3fach Verteilerdosen. Die Quelle die du haben möchtest ist der VDE.

    Matze


    Wenn du ne feste Gerätezuleitung hast, kannste davon ausgehen das das Gerät mit entsprechndem Wert intern abgesichert ist und so der Maximal Stromfluss begrenzt ist.

    "...stört es sie, wenn ich ein bisschen klatsche..."

  • buzz
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    • 19. Mai 2004 um 18:17
    • #8

    Hi Matze,

    vorweg, ich hab gerade keinerlei Drang, schon wieder alle passenden Vorschriften aus der VDE herauszusuchen, aber dennoch stimmt Einiges nicht, das Du da gerade (sehr verallgemeinert) geschrieben hast:

    1. Es ist sehr wohl erlaubt, PVC-isolierte Leitungen im Aussenbereich zu verlegen. Wenn die Leitung unmittelbarer UV-Strahlung (Sonnenlicht) ausgesetzt wird, dann muss die PVC-Isolierung schwarz eingefärbt (Ruß) ober anderweitig UV-Stabilisiert sein. Eine "normale" PVC-Leitung (z.B. NYM) darf im Aussenbereich verlegt werden, wenn durch konstruktive Massnahmen erreicht wird, dass die Leitung keiner unmittelbaren UV-Strahlung ausgesetzt wird (z.B. Verlegung im Rohr oder unter Dachvorsprüngen etc.)

    2. Es ist schlicht falsch, dass alle Leitungen, welche an einer Schuko-Steckdose , welche mit 16A abgesichert ist, angeschlossen werden, 1,5mm² Querschnitt haben müssen. Bis zu einer gewissen Länge bzw. einem gewissen betriebsmässig fliessendem Strom, darf von 1,5mm² abgewichen werden (bis zu 0,5mm², z.B. leichten Handgeräten oder Leuchten).

    Es ist richtig, dass in der VA-Branche strengere Regeln gelten (z.B. VDE 0108), aber wenn Du auf einer VA ein Laptop betreibst, welches mit einem dafür zugelassenen Netzteil mit Zuleitung 1mm² ausgeliefert wird, dann darfst Du das auch benutzen!

    So, und nun fallt über mich her, aber bitte mit exakten Quellenangaben!

    Gruss aus Nürnberg,

    Buzz

    Hier geht's weiter...

  • Copic
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    223
    • 19. Mai 2004 um 20:30
    • #9

    @matzRockt

    Dieses "leidige" Thema hatten wir eben hier noch nicht 1000mal, hier ging es sonst immer um Verlängerungskabel und um Stromverteiler und da sind 1,5mm² bzw. 2,5mm² vorgeschrieben und auch wirklich sinnvoll, weil hier wirklich 16A fließen können und das Kabel das aushalten muß.

    Aber hier geht es um (fest angebrachte) Kabel an Geräten, die bei normalen gebrauch nicht mehr strom ziehen, als das Kabel aushält!

    Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, mit exakter quellenangabe, bis ich wieder zugang zu VDE-richtlinien habe dauerts aber leider noch ne Zeit!

  • MatzeRockt
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    • 19. Mai 2004 um 20:36
    • #10

    Wenn die Suchen-Funktion im Forum richtig gehen würde - hätte ich dir die Threads mal rausgesucht, wo es um genau solche Themen geht. Da gabs auch bspw. Diskusionen um Stromverteiler im Siderack bei denen die Geräte auch nur ein paar 10Watt ziehen. Ich hab im industriellen Anlagenbau zu tun und kann dir von der Seite aus nur sagen das es dort nicht den Ansatz von Diskussionen um Kabelquerschnitte gibt. 16A Sicherung --> 1,5mm² - ohne wenn und aber, selbst wenn die angeschlossene Baugruppe nur Milliwatt zieht.

    Matze

    "...stört es sie, wenn ich ein bisschen klatsche..."

  • Andreas Müller
    Beiträge
    193
    • 19. Mai 2004 um 22:40
    • #11

    Mal zum Leuchtmittel...

    wo solln da die 16 A herkommen.
    Wenn das Leuchtmittel kaputt geht, fließt gar nichts mehr. Bei einem Kurzschluss fliegt die Sicherung.
    Bei einem Feinschluss (gibs sowas in stormkabeln?) würde doch dann als erstes die entsprechende Stelle abbrennen, und das auch bei anderen Querschnitten. Oder hab ich da jetzt was total verrissen??

    Mfg Andreas

  • MatzeRockt
    Profi
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    • 19. Mai 2004 um 23:14
    • #12

    Hallo,
    wer garantiert, dass bei genau diesem Gerät immer die Abschaltbedingungen im Fehlerfall eingehalten werden, nen paar Meter zu langes Verlängerungskabel dran - und schon fliesst im Kurzschlussfall immer ordenlich 15,5A - die Sicherung interessierts nicht und die 3x1mm² schmort vor sich hin.

    Matze

    "...stört es sie, wenn ich ein bisschen klatsche..."

    Einmal editiert, zuletzt von MatzeRockt (20. Mai 2004 um 02:40)

  • Copic
    Beiträge
    223
    • 20. Mai 2004 um 00:08
    • #13

    es dreht sich hier im kreis habe ich das gefühl, abhilfe kann da nur ein zitat aus den vde-richtlinien schaffen oder markus verza ;)

  • buzz
    Profi
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    • 20. Mai 2004 um 17:07
    • #14

    So liebe Freunde,

    ich hau‘ mir ja gerne mal den halben Feiertag um die Ohren, um Klarheit zu schaffen!!! :wink:

    Die Gummischlauchleitung der Bauart H07RN-F ist laut VDE 0298 Teil 3, Tabelle 4 für eine maximale Leitertemperatur von 60°C zugelassen. Auch die maximal zulässige Oberflächentemperatur der Leitung beträgt 60°C.

    Ob diese Temperatur bei einer Verwendung als Zuleitung für PAR-Scheinwerfer überschritten wird, kann ich nicht definitiv ausschliessen, ich denke aber gerade bei Berührungen von Leitung und Lampengehäuse kann diese Temperatur überschritten werden ==> Leitung hierfür nicht zulässig!!!

    Nun zu den Querschnitten.

    Um der Einfachheit halber bei H07RN-F zu bleiben:

    In der VDE 0298 Teil 4, Tabelle 11 sind folgende Werte angegeben. Diese Werte sind bei einer Umgebungstemperatur von 30°C, bei freier Verlegung einer dreiaderigen Leitung gültig. Dabei wird davon ausgegangen, dass nur zwei Leiter belastet sind (Wechselstrom):

    1,0mm² ==> 15,5A
    1,5mm² ==> 19,5A
    2,5mm² ==> 26A

    Wenn man nun von abweichenden Umgebungstemperaturen ausgeht, dann sind laut VDE 0298 Teil4, Tabelle 15 folgende Umrechnungsfaktoren genannt:

    20°C ==> 1,15
    25°C ==> 1,08
    35°C ==> 0,91
    40°C ==> 0,82
    45°C ==> 0,71
    50°C ==> 0,58
    55°C ==> 0,41

    Wenn wir nun ein Wenig rechnen wollen, ergibt sich folgendes Bild:

    Querschnitt 1mm² , Umgebungstemperatur 55°C ==> zulässiger Strom 6,35A
    Zum Vergleich: Leuchtmittel 1000W ==> Strom 4,35 A, Leuchtmittel 500W ==> 2,17A


    Soviel mal zum allgemeinen Teil der VDE-Bestimmungen.

    Ob und welche Zusatzforderungen noch aus anderen Bestimmungen (Versammlungsstätten, BGV, etc.) hervorgehen, möchte bitte ein anderes Mitglied des Forums recherchieren, ich leg‘ mich jetzt noch ein Wenig in die Sonne!!! 8)

    Gruss aus Nürnberg,

    Buzz

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