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Blaskapelle abmischen und daraus enstehende Probleme

  • MatzeRockt
  • 21. Mai 2004 um 15:01
  • MatzeRockt
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    • 21. Mai 2004 um 15:01
    • #1

    Hallo Leutz,
    folgende Situation: Nen Bekannter von mir spielt in ner 18köpfigen Blaskapelle. Stil ist je nach Veranstaltung von Ballermann Rumtata über Ernst Mosch Stile, bömische Blasmusik bis hin zu auch mal nen recht klassischen Walzer. Normalerweise haben die auch einen bandbetreuenden Tech der die bandeigene Technik bedient (A&H GL2200-32, 2x31Band EQ Yamaha für Front, 2x31Band EQ Yamaha für die 2 Monitore der Sänger/-in, nen Lexicon Hall und als Frontholz Bell 2x12/2" auf 2x15" BR mit Bell System-Amping). Da an Blasmusik von der Lautstärke her nicht übermässig viel erwartet wird, reicht dieses Setup auch für die normale Festzelt-Liga vollkommen aus. Mikrophonie ist alles Sennheiser Klemmmikros an den Kannen bzw 2 Handfunken (ew100er serie) ebenfalls Sennheiser.

    Nun komm ich ins Spiel: Der Bandtech hat nicht immer Zeit und ich soll die Kapelle abmischen. Meine Erfahrungen beschränken sich aber eher auf klassisches RnR, höchstens mal ne Ska-Kapelle mit 3-4 Bläsern - aber halt keine 16+ Blasinstrumente (Trompete, Tenorhorn, Klarinette, Tuba). Warauf ist bei Blasmusik im Gegensatz zu RnR besonders zu achten? Gibt es bekannte Stolperfallen in die man als Frischling in dieser Musik gerne tappt?

    Grüße
    Matze

    "...stört es sie, wenn ich ein bisschen klatsche..."

  • Kracky
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    • 21. Mai 2004 um 15:25
    • #2

    Schließ dich mal mit dem mischpultschorsch kurz, ich denke der ist hier wohl der sinnvollste Austauschpartner.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • Hubert Barth
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    • 21. Mai 2004 um 15:30
    • #3

    Ich würde vorschlagen mal zu einer Probe zu gehen und anzuhören wie so was in natura klingt. Bei der Gelegenheit kannst Du dir dann auch mal anhören wie die einzelnen Instrumente unverstärkt klingen.
    Ansonsten mußt Du halt darauf achten daß die melodieführenden Stimmen gut zu hören sind, wobei die Melodie bei so was IdR durch die Register wechselt.

  • mischpultschorsch
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    • 21. Mai 2004 um 15:50
    • #4
    Zitat von "MatzeRockt"

    Gibt es bekannte Stolperfallen in die man als Frischling in dieser Musik gerne tappt?

    Gibt es! Und zwar schon mal die, daß viele Techs meinen, es müsse generell alles über die PA laufen. Deswegen sind in vielen Zelten ohrenbetäubende Pegel anzutreffen. Grundsätzlich wird zwar jedes Instrumentenregister bei mir mikrofoniert, am Pult ständig offen sind nur wenige. Bei Trompeten, Flügelhörnen und Posaunen ziehe ich deren Kanäle nur für Soli´s auf, sonst reicht in den meisten Zelten der Direktschall von den genannten Intrumenten völlig aus. Dazu muss man freilich wissen (oder zumindest ein Feeling dafür haben), wann welches Solo kommt. Generell offen sind bei mir die Klarinetten, die Tenorsaxophone und die Flöten - bei allen anderen Registern gilt wie gesagt "Ohren auf"....

    Bei böhmischer Blasmusik sind generell viele Passagen (vor allem im Trio von Polkas) vom Tenorhorn und Klarinette dominiert, diese dürfen sehr weit im Mix sein, sonst klingts nicht rund. Tip: Auch mal einfach in eine Mosch-Produktion auf Platte reinhören, dann weiß man, wie´s klingen soll.

    Hat die Kapelle sowohl E-Bass als auch Tuba ständig besetzt, so ist bei mir bei traditioneller Blasmusik die Tuba weiter vorne, bei Schlagern oder moderneren Kompositionen der E-Bass.

    Drumset darf nie zu sehr nach R´n`R klingen - vor allem eine Kickdrum mit zuviel Attack stört bei "echter" Blasmusik immens. Snare darf auch nie zu weit vorne sein - ausser bei den Schlagertiteln.

    Bei Fragen: PM@me!

  • MatzeRockt
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    • 21. Mai 2004 um 15:52
    • #5

    Hallo,
    ich hab mir die Jungs schon ein paar mal angehört zudem hab ich bis vor 6 Jahren noch selber aktiv Tenorhorn im kirchlichen Posaunenchor gespielt (insgesamt 10 Jahre) aber halt nie verstärkt mit den Tücken der Technik verbunden. Ich kann mir gut vorstellen, dass man durch die teilweise recht extremen Dynamikwechsel dazu verleitet wird ständig rumzuschrauben. Macht es eigentlich Sinn den Gesang ein wenig zu komprimieren? Wo liegen da günstige Werte. Ein Problem ist nämlich, so wie ich das bis jetzt mitbekommen habe, dass sich der Gesang nicht so recht vom Rest der Instrumente abheben wollte. Gibs da Kniffe, die recht breit besetzten Frequenzbereiche so auszunutzen, das Stimmen trotzdem noch durchkommen? :roll: Fragen über Fragen! :)

    "...stört es sie, wenn ich ein bisschen klatsche..."

  • mischpultschorsch
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    • 21. Mai 2004 um 15:58
    • #6
    Zitat von "MatzeRockt"

    Macht es eigentlich Sinn den Gesang ein wenig zu komprimieren? Wo liegen da günstige Werte. Ein Problem ist nämlich, so wie ich das bis jetzt mitbekommen habe, dass sich der Gesang nicht so recht vom Rest der Instrumente abheben wollte. Gibs da Kniffe, die recht breit besetzten Frequenzbereiche so auszunutzen, das Stimmen trotzdem noch durchkommen? :roll: Fragen über Fragen! :)

    Macht es! Kompressoren stecken bei mir auf den Vocals, auf den Trompeten (damit extreme Pegelspitzen bei Soli´s gekappt werden) und auf dem E-Bass. Standartwerte für die Comps gibts keine, auch hier entscheidet das Ohr und die Erfahrung.
    Generell würde ich für die Vocals einen eigenen Effekt benutzen, ein kurzer Room mit einem kurzen Delay dickt die Vocals schon genug an, damit diese aus dem Direktschall nach vorne kommen...

  • rockline
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    • 22. Mai 2004 um 10:49
    • #7

    Blaskappelle kennen wir auch gut! Haben wir immer wieder mal auf Stadtfesten auffe große Bühne :)

    Wir machen das so: 4 gute Condenser nehmen, 2 vor die Kappelle und 2 in die zweite Linie - alle 4 Kanäle am FOH Mixer hoch, etwas 2k raus und dann rockt das!

    Was gut kommt ist ein Zusatzmikro an der Tuba, und evtl. noch eines in die Kickdrum.
    Das ist die beste Lösung "für die schnelle"! Natürlich darf man so keinen Mix im herkömmlichen Stil erwarten - aber das Orchester als ganzes kommt klasse rüber.

    Sehr zu empfehlen: AKG C391 - hat super Basswiedergabe, da kommt die Mugge richtig fett!
    Stefan

  • mischpultschorsch
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    • 22. Mai 2004 um 12:35
    • #8
    Zitat von "rockline"

    Wir machen das so: 4 gute Condenser nehmen, 2 vor die Kappelle und 2 in die zweite Linie - alle 4 Kanäle am FOH Mixer hoch, etwas 2k raus und dann rockt das!

    Für die "Nebenbei-Unterhaltungsmucke" reicht das völlig aus. Mach ich auch ab und an genau so. Schlecht wirds nur, wenn einzelne Musiker Solo´s spielen, und die nicht rauskommen..

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