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Wo trennt mann am besten für hochwertige Stimmwiedergabe ?

  • SRAM
  • 31. Mai 2004 um 17:36
  • SRAM
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    • 31. Mai 2004 um 17:36
    • #1

    Diese beiden links:


    haben mich zur Frage geführt, wo mann denn am besten trennen soll, wenn möglichst hohe Verständlichkeit für Stimmen das Ziel ist.

    Betrachtet mann nur die Energieverteilung, dann wären 100 (150) bis 1200 (1000) Hz ja ganz in Ordnung, kommt aber der Beitrag der einzelnen Frequenzen zur Verständlichkeit hinzu, dann hat mann ein Problem:

    - ausgerechnet da, wo am häufigsten getrennt wird, bei 1500 bis 2000 Hz ist der Beitrag zur Verständlichkeit sehr hoch

    - den höchsten Beitrag zur Verständlichkeit liefern Frequenzen, bei denen die Energie schon um 15 bis 20 dB abgefallen ist --> und jetzt denke mann mal an K2 und K3 der etwas tieferen Frequenzen.....

    Am Günstigsten wäre aus meiner Sicht damit ein Wandler, der etwa 150 bis 3000 Hz abdecken kann, und das mit einem Klirrpegel unter -30 dB.
    D.h. "Kleinpappen" (ja TBF, Du hast ja recht, aber ich habe gerne Daten zur Bestätigung :oops: )

    Könnte auch der Grund sein, wieso Systeme mit 5" oder 6" Konus oder sehr tief trennenden Treibern (M2, BMS) als "gut klingend" empfunden werden.

    Was meint Ihr ?

    Gruß SRAM

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  • Wulfson
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    • 1. Juni 2004 um 06:17
    • #2

    moin,
    tja...aber um mit kleinpappen dann wieder die von dir angestrebten 150hz zu erreichen, brauchste halt wieder einige mehr auf nem haufen...das ist ja das dilemma
    und die tief trennbaren hochtöner sind dann auch nicht mehr der wahre jakob :|

  • Sound-Klinik
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    • 1. Juni 2004 um 08:45
    • #3

    ... wenn man mit mehreren kleinen Systemen (z.B. 6" ...) eine kleine Zeile baut (also mit 2 oder 4 Chassis) und ein kleines Horn bei 2,5 ... 3,5 kHz trennt, bekommt man eine sehr gute Sprachwiedergabe.

    Mein Cardioidstrahler ist z.B. so ein Ding - hat aber auch einen Nachteil: für PA-Anwendungen ist ein solches Konzept von der Belastbarkeit her einfach begrenzt. Wenn sowas dagegen ausschließlich in einer Kirche ... oder auf einen Sportplatz ... eingesetzt wird, wundern sich die Leute über die Reichweite und Sprachverständlichkeit - aber es ist definitiv keine Muckerkiste.

    Die Trennfrequenz allein ist aber nicht das einzige Problem, sondern wie gut die einzelnen Chassis in der Lage sind, den ihnen zugedachten Übertragungsbereich wiederzugeben.
    Wenn ich einen 12"er einsetze, sollte ich ihn bei 1,5 ... 2 kHz trennen, weil er (... ich weiß, es gibt auch "Ausnahmechassis" ...) oberhalb - und nicht nur aufgrund des zunehmenden Beamings - qualitativ abfällt.

    Ein SEHR WICHTIGER Aspekt ist m.E. besonders der Bereich der Trennfrequenz: Hier sollte es neben einem ausgewogenem Amplitudenverlauf auch in der Gruppenlaufzeit keinen Step geben ... und ich weiß aus eigenen Messungen, daß viele Industrieboxen in dieser Hinsicht schlampig entwickelt werden. Stimmen und (besonders Natur-) Instrumente werden dann "zerissen" wiedergegeben (der Klang trifft dann nicht gleichzeitig "in einem Stück" am Ohr ein).

    Mein Fazit: Das Hauptproblem ist nicht die "richtige" Trennfrequenz, sondern die Qualität der Filter und die Chassis, wie gut sie denn den ihnen zugewiesenen Bereich übertragen können.

    Gerade im Präsenzbereich muß man daher sehr sorgfältig abstimmen - im Bereich der Trennung zum Bass um 120 ... 150 Hz (wo auch viel geschlampt wird ...) fällt es dagegen einfach nur weniger auf ...

    Viele Grüsse

  • guma
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    6
    • 1. Juni 2004 um 08:56
    • #4

    .. ich bin überzeugt davon, daß Du die unteren 1 - 2 Octaven dieses Bandes getrost für die Sprachverständlichkeit vergessen kannst, d.h. eine untere Grenzfrequenz von 300 - 400 Hz genügt völlig.
    Das kann man mit "kleinpappen" machen aber für reale Beschallung braucht man erstens doch eine "gewisse Anzahl" und zweitens ganz erheblich Verstärkerleistung.

    Der andere Ansatz, der heute leider etwas vergessen wird, sind Druckkammertreiber der 3" Throat ( JBL ) oder 4" Throat Klasse ( S4 von Community, hat auch eine ~ 8" Membran ) leider sind diese Dinger und die dazugehörigen 3" oder 4" Hörner sehr teuer und sie passen in kein gängiges Gehäuseformat. Allerdings sind sie soviel lauter, daß man Duzende von kleinpappen und das ~ 15-fache an Verstärkerleistung braucht, um Pegelmäßig mithalten zu können.

  • tufkajck
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    • 1. Juni 2004 um 09:09
    • #5

    Dieses nicht Trennen im Sprachband bzw. Erfolg von Turbosound und ähnlichen Konstruktionen geht auf eine Zeit zurück, wo man nicht richtig messen konnte und eine Trennfrequenz einfach eine Achillesferse in der Beschallungsanlage war.
    Meiner (erprobten)Meinung nach erreicht man durch die heutigen möglichkeiten zusammen mit sinnvollen mechanischen Massnahmen(Coaxialer Aufbau, quasicoaxialer Aufbau,d.H. chassis näher als 1/"Lambda zusammenrücken) mittels Controller mit Funktionen Delay, in Band EQ, X-over, eine Trennung der Wege, die keine Probleme mehr verursacht. Mann sieht auch Line Arrays, wo die mid und high nebeneinander angeordnet sind, und trotzdem horizontal keine schlimmen Fehler zu messen sind. Das ganze geht sogar passiv, wobei die mechanik dann einfach bestimmte Forderungen stellt.
    Uebliche 2-WegLautsprecher mit 12 oder 15" Bass gehen erst richtig, wenn Bass und H.T.-Treiber wenigstens die Membranen mechanisch getimed haben, sonst gibz immer irgendwelche dips im FG.

  • Sound-Klinik
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    • 1. Juni 2004 um 16:38
    • #6

    ... "kleine" Anmerkung zu großen (4" ...) Hörnern:

    Wenn man versucht, im Stimmenbereich keine Trennung zu haben (also den Sprachbereich "in einem Stück" wiederzugeben ...) und mit einem System den Bereich von - sagen wir mal - 150 bis 4 kHz abdecken will, bekommt man ein recht großes System mit einem - wo auch immer verbauten - kleinerem Hochtonsystem für "den Rest".

    Die akustischen Zentren sind dann allerdings soweit auseinander, daß nur im Bereich einer Achse - der Hauptabstrahlachse - eine passable Übertragung möglich ist.

    Aber auch bei einem koaxialem Aufbau bekomme ich Probleme.
    Denn: Wenn das Hochtonsystem zu dicht am Hals des großen Systems ist, stört es die Wellenfront (... und außerhalb des Horns: akustische Zentren dann zu weit voneinander entfernt ...).
    Wenn ich das kleine Horn weiter "vorn" festschraube, kann ich zwar mit einem Delay - wenigstens auf 0°-Achse - einen recht ausgewogene Übertragung realisieren - aber physikalisch liegen die Zentren eben viel zu weit voneinander entfernt, was ich dann außerhalb der 0°-Achse schnell hören und messen kann ...

    Daher: Ich werde wohl - realistisch betrachtet - "etwas früher" (d.h. im Stimmenbereich ...) trennen müssen.

    Viele Grüsse

  • Volker Holtmeyer
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    • 1. Juni 2004 um 17:48
    • #7

    ... oder einen koaxialen 2"/1" nehmen. Ich denke der löst das angesprochene Problem bestens. In meiner letzten Bastelwahnschachtel läuft der 2" von 600 Hz bis 6,7 kHz - also genau da, wo der für die Sprachverständlichkeit wichtige Bereich liegt. Ich trenne dann zwar im "Energie-relevanten Bereich", was aber eher unkritisch ist.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • SRAM
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    • 1. Juni 2004 um 20:22
    • #8

    Der BMS Coaxialtreiber ist sicherlich eine mögliche Lösung, insbesondere wenn mann ihm eine GROSSES Horn spendiert und noch unter den angesprochenen 600 Hz trennt (wie schon an anderer Stelle: 300 bis 400 Hz sollten möglich sein).

    Wenn mann darunter 12" oder gar nur 10" einsetzt, dann sollte das bei direkter Abstrahlung sogar als System mit drei Wegen gehen (dann halt viele von).

    Für kleine Systeme ist sicherlich 6" oder 8" mit Hochtöner ein guter Weg, bis 80 Hz herunter gehen die neueren 8" schon mit beachtlichem Schalldruck (zumindest für kleine Sachen reicht das sicherlich).

    Schön sind auch kleine Koaxialchassis, z.B. die McCauley 10".

    Gruß SRAM

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