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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Auswirkung der Schwingspulentemp. auf die BR-Abstimmung

  • SRAM
  • 15. Juni 2004 um 19:02
  • SRAM
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    5.548
    • 15. Juni 2004 um 19:02
    • #1

    http://sram.privat.t-online.de/forum/Auswirku…0Temperatur.gif

    Mich hat einfach interessiert wie sich der durch die Erwärmung der Schwingspule bei hoher Leistung unvermeidliche Anstieg der Impedanz auswirkt.

    Wie mann sieht wird durch das dabei ansteigende Q das Chassis "basslastiger". Chassis mit einem schon bei Umgebungstemperatur der Spule hohen Q können daher bei hoher Leistung zum DRÖÖÖHHHHN mutieren :wink: .

    Gute Chassis mit bei Normaltemperatur eher zu tiefer Abstimmung (wie das abgebildete) werden hingegen bei entsprechendem design eher linearisiert und im wichtigen Nutzbass-Bereich steigt dadurch der Wirkungsgrad sogar an !

    Gruß SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
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  • Sound-Klinik
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    • 15. Juni 2004 um 19:26
    • #2

    ... und - nicht nur - aus diesem Grund bevorzuge ich bei BR (auch für Home-HiFi) Güten unter 0,7.
    Aber das "Spiel" geht noch weiter: Wenn LS-Membranen etwas mehr "Bewegung" machen, kann es mit der elektrischen Güte auch schnell "Essig" werden, weil der LS-Antrieb von der Endstufe nicht mehr optimal zur elektrischen Bedämpfung der Membranbewegung verfügbar ist (d.h. Spule "sieht" nicht mehr optimal das "ganze" Magnetfeld ...).

    Daher: Entweder die BR-Kisten "leiser" machen ... oder andere Konstruktionsansätze bemühen, bei denen die akustische Bedämpfung dann mehr Headroom verschafft (und wir dann nur noch mit der Temperatur zu "kämpfen" haben) ... :wink:

    Viele Grüsse

  • Thomas
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    • 15. Juni 2004 um 20:22
    • #3

    @ sram

    das ist echt mal interessant, und bestärkt mich in meiner meinung, dämnächst weiter chassis, mit viel antrieb und nicht allzuschwerer pappe zu verbauen. passt auch zu meinen subjektiven erfahrungen beim entwickeln meiner 18" bassreflex subs.
    dort steckt der oberton xb 700 mit Qts von 0,27 drinn. Mit ca 41 Hz tuning eigentlich etwas zu tief abgestimmt, aber klingt außerordentlich gut. Und wenn nun die impedanz bei erwärmung steigt würde sich der frequenzgang wie du schon sagtest im wirkbassbereich sogar noch verbessern. hab ich noch nie drüber nachgedacht, macht aber absolut sinn.

    sehr interessant. eigentlich müsste man sowas ja auch messen können.
    mhh vieleicht probier ich das bei gelegenheit mal aus.

  • pm-acustics
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    • 15. Juni 2004 um 21:15
    • #4

    Abend,

    das ist eine durchaus richtige Theorie, ich will mal sehen ob das Programm Bassyst die themischen Eigenschaften dieser Systeme
    real simuliert und nicht nur eine Pegelreduktion darstellt.

    Das ganze unterstützt zumindest unsere Theorie von zu tief abgestimmten Systemen.

    Grüßle

    Sven

    PISA! die Freiheit nehme ich mir ! ;)

  • TBF
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    • 15. Juni 2004 um 21:52
    • #5

    Gelöscht wegen Mod Differenzen

    erst wenn der letzte Kunde den "ich war mal eine Dose" SMD Haufen im Biegeblechgehäuse zum Utopiepreis nicht mehr möchte, die Bank unter Zahlpause andere Vorstellungen hat, ja dann werdet ihr merken daß Amtlich eher Marktgerecht bedeutet :)

    Einmal editiert, zuletzt von TBF (11. August 2005 um 01:05)

  • DJ-JAJA
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    • 16. Juni 2004 um 09:45
    • #6

    Deckt sich mit den Erfahrungen vom Arieba und mir mit den V-Bässen von Dynacord.

    http://www.pa-forum.de/paforum/viewtopic.php?t=22877&highlight=

    Frauen denken analog; Männer digital!
    (Loriot)
    _____________________________________
    http://www.youtube.com/watch?v=uVMcMW2Jovs
    OHNE BÜROKRATENABBAU -
    KEIN BÜROKRATIEABBAU!!!

  • SRAM
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    • 27. Juni 2004 um 20:04
    • #7

    http://www.lautsprechershop.de/hifi/aka_conduct.htm

    http://www.lautsprechershop.de/hifi/aka_tief_tkomp.htm


    .......und das Ganze mit Formeln und on-line-Rechner.

    http://www.lautsprechershop.de/hifi/aka_tief.htm

    .......und hier der "zu tief" abgestimmte BR.


    Gruß SRAM

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  • Sound-Klinik
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    • 28. Juni 2004 um 08:35
    • #8

    Auf der genannten Website http://www.lautsprechershop.de/hifi/aka_tief.htm steht ein "witziger" Text, der wieder einmal das auch in "Fachkreisen" (wie - in diesem Fall - ein Lautsprecherbastelkistenversender) verbreitete Halbwissen offenlegt:

    [Zitat]"Zum wirkungsvollen Abstrahlen von tiefen Tönen ist die Membran also zu klein. Das kann man auf mehrere Arten korrigieren:

    auch die Rückseite der Membran nutzen (durch Baßreflex, TML-Box) ..."[/Zitat]

    Hierzu eine Anmerkung:
    Bei einer BR-Box wird nicht der rückwärtig abgestrahlte Schall für eine verbesserte Schallabstrahlung benutzt, sondern ein schwingendes Luftvolumen (als Masse) über das Gehäusevolumen (als "Feder") zum Schwingen angeregt. Im Bereich der Abstimmfrequenz strahlt der LS dann sogar weniger (!!!) Schall ab (er wird bedämpft) und die Schallabstrahlung erfolgt überwiegend durch den Vent. Daß hier also die Rückseite des LS benutzt wird, hat lediglich konstruktive Gründe (weil man die Vorderseite auch für höhere Frequenzen nutzen will ...).

    Auch wenn ich einen LS in eine Wand einbauen würde (und in zwei Räume strahlen lasen würde), hätte ich nicht die doppelte Schallabstrahlung (... etwa "weil die Rückseite AUCH genutzt wird" ... :wink: ). Die insgesamt abgegebene Schall-Leistung hängt von der Effizienz der Schallführung ab - und die kann auch bei einer "nur" einseitigen Schallabstrahlung sehr hoch bzw. maximal sein.

    Weiteres Beispiel: Wenn ich z.B. bei einem LS auf beiden Seiten ein Horn montieren würde, dann würde dies nur unerheblich - wenn überhaupt - zu einer höheren Schallabstrahlung führen, weil jedes Horn dem LS Energie "absaugt", welche dann für den Trichter auf der "anderen Seite" nicht mehr zur Verfügung steht.
    Das Vorhandensein eines zweiten Trichters auf der "anderen Membranseite" schmälert also die Schallabstrahlung des "ersten" Trichters.

    Das Märchen von dem "Ausnutzen der rückwärtigen Schallabstrahlung, die ja sonst verloren geht" findet man sogar in einigen Büchern. Es ist aber physikalisch so völlig falsch und gehört damit ins Reich des Blödsinns verwiesen.

    Viele Grüsse

  • SRAM
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    • 28. Juni 2004 um 13:02
    • #9

    Sorry, SK, aber da hat Dir die Sprachprägung einen Streich gespielt:

    wie von Dir richtig zitiert steht dort wörtlich:

    Zitat

    auch die Rückseite der Membran nutzen (durch Baßreflex, TML-Box)

    was von Deinem neuronalen Netz (weil schon tausendmal falsch gehört) zu:

    "auch den von der Rückseite abgestrahlten Schall nutzen"

    ergänzt wurde.

    So wie er dasteht ist der Satz in jedem Falle richtig, denn ohne Zweifel wir die Rückseite der Membran genutzt :wink: .

    (Deine Ausführungen stimmen. Aber wer gebraucht nicht oft verkürzende Aussagen und Argumentationsketten )


    Gruß SRAM

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  • Sound-Klinik
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    • 28. Juni 2004 um 22:51
    • #10

    ... dennoch denken viele, daß eine BR-Kiste dadurch einen "Gewinn" ermöglicht, weil "die andere Seite der Membran" endlich auch einmal genutzt wird.

    Diese Darstellungsweise sehr ist problematisch (und - was die Ursache angeht - auch falsch), weil die Funktionsweise von BR - zunmindest SO - nicht richtig erklärt wird (... ich hab halt ein Faible dafür, daß durch eine mißverständliche Formulierung es keiner "in den falschen Hals bekommt" ...).

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