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TC Finalizer Express

  • rockline
  • 12. Oktober 2002 um 09:57
  • rockline
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    • 12. Oktober 2002 um 09:57
    • #1

    Wir hatten es schon mal im Summencompressorthema, nun will ich ein Gerät nochmal konkretisieren!

    Ich benötige einen Multibandkompressor in der Summe, um unter anderem Übersteuerungen des Digitalcontrolers zu vermeiden!

    Hört sich vielleicht komisch an, aber es geschieht tatsächlich bei sehr großen VAs, dass die digitalen Clip Leds aufleuchten, und damit signalisieren das irgendwelche Parameter im digitalen Verarbeitungskreis überlaufen.

    Bislang habe ich dann halt den ankommenden Pegel reduzieren müssen - dann waren die Spitzen halt weg.

    Was wäre denn nun wenn ich das Mastersignal aus dem Pult hinterm Eq durch den TC Finalizer schicken würde?

    Erreiche ich damit eine erstklassige Pegelkompression mit ausreichender Peaklimitierung, um den Controler mit besser verdichtetem Signal anzusteuern?

    Mein Wunsch wäre eine etwas eingeschränkte Dynamic, die im Gesamtbrett dann besser aus der PA kommen soll.

    Nun habe ich mir das Manual zum Finalizer Express durchgelesen, mir kommen aber Zweifel ob dieses Gerät den Vorstellungen entspricht.
    Scheinbar gibt es auch nur ganz feste Parameterfenster für Ratio/Threshold usw. die nur immer zusammenhängend verstellt werden können. Auch störte mich der Hinweis auf Eingangspegel um die -6dB um optimale Kompressionswerte zu erzielen.

    Und die Funktion der Softclipper scheint mir auch nicht so ganz sinnig - sollen die den Finalizer vor übelsten digitalen Problemen intern bewahren?

    Irgendwie behagt mir das nicht, ein analoger Multibandkompressor erscheint mir passender.

    Was ist den beispielsweise mit dem Aphex Dominator 2, (Behringer Combinator hätte ich gerne - aber den gibt kaum jemand ab) - oder gibt es bessere digitale Kompressoren als den Finalizer in der 900 Euro Liga?

    Wer Erfahrungen mit dem Finalizer oder sonstigen Multibandkompressoren im Drive von großen PAs hat möge doch noch mal was posten!
    Stefan

  • Anonymous
    Gast
    • 12. Oktober 2002 um 13:40
    • #2

    Wenn du so viel Pegel aus dem Pult rausfährst, daß deine digitaler Controller im Eingang clippt, wieso soll dann ein digitaler Multibandkompressor den du mit dem selben "heißen" Mischpultausgangssignal anfährst nicht clippen???

    >Gainstruktur überdenken!
    (oder ist die Anlage insgesamt unterdimensioniert?)

    Wenn ein Controller der sagen wir mal +21dB am Eingang "verträgt" clippt, was machen denn dann deine Amps?
    Oder hast du die auf -20dB stehen, damits auch ja nicht rauscht und quetscht drum dein Pult so aus?

    Ich würde mir da mal die Gainstrucktur anschauen.

    Grüße,
    Fux

  • Skelly
    Beiträge
    192
    • 12. Oktober 2002 um 18:13
    • #3

    muss fux leider recht geben,

    alle finalizer gattungen bis auf den DB Max sind reine Klangwerkzeuge.. selbstverständlich kannst du Peaklastiges schwieriges Material dadurch in den Griff kriegen... auch erreicht man eine subjektive Lautstärke erhöhung... entwickelt wurden sie für Mastering... es wird aber sicherlich nicht falsche Pegelanpassungen in deinem Signalflow beheben...

    Ein Master EQ gehört immer ganz zum schluß... in die Signalkette...

    P=U²xI

  • Toff
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    349
    • 12. Oktober 2002 um 20:47
    • #4

    Als kleine Ergänzung zu der naheliegenden Vermutung, daß da was mit der Gainstruktur nicht stimmt:
    Wenn du so nah an Clipgrenzen kommst, ist dann vielleicht schlicht die PA unterdimensioniert? Wenn ich bei -6dB (bezogen auf 0dB digital fullscale) meines Digitalcontrollers ankomme und noch mehr will, muß ich halt mehr Holz hinstellen.
    Von daher finde ich auch die TC-Entscheidung völlig in Ordnung, den optimalen Arbeitspunkt des Gerätes auf -6dB zu legen - Headroom an sich einzuplanen ist doch ein sinnvolles Konzept, oder? Ein Gerät, daß nur ganz nah an der Clipgrenze optimal funktioniert, wäre mir eher unheimlich.

    Zu den festen Parameterkombinationen: Sind für meinen Geschmack praxistauglich, außerdem kannst du ja mittels "Emphasis"-Taste individuelle Bänder stärker komprimieren - mir reicht das.

    Leih dir doch, falls möglich, das Gerät und probiers aus? Denn zugegebenermaßen ist´s schon Geschmackssache...

    Gruß vom Toff

    P.S.: rockline: Habe mir deinen Beitrag nochmal durchgelesen; nicht daß ich dich falsch verstehe, und dich die -6dB Arbeitspunkt vielmehr deshalb stören, weil die der Arbeitspunkt zu hoch liegt? Deine Formulierung lässt beide Möglichkeiten zu...

    P.P.S.: Edit: Uups, das mit der Unterdimensionierung hatte Fux ja schon geschrieben...

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Toff am 2002-10-12 20:49 ]</font>

  • Carm
    Profi
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    2.715
    • 13. Oktober 2002 um 05:50
    • #5

    als multibandcompressor gibts von tc noch den triple c - sowohl als mono- als auch als stereochannelversion. ist ein feines gerät und vor allem auch um einiges günstiger als'n finalizer der nur als multibandcompressor genutzt wird...

  • rockline
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    • 13. Oktober 2002 um 09:52
    • #6

    Nicht das ihr mich falsch versteht, die Menge an Material und die resultierende Lautstärke ist schon immens - trotzdem kommt es vor, dass der JBL DSC 260 seine digitalen Clip Leds blinken läßt.

    Das ist, um noch mal auf die Gainstruktur zurückzukommen, sehr SELTEN.

    Ihr dürft mich da nicht falsch verstehen, wir fahren das Material nicht so dermaßen in den Anschlag das alles am Ende ist!

    Beim DSC 260 zeigen die Clip Leds in der Inputlevelanzeige eine interne Übersteuerung an irgendeinem Punkt an.
    Der Controler signalisiert damit das irgendwo in der Signalbearbeitung im Digitalkreis was überläuft. Hören kann man das noch nicht - aber es stimmt mich schon stutzig.

    Bei Programm aus der Konserve, große Open Airs(bis 5000 Leute) mit Playbackshows, fällt mir aber oft auf, dass mit dieser Art von Programmaterial insgesamt höhere Lautstärken ohne die kurzzeitigen Controleroverflows möglich sind!

    Daher kam mein Gedanke an eine Multibandkompression für die Summe eines Livemixes.

    Nochmals zu dem digitalen Controler JBL DSC 260.
    Mit diesem Gerät habe ich ja die Möglichkeit eine Limiterfunktion in jeden Ausgang zu setzen. Das haben wir auch in den Parametern so eingestellt, dass unsere Yorkville Endstufen mit den (mäßigen) Möglichkeiten dieser Limiter nicht clippen können.

    Bei wirklicher Vollausteuerung des gesamten Ampings kommt es selbstverständlich vor, dass die 6 Controlerwege die Ausgangspegel begrenzen.

    Wenn nun ein Techniker noch mehr Gas gibt ist der Controler intern schon dermaßen zu, und dann blinken wieder die Clip Leds im Inputmeter.

    Wenn die Techs es nicht selber merken gebe ich einen Hinweis, dass sie etwas Pegel zurücknehmen müssen - ob mir ein Multibandkompressor vor dem Controler helfen könnte, wäre ja meine Frage gewesen.

    Aber so ein Gerät weckt auch an sich mein Interesse, daher würde ich mir gerne so etwas zulegen. Ich denke mal das ich mir eins leihen werde, um mal zu testen!
    Danke für die Antworten bislang....
    Stefan

  • Anonymous
    Gast
    • 13. Oktober 2002 um 10:36
    • #7

    Den DSC260 kenne ich nicht im Detail, aber falls du die Möglichkeit hast die Filteranordnung in der internen Reihenfolge zu beeinflussen dann mal untersuchen:

    Absenkende Filter an den Anfang des Signalverlaufs legen, anhebende Filter an das Ende. Kann etwas mehr rauschen aber die Dynamik wird nicht mehr durch eine interne Übersteuerung limitiert.

    Es kann ja vorkommen daß ein EQ gleich nach dem Input beispielsweise auf 10dB Anhebung gestellt ist und an den Ausgängen wird wieder abgesenkt. Dann clippt es im digitalen Bereich obwohl kein großer Pegel aus dem Controller herauskommt.

  • rockline
    Profi
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    Beiträge
    4.440
    • 14. Oktober 2002 um 17:05
    • #8

    Ich hatte vorhin mal kurz mit unserem Vertriebsmann für Altair telefoniert. Dabei kamen wir auf mein Problem oben zu sprechen.

    Er kannte das Problem mit den Digitalcontrolern genau - es liegt am zu geringen Dynamicumfang der Geräte.


    Unser JBL hat zudem nur 20 Bit Wandler, die sind halt schnell erledigt - und dann zeigt er eben "Clip" an.
    Der Dynamicrange des DSC260 soll deshalb nur 115dB betragen!

    Weiß ich nun, und ich werde vorerst wie gewohnt damit umgehen.

    Meine Frage nach dem Finalizer, den die auch im Vertrieb haben, konnte er mir Ausreden.

    Dieses Gerät würde zwar konkrete Limits setzen können, aber der Sound würde bedingt durch die internen Wandler des TC nicht unbedingt besser werden.
    Im Studio bei konstanten Signalverhältnissen ist das Gerät eine Bereicherung, im Livebetrieb soll es nicht wirklich toll sein.

    Eine Bereicherung wäre der DBX Quantum - der aber auch wesentlich teurer ist!

    Also Fazit, Finalizer Express wird doch nicht angeschafft - vorerst auch kein Quantum.

    Besser wäre ein neuer Controler mit 24Bit Wandlern und einer ordentlich arbeitenden Limitersektion im Ausgang - dann wäre das Thema zu den Akten gelegt.
    Muß mich mal um BSS kümmern.....
    Stefan

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