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  5. Strom

Geht das??? Adapter 16A auf 3x Schuko

  • Throsten
  • 19. Oktober 2002 um 18:45
  • Throsten
    Beiträge
    832
    • 19. Oktober 2002 um 18:45
    • #1

    Hab jetzt letztens auf ner VA nen (vermutlich Selbstbau) Adaper gesehen, der aus einem 16 A Stecker die 3 Phasen auf 3 Schuko-Stecker aufteilte.

    Ist so was legal? Bzw, ist der 16A Anschluss doch auch mit einer Sicherung abgesichert, man muss nur etwas weiter laufen, wenn man sie wieder reinmachen will. Oder hab ich da jetzt nen Denkfehler? Strom ist noch nicht so ganz mein Ding. (Arbeite dran)

  • Farad
    Beiträge
    1.071
    • 19. Oktober 2002 um 19:26
    • #2

    ja, ist kein Problem. Du hast auf jeder Phase volle 16 Ampere zur Verfügung, jede Phase ist einzeln abgesichert.

    Jeweils eine Phase in einen schuko, gemeinsamer Nulleiter, gemeinsamer PE.

    Mfg, farad

  • Audiowerk
    Verifiziert
    Beiträge
    2.757
    • 20. Oktober 2002 um 07:08
    • #3

    Eine 16A-Steckdose ist als Drehstromsteckdose nicht mit einer, sondern mit drei Sicherungen ausgestattet (für jeden Außenleiter eine). Ansonsten gilt, was Farad schon sagte. Alles im grünen Bereich.

  • Throsten
    Beiträge
    832
    • 20. Oktober 2002 um 12:21
    • #4

    Eine Kollege meinte jetzt, dass die 3 verschiedenen Phasen den Geräten schaden könnten. Also bei Licht wohl kein Problem, aber bei Ton schon. Er meinte, dann können Geräte kaputt gehen und so.
    Ich glaub das irgentwie nicht ganz. Man nutzt doch auch verschiedene Phasen, wenn man mit den Stufen an einem anderen Stromkreis ist, als mit dem FOH Platz.
    Hab ich da jetzt recht?

  • Boxenguru
    Beiträge
    916
    • 20. Oktober 2002 um 12:59
    • #5

    Rein technisch gibts da nix einzuwenden.
    Nur da 95% aller Drehstromstecker mit einem 3pol/N Automaten gesichert ist. Kann dir passiern wenn du auf einem der 3 Phasen einen Kurzen hast oder Überlastet hast das dir der Automat fällt und dann stehst ohne Saft da.
    Wenn das ganze einpolig gesichert ist fällt nur ein Teil aus.

    geht nicht gibts nicht !
    nicht motzen besser machen ;)

  • Krampy
    Beiträge
    76
    • 20. Oktober 2002 um 13:01
    • #6

    Das schadet den Geräten nicht (Siehe Amps und FOH). Es kann aber sein, dass es bei billigen Netzteilen zu unnötigem brummen kommt, wenn mehrere Phasen benutzt werden. Das liegt daran, dass zwischen den einzelnen Phasen ja Spannung besteht und wenn das Netzteil keinen guten Glichstrom liefert fließt diese Spannung dann auch über das signalkabel. Theoretisch kann das dann auch den Geräten schaden, hab ich in der Praxis aber noch nie erlebt. Die Spannung ist in der Regel nicht größer als die des Signals, daher nur brummen.

    Jan

  • Monokultur
    Beiträge
    210
    • 27. Oktober 2002 um 17:45
    • #7

    @ Boxenguru:

    Ist es nicht so, zumindest meine ich das mal irgendwo gelesen zu haben, dass bei CEE-Dosen, die ja nunmal 3-polig sind bei einem "Kurzen" oder so alle drei Phasen auf einmal "vom Netz" gehen müssen?? Dadurch lassen sich ja auch die 3-poligen Sicherungen erklären...

    Vielleicht kann mich ja mal jemand aufklären?! Wäre interessant zu wissen...

    MfG André

    "Das hält, das haben wir schon immer so gemacht..."

  • Backi
    Beiträge
    939
    • 27. Oktober 2002 um 19:36
    • #8

    Neee...wenn an L1 ein Schluss vorliegt, muss ja L2 nicht auch gleich rausfliegen. Das Problem existierte ja nur an L1. Ein Dimmerpack könnte dann problemlos weiterlaufen (vorrausgesezt, dessen Netzteil hing nicht an L1).
    Geräte die wirklich die Phasenverschiebung benötigen um überhaupt zu funktionieren, gibts in der VA Branche ja garnich (oder?). Jedenfalls gibts für Drehstrommotoren extra Motorschutzschalter und selbst wenn du keinen hast würd der Motor nur stehenbleiben, wenn ein L fehlt.
    Wenn es so wäre wie du sagst, wie erklärst du dir dann die Existenz von Neozhed Sicherungen (die Oschis zum schrauben)? Die sind immer einpolig...

    cheers

  • Monokultur
    Beiträge
    210
    • 28. Oktober 2002 um 14:43
    • #9

    Ja, das mit den Schraubsicherungen ist natürlich auch wieder richtig!! Die wären dann ja eigentlich Unsinn...

    Naja, wie oben gesagt, meine ich das irgendwo mal aufgeschnappt zu haben!! Hab's ja vielleicht auch einfach nur falsch in Erinnerung gehabt?!

    MfG André

    "Das hält, das haben wir schon immer so gemacht..."

  • LMS-Daniel
    Profi
    Beiträge
    245
    • 29. Oktober 2002 um 10:37
    • #10

    Es gab in der alten ausgabe der VDE 0100-520(1985) eine Forderung dass Stromkreise die aus Drehstromkreisen gebildet werden - also die Aufteilung in Wechselstromkreise mit je einer Phase und EIGENEM Neutralleiter über EINEN Schalter, für alle nicht geerdeten Leiter freischalten zu können.

    Die momentante Ausgabe VDE 0100-520(1999) ist sehr wenig detailliert und macht hierzu keine Aussage mehr.

    Für dreiphasige Beleuchtungsanlagen gilt nach wie vor 0100-559.

    Die überarbeitete und erscheinende Norm wird die Forderung nach diesem o.a. Schalter wieder enthalten.

    Nichts desto trotz gilt immer eine Ausführung nach dem Stand der Technik.

  • Wellenfront
    Beiträge
    2.083
    • 31. Oktober 2002 um 16:11
    • #11

    Problem sehe ich vor allen in der Fi Distribution.
    Es ist eben nicht nötig einen CEE16 mit 30mA zu schützen....bei Schuko ist das Plicht bei Bühnen etc.
    Wenn man nun ein 300mA Fi vor der CEE16A hat ist der Adapter Verboten!


    Nur Anfänger schalten EINEN Fi 30mA in den Haupt/63CEE Stromverteiler.

    "der doofe Fi löst immer aus"

    Was kostet ein Loch in der bassbox?

  • LMS-Daniel
    Profi
    Beiträge
    245
    • 31. Oktober 2002 um 17:46
    • #12
    Zitat


    Wellenfront schrieb am 2002-10-31 16:11 :
    Problem sehe ich vor allen in der Fi Distribution.
    Es ist eben nicht nötig einen CEE16 mit 30mA zu schützen....bei Schuko ist das Plicht bei Bühnen etc.
    Wenn man nun ein 300mA Fi vor der CEE16A hat ist der Adapter Verboten!


    Nur Anfänger schalten EINEN Fi 30mA in den Haupt/63CEE Stromverteiler.

    "der doofe Fi löst immer aus"

    sorry, hier muß ich leider wiedersprechen:
    generell ist es in Elektroanlagen (vorausgesetzt nicht besonderer Art und Nutzung und Anschlüsse nicht im Freien) nicht notwendig Schukosteckdosen oder CEE-Anschlussdosen überhaupt über FI zu schützen.

    Bei fliegenden Bauten ist der 30mA FI (mit evtl. Ausnahme der Speisepunkte) ZWINGEND vorgeschrieben, ganz gleich ob Schuko- oder CEE- Anschlussdose.

    Diese(n) FI(s) muss also ggf. der EUV (Elektrounterverteiler) enthalten.

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: LMS-Daniel am 2002-10-31 17:47 ]</font>

  • Wellenfront
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    • 2. November 2002 um 00:02
    • #13

    Sorry......Recht hast du aber...

    Ich hatte da wir hier in einen PA Forum sind diese Unterscheidung nicht aufgeführt.
    Hier ist doch eher das meiste ne "Sonderanwendung"

    Bin eben schreibfaul


    Das ein CEE 32-125 Zwingend mit 30mA gesichert werden muss ist doch wohl falsch oder???
    Ist doch schon Technisch kaum durchführbar!
    63/125 mit 30mA Fi??????????...*gg*

    Gruss

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Wellenfront am 2002-11-02 00:06 ]</font>

    Was kostet ein Loch in der bassbox?

  • ADMIN
    Administrator
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    • 2. November 2002 um 02:22
    • #14
    Zitat

    Das ein CEE 32-125 Zwingend mit 30mA gesichert werden muss ist doch wohl falsch oder???
    Ist doch schon Technisch kaum durchführbar!
    63/125 mit 30mA Fi??????????...*gg*

    Beim 32A sei das wohl inzwischen Vorschrift, und man bekommt auch kaum noch die 300mA-Ausführung. Macht Open-Air richtig viel Spaß...

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • LMS-Daniel
    Profi
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    • 3. November 2002 um 13:28
    • #15

    Ich will vielleicht hier noch ein paar Sätze generell anmerken.
    Das ganze ist NICHT Vollständig (das sprengt wohl den Platz hier), soll aber einen genaueren Überblick ermöglichen:

    Zum einen ist es eine Art "Definitionssache" welcher Anschluss Speisepunkt und welcher Anschluss für Endverbraucher ist. Als Speisepunkte werden v.a. Anschlüsse (und das können Hausanschlusskästen, Verteiler,...sein) bezeichnet von denen aus Stromkreisverteiler gespeist werden. Für diese Anschlüsse gilt i.a. FI<=500mA.
    Auf Stromkreisverteiler kann bei bestimmten Fällen verzichtet werden (z.B. Speisung über nur eine Schukosteckdose).
    Gleichzeitig gelten immer noch die "ungeschriebenen Regeln" (Stand der Technik), daher hat sich für Speisepunkte der 300mA FI (Brandschutz) etabliert.

    VDE und BGV C1 (für ortsveränderliche Musikanlagen, Leuchten,...) fordern Massnahmen gegen indirektes Berühren (s.a. T.410):
    Die bedeutet im einzelnen z.B. Schutzisolierung (doch wer hat Schutzisolierte Endgeräte wie PAR-Scheinwerfer?)
    Daher bleibt im allgemeinen nur die Schutzmassnahme FI mit <= 30mA.
    Dies bedeutet auch dass alle Endstromkreise über mind. 30mA geschützt werden müssen.
    Dies bedeutet schließt man einen Dimmer über ein CEE32 CEE16 an ist dies ein Endstomkreis. ein CEE32 könnte aber auch Speisepunkt sein.

    Als Stand der Technik gilt auch die VDE0612 (Baustromverteiler).
    Wichtigste geltende Normung für obiges Thema:
    BGV C1
    VDE 0100T.108, T.722, 0612, 0664 usw.

    wie schon erwähnt gibt es viele Sonder-/Spezialfälle und zusätzliche Bedingungen, daher muss sich jeder für seinen spezielle Gegebenheit informieren.
    Meine Zusammenfassung soll einen Grobüberblick darstellen.

  • Tobias
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    Beiträge
    878
    • 3. November 2002 um 21:41
    • #16

    ächz, wird das alles kompliziert...
    ich sinniere schon längere zeit, wie "mein" Stromverteiler bestückt sein müßte. Eigentlich war mir schon alles klar, aber mit der FI-Geschichte hat mich Daniel wieder zum Zweifeln gebracht.
    Also, wäre dieser Verteiler jetzt VDE-konform? (natürlich abgesehen von den nicht normgerechten Schaltungssymbolen, ich hab auf die schnelle nix anderes gefunden)

    ich würde den 32A-Abgang als Speisepunkt definieren und daher keinen FI davorhängen. Entweder wird dort ein weiterer Unterverteiler (mit Automaten und FI) angeklemmt oder man geht direkt an den Dimmer. das müßte doch in Ordnung sein, oder?

    Wichtig: Das soll keine Bauanleitung für Stromlaien sein! 63A sind wirklich nicht mehr lustig, hier sollte jeder die Finger von lassen, der nicht 100%ig weiß, was er tut!!!
    Den Verteiler kloppt man auch nicht mal eben zusammen und baut ne holzkiste drum, da gibts auch bei der Ausführung jede Menge zu beachten (Querschnitt, Schutzart usw) Solange ein solcher (selbstgebauter) Verteiler nicht von einem Meister geprüft wurde und den VDE-Stempel trägt, hat der auf keiner Baustelle was zu suchen!

    Die Wahrscheinlichkeit des Geschehens steht im umgekehrten Verhältnis zum Wunsch. (Murphy)

  • Wellenfront
    Beiträge
    2.083
    • 3. November 2002 um 21:51
    • #17

    Hi
    Meine Selbstbau-Verteiler sind derartig "Overstyled" und mit etlichen FI,s bestückt....da werde ich öfter gefragt vom Meister/E-Verantwortlichen...

    *wo kann man die kaufen*

    Gruss

    Was kostet ein Loch in der bassbox?

  • Wellenfront
    Beiträge
    2.083
    • 3. November 2002 um 21:57
    • #18

    Ausserdem kann ich nach langer Roaderfahrung sagen:
    Adernendhülsen braucht man definitiv,Qetschen mit der Spezialzange scheinbar nicht....

    Trotz erheblicher Dauerstrich-Leistung von ca. 70Kw damit hatte ich noch keine Probleme,weiter "vorne"
    Einspeisung/Gernerator ist schon einiges dank mir Hochgegangen..


    PS:Der Ordnung halber
    Nicht zur Nachahmung empfohlen!

    *gg*

    Was kostet ein Loch in der bassbox?

  • PA-Peter
    Profi
    Beiträge
    7.614
    • 3. November 2002 um 22:10
    • #19

    Mmmmh, warum die PowerCON's über einen 63er FI?
    Kost ein Schweinegeld!
    Gebraucht werden doch eh nur 20A!

    Als ein 40er FI ist ausreichend, denn dann bist Du nach oben offen, evtl. noch mal 3 PowerCON's dazu...

    Das gleiche bei Schuko!
    Wobei hier evtl. ein 25er reichen würde!
    Jedoch ist dann keine Erweiterung mehr drin...

    PA-Peter
    ****
    http://www.rieckmedia.com

  • schnubbwupp
    Beiträge
    178
    • 3. November 2002 um 22:22
    • #20
    Zitat


    Wellenfront schrieb am 2002-11-03 21:57 :
    Adernendhülsen braucht man definitiv, Quetschen mit der Spezialzange scheinbar nicht...

    Wir haben letztens im Theater mal den Dimmerkastenschrank zerflückt... Oha, unserm Elektriker wurde ganz anders. Fehlende Aderendhülsen, 2,5mm² in 1,5mm² Kontakte gequetscht, zu kurz abisoliert... Er baut demnächst einiges um!
    Leider hat's der Ex-Lichttechniker installiert... (Nichts gegen euch Lichtler, aber das war nicht mehr zu toppen!)

    Julian

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