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Revolution im Beschallungssektor!

  • audiodesigner
  • 12. September 2004 um 12:41
  • donut
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    • 23. April 2008 um 16:34
    • #241
    Zitat von "wora"


    kommt drauf an... zwar könnte damit tatsächlich der oberste frequenzbereich erzeugt werden, aber man hätte dann einen riesen nachteil: man könnte nicht mehr mit dem mikrofon vor die box laufen, ohne das es gleich quietscht. ... :wink:

    ähäähm, ganz so pauschal kann man das nicht sagen! Ob es eine Rückkoppelung gibt, oder nicht, hängt einzig davon ab, welchen Pegel welcher Frequenz der Hochtontreiber auf die Mikrofonkapsel bringt, und wie die gesammte Signalbearbeitung mit Verstärkung und diversen Unlinearitäten das Mikrofonsignal bis zum Schallwandler und durch den Raum behandelt. Wie immer, ist auch hier beim guten Ton mal wieder alles relativ!

    Praktisches Beispiel: Monitoranwendungen. In der Regel Mehrwegsysteme mit Hochtondruckkammertreiber und Horngeladen. Bei ordentlichen Komponenten und richtiger Behandlung können dabei ganz erhebliche Pegel erzielt werden, ohne Rückkoppelungen zu erzeugen.

    --------------------------------------------------------------
    there's nothing important like headroom - exempt from more headroom
    Sound is no matter of taste - but an issue of education and recognition

  • wora
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    • 23. April 2008 um 22:39
    • #242

    da hab ich mich vielleicht nicht gut genug ausgedrückt.
    ich versuch´s nochmal:

    diese Bose-Säulen stehen ja in der regel hinter den musikern und nicht wie normale monitore vor ihnen.
    die mikrofone hören also theoretisch erstmal mehr von den boxen als bei normalen monitorpositionen, die ja normalerweise von hinten ins mikro strahlen (im idealfall).

    wenn man den hochtonpegel auf alle lautsprecher der linie verteilt, dann kommt aus dem einzelnen speaker relativ wenig pegel. wenn man sich nun mit dem mikro nahe vor der box bewegt, dann "hört" das mikrofon nur einen geringen teil der gesamtenergie... und koppelt recht spät.

    wenn man nun diese energie von nur einem hochtöner abstrahlen lässt, dann muss dieser deutlich mehr pegel liefern. und wenn sich dann das mikrofon vor dieser schallquelle befindet, koppelt es eben früher.
    so meinte ich das... ich hoffe, das war jetzt ein bisschen besser beschrieben.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Gitarrenschlumpf
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    • 20. August 2009 um 16:25
    • #243

    Da ich zwar den ganzen Thread gelesen habe, aber mir keinen Reim drauf machen konnte, hier nun meine Frage:

    Wir sind ein Pop-Trio (Sänger, Sängerin, Gitarrist), welches mit Halbplaybacks (Summe komprimiert) arbeitet und Veranstaltungen bis 200 Leuten bis jetzt mit 2x Soundklinik BRH.118 und 2x HK LP-210 selbst beschallt. Würden 2 L1-Doppelbassanlagen (also 2 Stäbchen und 4 Bässe) als Ersatz ausreichen?

  • Jens Droessler
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    • 21. August 2009 um 01:24
    • #244

    Ganz ehrlich, wenn ihr Ersatz wollt, nach Art des Bose-Systems, greift lieber zum Erjk F4 (siehe hier: http://www.erjk.com/english.html und dann Live-Serie) oder zur Fohhn LX-Serie. Das sind beides wertigere Systeme mit weniger Kompromissen (die Bose eindeutig macht, um mehr Geld pro Kiste zu verdienen).

  • bassking67
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    • 30. November 2009 um 13:17
    • #245

    Hallo zusammen,

    hmmm, auch wenn das Thema schon ein bisschen alt ist; der Aspekt, der mir in der ganzen Diskussion etwas fehlt ist, was passiert, wenn das Verhältnis von Diffus- zu Direktschall zu gross wird. Genau das passiert nämlich, wenn die Schallzeilen von hinten in die Mikrofone 'reinstrahlen und nicht, wie normalerweise üblich, die Front PA ein paar dB lauter ist als die Monitore und ausserdem die Rückwärtsdämpfung der Mikrofone zum Tragen kommt. Ich glaube das geht noch so einigermassen, wenn nur wenige (oder nur elektronische) Signalquellen da sind, aber sobald es sich um etwas komplexeres handelt (mehrstimmiger Gesang, nicht nur ein akustisches Instrument...) und dann noch jeder Musiker selbst rumfummelt wird das ganz schrecklich.
    Mit Schallzeilen als PA Lautsprecher habe ich aber grundsätzlich keine Probleme, wir spielen unseren nächsten Gig über sowas:

    http://www.sonus.de/php/p_produkte.php?warengruppe1_id=1&warengruppe2_id=1&warengruppe3_id=1&produkt_id=392

    Ich werde dann kurz schreiben, wie's war.

    viele Grüße

    C.

  • wora
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    • 30. November 2009 um 15:43
    • #246

    oh ja, ich habe die teile schonmal verbaut, schreibe mal wie du live damit klarkommst.
    sie benötigt aber zwingend einen EQ, ähnlich wie die MA12 von bose

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • marcel.brouwers
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    • 1. Dezember 2009 um 15:00
    • #247

    bin absolut kein Bose Fan, muss aber sagen das dieses Zeug besser spielt als erwartet und auch noch recht Laut geht.
    So viel ich vernommen habe wurde dieses Zeug entwickelt von EX- QSC / Community Engineers. Ob dies aber wirklich stimmt ??? Ask Amar :D
    Sieht Trendy und Bling Bling aus, wird sicherlich verkaufen !

    Fuer kleine Entertainer usw kein schlechtes Zeug, meiner Meinung nach.
    Kenne Firmen die Adamson Spektrix usw im Verleih haben die auch diese Bose Sachen im Verleih haben (Entertainer, Presentationen usw) und recht positiv berichten.

    Nur wenn Entertainer unterwegs sind mit 3 bis 4 solche Baesse pro Seite na dann hat man meiner Meinung nach das falsche System sich gekauft :idea: :?:

    China Power, does not always suck !

  • bassking67
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    • 8. Dezember 2009 um 13:51
    • #248

    Hallo zusammen,

    soooo, jetzt 'mal mein Erfahrungsbericht von der "Edel-Bose-Beschallung".

    http://www.sonus.de/php/p_produkte.php?warengruppe1_id=1&warengruppe2_id=1&warengruppe3_id=1&produkt_id=1

    Das sind magnetostatische Linienstrahler, also "Linearrayiger" geht's wirklich nicht mehr.
    Konfiguration war als Frontbeschallung 2 Stck. 2 Meter Säulen mit 15" Sub drunter und als Monitore 2 Stck. 1 Meter Säulen als Sidefills.
    Band war eine Rock- Pop Band, allerdings in vorweihnachtlicher unplugged Besetzung (Akustik Gitarren, Akustik Bass, Cajon, Congas und fünfstimmiger Gesang).
    Vor dem Gig habe ich noch in einem neutral klingenden Raum Presets gemacht und gemessen. Trennung zu den Subs bei 220 Hz (muss leider so hoch sein, weil die Magnetostaten nicht viel Hub vertragen) und Entzerrung mit leichter Korrektur nach SONUS- Vorgaben. Höreindruck mit Konservemusik war in etwa folgender; sehr schöne plastische Abbildung, allerdings tut sich bei den wirklich hohen Höhen (über 12 kHz) nicht viel, egal wieviel man am Controller nachschiebt (hat sich auch messtechnisch bestätigt). Der Effekt, das es bei mehr Abstand nicht wesentlich leiser wird, ist sehr deutlich. Die "1 Meter Monitore" klingen allerdings auch mit Entzerrung irgendwie nach Kirche :wink:

    Jetzt das ganze mit Live Musik in einem Club. Reichlich ungewohnt und ich musste ganz schön am Mixer schrauben, bis es anfing zu klingen. Hauptproblem war der Grundtonbereich. Ich denke, dass wegen der hohen Trennung gerade in diesem Bereich wo es so wichtig wäre, der Linearray Effekt noch nicht zum Tragen kommt (die reine "Arraylänge" wäre ja schon ausreichend). Dadurch hat man natürlich den Effekt, dass Bass und Grundtonbereich mit der Entfernung überproportional schwächer werden. Dafür war die Auflösung der Stimmen sehr gut, die Verständlichkeit auch bei vergleichsweise geringer Lautstärke ausgezeichnet. Allerdings klangen weder Stimmen noch Akustikgitarren so richtig "warm" und es fehlte subjektiv "Druck".
    Der Effekt, dass man im Nahbereich vor den Lautsprechern nicht so schnell Probleme mit Rückkopplungen bekommt, ist auch merkbar, aber natürlich auch nicht in dem Maße, dass Rückkopplungen jetzt plötzlich kein Problem mehr sind.

    Als kurz zusammengefasst; auf jeden Fall anders, auch live einsetzbar aber sicher nicht so, dass es konventionelle Lösungen komplett deklassieren würde. Und ich denke, dass diese Beobachtungen für das Bose System prinzipbedingt auch gelten (nur in ein bisschen schlechter klingend :lol: ). Aber Bose ist ja auch viel billiger (von den Preisen diser Magnetostaten will ich lieber nicht sprechen).

    viele Grüße

    C.

  • wora
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    • 8. Dezember 2009 um 14:22
    • #249
    Zitat von "bassking67"

    ...Hauptproblem war der Grundtonbereich. Ich denke, dass wegen der hohen Trennung gerade in diesem Bereich wo es so wichtig wäre, der Linearray Effekt noch nicht zum Tragen kommt (die reine "Arraylänge" wäre ja schon ausreichend). Dadurch hat man natürlich den Effekt, dass Bass und Grundtonbereich mit der Entfernung überproportional schwächer werden. ...


    es ist eine mittlerweile altbekannte weisheit, das linearrays nur mit ausreichender länge gut funktionieren.
    will man auch die unteren mitten gerichtet abstrahlen, muss die line schon ein paar meter lang sein.

    in deinem falle ist die länge der linie aber egal, denn du trennst ja schon sehr früh. hier müssten also nebendran die bässe gestapelt werden, um auf eine ausreichende länge im entsprechenden frequenzbereich zu kommen...

    es bleibt also wie es ist: mit so kleinen pappen (oder magnetostaten) kann man keine wunder vollbringen. sie sind aber eine tolle alternative für anwendungen, bei denen sich die lautstärke in grenzen hält.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • bassking67
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    • 8. Dezember 2009 um 14:50
    • #250
    Zitat von "wora"

    es bleibt also wie es ist: mit so kleinen pappen (oder magnetostaten) kann man keine wunder vollbringen. sie sind aber eine tolle alternative für anwendungen, bei denen sich die lautstärke in grenzen hält.

    ... ich würde noch ergänzen "und bei denen die Stimmwiedergabe im Vordergrund steht". Aber man darf nicht vergessen; das ist für das Publikum in aller Regel das wichtigste.

    Gruß

    C.

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